Kultur des Todes vs. Pro-Life

Marsch für das Leben · Foto: Twitter

Kommentar von Alek­sander Rant
 

Am vergan­genen Samstag fand in Slowe­nien eine der schönsten Veran­stal­tungen statt – der Marsch für das Leben. Die Demons­tranten wollten zeigen, dass jedes Leben heilig ist und dass die künst­liche Tötung eines unge­bo­renen Kindes unmo­ra­lisch und unmensch­lich ist. Obwohl ich selbst Vorbe­halte gegen ein Abtrei­bungs­verbot habe, vor allem wenn es sich um eine Schwan­ger­schaft nach einer Verge­wal­ti­gung handelt, ist das Argu­ment der Demons­tranten besser: Das Kind trägt keine Schuld.

Es ist nicht die Schuld des Kindes, wenn die Eltern es versäumt haben, sich zu schützen. Das Kind ist nicht schuld, wenn es in einer absolut bösen Tat gezeugt wurde. Ein Kind ist nicht schuld, wenn die Eltern kein Geld haben, um es zu unter­stützen. Es ist nicht die Schuld des Kindes, wenn sich die Eltern vor der Geburt des Kindes trennen. Ein Kind ist ein hilf­loses mensch­li­ches Wesen, das sich nicht gegen die Schre­cken dieser Welt wehren kann. Auch wenn er sich seiner selbst noch nicht bewusst ist, auch wenn er noch nicht alle seine Organe entwi­ckelt hat, auch wenn er noch kein Bewusst­sein hat, ist er ein Lebe­wesen. Keine seriöse biolo­gi­sche Wissen­schaft bestreitet dies. Ein Lebe­wesen ist eine Zelle.

Am schmerz­lichsten ist, dass es bei uns immer noch Menschen und vor allem Poli­tiker gibt, die die Abtrei­bung als solche als Recht defi­nieren. Ein solches Recht gibt es nicht. Es gibt kein Recht auf Abtrei­bung. Artikel 55 der Verfas­sung der Repu­blik Slowe­nien besagt in seinem ersten Absatz: „Die Entschei­dung, eigene Kinder zu gebären, ist frei. Das bedeutet, dass Sie ein Kind haben können oder auch nicht. Es bedeutet auch, dass man nicht gebären kann, sondern abtreiben kann. Was von den Abtrei­bungs­be­für­wor­tern jedoch regel­mäßig vergessen wird, ist, dass Artikel 55 zwei Absätze hat. Im zweiten Absatz heißt es: Der Staat schafft Möglich­keiten für die Ausübung dieser Frei­heit und schafft Bedin­gungen, die es den Eltern ermög­li­chen, sich für die Geburt ihrer Kinder zu entscheiden. Dieser zweite Absatz ist äußerst wichtig, da er den Geist der Verfas­sung deut­lich macht. Der Geist der Verfas­sung besagt ganz allge­mein: „Wir werden Sie nicht daran hindern, über die Geburt Ihrer Kinder zu entscheiden, und der Staat wird Ihnen die Möglich­keit geben, diese Frei­heit auszu­üben, aber der Staat muss vor allem dafür sorgen, dass es so viele Geburten wie möglich und so wenige Todes­fälle wie möglich gibt.

In der Verfas­sung steht nicht, dass Abtrei­bung unein­ge­schränkt erlaubt ist.
Dieser Artikel wird von den Linken und Femi­nis­tinnen oft als de facto-Recht auf Abtrei­bung miss­braucht. In der Verfas­sung steht nirgends, dass diese Frei­heit besteht. Nirgendwo steht, dass Abtrei­bung ohne Einschrän­kung erlaubt ist. Nirgendwo steht, dass Mord besser ist als Leben. Und ganz sicher steht nirgendwo, dass wir nicht eine andere Meinung haben dürfen. Menschen, die am Marsch für das Leben teil­ge­nommen haben, lieben das Leben. Sie lieben Kinder, auch die unge­bo­renen, weil sie das Leben von der Empfängnis bis zum natür­li­chen Tod aner­kennen. Sie sind der Meinung, dass die Ermor­dung unge­bo­rener Kinder nicht so allge­mein tole­riert werden sollte.

Marsch für das Leben

Aber in unserem Land ist das ein Tabu. Über die Kund­ge­bung wird nicht berichtet und sie wird auch nicht mani­pu­liert, um sie zu verleumden. So titelte das neue „unab­hän­gige“ Medium N1: „Heute in Ljub­l­jana eine Kund­ge­bung von Abtrei­bungs­geg­nern …“ Sie wurden sofort mit einer nega­tiven Konno­ta­tion versehen, weil sie gegen etwas sind. Aber das stimmt über­haupt nicht. Sie sind für das Leben. Noch schlimmer als die Medien waren die Anhänger der radi­kalen Linken, die Gegner des Lebens auf die Straße brachten. Befür­worter der Kultur des Todes. Frauen ohne Kinder, Mitglieder der LGBT-Gemein­schaft, die von Natur aus keine Kinder bekommen können, und dieje­nigen, die die unein­ge­schränkte Tötung von Kindern befür­worten. Sie haben dieje­nigen ins Boot geholt, die glauben, dass ein Kind ein Teil des Körpers einer Frau ist (was ein medi­zi­ni­scher Unsinn ist) und dass sie mit ihrem Körper machen können, was sie wollen.

Ein Baby ist kein Teil des Körpers einer Frau. Ein Kind hat seinen eigenen Körper, seine eigene DNA, die sowohl von Vater als auch von Mutter stammt. Und die Gewalt, die von den Lebens­geg­nern ausgeht, könnte psycho­ana­ly­tisch auch als unver­ar­bei­teter Schmerz über den Verlust des eigenen Kindes defi­niert werden. Aber lassen wir die Gründe dafür und das Wie beiseite. Betrachten wir das Ganze einmal ganz allge­mein. Wir leben in einem Land, das eigent­lich demo­kra­tisch sein sollte. Wenn dies der Fall ist, ist es zulässig, alle Stand­punkte zu äußern. Die Pro-Life-Botschaft ist eine der stärksten Botschaften, die alle Postu­late des Kulturm­ar­xismus durch­bricht. Das Gebet zerstört die Postu­late des kultu­rellen Marxismus. Die Kirche zerstört den kultu­rellen Marxismus. Die Familie vernichtet den kultu­rellen Marxismus. Das ist der Grund für den Hass, für die Wut, für die Unfä­hig­keit, auf seine Mitmen­schen zu hören. Denn die Kultur des Lebens ist eine Kultur der Freude, des Zusam­men­le­bens und des Glau­bens, und die Kultur des Todes ist eine Kultur des Hasses, der Bitter­keit und der Bosheit. Seien wir weise – entscheiden wir uns für die Kultur des Lebens.

Alek­sander Rant ist Chef­re­dak­teur von Nova24TV.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION


2 Kommentare

  1. Der Sozia­lismus entweibt die Frauen und macht sie mental zur Arbei­terin. Die Weiber sind aus dem Sprach­ge­brauch verschwunden, nur der sexis­ti­sche Mann ist geblieben.
    Das dämliche Schlag­wort „mein Bauch gehört mir“ ist eine glatte Lüge. Das Kind entstehr im Bereich hinter den Scham­haaren, wohnt in seiner Einlie­ger­wöh­nung Gebär­mutter und die deht sich mit dem Wachstum des Kindes in den Bauch­raum aus. Mit Baby­bauch ist nur dies gemeint.

    Abtrei­bung ist viel­fach mit dem PAS verbunden, das vielen Frauen danach das Leben schwer macht. Jede Ideo­logie ist menschenfeindlich.

  2. Gut geschrieben und beschrieben.
    Bezüg­lich „die Kirche zerstört den kultu­rellen Marxismus“, wäre es vll. besser zu sagen, dass der Glaube an den Leben­digen Gott dem kultu­rellen gott­losen Marxismus entgegenwirkt.
    Denn die „Staats­kir­chen“, diese welt­li­chen reli­giösen Orga­ni­sa­tionen, sind inzwi­schen ziem­lich offen­sicht­lich selbst Teil dieser kulturm­ar­xis­ti­schen, anti­gött­li­chen, lebens­feind­li­chen Agenda.
    Hier noch etwas zum drüber sinnieren: fogy-wirbelwind.de
    Der da war und der da ist,
    ~ ewiglich ~

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here