Italien: Coro­na­virus kommt auf den Booten; das Leben der Einhei­mi­schen zählt dabei nicht

Grafiken: Twitter

Wie erwartet verbreitet sich das Coro­na­virus in Afrika sehr rasch. Unter den am stärksten betrof­fenen Ländern sind die Herkunfts- und/oder Durch­gangs­länder der laufend in Italien anlan­denden Migranten: Ägypten, Nigeria, Ghana, Kamerun, Marokko usw. Gleiche Situa­tion in Libyen und Bangla­desch.

Zuletzt haben die NGOs Sea Watch und Medi­ter­ranea über 300 ille­gale Migranten nach Italien geschip­pert. Etwa dreißig der „Passa­giere“ der deut­schen NGO waren infi­ziert, ebenso mindes­tens ein Besat­zungs­mit­glied.

In der Zwischen­zeit hören die unkon­trol­lierten Anlan­dungen in Lampedus und an der südita­lie­ni­schen Küste nicht auf. Über 200 Neuan­kömm­linge wurden iden­ti­fi­ziert, über den Rest ist nichts bekannt. Wie viele von ihnen sind nach der Landung ins Landes­in­nere geflüchtet und waren viel­leicht infi­ziert?

Hier ein italie­ni­scher Bericht über die „Gesund­heits­bombe“ infolge weiterer Anlan­dungen aus Libyen und Tune­sien:

L’Ong dei veleni ha cari­cato 118 clan­des­tini in Libia e Tunisia: bomba sani­taria

In Libyen gibt es tatsäch­lich eine sprung­hafte Vermeh­rung von Covid-Infek­tionen, was letzt­lich einen Anste­ckungs­alarm seitens der italie­ni­schen Polizei betref­fend der „Boots­leute“ auslöste.

Das italie­ni­sche Innen­mi­nis­te­rium beeilte sich zu betonen, dass „die ange­wandten Methoden einen voll­stän­digen Schutz der Gesund­heits­si­cher­heit gemäß den Richt­li­nien des Gesund­heits­mi­nis­te­riums gewähr­leisten“. Tatsäch­lich war die Polizei bis vorges­tern bei Ankunft der Migran­ten­schiffe ledig­lich mit foto­gra­fi­scher Regis­trie­rung betraut. Erst gestern, nach Bekannt­werden der Covid-posi­tiven Fälle, wurden die ille­galen Migranten dann plötz­lich direkt von medi­zi­ni­schem Personal über­nommen.

Die Bürger­meis­terin von Porto Empe­docle in der Provinz Agri­gento, Ida Carmina, warnte vor Span­nungen in der Bevöl­ke­rung. Es wird berichtet, dass „die 211, die von der Sea Watch aufge­fischt wurden, dicht wie Sardinen über­ein­ander gesta­pelt waren“. Selbst die Besat­zung der deut­schen NGO musste isoliert werden, doch deren Spre­cherin, Giorgia Linardi, erklärte groß­spre­che­risch, „dass wir die Regie­rungen ihrer Pflicht, Menschen zu helfen, nicht entheben können“. Und das, obwohl man sich des gesund­heit­li­chen Risikos einer weiteren Pandemie-Ausbrei­tung voll bewusst ist! Sea Watch erklärte ferner, dass die Covid-posi­tiven Migranten „aus liby­schen Massen­an­hal­tela­gern kämen, wo sie unter unmensch­li­chen Bedin­gungen gelebt hatten und wo die Covid-19-Infek­tionen laut einer vom Inter­na­tional Rescue Committee veröf­fent­lichten Erklä­rung in den letzten zwei Wochen aufgrund der anhal­tenden Konflikte sich verdop­pelt hätten. “

Der para­doxe Aspekt dabei ist, dass Sea Watch 3 gemäß den italie­ni­schen Seerechts­re­geln gar nicht berech­tigt ist, Migranten aufzu­nehmen. „Wenn sie zufällig vor Ort wären, hätten sie die Verpflich­tung, dies zu tun, aber wenn sie absicht­lich dorthin fahren und außerdem ankün­digen, dass sie vor der liby­schen Küste patrouil­lieren möchten, ändert das die Rechts­lage völlig“, erklärte eine kompe­tente Quelle gegen­über der Tages­zei­tung Il Giornale.

Was aber wird passieren? Die italie­ni­sche Küsten­wache wird eine Inspek­tion durch­führen und mögli­cher­weise wie in der Vergan­gen­heit eine Verwal­tungs­haft verhängen, was aber gegen­über der Gefähr­dung durch Pandemie-Verbrei­tung eine völlig unzu­rei­chende Sank­tion wäre.

Gestern sind erneut 71 Migranten eigen­ständig in Lampe­dusa ange­landet und weitere hundert nähern sich mit 3 Flößen aus Libyen sowie 4 aus Tune­sien. Allein im Juni kamen somit bisher 1.076 ille­gale Migranten an. Befürch­tungen spre­chen schon von einer mögli­chen Sommer­welle mit wer weiß wie vielen Covid-Infi­zierten aus Afrika.

 

Quelle: VoxNews (1), VoxNews (2)

3 Kommentare

  1. Verstehe ich nicht.
    Afrika ist doch wohl groß genug um die gesamte Welt­be­völ­ke­rung aufzu­nehmen. Wäre ich Afri­kaner, suchte ich mir ein lauschiges Plätz­chen, nähme meine Familie mit und finge ein neues Leben in vertrauter Natur an.
    Auf keinen Fall ginge ich in die rassis­ti­sche „Hölle“ Europas, wo ich damit rechnen müsste, perma­nent diskri­mi­niert und schi­ka­niert zu werden.
    Außerdem bräuchte ich im Winter nicht frieren und um Schwimmen zu gehen keinen Eintritt bezahlen. Gell?

    Auf nach Afrika! (Zwin­kers­miley)

  2. Eigent­lich sollte sich niemand mehr auf all diesen Seiten herum­treiben.
    Körper­liche Ertüch­ti­gung und das Herstellen von Vertei­di­gungs­mit­teln ist ange­sagt, nichts anderes. Bildet Nach­bar­schaft­liche Gruppen, bedenkt Stra­tegie und auch Verluste.

  3. diese ganzen schlep­per­boote einfach mal 3 wochen vor jedem land­gang unter quaran­täne setzten, das redu­ziert die anste­ckungs­ge­fahr unbe­tei­ligter und als sehr posi­tiven neben­ef­fekt schränckt das die schlep­per­tä­tig­keit ein.

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