Öster­reich: eine Fassa­den­de­mo­kratie? – Neokon­ser­va­tiver Bundes­kanzler gibt für 104 PR-Mitar­beiter 450.000 EUR aus

„Was machen 104 PR-Mitarbeiter?“

Von ELMAR FORSTER | Nicht nur öster­rei­chi­sche Medien fragen sich dieser Tage, „was 104 Public Rela­tion-Mitar­beiter über­haupt machen“  (Stan­dard). So viele leistet sich nämlich der öster­rei­chi­sche neokon­ser­va­tive Bundes­kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Was mit immerhin mehr als 450.600 Euro monat­lich zu Buche schlägt.

„Mega-Mani­pu­la­tion“

In seinem Buch „Mega-Mani­pu­la­tion“ sieht Ulrich Mies eine gigan­ti­sche „Ideo­lo­gi­sche Kondi­tio­nie­rung in der Fassa­den­de­mo­kratie“ am Werk. Indem er sich folgende rheto­ri­sche Frage stellt:

„Was sagt es über die Qualität der Demo­kratie aus, wenn sich die Reprä­sen­tanten des Volkes und die Regie­rungen des „frei­heit­li­chen Westens“ die Zustim­mung ihrer Völker nur noch mit Hilfe von Mani­pu­la­tionen und Propa­ganda sichern.“

Denselben Verdacht hegte etwa auch die öster­rei­chi­sche SPÖ-Abge­ord­nete Julia Herr, indem sie Karl Nehammer unter­stellt, „vom eigenen Versagen abzu­lenken“.

Mies spricht sich eben­falls in diese Rich­tung hin aus:

„Ist die gezielte Verwir­rung und tägliche Gehirn­ver­schmut­zung des Souve­räns nicht der eindeu­tige Beweis für den Fassa­den­cha­rakter der west­li­chen Demokratien?“

Riesiger PR-Apparat

Den riesigen PR-Propa­ganda-Apparat hatte einst Neham­mers Vorgänger, der damals noch sehr junge, türkise Altkanzler Sebas­tian Kurz zum Zwecke von Öffent­lich­keits­ar­beit im Kanz­leramt aufge­blasen. Und auch sein Nach­folger Nehammer (ÖVP) will darauf nicht mehr verzichten. Insge­samt arbeiten im Kanz­leramt 97 Mitar­beiter (rund 85 in Voll­zeit) dafür, dass die Politik des Kanz­lers ins rechte neokon­ser­va­tive Licht gerückt wird. Zusätz­lich bemühen sich auch noch sieben Pres­se­spre­cher darum.

Nach Ansicht von SPÖ-Abge­ord­neter Herr erfüllen diese Propa­ganda- und Manipulationszwecke:

„Je schlechter die Vertrau­ens­werte, umso mehr Personal und Geld wird im Kanz­leramt für Presse- und Öffent­lich­keits­ar­beit aufgewendet.“

Neham­mers Spre­cher Daniel Kosak sieht das auf Twitter natur­gemäß anders: Nämlich als ÖVP-Bürger­ser­vice, welche sich auch nicht alle davon der „klas­si­schem poli­ti­schen Kommu­ni­ka­tion“ widmen würden.

„Putsch gegen die Demokratie“

Chris Heges sieht frei­lich dahinter eine Perfidie zur Zerstö­rung wahrer Demo­kratie mit Hilfe einer neokon­ser­va­tiven Agenda:

„Wir leben jetzt in einer Nation, in der Ärzte die Gesund­heit zerstören, Anwälte Gerech­tig­keit verhin­dern, Univer­si­täten Wissen vernichten, Regie­rungen die Frei­heit  zerstören, die Presse Infor­ma­tionen verfälscht, die Reli­gion die Moral unter­gräbt und unsere Banken die Wirt­schaft ruinieren.”

Und weiter:

„Die Zentren der Macht mani­pu­lieren, kondi­tio­nieren und terro­ri­sieren die Bevöl­ke­rung. Das Resultat der neokon­ser­va­tiven Konter­re­vo­lu­tion ist ein Putsch gegen die Demo­kratie, in dessen Folge sie zur Fassa­den­de­mo­kratie mutierte.“

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3 Kommentare

  1. Also nicht nur bei uns abge­ho­bene Selbst­be­diener und größen­wahn­sin­nige Politiker.
    Ist zwar nicht beru­hi­gend, eher eine Schande was sich diese dreisten Menschen raus nehmen. Aber Können fehlt nun eben mal bei allen, sonst könnten sie für das Volk mit fähigen Hand­lungen Politik machen und nicht durch Unfä­hig­keit glänzen

  2. Die Situa­tion ist von Ulrich Mies richtig beschrieben aber warum das NEOKONSERVATIV sein soll erklärt er nicht. Es ist Salon­mar­xismus der ein Neofa­schis­ti­sches Corpo­ra­tismus Modell umsetzt. KONSERVATIVE kämpfen für ein Aufrecht­erhalten von Werten und für Frei­heit und Selbst­be­stim­mung. Wenn das jemand nicht tut ist er NICHT KONSERVATIV und nicht NEOKONSERVATIV. Auch hier leider Begriffs­ver­wir­rung und Volksverdummung.

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  3. Danke, Ulrich Mies ist klasse. Sehr erfri­schend, wenn einer Tacheles redet und dabei auch mit seinen Emotionen zum Geschehen nicht hinterm Berg hält.

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