Merkels Gegen­vor­schlag: weniger Will­kom­mens­kultur, mehr ökolo­gi­sche Wende

Bildquelle: Centro Machiavelli

Von Alfonso Piscitelli
 

„Viele Menschen werden versu­chen, Afgha­ni­stan zu verlassen, und wir müssen alles tun, um den Nach­bar­län­dern zu helfen, die Flücht­linge zu unter­stützen“, ja zu einer „kontrol­lierten Aufnahme“. Wer ist der euro­päi­sche Poli­tiker, der sich unmiss­ver­ständ­lich für ein „Helfen wir ihnen zu Hause“ ausspricht, um einen unkon­trol­lierten Zustrom aus Asien nach Europa zu vermeiden? Es ist nicht Matteo Salvini oder Le Pen oder gar der „ruch­lose“ Orbán, sondern die deut­sche Bundes­kanz­lerin Angela Merkel: eine Führungs­per­sön­lich­keit auf dem abstei­genden Ast, aber immer noch die maßgeb­liche Stimme in Europas erster Hauptstadt.

Eine ganz andere Stimme als die, die nach der Syri­en­krise den Slogan „Flücht­linge will­kommen“ propa­gierte. Wir wissen, was damals geschah: Deutsch­land nahm eine beträcht­liche Anzahl syri­scher Flücht­linge auf, oft mit einer guten Ausbil­dung und einer bestimmten beruf­li­chen Quali­fi­ka­tion. Für uns war Merkels ökume­ni­sche Botschaft der Schlüssel, der die Grenzen weit öffnete, mit konti­nu­ier­li­chen Strömen von Menschen, die kaum je wie syri­sche Flücht­linge aussahen. Dies ist vorher­sehbar, wenn ein ethi­scher Grund­satz verkündet wird („die Flücht­linge will­kommen heißen“), aber die Steue­rung der Migra­ti­ons­ströme mit einem ratio­nalen Unter­schei­dungs­kri­te­rium aufge­geben wird: Die wenigen wirk­li­chen Flücht­linge werden schließ­lich zum rheto­ri­schen Deck­mantel für einen viel größeren und weniger gerecht­fer­tigten Verkehr.

In Italien zeigen die Feier­lich­keiten für Gino Strada, dass das ideo­lo­gi­sche Klima, das die große Zahl ille­galer Einwan­derer unter dem Minis­te­rium von Ange­lino Alfano ermög­licht hat, immer noch sehr präsent ist. Inter­es­sant ist jedoch, dass mitten im Herzen Europas, wo kein Satz gesagt wird, der nicht orthodox im Hinblick auf das Voka­bular der poli­ti­schen Korrekt­heit ist, die erste Frau Europas kurz vor ihrer Verab­schie­dung eine völlig andere Linie als die des Will­kom­mens für Flücht­linge vorgibt. Auf Merkels Betreiben hin werden nun Flücht­linge in den Ländern rund um Afgha­ni­stan will­kommen geheißen. Und es lässt einen schmun­zeln, wenn man daran denkt, dass eines dieser Länder Paki­stan ist, das schon immer der starke Arm der Taliban war… Kurzum, wenn es nicht Merkel gewesen wäre, die das geflü­gelte Wort von der auf die Nach­bar­länder Afgha­ni­stans beschränkten Verant­wor­tung für die Aufnahme von Flücht­lingen in den Mund genommen hätte, hätte sich niemand getraut, dasselbe zu tun, ohne Angst zu haben, empörte Vorwürfe des Zynismus auf sich zu ziehen.

Nachdem wir im Namen des machia­vel­lis­ti­schen poli­ti­schen Realismus unsere Genug­tuung zum Ausdruck gebracht haben, sollten wir über diese Merkel­sche Entwick­lung nach­denken und eine Hypo­these aufstellen, die mit der histo­ri­schen Rück­kehr Deutsch­lands in den Rang einer Groß­macht zusammenhängt.

Nach der Wieder­ver­ei­ni­gung kehrte Deutsch­land zu impe­rialen Bestre­bungen zurück, aber jedes Impe­rium braucht eine Ideo­logie. Die Ideo­logie des vierten deut­schen Reiches schien sofort die der Bürger­rechte zu sein. Deutsch­land hat mit seinem büro­kra­ti­schen Aufwand und seinen Schuld­kom­plexen dazu beigetragen, die Bürger­rechts­ideo­logie der ameri­ka­ni­schen Demo­kra­ti­schen Partei in Europa zu impor­tieren und zu insti­tu­tio­na­li­sieren. Mit dem Unter­schied, dass die Demo­kraten diese Ideo­logie ritt­lings auf Jagd­bom­bern verkünden, während Merkel sie inter­pre­tiert, indem sie Deutsch­land (und leider auch den unter­ge­ord­neten Ländern) die lästige und histo­risch unhalt­bare Rolle des Roten Kreuzes der Welt aufer­legt. Um die lästigen, im Ersten und Zweiten Welt­krieg besiegten Vorgänger mit ihrer Last des paroxys­malen Natio­na­lismus vergessen zu machen, bedeu­tete der deut­sche huma­ni­täre Mora­lismus in den letzten Jahren eine Will­kom­mens­pflicht jenseits jeder realis­ti­schen Einschät­zung. Aber jetzt hat sich das Leit­motiv geän­dert: Lasst uns ihnen in ihren Häusern helfen, sagte Merkel und bezog sich dabei auf Menschen, die viel­leicht wirk­lich ein Recht darauf haben, dass ihnen geholfen wird (und Mario Draghi war an der Reihe, den Kontra­punkt zu setzen, indem er daran erin­nerte, dass die Kolla­bo­ra­teure der euro­päi­schen Kontin­gente ein Recht darauf haben, vor den Taliban gerettet zu werden und aufge­nommen zu werden, viel­leicht nicht in Pakistan…).

Was aber wird die neue Dekli­na­tion der Ideo­logie sein, die notwendig ist, um dem Macht­willen des Vierten Reiches Glanz zu verleihen? Wahr­schein­lich die grüne Ideo­logie des Über­gangs zu erneu­er­baren Ener­gien. Deutsch­land will sich gut und gerecht fühlen, indem es – wiederum ohne Abschät­zung der Auswir­kungen auf das tägliche Leben – einen diri­gis­ti­schen Plan zur Umstel­lung auf Elek­tri­zität verfolgt, mit viel Schuld­zu­wei­sungen an die Bürger und Steu­er­strafen; mit sehr düsteren geopo­li­ti­schen Folgen, wenn man bedenkt, dass die Rohstoffe für die elek­tri­sche Wende uns direkt in die Abhän­gig­keit von der Kommu­nis­ti­schen Partei Chinas führen…

Diese neue euro­päi­sche Ordnung macht auch uns stutzig. Und wir schätzen zuneh­mend den Prag­ma­tismus derje­nigen, die außer­halb der Germa­no­sphäre stehen (in erster Linie die Englisch­spra­chigen, die heute für den häss­li­chen Schla­massel in Kabul auf der Ankla­ge­bank sitzen).

Alfonso Pisci­telli
Arbeitet mit den Tages­zei­tungen „L’In­di­pen­dente“ und „Liberal“, Autor der Sendung „L’Ar­go­nauta“ auf Rai Radio Uno, Kolum­nist für „La Verità“, „Il Borghese“, „Primato Nazio­nale“. Leut­nant der Reserve.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei CENTRO MACHIAVELLI, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


9 Kommentare

  1. „Nach der Wieder­ver­ei­ni­gung kehrte Deutsch­land zu impe­rialen Bestre­bungen zurück“
    Ich wollte schreiben „Das haben Sie aber nur geträumt, lieber Autor“. Jedoch ist der Artikel „eigent­lich“ so geschrieben, dass – wenn auch leider nicht klar erkennbar – die Gewalt im Allge­meinen von den USA und im Beson­deren dort von den Demo­kraten ausgeht. Diese Meinung teile ich. Dennoch weiß ich nicht, ob ich den Artikel richtig deute.

  2. “ Auf Merkels Betreiben hin werden nun Flücht­linge in den Ländern rund um Afgha­ni­stan will­kommen geheißen. Und es lässt einen schmun­zeln, wenn man daran denkt, dass eines dieser Länder Paki­stan ist, das schon immer der starke Arm der Taliban war…“

    Nun – kehrt sie zu ihren Anfängen zurück kurz vor ihrem Abgang? Wer hat wann gesagt: „Multi­kulti ist geschei­tert – absolut gescheitert?“

    Nun gut – auf jeden Fall sind diese „Flöchtlinge/Mügrünten“ in den Ländern ihrer Glau­bens­brüder und ‑schwes­tern besser aufge­hoben als hier – das sowohl aus ihrer wie aus unserer Sicht. – Nach ihrer Röli­giön sollen sie ja ohnehin einander helfen und insbe­son­dere gegen die „Ongläu­bigen“ sind sie sich ja ganz beson­ders einige insbe­son­dere was die Erfül­lung ihres Öllah-Auftrags dies­be­züg­lich betrifft – auch und insbe­son­dere unter Einset­zung der Taqiyya, der „Täuschung der Ongläu­bigen“, weshalb sie so oder so in islö­mi­schen Ländern, die ohnehin alle mal nicht­müs­li­misch waren und seit Möhömmed blütigst von ihnen eröbert wurden, am besten aufge­hoben sind bei ihren treu und pflicht­be­wusst nach ihren Schriften ihren Glau­bens­brü­dern und ‑schwes­tern helfenden Möslem­brü­dern und ‑schwes­tern.
    Die anderen zwischen den Anfängen und dem bevor­ste­henden Abgang Mörkels ins christ­liche frei­heit­liche Öbend­land herein­ge­schau­felten von ihnen können dann eben­falls wieder schnells­tens zurück in die Arme ihrer Glau­bens­brüder und ‑schwes­tern in den islö­mi­schen Ländern des Orients. 

    Nun – das wäre mal endlich eine weise drin­gendst erfor­der­liche Korrek­tur­ent­schei­dung, der dann bitte ihre Nach­fol­ge­rInnen hier­zu­land wie auch die anderen öbend­län­di­schen RöGIE­Rungen zur Rettung ihrer Länder, ihres selbst und ihrer authoch­tonen Bevül­ke­rungen drin­gendst folgen sollten und dann bitte hinter den dann wieder in ihre islö­mi­schen Herkunfts­länder Verbrachten die Grenzen pickel­dicht schließen und mit allen Mitteln bewa­chen, damit ja keine/r von denen wieder auf die Idee kommt, wieder zurückzukehren.

    Auch sollte für diese hier über­haupt nicht kompa­tible Klientel die Stöötsbör­ger­schaft per Gebürt abge­schafft werden. – Die haben alle ein Herkunfts­land und können sich bei ihren Botschaften oder in ihren Ländern direkt neue Pösse ausstellen lassen – das ist alles möglich. 

    Jede/r kann mal einen Pöss verlieren oder bekommt ihn geklaut – dann ist das ein ganz normales Proze­dere, sich bei den zustän­digen Ämtern der jewei­ligen Herkunfts­länder einen neuen Pass ausstellen zu lassen.

    Das sehe ich jeden­falls so.

    • Ergän­zung: und hier nochmal zur Erin­ne­rung von Dr. Bill Warner die Geschichte der islö­mi­schen Expan­sion lt. ihm auf Fakten­basis und das dürfte m. E. stimmen, denn Möhämmed trat ja erst im 6. Jahr­hun­dert auf den Plan und begrün­dete den Islöm auf der Basis seiner angeb­lich oder tatsäch­lich von ihm allein in der Wüste erhal­tenen 1. mekka­ni­schen und 2. medi­ni­schen Öffen­ba­rung durch angeb­lich den Erzengel Gabril oder Gabriel, der aller­dings nicht zur Zeugen­be­fra­gung zur Verfü­gung steht und andere Zeugen gab es nicht. 

      Zudem, wenn ich mir so archäo­lo­gi­sche Bilder der AN-UN-NAKI so anschaue, da könnte auch so ein riesiger Geflü­gelter sich vor ihm mate­ria­li­siert und ihm in Medina den ganzen Dschöhöd-Schoiß ins Ohr gedrückt haben und viel­leicht sind die Erzengel ja in Wahr­heit AN-UN-NAKI.

      So – hier erstmal Dr. Bill Warner und diese rd. 45 Min. sollte man sich wirk­lich anschauen und anhören:

      www.youtube.com/watch?v=AO582qTPEyo

      Wer da auch da noch nicht aufwacht, der sollte sich den Bericht einer vor dem Dschöhöd im ehemals christ­li­chen Libanon in den Sieb­zi­gern geflöch­teten Christin anhören:

      www.youtube.com/watch?v=IbDCzm0PqX0

      www.youtube.com/watch?v=Wrokk5BXMNk

      Und haben nicht viele der ach so armen bestens ali mentierten „Flöchtlinge/Mügrünten“ hier im Öbend­land nicht auch schon so genug Schlimmes ange­richtet? – Denken wir auch an die schon lange bestehenden Paral­lel­ge­sell­schaften, in die sich schon keine Hundert­schaften der Pölizie mehr hineintrauen?

      Hier noch ein paar archäo­lo­gi­schen Bilder der ANUNNAKI – und denken wir an ANNUIT = AN-NUIT, AN = der menschen­feind­liche HIMMELS !!! – Gott, auf dem Dollar­schein – und die Pyra­mi­den­spitze über dem Pyra­mi­den­rumpf schwe­bend mit dem allse­henden Auge – gedruckt von wem? Von der Welt­bank FED und in wessen Händen ist diese?

      So – hier die AN-UN-NAKI – Bilder:

      www.google.de/search?source=univ&tbm=isch&q=anunnaki+bilder&sa=X&ved=2ahUKEwjeo5j7jMPyAhWSO-wKHWMrBd8QjJkEegQIAhAC&biw=1366&bih=587#imgrc=SY4em07jE0ELtM

      So ein Geflü­gelter könnte durchaus sich dem Möhömmed als Erzengel Gabril oder Gabriel präsen­tiert haben.

      Denkt an Jean-Claude Juncker und was er sagte außer­pro­to­kol­la­risch vor versam­meltem ÄU-Parla­ment über die „Führern ANDERER Planeten“ und m. E. hat der die Wahr­heit gesagt:

      www.youtube.com/watch?v=wy4zO3_VDLo

      Und hier Aufnahmen von der NASA von Ufos:

      www.youtube.com/watch?v=SKsLK_Na7iw

      Sat-AN, Sheit-AN, Kor-AN.… AN-NUIT…

      • Habs schon mal geschrieben, dass Moha-Mett eine Erfin­dung der (Ost)Römer ist. Damit die Bück­beter ihren ganz eigenen Säulen­heilgen haben, weil es sonst Streit zwischden den Juden und den west­rö­mi­schen Christen gegeben hätte. Ob du es glaubst oder nicht, der Islam ist ein außer­ehe­li­ches Kind des Chris­ten­tums. So wie der Dolf ein Zieh­kind der soge­nannten (späteren) Aliierten war. Und ebenso wie der Dolf sich plötz­lich in die falsche Rich­tung verselb­stän­digt hat, hat sich der Islam auch vom Band losge­rissen. Der Rest deiner Videos stimmt ja unge­fähr, nur muss man aber auch die Anfänge sehen. Mich inter­es­sieren nur die Anfänge, denn der Rest ist relativ leicht verständ­lich. Die Anfänge sind kaum bekannt, obwohl sie einen sehr tiefen Blick in die Geschichte unserer Zivi­li­sa­tion ermög­li­chen. Versteht man die Anfänge, ergeben sich andere Zusam­men­hänge meist von selbst … vermeint­liche Irita­tionen lösen sich auf wie Nebel in der Sonne.

      • „Denkt an Jean-Claude Juncker [..] und m. E. hat der die Wahr­heit gesagt:“

        Natür­lich hat Juncker die Wahr­heit gesagt. Wenn ein Säufer behauptet, ein UFO gesehen zu haben, ist er zwei­fels­frei sicher, dass er ein UFO gesehen hat. Er sagt also „die Wahr­heit“. Ich kannte auch so einen Säufer, der hat steif und fest behauptet, er sei nachts mit seinem Fahrrad zwischen den beiden entge­gen­kom­menden Mopeds durch­ge­fahren. Er konnte über­haupt nicht verstehen, wieso er im Stra­ßen­graben gelandet ist, wo das Auto plötz­lich herge­kommen ist und wohin die beiden Mopeds verschwunden sind, zwischen denen er „wirk­lich“ durch­ge­fahren ist.

  3. Wenn ich den Schwach­sinn mit „4. Reich“ und „nach der Einheit kehrte …“ nur sehe, ist völlig klar aus welcher Ecke des totalen Irrsinns der Artikel kommt. Ein besetztes Gebiet kann das gar nicht machen. Noch dazu wenn die Frank­furter Schule, aus den USA zwangs­im­ple­men­tiert und von dort geführt, im gesamten Westen, wütet. 

    Würde des Arti­kels Autor Unsinn stimmen, so wären vor Merkel UK, Frank­reich, Nieder­lande, Belgien nicht so tödlich berei­chert gewesen, wie es damals schon waren. Kohl oder Schröder haben das garan­tiert nicht zu verantworten. 

    In Brüssel darf die BRD alles bezahlen, dafür bestimmen die finan­ziell schwind­süch­tigen Südlander was abgeht, Frank­reich, Spanien, Italien + Anhängsel. So geht halt „Impe­rium“ heute.

    Mal davon abge­sehen, daß hier der hirn­lose „Kunst­griff“ der Linken verwendet wird und „Reicht“ etwas phöses sein soll.

  4. Was auch immer diese unsäg­liche Merkel verkündet bedeutet Unheil für Europa – zumin­dest für die EU. Daher wäre reine Still­le­gung dieser Euro­päi­schen Mißge­burt und eine Rück­kehr zu einem EWR der ledig­lich auf wirt­schaft­li­cher Ebene koope­riert sinn­voll. Die Brüs­seler Zentral­re­gie­rung mit einem Merkel­schen Beigeschmack und der Macron­schen Kopf­note ist eine Kata­strophe für ganz Europa

  5. Ich muß sterben, und sonst gar nichts! Und mit dieser bitteren Erfah­rungen wurde ich in den Besat­zungs­zonen groß, werter Alfonso Piscitelli!

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