Italien: Pfizer-Haftungs­aus­schluss. Drei Kran­ken­schwes­tern verwei­gern die Unterschrift

Bild: s-ts / shutterstock

Eine Einver­ständ­nis­er­klä­rung, die Pfizer von jegli­cher zukünf­tiger Haftung entbindet, hätte von drei in einem Pfle­ge­heim in Abano (Padua) ange­stellten Kran­ken­schwes­tern unter­schrieben werden sollen.

Die Kran­ken­schwes­tern, die von der Geschäfts­lei­tung zur Verab­rei­chung des Impf­stoffs vorge­laden worden waren, haben es jedoch vorerst vorge­zogen, sich nicht impfen zu lassen. Statt­dessen haben sie sich an einen Rechts­an­walt gewandt, dem die Einver­ständ­nis­er­klä­rung zur Prüfung vorge­legt wurde.

„Wir haben die Einver­ständ­nis­er­klä­rung von Pfizer-Bion­tech sorg­fältig geprüft“, erklärt nun ihr Rechts­an­walt Giorgio Destro, der den Fall zusammen mit seiner Kollegin Serena Pomaro betreut. „Wir sind zur Schluss­fol­ge­rung gelangt, dass es sich bei der Einver­ständ­nis­er­klä­rung tatsäch­lich um einen Haftungs­aus­schluss handelt, der sich nicht nur auf die Firma, die den Impf­stoff produ­ziert, sondern auch auf das Gesund­heits­per­sonal, das für die Verab­rei­chung verant­wort­lich ist, bezieht.“

Laut Rechts­an­walt Giorgio Destro gibt es mindes­tens vier Formu­lie­rungen, die recht­liche Fragen aufwerfen:

  1. Der Impf­stoff schützt mögli­cher­weise nicht alle Personen, die ihn erhalten.
  2. Der Impf­stoff kann Neben­wir­kungen hervorrufen.
  3. Die obige Liste der Neben­wir­kungen ist nicht erschöp­fend und schließt nicht alle mögli­chen Neben­wir­kungen ein, die infolge der Verab­rei­chung des Pfizer-Impf­stoffs auftreten können.
  4. Es ist im Moment nicht möglich, Schäden auf lange Sicht vorherzusagen.

Nach Angaben des Rechts­an­walts sieht es im Moment nicht so aus, als ob andere mit Pfizer konkur­rie­rende Unter­nehmen die Unter­zeich­nung eines ähnli­chen Doku­ments gefor­dert hätten.

Er schlug daher den drei Kran­ken­schwes­tern vor, einen einge­schrie­benen Brief an die Leitung des Pfle­ge­heims zu schi­cken, in dem ihre Bereit­schaft zu einer Sofort­imp­fung bestä­tigt wird, ohne jedoch vorher die oben zitierte Einver­ständ­nis­er­klä­rung zu unterschreiben.

Quelle: Imola Oggi

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here