Migra­ti­ons­druck an der unga­ri­schen Grenze nimmt wieder zu

Ungarischer Grenzzaun bei Röszke · Foto: Visegrád Post

Während sich die meisten Menschen seit Monaten auf das Thema Coro­na­virus, Impf­stoffe und wieder­holte Lock­downs konzen­trieren, verschwinden andere Probleme nicht. László Toro­czkai, Vorsit­zender der natio­na­lis­ti­schen Partei „Mi Hazánk“ („Unsere Heimat“) und Bürger­meister der Gemeinde Ásott­halom an der Grenze zu Serbien, machte am 3. Februar die unan­ge­nehme Über­ra­schung, nicht weniger als 65 Migranten zu entde­cken, die sich heim­lich in das Haus einer älteren Person in seiner Gemeinde einge­schli­chen hatten. Mit dieser Situa­tion konfron­tiert, schlug Toro­czkai schlug sofort Alarm.

217 Migranten im Komitat Cson­grád-Csanád verhaftet

Am selben Tag wurden von der unga­ri­schen Polizei 217 ille­gale Migranten (Syrer, Libyer, Paläs­ti­nenser, Ghanaer, Marok­kaner, Tune­sier und Afghanen) in neun Gemeinden im Komitat Cson­grád-Csanád – darunter Ásott­halom und die Stadt Szeged – fest­ge­nommen; eben­falls fest­ge­nommen wurde ein Schleuser – ein 22-jähriger unga­ri­scher Staats­an­ge­hö­riger -, der in seinem Trans­porter neun­zehn syri­sche Migranten trans­por­tierte, wie ein Poli­zei­spre­cher gegen­über der Presse erklärte. Fünf Afghanen, die sich in einem türki­schen Last­wagen versteckt hatten, wurden eben­falls am 3. Februar am Grenz­posten Nagylak an der rumä­nisch-unga­ri­schen Grenze festgenommen.

Seit einigen Monaten werden unter Ausnut­zung der Coro­na­virus-Krise die Schmug­gel­netz­werke reak­ti­viert. Der 2015 vom konser­va­tiven Minis­ter­prä­si­denten Viktor Orbán errich­tete Grenz­zaun im Süden Ungarns kann die ille­galen Einwan­derer nicht allein aufhalten. Ohne Über­wa­chung verlang­samt er nur den Grenz­über­tritt. Die Mobi­li­sie­rung der Polizei für Ausgangs­sperren, Grenz­über­gangs­kon­trollen und Zwangs­qua­ran­tänen führte jedoch zu einem Mangel an Arbeits­kräften für die Grenzüberwachung.

Das schafft echtes Kopf­zer­bre­chen für die Polizei und für die unga­ri­sche Regie­rung und ist – ein Jahr vor den unga­ri­schen Parla­ments­wahlen – ein will­kom­menes Argu­ment für die „Mi Hazánk“-Partei von László Toro­czkai. In der Tat ist „Mi Hazánk“ die erste Partei, die die Wieder­eröff­nung von Restau­rants und anderen Loka­li­täten, die aufgrund von Anti-Covid-Maßnahmen geschlossen wurden, bedin­gungslos gefor­dert hat. Während der Kampf gegen die ille­gale Einwan­de­rung, vor allem mit der Grenz­sperre, grund­sätz­lich ein Vorteil für die Regie­rungs­partei Viktor Orbáns ist, wird er in dieser Situa­tion, in der die unga­ri­sche Regie­rung keine voll­stän­dige und dauer­hafte Kontrolle der Grenze mehr gewähr­leisten kann, zu einem Nach­teil. Eine Situa­tion, die an 2015 erin­nert, als László Toro­czkai, damals bereits Bürger­meister von Ásott­halom, Berühmt­heit erlangte, indem er die ille­gale Einwan­de­rung anpran­gerte und den Bau einer Grenz­sperre forderte, Monate bevor Viktor Orbán diese Idee aufgriff.

Quelle: Visegrád Post


1 Kommentar

  1. Èn biztosan a fegy­veremet használnám, de sajnos meg van tiltva.
    Ha ez az áradat egyszer nem fog vége­térni, nagy balhé lesz Europában.
    Das Volk sind wir und wir haben zu bestimmen–
    Wir müssen die links-grüne Macht beenden, sonst wird es nicht mehr ruhig bleiben, denn Arbeits­plätze werden immer weniger. Trotz Impf­stoff­mangel Schweden impft Imigranten in erster Linie, der Rest kann sterben, meddig tudjuk ezt még elviselni?????

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