Nach dem „Großen Austausch“: Éric Zemmour fordert eigenes Minis­te­rium für die Remigration

Der französische Autor und Philosoph Eric Zemmour · Quelle: cnews.fr

Selbst in seiner poten­zi­ellen Wähler­schaft, die am Sonntag zum großen Treffen auf dem Troca­dero pilgern wird, sind die Meinungen geteilt. War es falsch von Éric Zemmour, die Idee eines Minis­te­riums für „Remi­gra­tion“ auf den Tisch zu legen, wie er es am Montag­abend auf M6 getan hat, während die Umfra­ge­er­geb­nisse von Marine Le Pen eher für die Karte der Mäßi­gung spre­chen? War es im Gegen­teil richtig, die Linien des seman­ti­schen Graben­kriegs brutal einzu­schlagen: nach der Grand Rempla­ce­ment nun die Remi­gra­tion. Wer hätte sich vor einigen Monaten vorstellen können, dass das Wort in der Präsi­dent­schafts­kam­pagne auftau­chen würde, bana­li­siert und von allen Redak­tionen – wenn auch mit einigen empörten Ausru­fe­zei­chen – aufge­griffen würde?

Sein Minis­te­rium für Remi­gra­tion „wird die Ausländer abschieben, die man nicht mehr haben will“, erklärte er, d. h. „Ille­gale, Straf­täter, Krimi­nelle, S‑Karteileichen“. Denje­nigen, die sich empören, sagt er, dass er sich damit begnügt, „den Frie­dens­no­bel­preis­träger Barack Obama zum Vorbild zu nehmen, der 2,5 Millionen Ausländer aus den USA ausge­wiesen hat“.

Der Schwarzfuß Éric Zemmour könnte auch daran erin­nern, dass Anfang der 1960er Jahre eine andere Remi­gra­tion statt­fand, die weitaus gewalt­tä­tiger war, da ihr als einzige Alter­na­tive der Sarg verspro­chen wurde, und bei der es sich nicht um Straf­täter, sondern um Euro­päer handelte. Eine echte „ethni­sche Säube­rung“, wie sie Jean Sévillia vor einigen Tagen auf CNews bezeich­nete. Diese Remi­gra­tion wurde von keinem der linken Huma­nisten, die Éric Zemmour heute kriti­sieren, angeprangert.

Der Histo­riker Éric Zemmour könnte auch darauf hinweisen, dass es in der Vergan­gen­heit brutale und unge­rechte Remi­gra­ti­ons­maß­nahmen gab, die Frank­reich nie bereut hat. So musste beispiels­weise der deut­sche Archi­tekt Johann Knauth, der 1891 in die elsäs­si­sche Haupt­stadt gekommen war und das Straß­burger Münster gerettet hatte, im Jahr 1918 dafür büßen. Die monu­men­tale Turm­spitze drohte abzu­stürzen, da das Holz­fun­da­ment des Pfei­lers, auf dem die Turm­spitze ruhte, verfault war. Johann Knauth wandte die Technik an, die er bereits beim Kölner Dom ange­wandt hatte, und schaffte es in einem gewal­tigen Kraftakt, die alten Funda­mente durch neue aus Beton zu ersetzen. Obwohl er mit einer Elsäs­serin verhei­ratet war und zwei Söhne hatte, die im Krieg gefallen waren – einer in deut­scher, der andere in fran­zö­si­scher Uniform -, wurde er 1921 aus Deutsch­land ausge­wiesen. Sein Name wurde nicht einmal bei der Feier zum Abschluss der Bauar­beiten im Jahr 1926 erwähnt.

Der Präsi­dent­schafts­kan­didat Eric Zemmour könnte auch entgegnen, dass ein Remi­gra­teur ein halber Remi­gra­teur ist, und zwar in der Person von Emma­nuel Macron: Welcher Unter­schied, außer dem lexi­ka­li­schen, besteht zwischen einer „Remi­gra­tion“ (für Ausländer, die durch ihre Hand­lungen in Frank­reich zu einer Persona non gratae geworden sind) und einer „Verpflich­tung, das Terri­to­rium zu verlassen“ (eine admi­nis­tra­tive Maßnahme zur Entfer­nung von Auslän­dern, die im Gesetz vom 24. Juli 2006 vorge­sehen ist), die voll­streckt wird? Als Emma­nuel Macron am 17. März bei der Vorstel­lung seines Programms erklärte, er wolle die Ausrei­se­pflicht nach einer Asyl­ab­leh­nung auto­ma­ti­sieren, forderte er tatsäch­lich eine Remi­gra­tion für bestimmte Ausländer, die sich illegal in Frank­reich aufhalten. Ein Verspre­chen, das er bereits 2019 in einem Inter­view mit Valeurs actu­elles gegeben hatte. Die Aufgabe scheint nicht einfach zu sein, denn im ersten Halb­jahr 2021 gab es laut offi­zi­ellen Zahlen weniger als 4 % tatsäch­liche Abschie­bungen. Viel­leicht will Éric Zemmour deshalb zu diesem Zweck ein Minis­te­rium einrichten…

Dieser Beitrag erschien zuerst bei BOULEVARD VOLTAIRE, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

9 Kommentare

  1. Es nützt nichts, wenn nur ein Land die Remi­gra­tion betreibt. Warum tun sich in mir nur wieder Paral­lelen auf, wo vor gut 70 Jahren alle anderen Länder auch nicht mitge­zogen haben.

  2. Der Islam ist der Feind. Wenn es nicht gelingt ihn aus unseren Ländern zu vertreiben oder wenigs­tens aus der Öffent­lich­keit zu verbannen, ist Europa verloren. Dann wird es keine Frei­heit wie wir sie gewöhnt sind mehr geben.

    5
    1
  3. Wann ist die AfD soweit, die totale Remi­gra­tion bei uns zu fordern – aber tagtäg­lich, laut­stark, mit Fäusten auf den Tischen trommelnd??

  4. Man sollte sich lieber um ein Stand­ge­richt für Poli­tiker kümmern!
    Oder der Russen Mafia solche Dinge übertragen!
    Das west­liche Geschisse ist da völlig nutzlos!

    12
  5. geschätzte 10 mil. ukrainer und weitere 50 mil.
    ausge­hun­gerte scharz­mos­lems werden dieser eu den nötigen push verleihen um das chaos zu perfektionieren.
    die 20 mil. nord­afri­kaner und 10 mil. nahostis natür­lich nicht mit einberechnet…alles aus ramstein dirigiert!!

    eigent­lich sollten wir sleepy joe teeren und federn
    und an den absender retounieren um den anglozionisten
    und *deren NWO* gelüsten die wahre eu sicht zu liefern.

    mehr verar­schung wie dieser alge­ri­sche 1/8 fran­zose ist
    kaum möglich…auf jeden­fall ist fran­zösin le’pen aus dem spiel und genau das war das ziel der NWO’s

    • Es ist an der Zeit an die fran­zö­si­sche Super Maschine , für eine Wieder­be­le­bung , zu denken.
      Die Hätte die nächsten Jahre viel zu tun. Und es wäre eine Win-Win Situa­tion. Die Staaten hätten den ganzen Poli­tiker Irrsinn hinter sich gelassen und hätten Milli­arden für sinn­volle Dinge!

  6. zemmour ist sowenig fran­zose wie kim jong_un…

    aber egal über­lassen wir es dem fran­zö­si­schen wähler
    sich zwischen pest und cholera zu entscheiden.

    das spiel wird aus den ezb kata­komben dirigiert…
    auf dem feld muss es nur real daherkommen.

    frank­reich ist am tisch der grossen eh nur croupier

    • Wenn die Fran­zosen und Fran­zö­sinnen noch einen Rest an Verstand haben, dann wählen sie m. E. endlich Le Pen – m. E..

  7. Vergiss es, Jung­chen. Da hilft auch alle fran­zö­si­sche Über­heb­lich­keit nicht – an dem Tag, an dem das Remi­gra­ti­ons­mi­nis­te­rium seine Arbeit aufnähme, würde die UNO im Auftrag der durch Boden­schätze und verun­treute Entwick­lungs­hil­fe­gelder zu echten Macht­fak­toren aufge­schwol­lenen Dritt­welt­po­ten­taten zum großen Kreuzzug gegen die „brutalen ethni­schen Säube­rungen in Frank­reich“ blasen. Der Islam schielt seit 1400 Jahren auf Mittel­eu­ropa und steht beim dritten Anlauf dicht vor dem Ziel, die Bantu-Expan­sion läuft seit 2500 Jahren und braucht drin­gend neue Konti­nente als Über­lauf­be­cken, und die Vulgär­rous­se­auaner der Linken lassen sich nur zu gerne vor den Karren spannen. Frank­reich wird schluss­end­lich zur Aufhe­bung der unver­meid­li­chen Sank­tionen Abbitte leisten müssen in Form zusätz­li­cher Aufnahmen; ich schätze mal, die Errich­tung eines Remide­m­i­mi­gra­tons­mi­nis­te­riums würde mit wenigs­tens 20 Millionen zusätz­li­chen Gold­stü­cken „gebüßt“. Aber Kopf hoch, liebe Frosch­freunde, die meisten davon werden bald nach Deutsch­land weiterziehen.

    7
    1

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein