Libé­ra­tion: Stimmt es, dass Jour­na­listen eine Datei mit 36.000 zu blockie­renden Personen auf Twitter teilen?

Bildquelle: FDS

In diesem Wochen­ende beklagten mehrere fran­zö­si­sche Twitter-Nutzer, dass sie von bestimmten Konten im sozialen Netz­werk blockiert wurden, darunter die der Jour­na­listen David Dufresne und Taha Bouhafs, die seit mehreren Monaten über Poli­zei­ge­walt in Frank­reich berichten.

Nach ihren Angaben ist diese Sper­rung darauf zurück­zu­führen, dass sie auf einer Liste mit Zehn­tau­senden von Inter­net­nut­zern stehen, die von Laurent Chemla, einem Infor­ma­tiker und Gründer des Domain-Namen-Regis­tra­tors Gandi, sowie einem Mitglied der Quadra­ture du Net, einer „Verei­ni­gung zur Vertei­di­gung der Rechte und Frei­heiten der Bürger im Internet“, geführt wird. Die gesperrten Personen beschul­digen Laurent Chemla, sie wegen ihrer „rechts­ge­rich­teten, rechts­ex­tremen“ poli­ti­schen Einstel­lung regis­triert und diese poli­ti­sche Regis­trie­rung im Internet veröf­fent­licht zu haben. Einige von ihnen zögerten nicht, ihre Botschaft an die Cnil zu senden, da das Gesetz über die Infor­ma­ti­ons­tech­no­logie, die Dateien und die Frei­heiten „die Verar­bei­tung perso­nen­be­zo­gener Daten verbietet, aus denen […] die poli­ti­schen Meinungen […] einer natür­li­chen Person hervorgehen“.

36.000 Konten durch eine Liste gesperrt

Auf Anfrage von Check­News bestä­tigte Laurent Chemla, dass er eine Liste erstellt hat, die auf der Weban­wen­dung Block Toge­ther verfügbar ist, die es den Nutzern ermög­licht, eine Sperr­liste mit anderen Nutzern zu teilen, aber er vertei­digte sich gegen jegliche poli­ti­sche Profi­lie­rung bei der Erstel­lung dieses Verzeich­nisses, das „keine wirk­li­chen Krite­rien“ hat. Es gibt eine Menge dummer rechts­ex­tremer Accounts, aber auch Inso­umis (Links­po­pu­listen) oder Macronisten“.

Quelle: Libé­ra­rion


4 Kommentare

  1. Ich habs 3x gelesen und nicht verstanden.,

    Also eine „Verei­ni­gung zur Vertei­di­gung der Rechte und Frei­heiten der Bürger im Internet“ hat eine Liste zur Diskre­di­tie­rung von Bürger im Internet ??? Ist das falsch über­setzt oder tatsäch­lich so ?

    • Lesen Sie diesen Beitrag bitte als „Satire“: die links­li­be­rale fran­zö­si­sche Zeitung „Libé­ra­tion“ versucht hier, Internet-Zensur gegen „eine Menge dummer rechts­ex­tremer Accounts, aber auch Inso­umis oder Macro­nisten“ zu recht­fer­tigen. Denken Sie dabei an soziale Medien in Deutsch­land und die „Fakten­che­cker“ von DPA und ähnli­chen Orga­ni­sa­tionen, dann verstehen Sie sicher­lich die etwas subli­mere Aussage…

      Wenn Sie noch mehr wissen wollen: de.wikipedia.org/wiki/Libération

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