Moskau und Peking einig: „Freund und Feind erkennt man im Krieg!“

China und Russ­land stehen Rücken an Rücken

 
Von JURY TAVROVSKY | Die Krise in der Ukraine ist das unver­meid­liche Ergebnis des Kalten Krieges des Westens gegen Russ­land. Das unaus­weich­liche Ergebnis des Kalten Krieges des Westens gegen China könnte schon bald die Taiwan-Krise sein.

Der Kalte Krieg gegen China war unter der Präsi­dent­schaft von Donald Trump voll entbrannt. Die US-Admi­nis­tra­tion hatte im Juli 2018 einen Handels­krieg vom Zaun gebro­chen und ging auch offensiv gegen chine­si­sche High­tech-Unter­nehmen, wie Huawei oder ZTE vor. Weiters wurden Chinesen aus Labors und Univer­si­täten in den USA ausge­schlossen. Das Aufwie­geln von Sepa­ra­tisten in Hong­kong und Xinjiang so wie Waffen­lie­fe­rungen nach Taiwan nahmen zu. Die welt­weite Anti-China-Propa­gan­da­kam­pagne wurde im Zuge der Corona-Pandemie zur Spitze getrieben. Zum Ende der Amts­zeit von Trump im Jahr 2021 wurde China als eine der Haupt­ge­fahren gegen­über der wirt­schaft­li­chen und mili­tä­ri­schen US-Hege­mo­nie­stel­lung hinge­stellt. Es war der Zeit­punkt, als neben der „russi­schen Front“ die zweite globale Front des Kalten Krieges, die der „chine­si­schen Front“, hinzu­trat.

Mit dem Amts­an­tritt von Präsi­dent Joe Biden erhielt der Kalte Krieg eine neue Dimen­sion mit ideo­lo­gi­scher Bedeu­tung. Die Demo­kra­ti­sche Partei pflegt der Durch­set­zung „ameri­ka­ni­scher Werte“ tradi­tio­nell den Vorrang vor Wirt­schafts­in­ter­essen einzu­räumen. Der Kampf gegen die Kommu­nis­ti­sche Partei Chinas, die das Land erfolg­reich auf den Pfad eines „Sozia­lismus mit chine­si­schen Charak­te­ris­tiken“ führte, droht auf die Prediger eines „Kapi­ta­lismus mit ameri­ka­ni­schen Charak­te­ris­tiken“ zu stossen. In Peking wurde der von den USA veran­stal­tete »Gipfel für Demo­kratie« Ende des Jahres 2021 nicht ohne Grund mit einem Kreuzzug vergli­chen. Der Hass auf Rotchina nimmt tatsäch­lich Züge eines Reli­gi­ons­krieges an. Washington beschleu­nigt die Einkrei­sung des Reichs der Mitte durch den Einsatz von NATO-Kräften, die Schaf­fung neuer stra­te­gi­scher Struk­turen wie Qwad (quatri­la­te­raler Sicher­heits­dialog zwischen USA, Austra­lien, Indien und Japan) und AUKUS (trila­te­rales Mili­tär­bündnis zwischen Austra­lien, UK und USA) oder die Akti­vie­rung von Mili­tär­ver­trägen mit Japan, Südkorea und Austra­lien. Die Ameri­kaner haben Taiwan zum Haupt­be­stand­teil der „chine­si­schen Front“ erhoben.

Bis vor wenigen Wochen war es schwer abzu­sehen, an welcher der beiden Fronten des Kalten Krieges die heiße Phase beginnen würde. Russ­land hatte erkannt, gegen die Zeit zu arbeiten und einen „Gegen­schlag“ gegen ein sich zusam­men­brau­endes NATO-Feuer­werk gerichtet. Die Aner­ken­nung der Repu­bliken Donezk und Luhansk war der Anlass, aber keines­wegs die Ursache. Ähnlich könnte sich die Situa­tion an der „chine­si­schen Front“ entwi­ckeln, ausge­hend von einer Aner­ken­nung der „Souve­rä­nität“ Taiwans durch die Verei­nigten Staaten. Dieser Schritt wurde durch Reso­lu­tionen des Kongresses vorbe­reitet, flan­kiert durch die uner­müd­liche Arbeit des US-Außen­mi­nis­te­riums, Penta­gons und durch gesamte Logik der Unter­stüt­zung sepa­ra­tis­ti­scher Kräfte auf Taiwan.

In Taiwan arbeitet die Zeit gegen China. Eine ganze Genera­tion wurde mit einer „taiwa­ne­si­schen Iden­tität“ gemäss offi­zi­eller Propa­ganda gegen die Wieder­ver­ei­ni­gung mit der VR China gross­ge­zogen. Die mili­tä­ri­schen Fähig­keiten des Landes sind rasch ange­wachsen – nicht nur durch US-Waffen­lie­fe­rungen im Wert vieler Milli­arden US-Dollar: Neben Patriot-Rake­ten­sys­temen, Panzern und Kriegs­schiffen erhält das Land demnächst 66 F‑16-Kampf­jets der neuesten Genera­tion. Taiwan hat mit der Massen­pro­duk­tion eigener Marsch­flug­körper mit einer Reich­weite von 1.500 Kilo­me­tern begonnen, die Ziele tief im chine­si­schen Staats­ge­biet treffen könnten.

Anders als der Polit­neu­ling Selen­skyj scheint die taiwa­ne­si­sche Regie­rungs­chefin Tsai Ing-wen ziel­be­wusster und droht nicht mit dem Bau eigener Atom­waffen: Entweder hat sie diese schon oder wird sie bald haben. „Erstens haben wir keine Atom­waffen, und zwei­tens werden wir sie, wenn nötig, einsetzen“, sagte die israe­li­sche Premier­mi­nis­terin Golda Meir in ähnli­cher Situation.

Die Entwick­lung der taiwa­ne­si­schen Atom­bombe begann 1961 und wurde 1976 auf ameri­ka­ni­schen Druck hin in einer fort­ge­schrit­tenen Phase gestoppt. Nachdem die Ameri­kaner jedoch 1978 ihren Verbün­deten verraten hatten, um stra­te­gi­sche Bezie­hungen zur VR China aufzu­bauen, ordnete der dama­lige taiwa­ne­si­sche Präsi­dent Chiang Ching-guo an, die Arbeiten im Geheimen fortzusetzen.

Nun spre­chen einige taiwa­ne­si­sche Experten vom Beispiel der „verführten und verlas­senen“ Ukraine und der Unzu­ver­läs­sig­keit Washing­tons. Andere disku­tieren über die Notwen­dig­keit einer „offi­zi­ellen“ Atom­bombe. Der Poli­tik­wis­sen­schaftler Chen Shih-min von der Natio­nalen Univer­sität schrieb darüber in einer Stel­lung­nahme in der englisch­spra­chigen Taipei Times. Es handelt sich höchst­wahr­schein­lich dabei um kein irrtüm­li­ches Leck.

Auch Peking studiert sorg­fältig die Reak­tion Amerikas im Zuge die Ereig­nisse in der Ukraine. Die Reak­tion der USA gleicht der eines Geld­ver­lei­hers – nicht der eines Krie­gers. Die Ameri­kaner wagen es nicht, selbst in einen umfas­senden Krieg gegen Russ­land oder China einzu­treten. „Nukleare Schutz­schilde“ sind eine ernste Sache. Für Land­ope­ra­tionen in Europa scheinen ameri­ka­ni­sche Truppen zu dürftig, auch wenn „Infan­terie“ aus NATO- und Vasal­len­ge­bieten hinzu­käme. Es handelt sich auch nicht um Opera­tionen auf chine­si­schem Boden. Der Pentagon mag sich erin­nern, wie im Korea­krieg (1950–53) Chinesen in wattierter Klei­dung und mit Maschi­nen­pis­tolen erfolg­reich ameri­ka­ni­schen Panzer­re­gi­men­tern Wider­stand leis­teten. Doch Taipeh über Ausru­fung ihrer „Unab­hän­gigkei“» auf den Kriegs­pfad zu treiben, scheint für einige US-Stra­tegen durchaus vorstellbar.

Sollen doch die Chinesen Chinesen töten, so wie die Russen Russen töten. Sollen doch Sank­tionen den unauf­halt­samen Aufstieg der chine­si­schen Wirt­schaft ebenso verlang­samen wie den der russi­sche Wirt­schaft, die gerade dabei war, sich zu erholen. Sollen doch die libe­ralen Medien das Provo­ka­ti­ons­opfer Peking der Aggres­sion beschul­digen, wie zuvor Moskau, das schon seit acht Jahren blutige Provo­ka­tionen hinzu­nehmen hatte. Anmer­kung der Redak­tion: 14.000 Tote im Gebiet des Donbass seit dem Putsch in Kiew im Jahr 2014.

Einige Experten in Peking könnten versucht sein anzu­nehmen, dass sich Amerika ggf. in einem Kalten Krieg enlang der „russi­schen Front“ verzet­teln könnte, um für länger so Druck von China zu nehmen. „Infolge der verän­derten geopo­li­ti­schen Lage in der Ukraine wird Amerika in Zukunft mehr Ressourcen nach Europa als in den asia­tisch-pazi­fi­schen Raum inves­tieren“, schrieb Professor Li Haidong in der Global Times. – Zumin­dest für die nächsten Jahre werden die USA gezwungen sein, sich auf Europa zu konzen­trieren, und ihre indo-pazi­fi­sche Stra­tegie wird zu einem leeren Schlag­wort verkommen. Weiter über diese Stra­tegie zu spre­chen, würde zu einem weiteren Zusam­men­bruch führen, ähnlich wie in Afgha­ni­stan. Es ist unwahr­schein­lich, dass die ameri­ka­ni­schen Eliten dies über­sehen könnten.

Der Stand­punkt gegen China scheint histo­risch begründet. Zu Jahr­hun­dert­be­ginn klagte Präsi­dent George W. Bush bei seinem Amts­an­tritt über seinen Vorgänger Bill Clinton, welcher zu «weich» gegen­über China gewesen wäre, welches er als „stra­te­gi­schen Konkur­renten“ quali­fi­zierte. Der Anschlag auf die beiden Büro­türme in New York, der die Prio­ri­täten der US-Politik für viele Jahre verschob, hinderte die USA damals ihren Worten Taten folgen zu lassen.

Aber es gibt noch eine andere Deutung. Ange­sichts der russi­schen Antwort auf den „US-Drang nach Osten“ könnten die Ameri­kaner versucht sein, ihre Verbün­deten in Europa mit den Konse­quenzen allein zu lassen: Die Ukraine gilt bereits als verspielte Karte und wird einfach aus dem Spiel genommen. Aber es verbleiben noch einige Trümpfe in den rest­li­chen Karten, und das Ass heisst Taiwan. Die Stra­tegen in Washington könnten einen unwi­der­steh­li­chen Drang verspüren, ein neues Spiel zu entfa­chen, und die neuen Trümpfe dann auszuspielen.

In den Haupt­quar­tieren der „russi­schen Front“ und „chine­si­schen Front“ werden die simplen Pläne der ameri­ka­ni­schen Stra­tegen immer deut­li­cher. Die Kombi­na­tionen und Entwick­lung einer gemein­samen Gegen­stra­tegie wurden höchst­wahr­schein­lich von den Präsi­denten und Ober­be­fehls­ha­bern von Russ­land und China bei ihrem Treffen am 4. Februar in Peking weiter aufge­nommen. Auch nach dem Beginn der Opera­tion in der Ukraine, am 25. Februar, gab es einen weiteren „Stra­te­gie­ab­gleich“: Es kam zu einem andert­halb­stün­digen Gespräch über sichere Kommunikationskanäle.

Moskau und Peking zeigen gegen­sei­tiges Verständnis für die reale Situa­tion des stra­te­gi­schen Part­ners. Der Tenor der chine­si­schen Diplo­matie und einfluss­rei­cher Medien ist positiv. Russi­sche Diplo­maten drängen ihre Kollegen auch nicht zu unüber­legten Äuße­rungen. Provo­kante Klagen über die vermeint­lich „mangelnde Unter­stüt­zung“ des russi­schen Handelns von den erklärten Gegnern der Allianz mit Peking durch soge­nannte sach­kun­dige Experten in den Medien kann nur belä­chelt werden.

China und Russ­land, stehen an den beiden Fronten desselben Kalten Krieges Rücken an Rücken!


Für Bestel­lungen unseres neuen Aufkle­bers „Impf­zwang“ klicken Sie hier.



20 Kommentare

  1. @Berthold Scha­ebens 04. 03. 2022 At 17:40
    Wird jetzt hier in Europa auch schon der Inter­net­auf­tritt von RT zensiert?

    Auf Odysee geht noch etwas und bei
    www.anti-spiegel.ru

    Ein bitterer Vorge­schmack aber „Feind­sender hören war ja bei Adolf auch schon bestraft worden“

    Im besten Deutsch­land was wir jemals hatte. (Der Grüßaugust)

    • Danke. Mit Feind­presse lass ich mir aber nichts verbieten, ich lese sogar die Blöd. Weil man ja auch immer über die aktu­elle trans­at­la­ti­sche Agenda im Bilde sein sollte.

      • Alles selbst prüfen und das Gute und Wahre nehmen und das Schlechte und die Lüge lassen und beides vonein­ander unterscheiden.

        So mach‘ ich’s auch.

  2. Taiwan gehört zu China!
    Nach der Nieder­lage gegen die Kommu­nisten prokla­mierte Tschiang Kai-schek 蔣介石 / 蒋介石g Ende 1949 auf Taiwan geflüchtet die provi­so­ri­sche Regie­rung der Repu­blik China. Er regierte teil­weise dikta­to­risch und erhob bis zu seinem Tod 1975 mit US-Unter­stüt­zung Anspruch auf ganz China.

  3. Wird jetzt hier in Europa auch schon der Inter­net­auf­tritt von RT zensiert? Konnte die Seite vorhin nicht aufrufen. Zensur über die DN-Server oder doch nur neue Adresse oder durch DDOS lahmgelegt?

    • Ich habe das auch bemerkt. Schauen Sie im Internet (www.link11.com unter „Was ist eine Ddos-Attacke?“
      Es ist eine spezi­elle Art der Cyber-Krimi­na­lität und auch Spio­nage. Da braucht man sich nicht fragen, WER in diesen Zeiten dahinter steckt…
      Da versu­chen die Ameri­kaner (wie ange­kün­digt) jegliche Infos aus Russ­land zu blockieren.
      Es gibt ja auch DDos-Protekt, aber auch da bin ich septisch. Müsste ich mal wieder den „regedit.filzen“

      • Ob die meinen, die Leute können dann das pseu­do­jour­na­lis­ti­sche Einheits­ge­lullue der deut­schen Main­stream­presse nicht mehr als das erkennen, was es ist?
        Klar war RT auch tenden­ziös, aber ich denke, jeder der sich die Mühe gemacht hat es zu lesen, konnte das auch sehr gut entspre­chend einordnen. Immerhin war RT jour­na­lis­tisch und sprach­lich – im Gegen­satz zur deut­schen System­presse – über­wie­gend sehr sauber und dabei gera­dezu erstaun­lich wenig tendenziös.
        Also, Pres­se­frei­heit auch gestri­chen. Was kommt als nächstes? Ach so, ja, Bünd­nis­fall und Gene­ral­mo­bil­ma­chung vermutlich.

  4. Wenn Russ­land und China Rücken an Rücken stehen, steht die west­liche Welt mit dem Rücken zur Wand! -
    Ami go Home, und kehre vor der eigenen Tür!!!

  5. Macrön zu Putin:

    www.faz.net/aktuell/politik/ausland/macron-nennt-putin-am-telefon-einen-luegner-gespraech-ueber-die-ukraine-17849435.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Wer sich an der Maidän erin­nert, möge sich daran erin­nern, dass meiner Erin­ne­rung nach – so ich mich richtig erin­nere und ich meine mich richtig zu erin­nern -, dort eben die (lönken) N.zis ihre Hände im Spiel hatten. – Kann ja jede/r noch selbst recher­chieren, wer noch dazu Quellen zum Maidän dies­be­züg­lich findet, bitte posten.

  6. 14.000 Tote im Gebiet des Donbass seit dem Putsch in Kiew im Jahr 2014.
    Und in Deutsch­land soli­da­ri­sieren sich die Hirn­ver­brannten mit den ukrai­ni­schen Mördern, wer soll das noch verstehen. Die „Impfung“ zeigt auch hier ihre Wirkung, die Gesto­chenen sind bereits fern­ge­steuert und des Verstandes beraubt.

    17
    • Das waren die schon vorher, liebe Ange­lique, m. E.. – Sonst hätten sie nicht den ganzen Tante Cörina-Sch.iß gefressen m. E. – ich kann’s nicht anders ausdrücken.

  7. Taiwan sollte klar sein, sowie der erste Rakete in Rich­tung China fliegt , wird China keine Rück­sicht nehmen, ihrer­seits die Insel unter Beschuss zu nehmen. Nur kann die dortige Bevöl­ke­rung nicht so ohne weiteres fliehen. Auch das scheint man bei den Amis und dem Westen zu igno­rieren. Da fragt man sich, inter­es­sieren die sich über dafür was mit der Bevöl­ke­rung passiert. Jetzt wo man Hinweise für den Bau von Atom­waffen in der Ukraine hat und es einem Akw brennen soll, fragt man sich, zerstört man dort rasch ihre Saue­reien, damit es nicht den Russen in die Hände fehlt. Genauso wie in Taiwan ist den herr­schenden in der Ukraine egal wasmit der Bevöl­ke­rung passiert Waffen werden in Wohn­ge­biete statio­niert usw und auch in einem Akw wird sich verschanzt um den Gegner dazu zuzwingen diese unter Beschuss zu nehmen. Obwohl für die Wohn­ge­biete und Städte selber keine Gefahr besteht, bombar­diert zuwerden wie der Ami und die Nato es machen, im Nahen Osten. Man schaue sich nur den Irak oder Syrien an.

    16
    • Immer das gleiche Vorgehen – m. E.. – Was haben die Amis über­haupt in anderen Ländern zu schaffen? – Was gehen sie die Ange­le­gen­heiten in anderen Ländern an? – Die haben genug riesige Müll­halden im eigenen Haus – m. E..

      • DIE BODENSCHÄTZE.
        Die „VSvA“ ist nur ein Schild, hinter dem sich die vereinten Möch­te­gern-Welt­herr­scher-Raubanden verbergen, die nach histo­ri­schen Tradi­tion sich spezia­li­siert haben, jene Länder, die noch welche Boden­schätze besitzen, von diesen „zu befreien“.
        Soeben wurde ange­kün­digt, dass nun Dr. Genozid, alias BG das Monopol über das gesamte Saatgut besitzt.

  8. wieso gründen sie nicht ihr eigenes portal…sie @meinungs gebetsrolle

    zu weich im kopf, kein bock…oder nur contra_troll?

    6
    3
  9. die eu wird vom kapi­tal­im­pe­rium von ihrer russi­schen gas/öl/kohle versor­gung abgeschnitten

    die impe­rium mächte usa/gb/isral natür­lich nicht_____________*!*
    was leider erschre­ckende versor­gungs­pa­ral­ellen zu zeiten des 2.weltkriegs offenlegt
    auch sollen die amer­ka­ni­schen drecksmac bis heute in moskau ganz beson­ders gut schmecken

    mit solchen freunden braucht man auch keine feinde mehr…wohl bekommts ihr idioten

    12
  10. „ES IST NUR DER SCHWANENGESANG“ DER VSA.
    Der Artikel will sugge­rieren, dass die VSA taktisch au Gewin­nerkurs sind. Aber genau das Gegen­teil ist der Fall und bald werden sich manche Leser an meine Worte sich erinnern.
    DAS IMPERIUM STEHT VOR DEM UNTERGANG, SOWOHL WIRTSCHAFTLICH WIE POLITISCH UND MIT IHM AUCH DIE VERBÜNDETEN. DIE WÜRFEL SIND GEFALLEN. UND EIN NEUES IST AM ENTSTEHEN. 

    uncutnews.ch/das-naechste-imperium/
    DAS NÄCHSTE IMPERIUM
    von Doug Casey

    Im Laufe der Geschichte haben poli­ti­sche, finan­zi­elle und mili­tä­ri­sche Führer versucht, Impe­rien zu schaffen. Im Westen denkt man oft an das antike Rom als erstes Impe­rium. Später entstanden zeit­weise auch andere Impe­rien. Spanien wurde dank seiner Armada, der Erobe­rung der Neuen Welt und des im Westen gewon­nenen Goldes und Silbers zu einem Impe­rium. Groß­bri­tan­nien besaß das 19. Jahr­hun­dert, verlor sein Impe­rium aber vor allem aufgrund kost­spie­liger Kriege. Die USA über­nahmen im 20. Jahr­hun­dert die Macht und entwi­ckelten sich wie Rom zu einer Repu­blik mit mini­maler zentraler Kontrolle, die nun aber unter ihrem eigenen Regie­rungs­ge­wicht zusammenbricht.

    Die letzten, die den Zusam­men­bruch eines Impe­riums verstehen, sind immer dieje­nigen, die in ihm leben. Als briti­scher Staats­bürger erin­nere ich mich an meine jungen Jahre, als sich viele meiner briti­schen Mitbürger, obwohl das briti­sche Empire schon lange vorbei war, immer noch pompös benahmen, als ob die briti­sche „Über­le­gen­heit“ immer noch exis­tierte. Heute ist das nicht mehr so. (Man kann nur so lange so tun, als ob.)

    Aber das deutet darauf hin, dass dieje­nigen, die im gegen­wär­tigen Impe­rium leben – die USA – die letzten sein werden, die wirk­lich begreifen, dass das Spiel so gut wie vorbei ist. Die Ameri­kaner scheinen zu hoffen, dass der drama­ti­sche Nieder­gang ein vorüber­ge­hender Rück­schlag ist, von dem sie sich wieder erholen werden.

    Das ist unwahr­schein­lich. Histo­risch gesehen wird ein Impe­rium, sobald es von seinem Thron gestoßen wurde, durch eine aufstre­bende Macht ersetzt – eine, die in jeder Hinsicht produk­tiver und zukunfts­ori­en­tierter ist. Doch die USA halten sich hart­nä­ckig, und wie jedes ster­bende Impe­rium werden ihre Führer immer rück­sichts­loser, sowohl im Inland als auch im Ausland, in der Hoff­nung, den Schein zu wahren.

    Kriege sind oft das Todes­ur­teil für ein unter­ge­hendes Impe­rium – sowohl wegen ihrer extremen finan­zi­ellen Kosten als auch wegen ihrer Fähig­keit, die Völker anderer Länder zu entfremden. Im neuen Jahr­tau­send sind die USA in mehr Länder einmar­schiert als je zuvor in ihrer Geschichte und scheinen sich in einem Zustand stän­diger Kriegs­füh­rung zu befinden. Dies geschieht sowohl mili­tä­risch als auch wirt­schaft­lich, indem die USA Wirt­schafts­sank­tionen gegen die Länder verhängen, die sie zu erobern versuchen.

    Diese Bemü­hungen sind für die Welt so bedroh­lich geworden, dass sich andere Groß­mächte, auch wenn sie in der Vergan­gen­heit keine Verbün­deten waren, nun zusam­men­schließen, um den USA entgegenzutreten.

    Die USA werden in ihrem Bestreben durch ein unna­tür­li­ches Bündnis zwischen den euro­päi­schen Ländern bestärkt. Obwohl Europa aus vielen kleinen Ländern mit oft drama­tisch unter­schied­li­chen Kulturen besteht, die seit Jahr­hun­derten mitein­ander streiten, hat die Euro­päi­sche Union sie zu einem schlecht durch­dachten „Verei­nigten Staaten von Europa“ zusammengeschustert.

    Obwohl die relativ neue EU bereits deut­lich ins Strau­cheln geraten ist und am Rande des Ausein­an­der­bre­chens steht, versu­chen ihre Führer verzwei­felt, das unwahr­schein­liche Bündnis mit Hilfe der USA zusam­men­zu­halten. Unter­dessen arbeiten die anderen Groß­mächte der Welt mit Hoch­druck daran, dass der Rest der Welt unab­hängig vom ster­benden Impe­rium weiter­ma­chen kann, wenn die USA und die EU ihr Waterloo erleben.

    Sie warten nicht einfach am Rande des Gesche­hens auf den Zusam­men­bruch und darauf, dass sie an der Spitze der Hack­ord­nung an die Reihe kommen. Sie bereiten ihre Posi­tion aktiv vor, um den Staf­fel­stab so nahtlos wie möglich zu übernehmen.

    Das Ende der Dollar-Hegemonie

    Seit der Konfe­renz von Bretton Woods im Jahr 1944 hat der US-Dollar als Stan­dard­wäh­rung der Welt die Vorherr­schaft inne. Im Jahr 1944 besaßen die USA mehr Gold als jedes andere Land, aber 1971 gaben die USA den Gold­stan­dard auf, und seitdem ist der Dollar eine Fiat-Währung. Die USA haben den Dollar immer unbe­küm­merter miss­braucht – oft auf Kosten anderer Länder.

    Russ­land und China haben sich mit dem größten Ener­gie­ab­kommen der Geschichte gegen die jüngste Runde von Zwangs­maß­nahmen der USA zur Beibe­hal­tung des Petro­dol­lars gewehrt. Dieses und der gesamte Handel zwischen den beiden Ländern werden in Rubel und Yuan abge­wi­ckelt. Seitdem hat Russ­land aktiv Abkommen mit anderen Abneh­mern von Ener­gie­trä­gern geschlossen, eben­falls unter Umge­hung des Petrodollars.

    Mit diesen Abkommen haben die asia­ti­schen Mächte inof­fi­ziell den Unter­gang des Petro­dol­lars ange­kün­digt. Jahr­zehn­te­lang haben die USA mit Hilfe des Petro­dol­lars ihre Macht über andere Länder ausgeübt. Das chine­sisch-russi­sche Abkommen bedeutet also nicht nur das Ende des Petro­dollar-Mono­pols, sondern auch einen allge­meinen Rück­gang der US-Macht in der Welt.

    Ein neues SWIFT-System

    Gegen­wärtig läuft die über­wie­gende Mehr­heit der wirt­schaft­li­chen Über­wei­sungen in der Welt über das SWIFT-System, das in Brüssel ange­sie­delt ist, aber von den USA kontrol­liert wird. In den letzten Jahren haben die USA andere Länder vom SWIFT-System ausge­schlossen oder mit einem solchen Ausschluss gedroht, was es den Banken prak­tisch unmög­lich macht, Geld zu über­weisen, und in der Folge den Zusam­men­bruch ihrer Banken­sys­teme verur­sacht. Russ­land hat daraufhin sein eigenes SWIFT-System geschaffen.

    Wenn russi­sche Handels­partner wie der Iran von der Nutzung des Brüs­seler SWIFT-Systems ausge­schlossen werden (oder ihnen sogar ein Ausschluss droht), ist es durchaus wahr­schein­lich, dass Russ­land die Nutzung seines SWFT-Systems auf sie ausdehnen wird.

    Die Schaf­fung eines zweiten welt­weiten SWIFT würde die SWIFT-Drohung als Wirt­schafts­waffe aus der Trick­kiste der USA entfernen. Solange Russ­land einen effek­tiven Geld­über­wei­sungs­dienst anbietet und dies ohne die Einschüch­te­rungs­ver­suche der USA tut, ist es vorher­sehbar, dass andere Länder sich dem neuen System anschließen und SWIFT vorziehen würden. Sobald andere Länder voll­ständig an Bord sind, hätten die USA keine andere Wahl, als sich dem neuen System anzu­schließen oder den Handel mit diesen Ländern zu verlieren.

    Eine neue Zentralbank

    In den letzten Jahr­zehnten haben China und Russ­land ihre wirt­schaft­liche Macht drama­tisch ausge­baut und sich regel­mäßig darüber beschwert, dass ihre Sitze am IWF-Tisch ange­sichts ihrer Bedeu­tung für den Welt­handel unrea­lis­tisch niedrig sind. Im Jahr 2014 hat China die USA offi­ziell als größte Volks­wirt­schaft der Welt abge­löst, doch der IWF hat immer wieder versucht, Chinas Platz am Verhand­lungs­tisch zu minimieren.

    Es hat den Anschein, dass der Westen glaubt, alle Karten in der Hand zu haben und dass die Chinesen und andere Mächte eine Posi­tion der armen Schwester akzep­tieren müssen, wenn sie über­haupt am IWF-Tisch sitzen dürfen. Der Westen scheint irgendwie nicht zu erkennen, dass die anderen Mächte, wenn sie ausge­schlossen werden, die Möglich­keit haben, Alter­na­tiven zu schaffen. Wie beim SWIFT-System haben die asia­ti­schen Mächte auf die Über­vor­tei­lung durch die USA reagiert, und zwar nicht, indem sie ihre Wunden leckten, sondern indem sie einen zweiten IWF schufen.

    Die russi­sche Staats­duma (das Unter­haus der russi­schen Legis­la­tive) hat jetzt die Neue Entwick­lungs­bank gegründet. Sie wird über einen Pool von 100 Milli­arden Dollar verfügen, der für die BRICS-Länder verwendet werden soll. Ihre fünf Mitglieder werden zu glei­chen Teilen zu ihrer Finan­zie­rung beitragen. Der Sitz der Bank wird in Schanghai sein, Indien wird den ersten fünf­jäh­rigen turnus­mä­ßigen Vorsitz über­nehmen, und der erste Vorsit­zende des Verwal­tungs­rats wird aus Brasi­lien kommen. Der erste Vorsit­zende des Gouver­neurs­rats wird wahr­schein­lich der russi­sche Finanz­mi­nister Anton Silu­anov sein. Sie ist also wirk­lich multi­na­tional strukturiert.

    Mit der Schaf­fung all dieser Einrich­tungen haben die BRICS de facto eine komplette zweite Wirt­schafts­welt geschaffen.

    In den letzten Tagen des briti­schen Welt­reichs schienen wir Briten der Illu­sion zu unter­liegen, dass wir, selbst wenn unsere Macht­basis bröckelt, durch Drohungen und Getöse irgendwie die Kontrolle behalten könnten. Das Verei­nigte König­reich lag damit völlig falsch und hat damit nur Handels­partner, Kolo­nien und Verbün­dete verprellt.

    Das Gleiche geschieht heute wieder. China, Russ­land und der Rest der Welt werden ange­sichts ameri­ka­ni­scher Drohungen und Droh­ge­bärden nicht einfach ihre Zelte abbre­chen und akzep­tieren, dass den USA gehorcht werden muss. Sie werden statt­dessen Alter­na­tiven schaffen. Und das tun sie außer­or­dent­lich gut und schnell. An diesem Punkt ermög­licht die Über­macht der USA nicht nur den Aufstieg anderer Mächte, sondern zwingt sie buch­stäb­lich dazu, das nächste ausge­wach­sene Impe­rium zu schaffen.

    Anmer­kung der Redak­tion: Wie Bourne schon sagte, war es schon immer so, dass „Krieg die Gesund­heit des Staates ist“. Aber es ist beson­ders wahr, wenn die wirt­schaft­li­chen Zeiten schwierig werden. Das liegt daran, dass Regie­rungen ihre Probleme gerne auf Außen­ste­hende schieben; selbst eine imagi­näre Bedro­hung aus dem Ausland führt dazu, dass sich die Meinungen auf die der Regie­renden einigen.

    Da die Wirt­schaft auf der ganzen Welt schwä­chelt und sich die poli­ti­schen Führer in ihren Grund­ein­stel­lungen ähneln, gibt es gute Gründe für die Annahme, dass sich der Trend zum Dritten Welt­krieg beschleunigt.

    Leider gibt es wenig, was der Einzelne tun kann, um den Verlauf dieses Trends prak­tisch zu ändern. Das Beste, was Sie tun können und sollten, ist, infor­miert zu bleiben, damit Sie sich best­mög­lich schützen und sogar von der Situa­tion profi­tieren können.

    Quelle: The Next Empire internationalman.com/articles/the-next-empire/
    Genau aus diesem Grund haben New York Times-Best­sel­ler­autor Doug Casey und sein Team gerade ein drin­gendes Video veröffentlicht.
    Klicken Sie hier:
    internationalman.com/the-most-dangerous-event-of-the-21st-century/

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein