Konter­ad­miral De Felice fordert Seeblockade

Konteradmiral Nicola De Felice · Foto: Facebook

Ein Flop von Innen­mi­nis­terin Lamor­gese: Italien ist von Europa wieder einmal allein gelassen worden

Es gab am EU-Treffen in Portugal keine konkrete Antwort zur Umsied­lung von Migranten, die an Italiens Küsten landen. Seit 2018 wurden nur 1.273 Migranten von Italien in andere Staaten über­führt, während mehr als 80.000 gelandet sind.

Die italie­ni­sche Stra­tegie, sich auf Umsied­lungen zu konzen­trieren, ist daher ein Verlierer und eröffnet einen „heißen“ Sommer, wenn man davon ausgeht, dass, sofern sich die Methode nicht ändert, mit einer Ankunft von ca. 70.000 ille­galen Migranten (und nicht „Flücht­lingen“, also auf jeden Fall *nicht* umsie­delbar) an den Küsten Sizi­liens, Sardi­niens und des Salento gerechnet werden muss. Ein Sommer­ge­schäft für die krimi­nellen Menschen­händler von ca. 350 Mio. € (= reine Maut­z­ah­lungen der ille­galen Migranten für den Trans­port an die italie­ni­schen Küsten oder zu den die NGP-Schiffen). Und ein Geschäft für die Welt des „Empfangs“ in Italien von ca. 100 Mio. €. Alles bezahlt vom Steuerzahler.

Selbst wenn man die Vision Brüs­sels teilen möchte, „Abschie­bungen am Ursprung zu vermeiden“, wie die Kommis­sarin für Inneres, Ylva Johansson, erklärt hat, so ist jeden­falls das Ziel nicht teilbar, da nicht machbar, nämlich: „die Lebens­be­din­gungen und den Schutz der Menschen in Libyen zu verbessern“.

Die Stra­tegie, die ich vorschlage, ist immer dieselbe: Verein­ba­rungen mit Tune­sien und Libyen für eine gemein­same Marine- und Land­pa­trouille von Europa und den Küsten­län­dern in den afri­ka­ni­schen Hoheits­ge­wäs­sern, um gegen die Menschen­händler vorzu­gehen, Todes­fälle auf See zu vermeiden und weiterhin „spon­tane und forcierte“ Rück­füh­rungen in die Herkunfts­länder zu unterstützen.

Quelle: Face­book

Für eine effi­zi­ente Seeblockade

Die Seeblo­ckade muss durch ein Abkommen mit der tune­si­schen Regie­rung verstanden und umge­setzt werden, das eine gemein­same euro­pä­isch-tune­si­sche Patrouille der Seestreit­kräfte in den tune­si­schen Hoheits­ge­wäs­sern mit Mitteln und Instru­menten ermög­licht, die von der Euro­päi­schen Union zur Verfü­gung gestellt oder finan­ziert werden. Die Blockade muss sich ausschließ­lich gegen die Menschen­händler richten, so dass jeder Versuch, Last­kähne oder Schlauch­boote vom Fest­land zu schi­cken, unter­bunden wird. Grund­sätz­lich muss es Tune­sien erlaubt sein, sich an Land mit einem Netz solcher Video- und Radar­über­wa­chungs­sys­teme auszu­statten, die über eine Einsatz­zen­trale die ille­galen Bewe­gungen von ille­galen Einwan­de­rern und krimi­nellen Menschen­händ­lern von vorn­herein kontrol­lieren können.
Die Präsenz euro­päi­scher Streit­kräfte sowohl an Land als auch auf See ist uner­läss­lich, um die schwa­chen tune­si­schen Streit­kräfte zu unter­stützen und um Versuche der Kollu­sion und Kompli­zen­schaft durch korrupte Agenten zu verhindern.

Eine ähnliche Initia­tive muss in Libyen umge­setzt werden.

Außerdem müssen die Flag­gen­staaten der NGO-Schiffe den Mut haben, ihre Flaggen von diesen Schiffen zu entfernen, damit diese nicht mehr fahren können.

Quelle: Mittei­lung von Konter­ad­miral Nicola De Felice

 

2 Kommentare

  1. Na,na Katha­rina, schießen sollte die letzte Option sein und ist gar nicht nötig, wenn alle Eu-Staaten an einem Strang ziehen. Die Idee Felices ist voll­kommen richtig, aber nicht von Italien alleine zu stemmen, wozu haben wir den dieses Milli­ar­den­grab „NATO“, das wäre doch mal ein reeller Auftrag und die Kosten blieben im Rahmen, also außer Sprit kommt da nicht viel, ob die Jungs sich in den Heimat­häfen zu Tode lang­weilen oder mal ihre teuren Spiel­zeuge benützen! Die Eu-Außen­grenzen gehen alle Mitglieds­staaten an, sonst wäre es sinn­voller den ganzen Verein sofort auf zu lösen, BASTA!!!!!!!

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