Krakau: die Turm­bläser in der Marienkirche

Durmbläser in Krakau · Foto: Pixabay

Dieses Jahr soll ein neuer Trom­pe­ten­spieler in der Krakauer Mari­en­kirche einge­stellt werden. Doch wie sieht der Rekru­tie­rungs­pro­zess aus? Was macht eigent­lich der Krakauer Turmbläser?

Um die Stelle zu bekommen, muss man eine Beschei­ni­gung vorlegen, dass man nicht vorbe­straft ist, die polni­sche Staats­bür­ger­schaft besitzen und mindes­tens die Hoch­schul­reife haben. Das Team der Krakauer Turm­bläser besteht aus sieben Personen. Außer der vorher erwähnten Anfor­de­rungen müssen die Kandi­daten eine Prüfung im Trom­pe­ten­spielen ablie­fern und nach­weisen, dass sie keine Höhen­angst haben. Dies wird durch einen Höhen­test geprüft – man muss 20 m hoch auf eine Leiter auf- und absteigen, die in einem Winkel von 75 Grad aufge­stellt ist. Hinzu kommt noch ein Leis­tungs­tests. Alle Aufgaben werden bewertet, und zusätz­liche Rekru­tie­rungs­punkte können unter anderem durch den Abschluss der Musik­schule und der Feuer­wehr­aus­bil­dung ange­rechnet werden.

In Krakau wird im 24/48 Modus gear­beitet. Der „Hejnał“ wird jede Stunde von 8:00 bis 7:00 nächsten Tages gespielt. Darüber hinaus ist es die Aufgabe des Trom­pe­ters, Inter­views zu geben, Reisende zu betreuen und bei wich­tigen Ereig­nissen gele­gent­lich zu spielen. In jeder Schicht arbeiten zwei Spieler.

Im Wett­be­werb für diese Arbeits­stelle haben fünf Personen teil­ge­nommen. Zum ersten Mal hat sich auch eine Frau ange­meldet. Daher besteht die Chance, dass es auf dem Posten des Turm­blä­sers zu einer histo­ri­schen Wende kommt.


Quelle: Polen-Journal


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