In der Tsche­chi­schen Repu­blik sagen die Abge­ord­neten Ja zur Selbstverteidigung

Die tsche­chi­schen Abge­ord­neten haben am Freitag, den 18. Juni, mit 141 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und 15 Enthal­tungen einen Antrag ange­nommen, der die Charta der Grund­rechte und Frei­heiten um einen neuen Artikel ergänzt, der besagt, dass „das Recht, das eigene Leben oder das Leben eines anderen Mannes oder einer anderen Frau auch mit Hilfe einer Waffe zu vertei­digen, unter den gesetz­lich fest­ge­legten Bedin­gungen garan­tiert ist.“ Mit anderen Worten: Die tsche­chi­schen Abge­ord­neten stimmten für die Lega­li­sie­rung der Selbst­ver­tei­di­gung. Um Gesetz zu werden, muss diese Ände­rung noch vom Senat geneh­migt werden.
 

„Über­mä­ßige Regu­lie­rung führt zu einem Anstieg der Anzahl ille­galer Waffen
Zur Moti­va­tion für die Ände­rung der Gesetz­ge­bung in diese Rich­tung erklärte die Abge­ord­nete Jana Černo­chová (Bürger­lich-Demo­kra­ti­sche Partei, ODS – Opposition):

„Eine über­mä­ßige Regu­lie­rung von legal gehal­tenen Waffen macht keinen Sinn und führt zu einem Anstieg der Zahl illegal gehal­tener Waffen […] Das Ziel ist nicht, die Zahl der Waffen in den Händen der Bürger zu erhöhen. […] Eine vernach­läs­sig­bare Anzahl von Verbre­chen wird mit einer legal gehal­tenen Waffe begangen“,

während der Abge­ord­nete Jiří Mašek (ANO – Mehr­heit) sagte: „Dies ist kein Gesetz über die Bewaff­nung, sondern über den Einsatz von Waffen zur Selbst­ver­tei­di­gung.“ Der Vorsit­zende der Popu­lis­ti­schen Partei (SPD), Tomio Okamura, der den Text eben­falls unter­stützte, argu­men­tierte seiner­seits, dass „ein ehrli­cher Mann […] Angst hat, sich zu vertei­digen, wenn er nachts in seinem Haus ange­griffen wird“, und bezog sich dabei auf einen jüngsten Vorfall in der Region Pilsen (West­böhmen).

Eine Peti­tion, die von 102.000 Menschen unter­stützt wird

Die Ände­rung folgt einer Peti­tion, die von Jägern und anderen Waffen­be­sit­zern initi­iert und von 102.000 Bürgern unter­zeichnet wurde, als Reak­tion auf die Bestre­bungen der Euro­päi­schen Kommis­sion, im Namen des Kampfes gegen den Terro­rismus den – auch legalen – Besitz von Schuss­waffen einzuschränken.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei der VISEGRÁD POST, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


6 Kommentare

  1. Dann sollte aber auch eine rich­tige Ausbil­dung verlangt werden. Eine Waffe so wie im Bild zu halten, ist mindes­tens grob fahrlässig.

    2
    2
    • Nicht nur Fremd‑, sondern auch Eigen­ge­fähr­dung MÜSSEN den Menschen vor Augen geführt werden! Das richte Erlernen vom Umgang mit einer Schuss­waffe muss Pflicht sein! Ansonsten ist diese Entschei­dung absolut zu begrüßen!

      In der „Schein­de­mo­kratie Schland“ undenkbar! Hier dürfen künftig aber Behördenmitarbeiter*Innen Waffen tragen. Da muss man sich schon die Frage stellen, warum das so ist! 

      Ein weiterer Schritt zur Abgren­zung zwischen – angeb­li­chen – Souverän und Schein­staat. Miss­trauen und Angst werden – da bin ich mir sicher – für Zwischen­fälle sorgen!

      Schlag­zeilen wie „Justiz­se­kretär erschießt Zeugen, der vor Gericht erscheinen sollte“, sind durchaus denkbar geworden…

      „Schland hat so was von fertig…“

      3
      1
    • Tja – wer sich hier­zu­land wehrt gegen Angreifer gilt schon als Opfer wenn er/sie dem armen Angreifer in seinem Über­le­bens­kampf auch nur einen Kratzer verpasst – der Angreifer wird dann zum Opfer stilisiert.

      22
      1

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here