Hat die Open Society Foun­da­tion den neuesten Plan von Soros vereitelt?

George Soros · Foto: Thierry Roge / Magyar Nemzet

Einem Artikel der Fire­wall Group auf der Website der Orga­ni­sa­tion zufolge wurde die neue Stra­tegie der Open Society Foun­da­tion von ihrer Vize­prä­si­dentin für orga­ni­sa­to­ri­schen Wandel, Binaifer Nowrojee, vorge­stellt. Er begann seinen Artikel mit den Worten des Grün­ders George Soros und bezog sich dabei auf das, was der Speku­lant „revo­lu­tio­näre Zeiten“ nannte.
 

Wir sind mit einer Klima­krise und einer Pandemie konfron­tiert, die die system­be­dingten Ungleich­heiten verschärft haben, und auto­ri­täre Regime sind welt­weit auf dem Vormarsch. Es sind dunkle Zeiten für die Menschen­rechte. In zahl­rei­chen Ländern, in denen die Open Society Foun­da­tion tätig ist, erleben wir Rück­schläge: in Afgha­ni­stan, Tune­sien, Myanmar, Äthio­pien, El Salvador, Brasi­lien, Ungarn und den Verei­nigten Staaten.

Man beachte, dass der Autor Ungarn auf eine Stufe mit Ländern im Nahen Osten und in Afrika stellt…

Deshalb, so Nowrojee, muss die Open Society Foun­da­tion auch inmitten eines radi­kalen Wandels weiterhin Hunderte von Millionen Dollar verteilen. Mit den Worten der Vizepräsidentin:

Eine sich verän­dernde Welt erfor­dert Selbst­be­ob­ach­tung, um sicher­zu­stellen, dass wir auf die sich verän­dernden Reali­täten der Welt so schnell reagieren, wie wir sollten. In Zukunft werden wir George Soros‘ ursprüng­liche Prämisse bekräf­tigen, dass die Menschen, die dem Problem am nächsten sind, am besten in der Lage sind, die Lösung zu bestimmen.

Die Fire­wall Group erklärt: „Die neue Stra­tegie der Stif­tung ist daher eine Form der Dezen­tra­li­sie­rung, bei der die sechs Regio­nal­büros stärker unter­stützt werden und mehr Verwal­tungs- und Entschei­dungs­be­fug­nisse über­tragen werden, um Möglich­keiten für Maßnahmen auf natio­naler und regio­naler Ebene zu ermit­teln. Ist das der neueste Plan von Soros? Denn in der Praxis bedeutet die Entschei­dung vermut­lich (auch), dass Soros‘ Flagg­schiffe in Ungarn Zugang zu erheb­li­chen Ressourcen und Hand­lungs­frei­heit im Wahl­kampf vor den unga­ri­schen Parla­ments­wahlen 2022 haben werden. Nowrojee erklärt diese Entschei­dung damit, dass sie auf globaler Ebene effek­tiver arbeiten können, wenn sie sich auf einige wenige Schlüs­sel­be­reiche konzen­trieren, weshalb sie ein Dutzend thema­ti­scher Programme in ein großes globales Programm umwan­deln. Die Arbeit der sieben Zentren (sechs regio­nale und ein globales) wird die gesamte Palette der Instru­mente der Open Society Foun­da­tion umfassen,

um von der Vergabe von Zuschüssen über die Inter­es­sen­ver­tre­tung bis hin zu stra­te­gi­scher Prozess­füh­rung und Impact Inves­ting ihr Poten­zial voll auszuschöpfen“.

In dem Artikel verrät der Vize­prä­si­dent auch, wofür sie in naher Zukunft mehr Geld ausgeben werden. Es wurde eine Kampagne für einen gerechten Schul­den­er­lass für Länder mit nied­rigem und mitt­lerem Einkommen gestartet, deren Wirt­schaft am stärksten von der durch die Coro­na­virus-Epidemie verur­sachten Wirt­schafts­krise betroffen ist. Wird Soros ihnen freund­li­cher­weise auch „ewige Anleihen“ anbieten? Wenn dies der Fall wäre, würde er diesen Ländern und ihren Völkern nicht helfen, sondern sie in der Hoff­nung auf beträcht­liche Einnahmen in ewige Ketten der Skla­verei legen.

Darüber hinaus arbei­tent die Open Society Foun­da­tion mit anderen Geld­ge­bern zusammen, um eine gleich­mä­ßige Vertei­lung von Impf­stoffen zu gewähr­leisten, damit die Menschen im globalen Süden Zugang zu Impf­stoffen haben. Das wirft die Frage auf:

Wenn dies für Soros so wichtig ist, warum kauft er dann nicht selbst die Impf­stoffe und verteilt sie an arme Länder?

Nowrojee berichtet auch, dass welt­weit unglaub­liche 100 Millionen Dollar für die Förde­rung von Frau­en­rechten im Namen der ‚Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit‘ ausge­geben werden“ (was auch immer das heißen mag).

Obwohl die Stif­tung derzeit eine umfas­sende orga­ni­sa­to­ri­sche Umstruk­tu­rie­rung durch­läuft, war sie nach Aussage der Vize­prä­si­dentin in der Lage, in den letzten Wochen schnell und wirksam auf Krisen zu reagieren, von denen zwei in dem Artikel hervor­ge­hoben werden: das Erdbeben in Haiti und die Macht­über­nahme der Taliban in Afgha­ni­stan. Zu letz­terem wird berichtet, dass inner­halb weniger Tage nach dem Fall von Kabul ein Fonds in Höhe von 10 Millionen Dollar ange­kün­digt wurde, um den Afghanen huma­ni­täre Hilfe zu leisten und die aus dem Land flie­henden Menschen zu evaku­ieren und umzu­sie­deln (es wird nicht gesagt, wohin, viel­leicht nach Europa). Sicher ist, dass einige von ihnen – 607 Personen – nach Alba­nien gebracht wurden, darunter ihre eigenen Mitar­beiter und Fami­lien, aber auch gefähr­dete Akti­visten und Künstler.

Warum Alba­nien? Viel­leicht, weil der Premier­mi­nister des Landes seit 2013 der Sozia­list Edi Rama ist, der immer noch Mitglied des Kura­to­riums der lokalen Soros-Stif­tung ist, und auch, weil seine erste und seine jetzige Frau beide ehema­lige Vorstands­mit­glieder der Open Society Foun­da­tion – Alba­nien waren. Mehrere Mitglieder der Regie­rung stehen auch in Verbin­dung mit der von Soros unter­stützten NGO Mjaft.

Die Fire­wall-Gruppe hegt den leisen Verdacht, dass

Soros sich nicht für die Evaku­ie­rung der Christen in Afgha­ni­stan einge­setzt hat, die von den Taliban mit dem Tode bedroht werden und denen unter der neuen radikal-isla­mis­ti­schen Führung ein Völker­mord droht.
Es gibt bereits Berichte, wonach die Taliban mit Listen von afgha­ni­schen Christen von Tür zu Tür gehen, um effektiv nach ihnen zu jagen.

Der Autor dieses Arti­kels sagt, dass die Open Society Foun­da­tion daran natür­lich nicht inter­es­siert ist: Sie will mit den Taliban verhan­deln. In einem Artikel, der am 12. August 2021 in der Finan­cial Times veröf­fent­licht wurde, forderte der Präsi­dent der Stif­tung, Mark Malloch-Brown, die Verei­nigten Staaten, Europa und die Vereinten Nationen auf, einen Waffen­still­stand und ein poli­ti­sches Abkommen auszu­han­deln. Die drei­stu­fige Lösung, die er skiz­ziert, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie der Idea­lismus den Blick libe­raler Menschen­rechts­ver­tei­diger trübt. Erstens, so Malloch-Brown, sollte der afgha­ni­schen Seite klar gemacht werden, dass sie sich zu Rechts­staat­lich­keit und Menschen­rechten verpflichten muss. Dann sollten private und staat­liche Geber lokale afgha­ni­sche Gruppen und Einzel­per­sonen unter­stützen, die sich für Rechts­staat­lich­keit und Menschen­rechte einsetzen, wie etwa Frau­en­rechts­gruppen und „unab­hän­gige Jour­na­listen“. Drit­tens, und was sollte der Direktor der Soros-Stif­tung auch anderes noch vorschlagen, sollten die Führer der inter­na­tio­nalen Gemein­schaft im eigenen Land handeln, indem sie den Afghanen, die sich bereits in ihren Ländern aufhalten, Asyl und einen legalen Neuan­sied­lungs­status anbieten und gleich­zeitig die Abschie­bungen stoppen (mit anderen Worten: dieje­nigen, die sich illegal dort aufhalten, aufnehmen und dieje­nigen Afghanen, die beispiels­weise wegen eines Verbre­chens abge­schoben werden sollen, im Landebelassen).

Dem Bericht der Stif­tung zufolge gab eine große Zahl von Afghanen den inter­na­tio­nalen Streit­kräften, insbe­son­dere dem US-Militär, die Schuld an den zivilen Opfern und der Verschlech­te­rung der öffent­li­chen Sicher­heit und vertraute ihnen nicht. Hat Soros damals nicht bereits voraus­ge­sehen, dass der Rückzug der west­li­chen Länder Afgha­ni­stan desta­bi­li­sieren und eine neue Welle von Migranten nach Europa schi­cken würde? – schließt der Artikel.

Quelle: Magyar Nemzet


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2 Kommentare

    • Da stehe ich wohl auf der Leitung. Die Talis waren vorher da, durch 9/11 wurden sie deak­ti­viert und nun sind sie eben wieder da. Was daran soll „sata­nisch“ sein?

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