Marine Le Pen, Lektionen und Pflichten eines großen Sieges

Marine Le Pen, die Vorsitzende des Rassemblement National (RN) · Foto: Youtube Screenshot

„Das Hindernis eines beson­ders unge­rechten und den Werten unserer Zeit unan­ge­mes­senen Wahl­ver­fah­rens über­win­dend, hat [das fran­zö­si­sche Volk] beschlossen, eine sehr starke parla­men­ta­ri­sche Gruppe von Abge­ord­neten des Rassem­ble­ment National in die Versamm­lung zu entsenden, die damit ein wenig natio­naler wird.“ 

VON Marc Baudriller

Marine Le Pen kann am Ende dieses Wahl­ma­ra­thons vor den Akti­visten trium­phieren. Die am meisten kriti­sierte, verach­tete, gehasste und sogar in ihrem eigenen Lager verra­tene Poli­ti­kerin des fran­zö­si­schen poli­ti­schen Feldes hat einen kolos­salen Erfolg errungen, eine der größten Leis­tungen in der Geschichte der Patrioten im poli­ti­schen Leben Frank­reichs. Sie verzehn­fachte ihre Frak­tion in der Natio­nal­ver­samm­lung, über­nahm das Banner der größten Oppo­si­ti­ons­partei, brach den Rekord von 35 Abge­ord­neten, die ihr Vater 1986 in den Palais Bourbon gebracht hatte, und zog in die Natio­nal­ver­samm­lung ein, nachdem sie erneut die erste Runde der Präsi­dent­schafts­wahlen über­standen hatte. Zum Ausmaß des Sieges hat die Tochter von Jean-Marie Le Pen die Freuden der Über­ra­schung hinzu­ge­fügt (außer für die Leser von Boule­vard Voltaire). Man kann über Marine Le Pen, ihre Entschei­dungen, ihre Posi­tionen, ihre poli­ti­sche Linie und ihr internes Manage­ment im RN denken, was man will. Die Patrioten schulden ihr einen Ritterschlag.

Es ist das Ende einer verwir­renden und demo­ti­vie­renden Wahl­aus­nahme für die RN-Wähler, die daran gewöhnt sind, dass ihre gewählten Vertreter ein sehr großes Gewicht an Stimmen haben – weil sie so wenige sind. Marine Le Pen gelingt es, das Handicap des Mehr­heits­wahl­rechts zu über­winden und es als Waffe einzu­setzen. Nach jahre­langen Bemü­hungen, Erfolgen, Spott, Opfern und Miss­erfolgen. Die gläserne Decke ist in tausend Splitter zerbro­chen. Sie wird nicht wieder­kommen. Die entfes­selte Dämo­ni­sie­rung, die seit der Grün­dung des Front National, dem Vater des RN, im Jahr 1972, also vor genau fünfzig Jahren, prak­ti­ziert wurde, zerbricht. Nicht nur für Marine Le Pen, sondern auch für die fran­zö­si­sche Rechte wird nichts mehr so sein wie zuvor. Millionen von Fran­zosen werden sich hoffent­lich vertreten fühlen. Sie sind davon über­zeugt, dass ein großes und wohl­ha­bendes Frank­reich seinen Bürgern und der Welt mehr nützt als ein gede­mü­tigtes Frank­reich, das die Schre­cken der Verar­mung und des zivi­li­sa­to­ri­schen Rück­schritts unter dem schmut­zigen Teppich der Beleh­renden verbirgt. Sie wissen, dass die Rechte nicht mehr gezwungen ist, hinter der Linken herzu­laufen und um Verzei­hung zu bitten, um zu exis­tieren. Marine Le Pen kann trium­phieren. Das ist ein schöner persön­li­cher Erfolg und ein Erfolg des Teams nach einer sehr harten Kampagne – einer weiteren. Eine Kampagne, in der sie wie nie zuvor in Frage gestellt wurde, sie selbst, ihr Manage­ment, ihr Programm, ihre poli­ti­sche Linie, ihre Wahlkampfstrategie.

Sie ist nun in der Lage, die Rechte zu versöhnen. Das ist ihre Verant­wor­tung. Wäre ihr das auch ohne Éric Zemmour gelungen, der sich die Esels­haut des Verteu­felten aufge­laden und sie von ihr befreit hat? Wenn er nur das Verdienst hätte, einen großen Teil der Jugend Frank­reichs zum Träumen gebracht zu haben, würde Éric Zemmour das Vergessen der Belei­di­gungen mehr als verdienen. Er hat es besser gemacht. Sie sollte sich auch an dieje­nigen unter den LR wenden, die sich die Liebe zum Land bewahrt haben und nicht unter der form­losen Daunen­decke einer für das Land kata­stro­phalen Präsi­den­ten­partei sterben wollen. Noch eine Anstren­gung, viel­leicht ist die Rettung in greif­barer Nähe. Dieser Erfolg der Schild­kröte Marine Le Pen zeigt, dass das Schicksal für dieje­nigen, die Frank­reich lieben, keine Bedeu­tung hat.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei BOULEVARD VOLTAIRE, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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11 Kommentare

    • @ Ishtar.

      Inter­es­sant wird auch sein, welche Auswahl von den Frei­heit­li­chen kommen wird.
      Grosz oder eine andere patrio­ti­sche Kandi­datur als öster­rei­chi­scher Bundes­prä­si­dent, egal.

      Derzeit regiert in der Hofburg kein Präsi­dent des Volkes, sondern ein neoli­be­raler EU-Fana­tiker der sein Volk auch noch in die Corona-Zwangs­imp­fung treibt. Daneben spielt er den Unter­stützer seiner „Grünen“, den Ökogen­der­ter­ro­risten arbeitet er mit Freude zu.

      Wichtig alleine ist, dass diese Person abge­wählt wird. Er hat die derzei­tigen Zustände, sowie die Spal­tung der Gesell­schaft erst möglich gemacht. Das ist kein Präsi­dent des Volkes, sondern ein Knecht des WEF-NWO-Schwab.

      22
      • @Ragnar Loðbrók 22. 06. 2022 6:35:
        Ergän­zung: „EU-Fana­tiker“ Ja unbe­dingt, aber weder „liberal“ noch „neoli­beral“. Denn solche Leute handeln im Auftrag des WEF meist genau gegen­teilig davon. Das gilt für ALLE „Young Leader“ und sons­tige „Auser­wählte“ im Auftrag der WEF-Konzerne. Früher sagte man zu solchen „Knechten“ „Landes­ver­räter“ – mit den entspre­chenden Strafen – ohne das jetzt näher zu erläutern.…
        Die unge­wählt-range­kun­gelte Führerin der EU-Zentrale voll­endet im Auftrag das Groß­reich „EU“, welches die Konzerne des WEF, Nato & Co. immer einfa­cher zentral steuern können. Faktisch – siehe „Corona“ und „Ukraine“ – die ganze „freie west­liche Welt“. Die EU ist auch nur der Ableger als größte US-Außen­stelle in Europa. Man sollte alle popu­lis­ti­schen Begriffe der WEF-Medien, die man täglich rund um die Uhr zur Täuschung vor die Füße geworfen bekommt, auf ihren fakten­be­zo­genen Wahr­heits­ge­halt prüfen. Da bleibt nicht viel übrig. Das gilt insbe­son­dere für die faktisch ange­wandte „Demo­kratie“, wie sie die Konzerne des WEF=Politik=Medien zur Durch­set­zung ihrer (privaten) Ziele verstehen.

        • @Werner O.

          Zustim­mung … betont sollte auch werden, dass unter diesem „Päsi­denten“ das Land Öster­reich von einer „libe­ralen Demo­kratie“ zu einer „Wahl­de­mo­kratie“ herab­ge­stuft wurde.

          Weiters wurde Öster­reich im Index der Pres­se­frei­heit ziem­lich herab­ge­stuft unter VdB und die Grund­rechte wurden durch Impf­zwang, sowie durch neue Medi­en­ge­setze ausge­höhlt. Sehr zum Nach­teil für die freie Meinung.

          Jaja, das ist die „Schön­heit der öster­rei­chi­schen Verfassung“.

          • Das läuft auch alles in allen „Demo­kra­tien“ der „freien west­li­chen Welt“ synchron ab. Manches Land wurde dabei zu einer „Wahl-Fälschungs-Demo­kratie“ herab­ge­stuft. Wer die Aufklä­rung von Kriegs­ver­bre­chen durch Russ­land fordert, aber Assange wegen Veröf­fent­li­chung & Aufklä­rung von Kriegs­ver­bre­chen der USA nach 10 Jahren Folter-Knast auslie­fert und BK Scholz von einer „Angst Putins nach Über­springen der Demo­kratie nach Russ­land“ faselt, der hat seine völlige Unzu­rech­nungs­fä­hig­keit mit „Fremd­steue­rung“ öffent­lich nach­ge­wiesen: „Jagd­schein“… „Einen an der Waffel“.
            Bei diesem aktu­ellen Artikel eines US-Vete­ranen (über­setzen) kann man „USA“ für jedes Land der ehema­ligen libe­ralen und rechts­staat­li­chen Demo­kra­tien der „freien west­li­chen Welt“ (Vorsicht vor Propa­ganda-Parolen) 1:1 ersetzen. Das passt – und die daraus zu ziehenden notwen­digen „Konse­quenzen“ sind auch die Glei­chen.….. Quelle 22.06.2022: www.thegatewaypundit.com/2022/06/patriotic-americans-can-resist-destruction-constitutional-republic/

      • Ist mir klar – auch mit dem Is Lahm scheint er einen Händel zu haben. – Vor ein paar Jahren sagte er meiner Erin­ne­rung nach bereits öffent­lich, dass Zeiten kommen würden, wo die Öster­rei­che­rInnen (vermut­lich meinte er alle nicht­mü­se­l­ma­ni­schen Euro­päe­rInnen) kommen würden, in denen diese aus Soli­da­rität mit dem Is Lahm auch ein Kopf­tuch tragen müssten – so in etwa war der Wort­laut meiner Erin­ne­riung nach – wer will kann es noch recherchieren.

        Hör‘ Dir das kurze Video an – da sagt Grosz alles. – Ob er oder jemand von der FPööö das Amt bekommt, ist vermut­lich egal – Haupt­sache dieser YGL-Verein und seine Chefs werden dahin beför­dert wo sie hingehören.

        Meines Erach­tens.

        • @Ishtar

          Zitat dieses „Präsi­denten“ von Österreich:

          „Aus Soli­da­rität sollten wir viel­leicht alle Kopf­tuch tragen.“

          Keine weiteren Fragen/Antworten/Fakten mehr nötig.

      • Ihr Kommentar klingt zwar vernünftig, ist aber leider völlig irra­tional: Die öster­rei­chi­schen Wähler sind leider schon so verblödet, daß sie diese unap­pe­tit­liche Kreatur wieder wählen werden – und sollte das Wahl­er­gebnis nicht nach den Wünschen unserer korrupten Poli­tiker ausfallen.…naja, man weiß ja, was dann geschieht – wäre ja nicht das erste Mal, daß eine Wahl passend zurecht­ge­stutzt wird.…

  1. Zemmour hat die Schwe­bel­buben an sich gezogen und damit Le Pen den Erfolg ermöglicht.
    Hätte bei uns die NPD im Bundestag gesessen, hätte sie in glei­cher Weise den braunen Boden­satz gebunden und in der AFD die Entfal­tung eines gesunden Konser­va­ti­vismus ermög­licht. Alles vorbei Tom Dooley.

    Im Übrigen ist es ein Trug­schluss, das FPTP-System in England und Frank­reich als weniger demo­kra­tisch zu betrachten, soweit es nicht um die Pfrün­de­ver­tei­lung geht. Tatsäch­lich zwingt die Arbeit ohne Sicher­heits­netz in Form eines Listen­platzes Poli­tiker dazu, auch auf Minder­hei­ten­po­si­tionen zu achten. So hat die UKIP durch den bloßen Druck ihrer Präsenz den Brexit erreicht; in Deutsch­land hätte sie ein paar wohl­do­tierte Mandate erlangt und nichts bewegt.

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  2. roth­schild und fedboy macron wird wohl bald
    aus seinem sonnenamt gejagt werden.

    aber auch diese von anglo­mä­chten besatzte und
    u.s.lobbyisten verseuchte eu_union wird in dieser
    form nicht alt werden…
    geld­dru­cken und billig atlan­tik­pro­pa­ganda alleine,
    wird kein euro­päi­sches problem im ansatz lösen.

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