Im Westen nichts Neues

Dr. Norbert van Handel

Ein Gast­bei­trag von Dr. Norbert van Handel (Steinerkirchen/Traun) *)
 

Auch wenn Deutsch­land gerade – und seit Wochen – nichts anderes als die Wahlen im Kopf hat, die zuge­ge­bener Maßen mehr als wichtig sind und Frank­reich sich auf die Wahlen im nächsten Jahr vorbe­reitet, sollte man die Außen­po­litik nicht vergessen.
Dies­be­züg­lich hat Frau Von der Leyen etwas exal­tiert und thea­tra­lisch, wie immer, kürz­lich ihre Rede zur Zukunft Europas (State of the Union) gehalten.

Sie kündete nicht viel Neues an:

  • Eine „Gesund­heits­union“ (als ob sich die EU bei der Beschaf­fung und Zutei­lung von Medi­ka­menten beson­ders ausge­zeichnet hätte).
    Alles in allem heißt es mehr Büro­kratie und mehr Europa in einem Feld, das die einzelnen Länder mit Sicher­heit besser beackern können.
  • Ernster ist, dass ein Mili­tär­gipfel, vor allem zur Analyse des afgha­ni­schen Desas­ters aber auch zur Vertei­di­gung Europas, mit der NATO geplant ist.
    Anstatt sich schön langsam von dieser Angriff­or­ga­ni­sa­tion der USA zu trennen, versucht Frau Von der Leyen anschei­nend eine noch engere Verbin­dung der nicht vorhan­denen euro­päi­schen Vertei­di­gung mit der NATO zu knüpfen.
    Länder, die sich nicht selbst vertei­digen wollen, sind in Wirk­lich­keit nicht wert zu existieren.
    Dass inzwi­schen die USA mit Austra­lien und Groß­bri­tan­nien das indo­pa­zi­fi­sche Aben­teuer einge­gangen, die Fran­zosen brüs­kiert und China völlig unnötig provo­ziert hat, konnte Frau Von der Leyen noch nicht wissen. Sie und die Union haben ja wenig Ahnung, was wirk­lich auf der Welt geschieht und geschehen ist. Dass Biden, wesent­lich ärger als Trump vorher, sehr wohl die Rolle der USA als Welt­po­li­zist, die Trump maßgeb­lich redu­zieren wollte, wieder aufge­nommen hat, ist einen Tatsache.
    Statt dass Von der Leyen sich nach dem Desaster in Afgha­ni­stan merkbar von der Politik der USA distan­ziert, scheint das Gegen­teil der Fall zu sein.
    Leute mit einem gesunden Menschen­ver­stand können nur die Köpfe schütteln.
  • Natür­lich musste auch der Klima­wandel kommen, aller­dings mit der sich selbst entlar­venden Bemer­kung, dass die 27 Mitglieder bezüg­lich der Umset­zung uneinig wären – wen verwun­dert das?
    Zwar weiß jeder, dass der Klima­wandel vorhanden ist, keiner aber inwie­weit er tatsäch­lich menschen­ge­macht ist. Bevor man dies weiß, sollte man nicht das indus­tri­elle Poten­tial Europas zerstören. Vor allem dann nicht, wenn man weiß, dass die geschei­terte Ener­gie­wende von Frau Merkel uns noch Jahr­zehn­te­lang Milli­arden kosten wird.

Hätte man wirk­lich Inter­esse am Planeten, könnte man vieles tun:

– Etwa ein inno­va­tives Projekt zur Verwer­tung des Kunst­off­mülls und auch zur Säube­rung der Ozeane. Korre­spon­denz­partner infor­mierten uns, dass dies­be­züg­lich schon Projekte vorliegen würden, die einfach umge­setzt werden könnten.
– Zeit­weisen Stopp der Fischerei für drei bis vier Jahre in gewissen Teilen des Ozeans, da sonst die Fisch­be­stände auf nimmer Wieder­sehen verschwinden. Diese erholen sich jedoch relativ rasch, wenn man sie einige Zeit in Ruhe lässt.
Stopp aller Verträge mit Präsi­dent Jair Bolso­naro in Brasi­lien, solange er weiter den Regen­wald schlä­gern lässt und solange die Rind­flei­schim­porte, die vor allem die klein­tei­lige Land­wirt­schaft belastet, nicht kräftig redu­ziert werden.
– Maßnahmen gegen das grau­same und sinn­lose Töten von Delphinen in den zu Däne­mark gehö­rende Färöer Inseln.
Die Stär­kung der klein­tei­ligen Land­wirt­schaften Süd- und Ostmit­tel­eu­ropas gegen­über der Markt­macht der fast mono­pol­ar­tigen Handels­be­triebe, die von der Wirt­schafts­kammer vertreten werden.

Außen­po­litik

  • Frau Von der Leyen hütete sich natür­lich die kaum vorhan­dene Außen­po­litik der EU zu erwähnen, die endlich sinn­volle Gespräche mit Russ­land und auch China beginnen müsste.
    Die EU sollte sich als Partner und nicht als Ober­lehrer gerieren, dann hätte sie die Chance gehört zu werden.
  • Konstruk­tive Über­le­gungen zur Immi­gran­ten­frage kamen nicht. Außer, dass Abschie­bungen oft schwer möglich wären. Was für ein Blödsinn!
    Man sollte halt endlich, wie schon des öfteren an dieser Stelle vorge­schlagen, über­wachte Flücht­lings­camps, am besten außer­halb Europas, errichten, um Zug um Zug und in Ruhe prüfen zu können, wer herein darf und wer nicht. Däne­mark kann hier als Beispiel gelten.
    Sogar Bill Gates meinte kürz­lich, dass Europa seine Häfen schließen muss, wenn es nicht mit Afri­ka­nern über­schwemmt werden will. Keine neue aber eine rich­tige Erkenntnis von einer Seite, die verwundert.
  • Natür­lich kam auch wieder ein Seiten­hieb auf die osteu­ro­päi­schen Länder, der uns veran­lasst noch­mals auf unsere Vorschläge zurückzukommen:
    – einer­seits eine mittel­eu­ro­päi­sche Allianz inner­halb der EU zu errichten und
    – ande­rer­seits zu über­legen die EU in eine Ost- und eine West EU zu trennen,
    denn es wird immer so sein, dass die christ­lich orien­tierten Länder Süd- und Ostmit­tel­eu­ropas nicht mit den Ländern West­eu­ropas in einen Topf geworfen werden wollen.
    Unser dies­be­züg­li­cher Vorschlag brachte eine Menge posi­tiver Meldungen.
    Süd- und Ostmit­tel­eu­ro­päer, die den Kommu­nismus jahr­zehn­te­lang genossen haben, möchten weder Sklaven der LGBTQ-Bewe­gung werden, noch von einem völlig werte­losen West­eu­ropa unter­jocht werden.

Gemein­samer Nenner einer Ost- und einer West EU könnten immer noch jene head­lines sein, die seiner­zeit zur Grün­dung der EWG führten:

  • Frieden in Europa und
  • die vier großen Frei­heiten (freier Geld­ver­kehr, freier Waren­ver­kehr, freier Dienst­leis­tungs­ver­kehr und freier Personenverkehr).

Alles dies wird in nächster Zeit nicht geschehen, wenn sich die klei­neren Länder nicht zusammenschließen.
Die EU wird weiterhin der unge­liebte Moloch bleiben, der er heute geworden ist und kein einziges wich­tiges Problem in Europa lösen.
Während die USA wenigs­tens noch vorgeben, mora­lisch handeln zu wollen, fehlt dieses Wort im Sprach­schatz der EU.
Das deut­sche Wahl­er­gebnis wird mona­te­lange Regie­rungs­ver­hand­lungen nach sich ziehen und mitten in die fran­zö­si­schen Wahlen hineinfallen.
Das heißt, dass die EU kaum hand­lungs­fähig sein wird.
Viel­leicht eine Chance für Europa?

*) Webseite des Gast­au­tors: norbert.vanhandel.at/

* * *

M7 – ein Mittel­eu­ropa der Sieben

In der EU müssen endlich die kleinen christ­li­chen Länder gegen den großen links­li­be­ralen Main­stream auftreten.
Deshalb ist M7 – Mittel­eu­ropa der Sieben – eine Gruppe aus Visegrád-Staaten, Öster­reich, Kroa­tien und Slowe­nien in der EU so wichtig. 
Wir werden mit allen Mitteln daran arbeiten müssen, dass dies auch Wirk­lich­keit wird, sonst sind wir lang­fristig auf der Verliererstraße.

4 Kommentare

  1. Bewiesen – die Krebs­rate explo­diert nach Gift­spritzen-Verab­rei­chung !! Artikel:
    „Patho­loge stellt 20-fachen Anstieg von Krebs bei Geimpften fest“ :
    www.wochenblick.at/schock-pathologe-stellt-20-fachen-anstieg-von-krebs-bei-geimpften-fest/
    Was im „dritten Reich“ in den Konzen­tra­ti­ons­la­gern passierte , dass passiert heute offenbar „legal“ in jeder deut­schen Arzt­praxis ?!?! Wie ist sowas bei seriösen Medi­zi­nern möglich?!?! Oder sind 95 % der Ärzte in D eben nur unse­riöse Geld­geier, die über Leichen gehen ?!?!
    Artikel der „Ärzte­zei­tung“ -„Mit Impfungen richtig Geld verdienen“ :
    www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Mit-Impfungen-richtig-Geld-verdienen-250037.html
    Wann werden alle teil­neh­menden Ärzte / Behör­den­mit­ar­beiter verhaftet und einge­sperrt ?!! Der Spruch „habe davon nichts gewusst“ zählt bei Medi­zi­nern schon dreimal nicht !!! Müssen erst Milli­arden sterben, bevor das vorsätz­liche Totspritzen gestoppt wird ?!?

    • Vorsicht mit dem (Ver-) Urteil. Ärzte lesen ihre Stan­des­blätter, werden von den Kammern instru­iert und schauen gele­gent­lich auch noch fern. Gestern habe ich eine kurze Beleh­rung kassiert von einem vernünf­tigen Mann, dessen Sohn Arzt ist. Wir beide sind katho­lisch. In dieser Frage sind wir, genau genommen Gegner. Ich weiß nicht, welche Gefühle der ziem­lich gleich­alte Herr jetzt gegen mich hegt.

  2. Dass von der EU nichts Vernünf­tiges kommt weiß man ja schon längst. Schade um die Zeit sich anzu­hören was eine Von Der Leyen von sich gibt und schade um das viele Geld das die EU sinnlos verpul­vert und für die eigene Büro­kratie verschlingt.

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