Inter­view mit Götz Kubit­schek

Götz Kubitschek · Foto: Wikimedia, CC 2.0

Der Schrift­steller und Verleger Götz Kubit­schek lebt in Schnell­roda im Saale­kreis (Sachsen-Anhalt). Wir über­nehmen das Inter­view unseres wallo­ni­schen Kollegen Lionel Baland, der ihn besuchte und für die fran­zö­si­schen Online-Portale Euro­Li­bertés und Breizh-Info inter­viewte.

Frage: Wann haben Sie Ihre Struk­turen einge­richtet?

Götz Kubit­schek: Der Verlag Antaios (antaios.de/) und die Ideen­fa­brik Institut für Staats­po­litik (staatspolitik.de/) wurden im Jahr 2000 und die Zeit­schrift Sezes­sion (sezession.de/) 2003 gegründet.

Frage: Was denken die Leute im Dorf über Ihre Akti­vi­täten?

Götz Kubit­schek: Die Menschen im Dorf sind nicht sehr daran inter­es­siert, Ideen zu disku­tieren. Das ist kein Problem. Sie akzep­tieren sie einfach. Die Alter­na­tive für Deutsch­land (AfD) ist eine patrio­ti­sche poli­ti­sche Partei, die gut etabliert ist. Hier ein Teil der Norma­lität.

Wenn wir etwas Größeres orga­ni­sieren, kommen die Linken hierher. Sie erhalten dafür Geld vom Staat. Aber das inter­es­siert uns nicht.

Frage: Haben Ihre Kinder Probleme in der Schule?

Götz Kubit­schek: Nein.

Frage: Veröf­fent­li­chen Sie fran­zö­sisch­spra­chige Autoren?

Götz Kubit­schek: Ja, wir haben dem deutsch­spra­chigen Publikum bereits Werke von Jean Raspail, Richard Millet, Renaud Camus, Henry de Monther­lant und Laurent Ober­tone vorge­stellt. Wir über­setzen zudem Artikel aus der Zeit­schrift Nouvelle École, zum Beispiel von Guil­laume Travers. Und wir haben Domi­nique Venner kurz vor seinem Tod inter­viewt.

Frage: Sind Sie in der Politik tätig?

Götz Kubit­schek: Ich inter­es­siere mich für Meta­po­litik und Lite­ratur, aber nicht für die Belange poli­ti­scher Parteien.

Frage: Wie erklären Sie den Unter­schied zwischen Ost- und West­deutsch­land?

Götz Kubit­schek: Die Geschichte der beiden Landes­teile nach dem Zweiten Welt­krieg war völlig unter­schied­lich. Der Osten erlebte die russi­sche Besat­zung und den Sozia­lismus. Dann, während der Revo­lu­tion von 1989, forderte das Volk das Regime heraus. Das Volk weiß genau, wer lügt: die volks­ferne Elite, die nicht-unab­hän­gige Presse, die Denun­zi­anten und die Diffa­mierer.

Frage: War die Deut­sche Demo­kra­ti­sche Repu­blik natio­na­lis­tisch?

Götz Kubit­schek: Nicht so offen, aber sozia­lis­ti­sche Ideen funk­tio­nieren immer besser in einem natio­na­lis­ti­schen Rahmen.

Frage: Haben Sie Probleme mit dem Staat?

Götz Kubit­schek: Der Staat krimi­na­li­siert das, was wir tun, und krimi­na­li­siert uns über das Bundesamt für Verfas­sungs­schutz. Das ist irra­tional und surreal. Aber es stört mich kaum bei meiner Arbeit. Es ist ein biss­chen wie wenn ein Insekt in ein Glas Bier fällt.

Ich war nie gewalt­tätig und ich habe nie zur Gewalt oder zum Umsturz des Systems aufge­rufen, und dennoch werden wir über­wacht.

Das Bundesamt für Verfas­sungs­schutz ist natür­lich instru­men­ta­li­siert. Sie arbeiten nicht für den Schutz der Verfas­sung, sondern für den Macht­er­halt der System­par­teien.

Frage: Wie ist es mit den Steu­er­be­hörden?

Götz Kubit­schek: Wir haben mit denen kein Problem, weil alles sauber ist und wir daher von diesem Stand­punkt aus nicht angreifbar sind.

Frage: Was ist mit den von Ihnen veröf­fent­lichten Büchern?

Götz Kubit­schek: Ich hatte keine Probleme, keine verbo­tenen Bücher, aber die Autoren hatten schon Probleme. Amazon entfernt unsere Bücher aus dem Sorti­ment. Manchmal wollen einzelne Buch­händler sie nicht verkaufen, aber im Allge­meinen läuft es gut.

Die Dinge sind ganz einfach: Verleger zu sein ist eine groß­ar­tige Sache, und viele junge Leute anzu­spre­chen ist eine Freude. Was der Staat, Jour­na­listen und Anti­fa­schisten tun, beschäf­tigt mich nur in ganz geringem Umfang.

Frage: Was halten Sie von den Schriften des aus der SPD ausge­schlos­senen Schrift­stel­lers Thilo Sarrazin, der in seinen Büchern die Folgen der Einwan­de­rung anpran­gerte?

Götz Kubit­schek: Sarrazin war vor einem Jahr­zehnt wichtig für uns. Er war ein Türöffner.

Quelle: www.breizh-info.com/2020/09/28/151142/gotz-kubitschek-nouvelle-droite-allemagne/

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