Indo­ne­sien: Christen werden zuneh­mend zu Frei­wild für radi­kale Moslems

(C) Open Doors

Vor zwei Wochen sind vier Christen im kleinen Dorf Lemban Tongoa in Zentral-Sula­wesi, einem entle­genen Vorposten der Heils­armee, bei einem Über­fall isla­mi­scher Extre­misten getötet worden.

Kämpfer der «Ostin­do­ne­si­schen Mudscha­hidin» ersta­chen zwei Männer, enthaup­teten einen weiteren und verbrannten einen vierten lebendig in einem Haus. Partner von Open Doors besuchten die verblie­benen Christen, um ihnen beizu­stehen. Bei ihrem Besuch schil­derten ihnen die Über­le­benden, was sie mit ansehen mussten.

Massaker an Christen in Lemban Tongoa

Am 27. November gegen acht Uhr morgens drangen bis zu zehn Männer in das Dorf ein. Mit Schwer­tern und Gewehren bewaffnet, riefen die Extre­misten zunächst alle Dorf­be­wohner aus ihren Häusern. Dann griffen sie einige Männer heraus, darunter den Vater und den Ehemann der drei­fa­chen Mutter Srikandi. Nachdem sie mit ansehen musste, wie ihrem Vater die Kehle durch­ge­schnitten wurde, floh sie mit ihren drei Kindern zusammen mit anderen Dorf­be­woh­nern in den Wald. Ihre Mutter wurde eben­falls gefangen genommen und wurde Zeugin, wie die Extre­misten sechs Häuser und ein Gebäude der Heils­armee nieder­brannten, darunter eine behelfs­mä­ßige Kirche. Sie selbst über­lebte jedoch äußer­lich unversehrt.

«Wir müssen da sein!»

Bruder Sam, ein Partner der Arbeit von Open Doors in der Region, sorgt sich um einen kleinen, «hyper­ak­tiven» Buben, der den Tod seines Vaters miter­leben musste und während des Besuchs kaum gespro­chen hat. «Die Kinder sind unsere größte Sorge», betont Sam. «Wir müssen ihnen helfen, dieses Trauma zu über­winden.» Auch für das Team, das all die erschüt­ternden Geschichten hört, sei die Situa­tion sehr belas­tend. «Aber wir müssen da sein. Wir sind die einzigen Besu­cher von außer­halb. Unsere Anwe­sen­heit macht einen Unterschied.»

Für Srikandi steht fest: Sie möchte nicht in ihr Heimat­dorf zurück­kehren: «Wenn ich dorthin zurück­kehre, wird die Erin­ne­rung mich krank machen.» Zusammen mit ihrer Mutter und den drei Kindern lebt sie inzwi­schen bei Verwandten.

Fünf Christen in West­neu­guinea Christen ermordet

Bereits in der zweiten Novem­ber­hälfte waren im indo­ne­si­schen West­neu­guinea inner­halb weniger Tage vier Mitglieder einer christ­li­chen Gemeinde getötet worden. Zuvor war ihr Pastor am 19. September ange­schossen worden und später seinen Verlet­zungen erlegen. Die Taten wurden mutmaß­lich von Soldaten der indo­ne­si­schen Armee (TNI) verübt und stehen in Zusam­men­hang mit dem Kampf der Regie­rung gegen bewaff­nete Rebel­len­gruppen, die seit Jahr­zehnten für die Unab­hän­gig­keit von Indo­ne­sien kämpfen. Diesen Christen war von Regie­rungs­seite fälsch­li­cher­weise unter­stellt worden, sie würden mit den Rebel­len­gruppen zusam­men­ar­beiten, obwohl die Christen bei diesen Ausein­an­der­set­zungen immer wieder zwischen die Fronten geraten.


3 Kommentare

  1. Danke für diese grau­en­haften Einblicke in das Verhalten von Mitglie­dern dieser „Reli­gion des Frie­dens“! Es sind keine Einzel­fälle; gut, dass es „Open Doors“ gibt. Nur leider errei­chen solche Meldungen niemals den isla­mo­philen west­li­chen Mainstream.

    10

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein