In Wien gegen die Aufnahme von Afghanen – in Brüssel dafür

Sebas­tian Kurz verstand es, vor seiner Kanz­ler­schaft den Öster­rei­chern das Gefühl zu vermit­teln, er sei ein Patriot, der die Inter­essen der heimi­schen Bürger vertritt und keine Mario­nette über­ge­ord­neter Kräfte. Viele Wähler gingen den von einem ganzen Stab erfah­re­nere Stra­tegen aufge­bauten jungen Strah­le­mann auf dem Leim und Kurz wurde zum Retter der ÖVP und Kanzler. Inzwi­schen ist es keine leichte Aufgabe für ihn und sein Team, einen Spagat zwischen Verspre­chungen im Inland und den Vorgaben inter­na­tio­naler Funk­ti­ons­eliten zu voll­ziehen. In unserer neuen Serie wollen wir uns mit dem Mann beschäf­tigen, gegen den der Baron Münch­hausen eine gera­dezu ehrliche Haut ist.
 

Lügen habe Kurz(e) Beine | Teil 1

ÖVP stimmt im EU-Parla­ment für weitere Aufnahme von Afghanen

Während der ÖVP-Kanzler den Öster­rei­chern erklärt, er wolle keine Afghanen nach Öster­reich aufnehmen, stimmten seine Euro­pa­ab­ge­ord­neten in einer Reso­lu­tion dafür!

WIEN/BRÜSSEL – Als „doppeltes Spiel“ bezeich­nete am Donnerstag (16.09) der frei­heit­liche Dele­ga­ti­ons­leiter im Euro­päi­schen Parla­ment, Harald Vilimsky, die Migra­ti­ons­po­litik der ÖVP. „Es ist immer dasselbe: Während ÖVP-Kanzler Kurz den Öster­rei­chern mit seiner angeb­lich harten Migra­ti­ons­po­litik Sand in die Augen streut, stimmten alle seine EU-Abge­ord­neten konträr zu diesen Aussagen“, kriti­sierte Vilimsky.

Demnach stimmten der in dieser Woche verab­schie­deten Entschlie­ßung zur Lage in Afgha­ni­stan alle Euro­pa­ab­ge­ord­neten der ÖVP zu. Diese fordert unter anderem die Neuan­sied­lung von afgha­ni­schen Flücht­lingen, die Einfüh­rung eines Vertei­lungs­me­cha­nismus, die Ausstel­lung huma­ni­tärer Visa, den Stopp aller Rück­füh­rungen und die Neube­wer­tung aller nega­tiven Asyl­be­scheide. So sollen laut der Entschlie­ßung die Mitglieds­staaten eine „koor­di­nierte euro­päi­sche Anstren­gungen für eine humane Asyl­po­litik unter­nehmen, bei der die EU ihrer mora­li­schen Verant­wor­tung für Aufnahme und Inte­gra­tion gerecht wird“.

Für den FPÖ-Dele­ga­ti­ons­leiter ist dieser Wort­laut eine Anleh­nung an die Migra­ti­ons­krise im Jahr 2015:

„Wir haben in den vergan­genen Wochen unter anderem erlebt, dass bereits vorbe­strafte Afghanen und solche, deren Asyl­an­träge zuvor abge­lehnt worden waren, den plan­losen Evaku­ie­rungs­pro­zess am Flug­hafen Kabul ausge­nutzt und es geschafft haben, in die Mitglieds­staaten zu gelangen“, betonte Vilimsky.

Durch eine „Will­kom­mens­po­litik 2.0“, so wie es die Entschlie­ßung fordert, werde sich die Lage drama­tisch verschlech­tern. „Für mich ist es daher nicht nach­voll­ziehbar, wieso die ÖVP, die den Menschen vorgau­kelt, eine harte Asyl­po­litik zu fahren, für solch eine Entschlie­ßung stimmt“, so der frei­heit­liche EU-Abgeordnete.

Für Vilimsky steht weiterhin fest, dass die einzige konse­quente Partei für eine harten Asyl- und Migra­ti­ons­po­litik die FPÖ ist. „Wir werden weiterhin unsere Linie treu bleiben und den Ansätzen einer ‚No-Way‘-Politik folgen“, betonte Vilimsky in einer Aussendung.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel von heute:
EU-Parla­ment sieht in der Aufnahme von Afghanen eine „mora­li­sche Verantwortung“


Hier noch ein älteres Video für unsere inter­na­tio­nalen Leser zum bessern „Kennen­lernen“ des jungen Kanzlers:

7 Kommentare

  1. Eine weitere m. E. komplett irre Idee der Grönen – künst­liche Befruch­tung von Mügrünten auf Stoier­zah­ler­kosten – als wenn die künst­liche Befruch­tung bräuchten. – Viel­leicht nach 10 – 15 Kindern, wenn die Eier­stöcke in Rente gehen wollen, nochmal für den m. E. weiteren Gebür­tend­schöhöd und noch mehr Kinder­göld dann die künst­liche Befruch­tung oder wie ist das zu verstehen?

    www.wochenblick.at/oevp-gruen-ermoeglicht-kuenstliche-befruchtung-von-asylanten-auf-steuerzahlerkosten/

  2. Die harte Linie des Kurzen ist nichts als Augen­wi­scherei um halb­wegs kriti­sche Wähler bei Stange zu halten. Wie er wirk­lich tickt hat sich offen­bart als er im Zuge der Ibiza-Farce seinen lästigen Partner absägen konnte.

    Vergleichbar authen­ti­sche Augen­wi­scherei kann man in Deutsch­land bei vorgeb­lich konser­va­tiven oder selbst­er­nannt frei­heit­li­chen Mitglie­dern von CDU und FDP erwarten.

  3. „Wer die Wahr­heit sagt, muss sich über nichts erin­nern“ (Mark Twain)

    Wer erwartet noch die Wahr­heit von irgend­einen Politiker/in? Das sind alle ausge­wählte, einge­setzte Mario­netten. Auch wenn ein Paar von denen etwas am System ändern wollte, würden sie es nicht schaffen. Nur das Volk – wenn es noch exis­tiert – kann sich selbst retten.

  4. Der eigent­liche Skandal ist ja, dass in unseren Medien kein Ster­bens­wört­chen darüber berichtet wird, NULL! Würden diese nur, ich sag mal, drei Tage die Wahr­heit bzw. was wirk­lich so passiert uns mitteilen, sähe die Welt anders aus, behaupt ich mal. Und solche Typen wie Kurz und Konsorten wären schnell Geschichte! Man fühlt sich nicht nur verraten und verkauft, WIR SIND ES!

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