Ille­gale Migranten ändern Kurs von Frank­reich nach Italien

Ministerin Bellanova von der italienischen Linksregierung und illegale Migranten, die auf die von ihr angekündigte "Regularisierung" warten / Foto: VoxNews

Der Strom ille­galer Migranten an der Grenze des italie­ni­schen Piemont zu Frank­reich – von Mont­gen­evre bis Bardon­ec­chia – hat sich umge­kehrt. Immer mehr ille­gale Migranten versu­chen jetzt nach Italien zurück­zu­kehren. Schuld daran ist die ange­kün­digte „Amnestie“ der italie­ni­schen Regie­rung, die von Minis­terin Bell­a­nova ausge­ar­beitet wird und von der zu befürchten ist, dass sie wie im Jahre 2012 endet, als Tausende von Drogen­dea­lern und Straf­tä­tern als vorgeb­liche Haus­an­ge­stellte „regu­la­ri­siert“ wurden.

Für dieje­nigen, die ihr Glück bereits in anderen Ländern wie Frank­reich versucht haben, ohne es dort zu finden, ist die Hoff­nung auf italie­ni­sche Doku­mente eine Gele­gen­heit, die man sich nicht entgehen lassen möchte und weswegen man jetzt nach Italien zurück­kehrt.

Die plötz­liche Umkeh­rung des Migran­ten­stroms zwischen Italien und Frank­reich zwang die Polizei und die Präfek­turen beider Länder zu einem Orga­ni­sa­ti­ons­treffen, das am Montag im Grenzort Modane (ital. Modana) statt­fand. Das Thema ist immer dasselbe: es geht um Grenz­kon­trollen und die Abwick­lung von Rück­schie­bungen und Auswei­sungen.

Die Ankömm­linge der letzten zwei Wochen an der Grenze stammen aus Frank­reich, aber auch aus Spanien und anderen euro­päi­schen Ländern. Sie haben zwar keinen Job in Italien in Aussicht, aber viele hoffen, nach­weisen zu können, dass sie zuvor schon lange genug in Italien waren, um eine „Regu­la­ri­sie­rung“ anstreben zu können.

Dieje­nigen, die zurück­kehren, kommen haupt­säch­lich mit der Eisen­bahn. Erst vor zwei Tagen griff die fran­zö­si­sche Polizei 22 Personen im Zug von Paris und Lyon nach Italien auf. Dies erfolgte im Zuge von verstärkten Kontrollen auf fran­zö­si­schem Gebiet am Gare de Lyon und am Bahnhof Saint Exupery in Lyon. Es gibt aber auch eine andere – viel gefähr­li­chere – Route durch den alten Eisen­bahn­tunnel von Frejus. Durch diesen Tunnel fahren die fran­zö­si­schen TGV-Hoch­ge­schwin­dig­keits­züge. Gestern Morgen meldete die Grenz­po­lizei drei Personen, die versuchten, über den Eisen­bahn­tunnel zu Fuß nach Italien zurück­zu­kehren. Zwei von ihnen konnten fliehen, der dritte, ein Marok­kaner, wurde nach Frank­reich zurück­ge­schoben. Infolge dieses Zwischen­falls war die Durch­fahrt des TGV von 4.30 Uhr morgens bis Mittag blockiert.

Alles Neben­wir­kungen des geplanten Bell­a­nova-Gesetzes.

Quelle: VoxNews

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