Italien: „Das Jahr Null der Rechten“

14-16 September 2017 - 25° Edition - Photos by BHStudio of Gianfranco Bernardo

„Diese Kommu­nal­wahlen haben eine Art Jahr Null für alle bestimmt. Die sieg­reiche linke Mitte muss ihre Ziele klären, die sich nicht darauf beschränken dürfen, ihren Vertreter in den Quirinal zu wählen.“ (Enrico Letta, Partido Democratico)


Von S. Folli

Letta sprach von einem „vergrö­ßerten Lager“, das dem Oliven­baum ähnelt, und deshalb müssen die Konturen defi­niert und erklärt werden. Es gibt ein Problem der Homo­ge­nität: Die Aufnahme der Zentristen der Forza Italia, Calenda, der Renzi-Anhänger, Bonino, Conte und der 5 Sterne unter ihrem Dach birgt das Risiko einer großen Insta­bi­lität. Und dann gibt es noch die unter­le­gene Mitte-Rechts-Frak­tion. Die Möglich­keit, dass die gesamte Rechte in die Oppo­si­tion geht, wie es Giorgia Meloni (Fratelli d’Italia) wünscht, ist unwahr­schein­lich. Die Lega muss sich entscheiden: Wenn sie in der Regie­rung bleiben will, muss sie sagen, unter welchen Bedin­gungen, mit welchen Ideen und Vorschlägen. Ihre Wähler­schaft, die sich aus Unter­nehmen zusam­men­setzt, die an den Aufschwung glauben und Vertrauen in Draghi haben, braucht keine Slogans, sondern konkre­tere Vorschläge. Hier kann die rechte Mitte wieder­ge­boren werden oder zusammenbrechen.

Quelle: Repub­blica in der Über­set­zung der fran­zö­si­schen Botschaft in Rom, zitiert nach Lionel Baland


Umfra­ge­werte in Italien: die beiden patrio­ti­schen Parteien „Fratelli d’Italia“ und „Lega“ haben zusammen 40,5 %

Quelle: Lionel Baland


1 Kommentar

  1. Eine Falsi­fi­ka­tion ist das! Denn im völker­recht­wid­rigen Fest­halten an Süd-Tirol, und an der Roma­ni­sie­rung des Gebietes sind sich ALLE italie­ni­schen Parteien einig! Da gibt es keine Linken und Rechten, sondern nur Kolonialisten!

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