Korrup­tion in Öster­reich – Anlass­fall: Vorarl­berger Polit-Paten-tum

Landeshauptmann nach erfolgreicher Niederstimmung des Misstrauensantrages mit Hilfe des grünen Koalitionspartners

„Unser Mittel­eu­ropa“ startet eine Serie zu einer beson­ders perfiden Spielart von Korrup­tion, der öster­rei­chi­schen Freun­derl-Partei­buch-Wirt­schaft… Und liefert dazu einen Beitrag zu einer Menta­li­täts-Kritik der Alpen-Föderal-Republik.

Es folgt in Kürze: Die Darstel­lung eines Polit­filzes um die Umwid­mung von land­wirt­schaft­li­chen Grund­stü­cken in der Vorarl­berger Gemeinde Hohen­weiler für Dorfo­li­g­ar­chen und der Verflech­tung von Vorarl­berger Landes­be­amten (in lukra­tiven Jagd­pacht-Verhälnt­nissen) und einer (fast verges­senen) Bauschutt­de­ponie: „Ein Polit-Alptraum zwischen´Asterix´, ´Der Bulle von Tölz´ und ‚Spiel mir das Lied vom Tod“

„Öster­reich: Das einzige Land, das aus Erfah­rung dümmer wird.“ (Karl Kraus)

ÖVP-Landes­haupt­mann vor der Nieder­stim­mung des Misstrauensantrages

Dieser spezi­elle öster­rei­chi­sche Provin­zial-Korrup­tismus gehört eigent­lich in das imma­te­ri­elle Welt­kul­tur­erbe aufge­nommen: Ist er doch in Wirk­lich­keit eine geheime Über­ein­kunft zwischen den unter­ge­benen und abhän­gigen Massen mit den Polit-Olig­ar­chen-Eliten, sozu­sagen eine vulgär-demo­kra­tisch gedul­dete Korrup­tion. Mag sein: Andere Länder wie die Ukraine oder Russ­land haben viel­leicht exor­bi­tant reichere Olig­ar­chen… Doch:

„Die (öster­rei­chi­schen) Gewerk­schafts­führer jonglieren in ihren Salz­kam­mer­guts­villen mit Milli­arden. Und sehen ihre Haupt­auf­gabe in skru­pel­losen Bank­ge­schäften.“ (Thomas Bern­hard: „Helden­platz“, 1988)

Dieser Provin­zial-Korrup­tismus hat seine histo­ri­sche Bedingt­heit in einer jahr­hun­der­te­langen Habs­burger-Unter­tanen-menta­lität des voraus­ei­lenden Befehlsgehorsams:

„Ich war nie ein Anhänger der Monar­chie… Aber was diese Leute aus Öster­reich gemacht haben, ist unbe­schreib­lich: Eine geist- und kultur­lose Kloake… Dieser größen­wahn­sinne Repu­bli­ka­nismus, dieser größen­wahn­sin­nige Sozia­lismus, der mit Sozia­lismus schon seit einem halben Jahr­hun­dert nichts mehr zu tun hat…. Die Sozia­listen sind im Grunde nichts anderes als katho­li­sche Natio­nal­so­zia­listen. (Bern­hard: „Helden­platz“)

Denn sowohl sozialer Status und wirt­schaft­li­cher Profit des öster­rei­chi­schen Unter­tans fallen umso höher aus, desto näher er sich zum Zentrum der Macht befindet. Noch heute defi­nieren sich manche Wiener Firmen über Zusätze wie „ehema­liger kaiser­li­cher und könig­li­cher Hoflie­fe­rant“.

„Die Öster­rei­cher haben keine Wahl: Was der Öster­rei­cher auch wählt… Es ist nieder­trächtig. – Die Poli­tiker haben dieses Land ausge­presst, bis zum letzten zerstört, entseelt, vernichtet. –  Ein Groß­teil der Öster­rei­cher will, dass der Natio­nal­so­zia­lismus herrscht.“ (Bern­hard)

Öster­rei­chi­scher Föde­ra­lismus: Kleinstaats-Partikular-Oligarchie

Aber der Kaiser ist doch schon lange tot ! – Das mag so scheinen… Aber nach dessen Ausscheiden aus der Geschichte 1918 wurde in der Alpen-Rumpf­staats-Repu­blik ein perfides Unter­wür­fig­keits-System mithilfe eines föde­ra­lis­ti­schen Landes-Fürs­ten­tums, der soge­nannten Landes­haupt­leute, weiter am Leben gehalten.

Demo­kra­tie­po­li­tisch alar­mie­rend aber auch: Diese Korrup­ti­ons­ver­hält­nisse brechen oft erst nach Jahr­zehnten auf – wie etwa jüngst im west­lichsten Bundes­land Vorarl­berg, welches bisher 77 Jahre von seinem Image als „Sauber­ländle“ gelebt hatte. Doch zeigt sich „am Beispiel Vorarl­berg: Korrup­tion ist Teil des Systems. (Denn) die Vorarl­berger ‚Wirt­schafts­bund­af­färe´ zeigt wieder einmal über­deut­lich: Die Macht der Parteien ist zu groß, um noch demo­kra­tie­po­li­tisch erträg­lich zu sein.“ (Salz­burger Nach­richten)

In Wirk­lich­keit nämlich tangiert der skan­da­löse „Ländle“-Korruptionsfilz nämlich kaum einen Unter­ge­benen, solange dieser als Partei­polit-Günst­ling vom System mehr erhält, als er einzahlt.

Maximal nämlich nur „staunt eine öster­reich­weite Öffent­lich­keit, was in dem Land, das seit 77 Jahren von der ÖVP regiert wird, alles möglich ist: Der ÖVP-Wirt­schafts­bund ist von der Wirt­schafts­kammer kaum zu unter­scheiden. Eine Partei­zei­tung, die fast nur aus Anzeigen besteht, bezahlt vom Land, von landes­ei­genen Unter­nehmen, von Indus­tri­ellen und Gewer­be­trei­benden, die von der Politik Widmungen und Geneh­mi­gungen brau­chen. Ein Wirt­schafts­bund-Direktor, der bei Inse­raten mitschneidet und sich vom Wirt­schafts­bund ein zinsen­loses Darlehen auszahlen lässt… Geld­flüsse Rich­tung ÖVP. Zahlungen ohne Belege. Eine angeb­liche Rot-Kreuz-Spende, die beim Empfänger nicht ankommt. Ein Wirt­schafts-Landesrat, der sich Kaffee und Kuchen vom Wirt­schafts­bund spen­dieren lässt. Beim Wirt­schafts­bund gehor­tete, mutmaß­lich nicht ordent­lich versteu­erte Rück­lagen in der Höhe von fünf Millionen Euro. Eine Mediaagentur, an der sowohl der Wirt­schafts­bund-Direktor als auch der Medi­en­un­ter­nehmer Eugen Russ (von der Ländle-Monopol-Zeitung „Vorarl­berger Nach­richten“: Anmer­kung) betei­ligt sind. Die Grenzen zwischen Politik und Wirt­schaft verschwimmen bis zur Unkennt­lich­keit.“ (Profil, siehe auch VOL)

„Gscha­migster Untertan“

Öster­reich hat sich somit – seit dem Nieder­gang der Habs­bur­ger­mon­ar­chie, als einziger Nach­fol­ge­staat der öster­rei­chi­schen Doppel­mon­ar­chie – nie aus seiner verfas­sungs-poli­ti­schen und histo­ri­schen Rück­stän­dig­keit befreit. Denn die Menta­lität des Öster­rei­chers fußt noch immer im späten 19. Jahrhundert.

„Das Öster­rei­chi­sche ist die Absur­dität zur Potenz: Total verkom­mener Sozia­lismus, total verkom­menes Chris­tentum.“ (Bern­hard: „Helden­platz“)

Somit aber ist auch des Kaisers Staats­kanzler Fürst Metter­nichs Einschät­zung immer noch aktuell:

„Öster­reichs Witze­kultur gehört neu kali­briert. Der Balkan beginnt am Rennweg? (Zitat von Fürst Metter­nich: Anmer­kung) Nein, er liegt am Bodensee. Für dieses Urteil reicht schon jetzt aus, was an Miss­ständen in der Korrup­ti­ons­af­färe rund um den Vorarl­berger Wirt­schafts­bund und die Vorarl­berger ÖVP bekannt wurde – als wäre die Zeit im Jahr 1965 stehen­ge­blieben.“ (Falter)

„Wahl zwischen roten und schwarzen Schweinen“ (Th. Bernhard)

Typisch für die geheime Staats­ver­fas­sung Öster­reichs ist auch die soge­nannte „Partei-Buch-Freun­derl­wirt­schaft“, die sich in der Bundes­po­litik über­gangslos aus der Doppel­mon­ar­chie in die beiden schein-demo­kra­ti­schen  Repu­bliken seit 1919 hinübert­ra­diert hat. – So wie man sich mit dem unga­risch-deut­schen Ausgleich (1867) mit dem eins­tigen Todfeind, den Magyaren, arran­gierte, tun das seit der Zweiten Repu­blik (nach 1945) die Sozia­listen mit den Konser­va­tiven, neuer­dings mit den Grünen: Denn diese beiden Staats­hälften zwischen verschie­denen Polit-koali­tionen haben nur eine wesent­liche Aufgabe: nämlich die eigenen Polit-Privi­le­gien gegen lästige Oppo­si­tio­nelle abzublocken.

„In diesem fürch­ter­lichsten aller Staaten haben Sie ja nur die Wahl zwischen schwarzen und roten Schweinen. Ein uner­träg­li­cher Gestank breitet sich aus vom Ball­haus­platz und von der Hofburg und vom Parla­ment – über dieses ganze verlu­derte und verkom­mene Land. Öster­reich ist ein großer Mist­haufen: (Thomas Bern­hard: „Helden­platz“ , 1988)

Die einzige Polit-Inno­va­tion bestand seit 1945 darin, dass die Polit-Koali­tionen farbiger wurden: Wie es jüngst der kleine Grüne Polit­partner in der Land­tags­sit­zung unter Beweis gestellt hat. Indem er gegen einen oppo­si­tio­nellen Miss­trau­ens­an­trag gegen ÖVP-Landes­haupt­mann Wallner stimmte, und dafür sorgte, dass das „Vorarlberger´Kartenhaus´ stand hält.“ (Wiener Zeitung)

Wallner darf sich freuen: Nur für kurze Zeit trug der Landes­fürsten-Haupt­mann ein von Sorgen durch­furchtes Gesicht zur Schau – aus Angst vor Macht­ver­lust… Nach Nieder­stim­mung des Miss­trau­ens­an­trages konnte er sich des hämi­schen Lachers eines Poli-Paten nicht erwehren.

Eine unend­liche Geschichte: Korrup­tion seit Jahrzehnten

Auch der Impf-Vordrängler-Skandal spielte in Voral­berg, und zwar nach dem Orwell´schen Motto: „Alle Menschen sind gleich. Nur manche sind glei­cher.“ Denn: Nicht die zu Tage getre­tenen Impf­skan­dale verdienen Beach­tung („Schwarze Schafe – Nach Drän­geln bei Impfen muss Rück­tritt erfolgen“ – krone) – sondern die geheu­chelte Entrüs­tung gegen­über einem provin­zial-föde­ra­lis­ti­schen, korrup­tions-präde­sti­nierten Polit­system. Welches gleich­zeitig iden­tisch ist mit einer verin­ner­lichten Menta­lität Öster­reichs: Wo Freund-erl-Wirt­schaft nur dann als mora­lisch verwerf­lich empfunden wird, wenn man daraus selbst keinen Nutzen zu ziehen in der Lage ist…

Es hat das poli­ti­sche System nach­haltig zersetzt…:

So „gerierte sich der Grüne Peter Pilz gerne als ´Sauber­mann´ und großer Aufde­cker.“ (oe24) – Privat juckte ihn das wenig: Wohnt doch der Ex-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­nete (8.160.-Euro Monats­ge­halt) in einer Wiener Sozi­al­woh­nung (61-m2 für nur 66,18.-Euro Haupt­miet­zins pro Monat).

Wiener Heim­lei­terin ließ Sohn (20 Jahre) gegen Corona impfen.“ (oe24)

„Impf-Privi­le­gien: Auch Caritas-Chef (60) ließ sich schon impfen.“(oe24)

„Perverse Cari­tas­di­rek­torenausge­fres­sene Schrift­steller – der Bundes­prä­si­dent: ein verschla­gener, verlo­gener Banause“ (Bern­hard)

Der größte öster­rei­chi­sche Gegen­warts-Anti-Natio­nal­dichter Thomas Bern­hard wusste Bescheid:

„Die ganze Welt ist ein einziger Zynismus: Perverse Cari­tas­di­rek­toren reisen mit dem Flug­zeug erster Klasse nach Eritrea und lassen sich für die Welt­presse mit den Verhun­gerten foto­gra­fieren“ (Th. Bern­hard: „Helden­platz“ )

Und einer der wenige öster­rei­chi­schen Intel­lek­tu­ellen von Welt­format, Robert Musil (1880 – 1942), wusste (in seinem „Mann ohne Eigen­schaften“): „Diese Ordnung ist nicht so fest, wie sie sich gibt. Kein Ich, kein Grund­satz sind sicher. Alles ist in einer unsicht­baren, aber niemals ruhenden Wand­lung begriffen.“

„In ein paar Jahr­zehnten ist alles verspielt worden. Den Sozia­lismus haben die öster­rei­chi­schen Sozia­listen schon in den frühen 50er-Jahren umge­bracht.“ (Th. Bern­hard: „Helden­platz“ )

„Öster­reich: Das einzige Land dass durch Erfah­rung dümmer wird.“ (Karl Kraus) - Korrup­tion in der Zweiten Repu­blik (ein Abriss)

Augen­zwin­kernd-entmu­tigt haben wir uns in frei­wil­liger Entmün­di­gung an unzäh­lige Skan­dale gewöhnt:

* Etwa an die Verur­tei­lung von Sozi-Ex-Finanz­mi­nister Androsch „wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung“. – Sowie an die damit einher­ge­hende Lapi­da­ri­sie­rung durch Androsch selbst als „poli­ti­sche Justiz“. (orf) — Aus dem Dunst­kreis der öster­rei­chi­schen SPÖ-Provinz wurde mir Stamm­tisch-Anek­dote zuge­tragen: „Dann stehlen jetzt endlich die unsrigen Leute!“

* An den Lucona-Skandal (1977 – 1992) (wiki­pedia): Damals ließ ein gewisser Udo Proksch (verur­teilt wegen sechs­fa­chen Mordes zu lebens­langer Haft) zwecks Versi­che­rungs­be­truges einfach einen ganzen Frachter im Indi­schen Ozean in die Luft fliegen (die Spreng­la­dung stammte aus Beständen des Bundesheeres).

Gera­dezu krimi­nelle Korrup­ti­ons­ver­bin­dungen aus dem Umkreis des SPÖ-„Clubs 45“ (zur Zeit der abso­luten SPÖ-Mehr­heit und Treff­punkt der Polit-Wirt­schafts-Elite Öster­reichs“) kamen ans Licht. Es war eine Mischung aus afri­ka­ni­scher Bana­nen­re­pu­blik und südita­lie­ni­schem Paten-tums. Auf die Enthül­lungen eines parla­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­aus­schusses (1988–89) folgte ein Polit­beben: Natio­nal­rats­prä­si­dent L. Gratz und Innen­mi­nister K. Blecha (beide SPÖ) traten zurück; weitere 16 Poli­tiker, Juristen und Spit­zen­be­amte wurden suspen­diert, ange­klagt oder verur­teilt; Vertei­di­gungs­mi­nister Lütgen­dorf hatte bereits 1981 Selbst­mord (?) begangen.

Die Liste von poli­ti­scher Alltags­kor­rup­tion ist kaum enden wollend:

* Testa­ment­fäl­schungen durch eine Bezirks­rich­terin in Vorarl­berg (vol)

* Urkun­den­fäl­schung bei der WK-Wahl Burgen­land (profil)

* „Ein Vorarl­berger ÖVP-Stadt­ver­treter soll den ehema­ligen Verkehrs­übungs­platz um einen ´Freund­schafts­preis´ erworben haben.“ (vol)

* In der Vorarl­berger Gemeinde Hard soll ein „ÖVP-Poli­tiker ein 1.600 Quadrat­meter-Grund­stück, einem nicht-geschäfts­fä­higen 96-Jährigen um nur 50.000 Euro abge­kauft haben.“ (orf)

* Schein­mel­dungen auslän­di­scher Schüler auf burgend­län­dische Haupt­wohn­sitze (orf)

* „Amts­miss­brauch durch einen Bürger­meister bei einer burgen­län­di­schen Gemein­de­rats­wahl (msn)

* „Frage nach SPÖ-Rolle im burgen­län­di­schen Commer­zi­al­bank-Skandal“ (inklu­sive „Schwarz­geld­zah­lungen an Firmen und Gönner“) (kronekrone)

* Vorarl­berger Grüner Ex-Klub­ob­mann Gross „schönte Wiki­pedia-Eintrag“ (vn)

* Der Sechs-Wochen-Sommer-Zeit­aus­gleich des Vorarl­berger Grünen Bundes­rats Gross sorgt im Land­haus erneut für Aufsehen“ (Gross: „Ich habe ein Recht, mich zu erholen!“) (neue)

* „17.000.-EUR-Gage der Grünen-EXVi­ze­bür­ger­meis­terin Vassilakou für Auslands= studium empört die Oppo­si­tion“ (oe24)

* Verdacht auf Korrup­tion im Umfeld des Grünen Wiener EX-Poli­ti­kers Chor­herr (kurier)

* Best-dotierter „Versor­gungs­posten“ für die geschei­tere Wiener Ex-Finanz­stadt­rätin und Ex-Häupl-Inti­mus‑a Brauner (kurier)

* „Geld­ver­nich­tung“ durch Wiener Ex-Gesund­heits­stadt­rätin Frau­en­berger (öster­reichkurier)

* Geschei­terte „Wiener Ex-Sozi­al­stadt­rätin Wehsely über­nimmt Führungs­stelle bei Siemens“ (stan­dard)

* „Rück­zieher: Dosko­zils Verlobte tritt Job nicht an!“ (krone) (des Burgen­län­di­schen Landes­haupt­manns: Anmerkung)

* „Kärntner Landes­haupt­mann-Sohn Luca Kaiser will EU-Kandidat werden“ (kleine zeitung)

* „Die Struktur des ORF verlangt poli­ti­schen Gehorsam“ (Zeit)

* SPÖ-Günst­ling Niko Pelinka zum „Leiter des ORF-Gene­ral­di­rek­to­ri­um­s­büros gemacht“ (youtube)

* Schul­di­rek­toren müssen das jewei­lige Bundes­land-Partei­buch annehmen: Wo „die Landes­fürsten noch derart omni­po­tent wie im Schul­wesen agieren.“ (Ex-Landes­Schul­Rats-Präsi­dent Schil­cher, Profil 2010) Denn „wer im Schul­system Karriere machen will, der braucht immer noch den Rück­halt einer Partei.“

Ganz vergessen…:

* Dann gab´s da noch den Noricum-Skandal einer öster­rei­chi­schen Staats-Rüstungs­firma, die einfach gleich zwei kriegs­füh­rende Staaten (Iran und Irak) mit Waffen versorgte.

* Oder den AKH-Bau- und Schnmier­geld­skandal

* Oder den Bawag-Skandal, in den der Gewerk­schafts­bund verstrickt war… (stan­dard)

* Oder die Konsum-Pleite, ein System aus Miss­ma­nage­ment, mangelnder Kontrolle und poli­ti­scher Einmi­schung roter Gewerk­schafter.(presse)

„Ein zweites Recht hat sich etabliert“

In ihrer Meis­ter­no­velle „Die Juden­buche“ hat Anette von Droste Hüls­hoff diese Alltags­kor­rup­tion treffen beschrieben:  So waren denn „unter unzu­läng­li­chen Gesetzen die Begriffe von Recht und Unrecht eini­ger­maßen in Verwir­rung geraten. Es hatte sich neben dem gesetz­li­chen ein zweites Recht gebildet, ein Recht der öffent­li­chen Meinung, der Gewohn­heit und der durch Vernach­läs­si­gung entstan­denen Verjährung.“

„Kakanien“-Österreich: „Alles ist mora­lisch. Aber die Moral selbst ist nicht mora­lisch.“ (Robert Musil)

In seinem Roman „Radetz­ky­marsch“ beschreibt J. Roth, wie die altös­ter­rei­chi­sche Beamten-Familie Trotta, allein durch einen fiktiv-absurden Vorfall (Leut­nant Trotta rettet dem unfä­higen Kaiser-Feld­herrn Franz Joseph in selbst­mör­de­ri­scher Unter­ge­ben­heit das Leben), in die staat­liche Adels-Freund-erl-Hier­ar­chie aufsteigt: „So war der Name Trotta nicht aus den geheimen Akten der hohen poli­ti­schen Behörden verschwunden, und die fünf­tau­send Gulden, von der Huld des Kaisers gespendet, sicherten dem Beamten Trotta eine stän­dige wohl­wol­lende Förde­rung unbe­kannter höherer Stellen.“

Ein zivil-coura­giertes Aufbe­gehren gegen dieses System voller Lügen ist zwecklos (Trotta protes­tiert gegen die falsche Darstel­lung der Version des Schlacht von Solferino):

„Zufolge dieser Erwä­gungen ersucht der Unter­zeich­nete Euer Hoch­wohl­ge­boren (Kaiser Franz Joseph) respekt­vollst, von der Beschwerde Abstand nehmen zu wollen.“ (fiktiver Brief des k.u.k‑Unterrichtsministeriums) – Selbst auf aller­höchster Ebene miss­lingt die Inter­ven­tion: „´Lassen S‘ die Geschicht‘!, sagte der Kaiser — ‚Majestät´, erwi­derte der Haupt­mann, ‚es ist eine Lüge! — ‚Es wird viel gelogen‚, bestä­tigte der Kaiser. — ‚Ich kann nicht, Majestät´, würgte der Haupt­mann hervor.“

Wir brau­chen nicht so fort­zu­leben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglich­keiten laden uns zu neuem Leben ein.“(Chr. Morgen­stern)

Hier noch ein linker Anar­chist, der gar nicht weiß, dass sein Anarcho-Song nun in erster Linie die eigene grün-linke Polit-Szene trifft… Und der in seinen Drogen­jahren (wo er schon mal aufs Vorsorgen vergessen hat) eine ganze Wohnung in einem Luxus-Vorort Münchens vermö­belte

„Ausge­fres­sene Schrift­steller lesen ihren verlo­genen Dreck als Kunst­werke vor.“ (Th. Bern­hard: „Helden­platz)

Also dann: „Empört euch!“ (K. Wecker)

„Sie sind wie wir, doch sind sie es nicht gerne. Sie machen sich nicht gern mit uns gemein. Sie schikanier´n uns lieber aus der Ferne. Und wollen gleich nur unter ihres­glei­chen sein.Wir zahlen Steuern und sie setzen ab. Wir legen Hand an und sie spekulier´n. Und halten unsre Ängste klug auf Trab, damit wir nichts kapieren beim Verlier´n. Sie sind die Reichen, manchmal auch die Schönen. Sie reden Unsinn und der wird gern publi­ziert. Sie faseln gern von viel zu hohen Löhnen und dass das uns´re Wirt­schaft ruiniert. Die Börse jubelt, wenn sie die entlassen, die ihnen ihren Reichtum einge­bracht. Gericht­lich sind sie eher nicht zu fassen, denn die Gesetze sind für sie gemacht. Empört euch, beschwert euch, und wehrt euch! Es ist nie zu spät!“

Unser Ungarn-Korre­spon­dent Elmar Forster, seit 1992 Auslands­ös­ter­rei­cher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die west­liche Verleum­dungs­kam­pagne vertei­digt. Der amazon-Best­seller  ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklu­sive Post­zu­stel­lung und persön­li­cher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_​buch@​yahoo.​com>





3 Kommentare

  1. Solange das Volk lieber in Smart­phones inves­tiert als in Mist­ga­beln, werden sich diese Verhält­nisse weiter festigen. Die Poli­tiker und deren Besitzer ziehen die Schlinge um den Hals eines jeden Bürgers immer enger. Was tut der Bürger dagegen.…..NICHTS!

  2. was unter­scheidet provinzkorruption
    von der staat­li­chen korrup­tion?? bitte…

    nehmen sie unseren sauber­mann und
    future nwo poli­zist usa her…da steht
    busi­ness unterm tisch auf den tages
    ordnungen, ukraine/biden lässt grüssen.

    der mensch ist halt mal korrupt, soviel
    ehrlich­keit zur eigenen dna schuldet ihr
    nur schon euern heuchler weltreligionen))

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