Marokko droht Spanien mit mehr Chaos

Fotoquelle: Magyar Nemzet / MTI

Die marok­ka­ni­sche Regie­rung hat Spanien damit gedroht, dass, wenn Madrid das Feuer weiter anheizt und den Staats­feind Marokkos Brahim Ghali heim­lich frei­lässt, „die Krise noch schlimmer werden wird“. Während es in Ceuta am Wochen­ende vergleichs­weise ruhig war, versuchten Hunderte von Menschen, die marok­ka­nisch-spani­sche Grenze bei Melilla zu über­queren. Unter­dessen plant die Regie­rung, Kinder, die zusammen mit der Flut von fast 10.000 Migranten ange­kommen sind, auf das spani­sche Fest­land zu bringen. Sie hat den Regionen einen Kredit in Höhe von fünf Millionen Euro ange­boten, um dadurch deren Ernäh­rung zu sichern.

Wenn Spanien Brahim Ghali auf die gleiche Weise außer Landes bringt, wie es ihn aufge­nommen hat, „wird die Migra­ti­ons­krise schlimmer als je zuvor sein“, drohte Marokko der spani­schen Regie­rung am Wochen­ende. Brahim Ghali, Anführer der libe­ralen Bewe­gung Poli­sario Front, kämpft für die Unab­hän­gig­keit der West­sa­hara und ist daher ein einge­schwo­rener Feind Rabats. Spanien, das einen diplo­ma­ti­schen Konflikt riskiert, hat ihn heim­lich in ein spani­sches Kran­ken­haus gebracht, um ihn gegen eine Coro­na­virus-Infek­tion zu behandeln.

Die Entschei­dung führte dazu, dass Marokko am vergan­genen Montag die Kontrollen an der Grenze zu Ceuta aussetzte, wodurch inner­halb von drei Tagen fast 10.000 Menschen in die spani­sche auto­nome Stadt einreisen konnten, was zu einem enormen Chaos und Verwir­rung bei der inneren Sicher­heit führte.

Marokkos Botschaf­terin in Madrid, Karima Benyaich, sagte, dass Spanien, wenn es beschließe, Ghali heim­lich und vor der Außen­welt verborgen aus dem Land zu schi­cken, mit Marokkos Feinden kolla­bo­rieren würde, was „zu einer noch erns­teren Migra­ti­ons­krise führen würde“. Gleich­zeitig bedau­erte sie, dass der spani­sche Außen­mi­nister Arancha González Laya sie seit Ausbruch der Krise nicht kontak­tiert habe, um zu versu­chen, die Situa­tion zu lösen.

Ceuta hatte ein relativ ruhiges Wochen­ende. Am Sonn­tag­nach­mittag star­tete die Gendar­merie eine spezi­elle Opera­tion im Hafen der Stadt, um Migranten abzu­fangen, die sich auf den Wellen­bre­chern verste­cken und auf eine Gele­gen­heit zur Einreise warten. In Melilla hingegen mussten Poli­zisten am Wochen­ende mehr­mals eingreifen. Inner­halb von fünf Stunden haben marok­ka­ni­sche Migranten sieben Mal versucht, den Grenz­zaun zu durch­bre­chen. Die größte Gruppe bestand aus fünf­hun­dert Personen. Die Regie­rung hat vierzig Gendarmen und fünfzig Poli­zisten geschickt, um den Zaun besser zu schützen. Auch Innen­mi­nister Fernando Grande-Marlaska reiste am Samstag nach Melilla, um den Einsatz der staat­li­chen Sicher­heits­kräfte zu koordinieren.

In der Zwischen­zeit hat die Regie­rung auto­nomen Regionen, die bereit sind, einige der 1.500 Minder­jäh­rigen aufzu­nehmen, die während der Inva­sion in der letzten Woche in Ceuta ankamen, ein Darlehen von fünf Millionen Euro ange­boten. Die Maßnahme wird bei einem inter­re­gio­nalen Treffen am Dienstag geneh­migt, bei dem auch über die Vertei­lung des Betrags entschieden wird. Die Jugend­li­chen und Kinder werden nicht zurück nach Marokko abge­schoben, da sie in Spanien gesetz­lich geschützt sind. Da aber die Aufnah­me­zen­tren in Ceuta voll sind, müssen mindes­tens 200 Menschen auf das spani­sche Fest­land verlegt werdenen. Die meisten auto­nomen Regionen haben ihre Bereit­schaft signa­li­siert, Ceuta zu helfen, aber einige tun dies nur mit Zögern wegen der Kosten für die Unter­stüt­zung der Migranten.

Madrid zum Beispiel hat die Forde­rung der Regie­rung scharf kriti­siert. Die von einer konser­va­tiven Mehr­heit regierte Stadt ist nicht damit einver­standen, dass nach einer beispiel­losen Migra­ti­ons­krise, die durch das Sánchez-Regime ausge­löst wurde, die auto­nomen Regio­nal­be­hörden gebeten werden, bei der Unter­brin­gung und Beauf­sich­ti­gung von Minder­jäh­rigen in einer Notsi­tua­tion zu helfen. Madrid betontt, dass man zwar etwa zwanzig Kinder aufnehmen werde, dies aber nur „unter Zwang“ tun würde.

Quelle: Magyar Nemzet (Autorin: Brigitta Tóth, Alicante)


Video zur aktu­ellen Lage in Ceuta und Melilla: spani­sche Sicher­heits­kräfte prügeln Inva­soren nieder


3 Kommentare

  1. „In der Zwischen­zeit hat die Regie­rung auto­nomen Regionen, die bereit sind, einige der 1.500 Minder­jäh­rigen aufzu­nehmen, die während der Inva­sion in der letzten Woche in Ceuta ankamen, ein Darlehen von fünf Millionen Euro ange­boten. Die Maßnahme wird bei einem inter­re­gio­nalen Treffen am Dienstag geneh­migt, bei dem auch über die Vertei­lung des Betrags entschieden wird. Die Jugend­li­chen und Kinder werden nicht zurück nach Marokko abge­schoben, da sie in Spanien gesetz­lich geschützt sind. “

    Genau darin liegt die Taktik. Minder­jäh­rige mit Voll­bart vermut­lich und den Körpern von mindes­tens 30-jährigen vermut­lich, denn den echten Poss oder über­haupt Poss werden die vermut­lich nicht dabei haben.

    Einmal drin in Äuropa, wird der Fami­li­en­nachzug gefor­dert und selbst, wenn dieser ausbliebe, wären es dann wiederum 1.500 weitere Mügrünten, die es nach Äuropa geschafft hätten – ich vermute aller­dings, dass die es nichtmal schaffen, alle echten Erwach­senen zurückzuschicken.

    Ich würde auch die Minder­jäh­rigen zurück­schi­cken. – Wenn die einen Weg durch’s Meer geschafft haben, was vermut­lich einem echten Minder­jäh­rigen kräf­te­mäßig kaum gelingen würde, dann schaffen die nach ein bis zwei Tagen Erho­lung und einer gespen­deten Mahl­zeit und einer Flasche Wasser auch den Weg zurück. – Anders lernen die das nicht.

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