Mai ’68 bis Mai 2021: Von der Revo­lu­tion zur NWO

Bildquelle: El Correo de España

Von José Papparelli

Vor etwas mehr als einem halben Jahr­hun­dert implo­dierte der Westen kultu­rell im Mai 1968, der von Marxisten, Anar­chisten, Irre­ge­lei­teten und Oppor­tu­nisten ausge­ru­fenen Revo­lu­tion. Die jungen Leute, die damals rote und schwarze Fahnen und Porträts von Mao schwenkten, waren die Prot­ago­nisten eines poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Schei­terns, aber eines kultu­rellen Triumphs.

Der fran­zö­si­sche Mai hinter­ließ als Folgen die sexu­elle Befreiung, die Entkri­mi­na­li­sie­rung des Drogen­kon­sums, die Schei­dung, die Abtrei­bung, die homo­se­xu­elle Verei­ni­gung, die Dekon­struk­tion der Familie, und landete heute im hege­mo­nialen Diskurs der Diktatur der poli­ti­schen Korrekt­heit. Im Jahr 2021 gingen seine ideo­lo­gi­schen Erben vom Slogan „Phan­tasie an die Macht“ dazu über, das Diktat der Macht der Welt­elite auszuführen.

Die Linke ist in einem halben Jahr­hun­dert vom Kampf für die Armen, das Prole­ta­riat, die Unter­drückten und die Arbeiter zur Recht­fer­ti­gung von Homo­se­xua­lismus, Trans­se­xua­lität, Femi­nismus, Anima­lismus, inklu­siver Sprache, Vega­nismus und der grünen, ökolo­gi­schen und digi­talen Trans­for­ma­tion für die Reichen über­ge­gangen. Der 68er-Geist und seine inner­bür­ger­liche Kultur­re­vo­lu­tion endeten in der Konso­li­die­rung des progres­siven Diskurses als kultu­relles Vehikel des Globa­lismus. Pure Farce und Heuchelei.

Was haben Daniel Cohn-Bendit und seine Mitläufer mit ihren Barri­kaden, Blumen, Steinen und Parolen wie „Make love not war!“ oder „Banning is forbidden!“ hinter­lassen? Was war ihr Vermächtnis? Die Antwort ist einfach. Der Kapi­ta­lismus ist nicht zusam­men­ge­bro­chen, ganz im Gegen­teil. Die Macht­struk­turen wurden konso­li­diert und global ausge­baut. Die Linke nach 1968 hat aufge­hört, das Prole­ta­riat, die Arbeiter, die Armen und die Unter­drückten zu vertreten, um den einzig­ar­tigen Diskurs der globalen Macht zu vermit­teln. Ihr Triumph ist der Umsturz tradi­tio­neller, christ­li­cher, mora­li­scher und reli­giöser Werte und die Radi­ka­li­sie­rung extremer Frei­zü­gig­keit in sozialem Verhalten und Sitten. Heute haben sich der mora­li­sche Rela­ti­vismus, das Impe­rium des Begeh­rens, die Vergöt­te­rung des Subjekts und der Massen­in­di­vi­dua­lismus verfes­tigt. Die utopi­sche Welt von 1968 ist die dysto­pi­sche Welt der homo­ge­ni­sierten Einheits­welt ohne Rassen, Völker, Kulturen, Geschichte oder Grenzen.

Die alte Linke, die nach Frei­heit und Befreiung schrie, schreit heute nach Ausgangs­sperre, Ausnah­me­zu­stand, Einschrän­kung und Lock­down im idealen pande­mi­schen Rahmen für das Aufkommen der globalen Utopie. Heute an der Macht, befehlen sie und der Rest gehorcht. Und sie tun es zum Wohle des Planeten, indem sie sich ökolo­gisch, digital und sexuell auf die neue Norma­lität einstellen. Die roten Danys der 68er sind als kultu­relle Instru­men­ta­li­sierer der Tech­no­logie- und Medi­en­re­vo­lu­tion, von Big Tech, der Hoch­fi­nanz, des globalen Deep State und des Gesell­schafts­mo­dells der totalen chine­si­schen Kontrolle geendet. Die eins­tige Gegen­kultur von vor einem halben Jahr­hun­dert ist die offi­zi­elle Kultur der Neuen Welt­ord­nung (NWO).

Die vom Sixties-ism ange­foch­tene Gesell­schaft war auch eine Gesell­schaft, die heuch­le­risch, unge­recht, wider­sprüch­lich und von Elend und Korrup­tion durch­setzt war; aber das Heil­mittel erwies sich als schlimmer als die Krank­heit. Damals gab es dieje­nigen, die sich dem Chaos und der Dekon­struk­tion wider­setzten, aber sie sind als Prediger in der Wüste gelandet. Der Kultur­kampf begann dort auf der Seite der Tradi­tion und Zivi­li­sa­tion verloren zu gehen. Der Westen begann langsam Selbst­mord zu begehen, auf den Barri­kaden von Paris und in dem Moment, als Mütter begannen, jünger aussehen zu wollen als ihre Töchter. Der Mai ’68 war der Beginn der Reise zum abso­luten Triumph des globalen Kapi­ta­lismus, zum Verlust von Souve­rä­ni­täten, Iden­ti­täten und Kulturen Europas als Para­digma der Zivilisation.

Erin­nern wir uns auch daran, dass 68 nicht nur sexu­elle Frei­zü­gig­keit, mora­li­scher Rela­ti­vismus, Befreiung des Begeh­rens und radi­ka­li­sierter bürger­li­cher Genuss war, sondern auch der Keim, der zum Wahn­sinn und zur terro­ris­ti­schen Gewalt der Baader-Meinhof, der Roten Brigaden, der ETA, der Monto­n­eros oder der Tupam­aros führte. Ein halbes Jahr­hun­dert später wurde das Guerilla-Phänomen trivia­li­siert und wurde auf die eine oder andere Weise zu einem weiteren Produkt des global akzep­tierten Marktes.

Es ist Mai 2021 und es ist auch an der Zeit, darüber nach­zu­denken, wie man die 68er neutra­li­sieren kann, die sich immer wieder­holen wie ein wieder­keh­render Albtraum oder wie eine Muta­tion eines Virus, der sich perma­nent anste­cken will.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei EL CORREO DE ESPAÑA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

 


3 Kommentare

  1. Ich habe mich lange dagegen gewehrt. Aber langsam setzt sich die Einsicht durch bei mir, dass der Mensch in seiner Mehr­heit psycho­lo­gisch mit der Frei­heit über­for­dert ist. Immer wieder treibt es ihn in den Hafen einfa­cher (behaup­teter) Wahr­heiten (Ideo­lo­gien), treibt es ihn zu Phrasen und Parolen. Lieber löst er sich in deka­denter Weise von allen Werten seiner in der Geschichte gewach­senen Kultur, statt sich der Mühe zu unter­ziehen, deren Bedeu­tung für das Funk­tio­nieren einer Gesell­schaft zu verstehen – um dann als entwur­zelter Mensch noch mehr der Propa­ganda, Agita­tion der Demagogen will­fährig zu sein und das eigene Denken aufzu­geben. Wie schade!

    Als die kollek­ti­vis­ti­sche Ideo­logie des braunen Faschismus die Welt und mit ihr Deutsch­land in die Kata­strophe stürzte, sahen die Deut­schen mal für etwa 20 Jahre in klarerer Weise auf die üblen kollek­ti­vis­ti­schen Ideen und erkannten auch den in Osteu­ropa wütenden roten Faschismus in seiner menschen­ver­ach­tenden Fratze. Endlich konnten einmal libe­rale Gedanken das poli­ti­sche Zepter in Deutsch­land über­nehmen. Das war die Ära des Ludwig Erhard. Nie gab es in Deutsch­land einen Poli­tiker, der Libe­ra­lität und Kompe­tenz so wirkungs­voll und enga­giert verknüpfen konnte. Selbst der Macht-Taktiker Adenauer musste ihn (mit dessen Konzept der „Sozialen Markt­wirt­schaft“) gewähren lassen. Das war die klas­si­sche Phase der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land – die nie mehr wieder kommen wird. Gerade als Erhard nach einem fulmi­nanten Erfolg seiner libe­ralen Politik den Deut­schen (zu Anfang der 1960er-Jahren) sagte, dass nun ein weiterer Anstieg des mate­ri­ellen Wohl­standes ihr Glück nicht mehr mehren wird und man sich anderen Aufgaben nun verstärkt zuwenden müsse, ging diese klas­si­sche libe­rale Phase langsam ihrem Ende zu. Zwar konnte Erhard den Wahl­kampf 1963 über­ra­schend klar gewinnen, aber die unent­wegten Intrigen des Altkanz­lers Adenauer, die Konkur­renz aus den eigenen Reihen, die aus takti­schen Gründen unzu­ver­läs­sige FDP, die unsach­liche Kritik der poli­ti­schen Oppo­si­tion (SPD) setzten seiner Kanz­ler­schaft der Libe­ra­lität ein Ende. Kurze Zeit später wurde diese klas­si­sche libe­rale Phase der Erhard’schen Bundes­re­pu­blik Deutsch­land auch auf der Straße endgültig beendet. Auf der Straße wurden wieder in Aufmär­schen die Konter­feis von Massen­mör­dern herum­ge­tragen und wie in übelsten SA-Zeiten gab es wieder Gewalt auf den Straßen Deutsch­lands (und anderswo, wie die obigen Fotos zeigen). Die kollek­ti­vis­ti­sche Ideo­logie war im roten Gewand wieder präsent in Deutschland.

    Und wie immer gingen die (jetzt zur Abwechs­lung mal wieder roten) Faschisten resp. Ideo­logen verlogen vor. So verlogen, dass die Spuren davon bis in den obigen Artikel sichtbar sind. Der Spruch „Make Love Not War“ stammt nicht von diesen Rot-Faschisten der sog. 68er-Bewe­gung. Das war ein Ausspruch der zeit­gleich aus anderen Motiven sich gene­rie­renden Jugend­be­we­gung der Hippies (deutsch: Gammler). Aber nicht nur der Spruch wurde über­nommen, auch das Outfit der Hippies (mit deren langen Haaren und bunten Klei­dung). Aber die Gewalt­be­reit­schaft und Aggres­si­vität der 68er-Rot-Faschisten kam immer wieder durch. Sangen die Hippies von „San Fran­cisco“ und „Cali­fornia Drea­ming“, sang die Band der sich hippie-bunt klei­denden und heutigen „Deutschland-du-mieses-Stück-Scheiße“-Bundestagsvizepräsidentin Roth „Schlagt kaputt was euch kaputt macht“. Aber das Ziel wurde erstmal erreicht: Viele Jugend­liche verirrten sich hin zu diesen Pseudo-Hippies und wurden links­ideo­lo­gisch indok­tri­niert. Dann machten diese Rot-Faschisten in ihrer Verlo­gen­heit einen auf Basis­de­mo­kratie und Natur­schutz. Heute sind sie ange­kommen bei Globa­li­sie­rung (= Ent-Demo­kra­ti­sie­rung) und „Great Reset“ und man kann fest­stellen, dass es wohl keine Partei der Nach­kriegs­zeit in Deutsch­land gab, wo sich Deka­denz (Entwer­tung aller Werte) und anti-demo­kra­ti­sche Verlo­gen­heit so perfekt ergänzten, wie bei der Partei „Grüne“. Die gesell­schaft­li­chen Übel: Zerstö­rung der Familie, Pädo­philie, Entde­mo­kra­ti­sie­rung, Abbau von Wohl­stand, Gewalt­be­reit­schaft sind in dieser Partei vereint. Baer­bock und Habeck sind für mich das üble Aushän­ge­schild für eine Partei voller Verlo­gen­heit und Dekadenz.

  2. Es steht alles symbo­lisch und wört­lich auf dem Dollarschein:

    Das allse­hende Auge in der vom Rumpf abge­trennten Pyra­mi­den­spitze, die über diesem schwebt und ihn offenbar kontrolliert.

    Dann steht dort ANNUIT COEPTIS und NOVUS ORDO SECLORUM.

    Googelt mal danach und auch nach AN und NUIT, aus denen sich ANNUIT zusammensetzt.

    Dann wisst Ihr, was Sache ist und mit wem wir es wirk­lich zu tun haben.

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