Grie­chen­land schiebt fast doppelt so viele Migranten ab, wie 2021 ange­kommen sind

Lager neben dem Hot Spot Moria auf der Insel Lesbos · Foto: Faktengebunden / Wikimedia CC 4.0

Grie­chen­land wird im nächsten Jahr ein neues perma­nentes Lager auf der Insel Lesbos bauen, um die Einrich­tung zu ersetzen, die letzten Monat abge­brannt ist, sagte Migra­ti­ons­mi­nister Notis Mitarakis im vergan­genen Oktober

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 hat die grie­chi­sche Regie­rung nach eigenen Angaben fast doppelt so viele Migranten abge­schoben wie illegal ins Land gekommen sind.

Die konser­va­tive grie­chi­sche Regie­rung redu­ziert weiterhin die Zahl der Migranten auf den Ägäis-Inseln. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl um 71 Prozent gesunken, während die Ankünfte auch im Vergleich zu den Vorjahren zurück­ge­gangen sind.

Nach Angaben des grie­chi­schen Minis­te­riums für Migra­tion und Asyl wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 4.951 Migranten abge­schoben, wobei einige in Dritt­länder abge­schoben und andere auf andere Mitglieds­staaten der Euro­päi­schen Union umver­teilt wurden, berichtet die Zeitung Proto Thema.

Im glei­chen Zeit­raum verzeich­nete Grie­chen­land nur 2.891 neue Migran­ten­an­künfte auf den Ägäis-Inseln und in der Evros-Region – Grie­chen­lands Land­grenze zur Türkei -, was einen Rück­gang von 68 Prozent im Vergleich zum glei­chen Zeit­raum im Jahr 2020 bedeutet, in dem 9.421 neue Ankünfte verzeichnet wurden.

„In den letzten 12 Monaten verlassen mehr Dritt­staats­an­ge­hö­rige Grie­chen­land als sie kommen, während in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 die Abreisen von Dritt­staats­an­ge­hö­rigen doppelt so hoch sind wie die Ankünfte.“ sagte der Minister für Migra­tion und Asyl Notis Mitarakis.

Im Mai 2020 lebten 92.463 Asyl­be­werber in den vom grie­chi­schen Migra­ti­ons­mi­nis­te­rium betrie­benen Heimen und Struk­turen, aber diese Zahlen sind seitdem auf 53.705 Asyl­be­werber im Mai dieses Jahres gesunken.

Die neuen Zahlen kommen, nachdem die grie­chi­sche Regie­rung, die von der Mitte-Rechts-Partei Neue Demo­kratie geführt wird, im August 2019 erklärt hat, dass sie die Zahl der ankom­menden Migranten redu­zieren und stren­gere Kontrollen durch­setzen möchte.

Trotz des Baus einer neuen Grenz­mauer in der Evros-Region und des kürz­li­chen Einsatzes von Schall­ka­nonen, um Migranten von der Grenz­über­schrei­tung abzu­halten, leben immer noch Tausende von Migranten in Migran­ten­la­gern auf den grie­chi­schen Ägäis-Inseln.

Auf Lesbos, einer der Inseln, die Grie­chen­land am nächsten liegt, brannte im Oktober das Migran­ten­lager in Moria nieder, wodurch bis zu 13.000 Migranten obdachlos wurden. Vier afgha­ni­sche Staats­an­ge­hö­rige wurden Anfang des Monats der Brand­stif­tung für schuldig befunden und im Zusam­men­hang mit dem Feuer zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Die grie­chi­sche Regie­rung plant den Bau neuer Aufnah­m­e­struk­turen für Migranten auf Lesbos und der Insel Chios, doch laut der Zeitung I Kathi­merini drohen den Projekten erheb­liche Verzö­ge­rungen aufgrund einer Verlän­ge­rung des Ausschrei­bungs­ver­fah­rens bis zum nächsten Monat.

Quelle: Breitbart.com


3 Kommentare

  1. „…wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 4.951 Migranten abge­schoben, wobei einige in Dritt­länder abge­schoben und andere auf andere Mitglieds­staaten der Euro­päi­schen Union umver­teilt wurden…“
    Das heißt, dass vermut­lich ca. 4000 davon jetzt in Deutsch­land alimen­tiert werden…

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  2. Niemand von den Eindring­li­chen hat auf irgend etwas ein Recht. Die gehören ALLE abge­schoben. Die sollen ihr eigenes Land auf die Beine bringen, wir müssten das auch. Nur weil wir es geschafft haben, müssen wir nicht die aufnehmen, die sich ins gemachte Nest setzen wollen. Die passen nicht hierher und schon jetzt über­rennen die uns.

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