London schickt Migranten zurück: Paris ist nicht „amused“

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London hat beschlossen, hart gegen die Migran­ten­in­va­sion vorzu­gehen: Das Verei­nigte König­reich droht damit, Migran­ten­boote zurück nach Frank­reich zu schi­cken. Es hat Pläne zur Zurück­wei­sung von Booten mit ille­galen Einwan­de­rern an seinen Küsten gebil­ligt und damit den Streit mit Frank­reich über den Umgang mit dem Zustrom ille­galer Migranten, die in kleinen Booten versu­chen, den Ärmel­kanal zu über­queren, vertieft.
 

Hunderte von kleinen Booten haben in diesem Jahr die Reise von Frank­reich nach Groß­bri­tan­nien auf einer der meist­be­fah­renen Schiff­fahrts­routen der Welt versucht. Die briti­sche Küsten­wache wird geschult, diese Boote aus den briti­schen Gewäs­sern zu vertreiben, aber sie wird diese neue Taktik nur anwenden, wenn es als sicher erachtet wird, sagte ein briti­scher Regie­rungs­ver­treter, der nicht nament­lich genannt werden wollte, am Donnerstag. Michael Ellis, der amtie­rende briti­sche Gene­ral­staats­an­walt, wird eine Rechts­grund­lage für die Grenz­be­amten schaffen, um die neue Stra­tegie anzu­wenden, erklärte der Beamte.

Innen­mi­nis­terin Priti Patel sagte dem fran­zö­si­schen Innen­mi­nister Gerald Darmanin, dass es ihre „oberste Prio­rität“ sei, Menschen zu stoppen, die mit kleinen Booten aus Frank­reich kommen.

Patel hatte die fran­zö­si­sche Regie­rung bereits Anfang der Woche verär­gert, als sie sagte, Groß­bri­tan­nien könne etwa 54 Millionen Pfund (75 Millionen Dollar) an Mitteln zurück­halten, die es zur Eindäm­mung des Migran­ten­stroms zuge­sagt hatte. Ein Spre­cher von Premier­mi­nister Boris Johnson erklärte außerdem, dass die Regie­rung eine Reihe von sicheren und legalen Möglich­keiten prüfe, um die Boote aufzu­halten. Die Einwan­de­rung war ein zentrales Thema beim Refe­rendum 2016, bei dem der Austritt aus der Euro­päi­schen Union beschlossen wurde.

Darmanin sagte, Groß­bri­tan­nien müsse sowohl das Seerecht als auch die gegen­über Frank­reich einge­gan­genen Verpflich­tungen einhalten, zu denen auch finan­zi­elle Zahlungen zur Finan­zie­rung der fran­zö­si­schen Grenz­pa­trouillen auf See gehören. Frank­reich und Groß­bri­tan­nien haben im Juli verein­bart, mehr Poli­zisten einzu­setzen und in Detek­ti­ons­tech­no­logie zu inves­tieren, um die Über­que­rung des Ärmel­ka­nals zu verhin­dern. Die fran­zö­si­sche Polizei hat weitere Boote beschlag­nahmt, kann aber nach eigenen Angaben die Ausreise nicht voll­ständig verhindern.

„Frank­reich wird keine Prak­tiken akzep­tieren, die gegen das Seerecht verstoßen, und auch keine finan­zi­elle Erpres­sung“, twit­terte der fran­zö­si­sche Minister.

In einem Schreiben, das den briti­schen Medien zuge­spielt wurde, vertrat Darmanin außerdem die Auffas­sung, dass es gefähr­lich wäre, die Boote zur Rück­kehr an die fran­zö­si­sche Küste zu zwingen, und dass „der Schutz von Menschen­leben auf See Vorrang vor Über­le­gungen zur Natio­na­lität, zum Status und zur Migra­ti­ons­po­litik hat“. Hinter den schönen huma­ni­tären Worten verbirgt sich in Wirk­lich­keit der Wunsch, die ille­galen Einwan­derer, die von Calais aus die engli­sche Küste errei­chen, nicht zurück­zu­nehmen. Aber die Regie­rung Macron sollte sich freuen: Sind das nicht „Chances pour la France“ („Chancen für Frank­reich“, vgl. www.breizh-info.com/2020/09/21/150808/limmigration-est-une-chance-pour-la-france-40-ans-deja/)?

Das briti­sche Innen­mi­nis­te­rium ließ sich nicht beirren und antwor­tete dem lästigen Darmanin:

„Norma­ler­weise äußern wir uns nicht zu opera­tiven Akti­vi­täten auf See.“

Quelle: MPI


7 Kommentare

  1. IDEALE LÖSUNG: SOROS hat bestimmt­genug Möglich­keiten diesen armen Flüch­lingen zu helfen, indem man ihnen Zuflucht, Verpfle­gung (Kost und Logie) aus huma­ni­tären Grunde in seinen eigenen Häusern zu bieten. Oder Deutschlan?… C. Roth würde und ihre Anhän­ger­schaft würden mit Sicher­heit die neuen hoch­qua­li­fi­zierten Fach­kräften „will­kommen“ heißen Eine andere Möglich­keit wäre Belgien, im EU Gebäude, wo die gewiß genug Platz vorhanden ist. Sie würden gar nicht auffallen, ange­sichts der über­mäßig hohen Anzahl der EU-Parlamentariern.

  2. Als „Ping-Pong Resultat“ werden die Kanal­in­seln jetzt bestimmt auch noch zuge­schissen von Schlauch­bootzigeu­nern äh reisenden besetzt. Schade, die neuen EU-Müll­halden waren bisher sehr schöne Inseln. 

    Na ja. Wenigs­tens triffts diesmal nicht den falschen: Die Kanal­in­seln gehören der Queen.

    • Die Fran­zosen sollen sie gut bewacht in ein Mülü­tär­trans­port­flug­zeug setzen, mit Fall­schirmen ausstatten und sie über ihren jewei­ligen Herkunfts­län­dern dann abspringen lassen nach einem Schnell­kurs im Flug­zeug auf dem Nach­hau­seweg – m. E.. – und hinter ihnen sollte ganz Äuropa seine Schotten dicht machen, nachdem alle wieder one way nach Hause beför­dert wurden – viel­leicht auf glei­chem Wege – m. E..

      • Haben Sie eine Ahnung, wie teuer ein Fall­schirm ist ? So, mehr schreib ich nicht dazu – den Rest können Sie sich selber denken !

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        • Nö – weiß ich nicht – aber sicher preis­werter als diese ganze Bagage hier lebens­lang durch­zu­füt­tern fürst­lichst und sich dann von ihnen womög­lich massa­krieren zu lassen. – Aber gut, wenn’s preis­werter geht, viel­leicht auch einfach kurz im Niemands­land landen, alle ‚raus und wieder Abflug – den Heimweg inner­halb ihrer Herkunfts­länder werden sie dann schon finden oder ihre zahl­rei­chen Clön­ver­wandten holen sie dann ab – m. E..

  3. Das wäre doch eine Aufgabe für Elon Musk’s „The Boring Company“ & „seine „Hyper­loop“.
    Eine Röhre in der die Migranten auf schnellstem Weg wieder zurück­ge­schickt werden können. Da könnte der Musk gleich eine vernünf­tige Test­strecke bauen.

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