Janez Janša spricht vor unga­ri­schen Medien über Demo­grafie und Migra­tion: „Kein Europa ohne Europäer“

Der slowenische Ministerpräsident Janez Janša wurde auf dem Demografie-Gipfel in Budapest von Mariann Őry, der außenpolitischen Redakteurin von Magyar Hirlap, interviewt, die auch für die Zeitschrift Demokracija schreibt · Foto: Regierung der Republik Slowenien

Der slowe­ni­sche Premier­mi­nister Janez Janša nahm gestern am Demo­gra­fie­gipfel in Buda­pest teil. Während seines Besuchs in der unga­ri­schen Haupt­stadt gab er auch ein Inter­view mit der unga­ri­schen Zeitung Magyar Hírlap, in dem er die Bedeu­tung der Förde­rung von Fami­lien und Fami­li­en­werten hervorhob.

„Es ist klar, dass die Unter­stüt­zung von Fami­lien eine Prio­rität sein muss“, sagte Janša und merkte an, dass die EU-Länder in den letzten Jahr­zehnten das Thema Demo­grafie vernach­läs­sigt haben, das aber dennoch von entschei­dender Bedeu­tung ist. „Wenn es keine Menschen gibt, gibt es nichts. Ohne Euro­päer gibt es kein Europa, ohne Ungarn gibt es kein Ungarn, ohne Slowenen gibt es kein Slowe­nien“, betonte der slowe­ni­sche Premier­mi­nister. Er fügte hinzu, dass es in der Geschichte Beispiele für die fried­liche Koexis­tenz verschie­dener Völker gegeben habe, warnte jedoch davor, dass eine erzwun­gene Vermi­schung meist zu Konflikten und Krieg führe. „Daraus müssen wir lernen. Betrachtet man die demo­gra­fi­sche Entwick­lung, so macht Europa nur 6 % der Welt­be­völ­ke­rung aus, und gleich­zeitig nimmt seine Bevöl­ke­rung ab. Gleich­zeitig nimmt die Bevöl­ke­rung im benach­barten Afrika zu. Wenn wir unsere Grenzen öffnen, wird Europa verschwinden“, sagte er den unga­ri­schen Medien.

In dem Inter­view ging Janša auch auf das bren­nende Thema der neuen Migran­ten­welle aus Afgha­ni­stan ein und bekräf­tigte, dass er keine Wieder­ho­lung der Migran­ten­krise von 2015 wolle. Erin­nern wir uns daran, dass während der durch die Ereig­nisse in Syrien ausge­lösten Migran­ten­krise massen­haft Männer im wehr­fä­higen Alter nach Europa kamen, nicht Frauen und Kinder.“ Er fügte hinzu, dass die Schleu­sung von Migranten vor allem ein großes Geschäft sei. „Wir können dieses Problem nicht allein lösen, wir brau­chen die Zusam­men­ar­beit der west­li­chen Balkan­länder, und deshalb ist ihre Inte­gra­tion in die EU so wichtig“, fügte er hinzu.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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