Länder außer­halb Europas wollen in das Drei-Meere-Projekt in Mittel­eu­ropa investieren

Das Drei-Meere-Projekt benö­tigt umfang­reiche Mittel für den Aufbau der Infra­struktur in Mittel- und Osteuropa

Japan, Südkorea und Katar signa­li­sieren ihr Inter­esse, in die mittel- und osteu­ro­päi­sche Region zu inves­tieren, die noch mehr als 600 Milli­arden Euro benö­tigt, um den Rück­stand gegen­über dem west­li­chen Teil Europas aufzuholen.

Die Vorstands­vor­sit­zende der polni­schen BGK-Bank, Beata Daszyńska-Muzy­czka, die auch Direk­torin des Aufsichts­rates des Drei-Meere-Fonds ist, betonte, dass der gesamte Handels­strom aller Länder der Region 225 Milli­arden Euro über­steigt. Die Drei-Meer-Region erwirt­schaftet rund 20 Prozent des BIP der EU und umfasst eine Fläche von 1,2 Millionen Quadrat­ki­lo­me­tern, die von 111 Millionen Menschen (einem Viertel der EU-Bevöl­ke­rung) bewohnt wird.

„Wir müssen nicht nur zu den west­eu­ro­päi­schen Staaten aufschließen, sondern auch mit ihnen mithalten und Inves­toren aus aller Welt immer wieder daran erin­nern, wie attraktiv und einzig­artig die Drei-Meere-Region mit ihrem hohen Wirt­schafts­wachstum und ihrer Krisen­re­sis­tenz ist“, sagte sie.

Auf der Konfe­renz Kapital für Infrastruktur24, die von der bulga­ri­schen Entwick­lungs­bank in Sofia orga­ni­siert wurde, waren sich die Teil­nehmer einig, dass die Notwen­dig­keit, die infra­struk­tu­rellen Anfor­de­rungen der Drei-Meere-Region zu erfüllen, eine perfekte Gele­gen­heit für Inves­toren und eine Chance für die wirt­schaft­liche Entwick­lung der Region ist.

Der bulga­ri­sche Präsi­dent Rumen Radev betonte, dass Inves­ti­tionen in die Infra­struktur eine große Chance für die sozial-ökono­mi­sche Entwick­lung und die Verbes­se­rung der Verbin­dungen zwischen den Drei-Meeres-Staaten sind.

Die wirt­schaft­liche Dimen­sion der Drei-Meere-Koope­ra­tion ist der Drei-Meere-Fonds, in den neun der 12 Mitglieds­staaten inves­tiert haben. Neben der Vertie­fung der Zusam­men­ar­beit und der Verbes­se­rung der Infra­struktur in der Region ist es das Ziel des Fonds, Gewinne für seine Inves­toren zu erwirt­schaften, weshalb auch Länder außer­halb Europas an Inves­ti­tionen inter­es­siert sind, darunter Nationen wie Japan, Südkorea und Katar.

Die Inves­ti­tionen in Trans­port und Logistik (Straßen- und Eisen­bahnbau, Seetrans­port und Flug­häfen) in der Drei-Meere-Region werden sich bis 2030 auf 290 Milli­arden Euro belaufen, weitere 88 Milli­arden Euro werden für Energie ausge­geben, während die Entwick­lung der digi­talen Infra­struktur 160 Milli­arden Euro erfordert.

Der erheb­liche Bedarf an Inves­ti­tionen in die Infra­struktur in Mittelost- und Südeu­ropa wird durch den jüngsten Bericht des Inter­na­tio­nalen Währungs­fonds bestätigt.

Der Bericht weist darauf hin, dass eine 50-prozen­tige Redu­zie­rung der Zahlungs­rück­stände bis 2030 einen jähr­li­chen Mittel­um­lauf von bis zu 3 bis 8 Prozent des BIP erfor­dern wird. Diese Inves­ti­tionen werden sich jedoch auf das künf­tige BIP-Wachstum übertragen.

Quelle: Tele­wizja Polska (tvp.info)


1 Kommentar

  1. Aus dem eins­tigen Traum eines vereinten Europa haben wir uns längst verabschiedet!
    Die wirk­liche Ursa­chen ist recht leicht zu erkennen. Die da sind: Eine vom Irrsinn geplagte zerstö­re­ri­sche, wider­sin­nige Büro­kratie. Eine Verkri­mi­na­li­sie­rung der euro­päi­schen Insti­tu­tionen durch die Einfüh­rung des Berufs­po­li­ti­kers! Also mafiote Unter­wan­de­rung! (Erin­ne­rung: Wie im alten Rom der Senat!)
    Und der wich­tigste Grund ist die perma­nente Bevor­mun­dung, in den letzten 15 Jahren, durch die dümm­lich-idio­ti­sche , voll­kommen unwis­sende Deut­sche Regie­rung, die keinerlei Vorstel­lungen über die psychi­schen Reak­tionen der anderen Völker hat!

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