Nach Grie­chen­land ist nun Polen dabei, seine Grenzen wirksam zu schützen

Während Grie­chen­land gerade den Ausbau seiner Stahl­mauer zum Schutz vor dem Zustrom afgha­ni­scher Migranten abge­schlossen hat, ist nun Polen an der Reihe, Grenz­struk­turen zu errichten, wie Vertei­di­gungs­mi­nister Mariusz Blaszczak am 23. August ankün­digte. Ziel ist es, eine physi­sche Barriere zu schaffen, um das Eindringen von Migranten auf euro­päi­schem Boden zu bekämpfen. Der Minister machte deut­lich, dass er gegen die „Schaf­fung einer neuen Route für die Schleu­sung von Einwan­de­rern durch polni­sches Gebiet“ ist.
 

Die geplante Anlage würde den ersten, bereits rund 130 Kilo­meter langen Einzel­draht­zaun verdop­peln: In Form eines 2,5 Meter hohen Stachel­draht­zauns soll er sich über 180 Kilo­meter erstre­cken, was etwa der Hälfte der Gesamt­länge der bewal­deten Grenze Polens zu Weiß­russ­land entspricht. Der Minister sagte auch, dass sich die Zahl der Mili­tärs an der Grenze bald verdop­peln und rund 2.000 Soldaten zur Unter­stüt­zung der Grenz­po­lizei einge­setzt werden sollen.

In den letzten Monaten haben Tausende von Migranten, meist aus dem Nahen Osten, aus Syrien, dem Irak oder Afgha­ni­stan, versucht, die Grenze zwischen Weiß­russ­land und den östli­chen Ländern der Euro­päi­schen Union – Estland, Lett­land, Litauen und Polen – zu über­queren. Die vier Länder pran­gern gemeinsam einen von Weiß­russ­land orga­ni­sierten „hybriden Angriff“ an, der ihrer Meinung nach Migranten ermu­tigt, illegal in die EU zu gelangen. In einer gemein­samen Erklä­rung erklärten sie, der Zustrom von Migranten sei „vom Regime Alex­ander Luka­schenkos geplant und syste­ma­tisch orga­ni­siert“ worden, dem Präsi­denten der so genannten „letzten Diktatur in Europa“, der sich wahr­schein­lich für die immer stren­geren Sank­tionen der EU rächen wollte.

Auch wenn das Problem der Massen­ein­wan­de­rung schon seit vielen Jahren besteht, so beun­ru­higt die Beschleu­ni­gung, die es derzeit erfährt, insbe­son­dere durch die Afgha­ni­stan-Krise, viele Länder vor den Toren Europas, die die ersten Opfer dieses unkon­trol­lier­baren Stroms sind. Wir können zwar das Leid vieler heutiger Migranten nicht leugnen, aber unsere Länder können weder das ganze Elend der Welt aufnehmen, noch können sie es sich leisten, Tausende von ille­galen Einwan­de­rern und anderen Migranten ohne Papiere durch­zu­lassen, die das ohnehin schon prekäre Gleich­ge­wicht unserer Gesell­schaften gefährden.

Quelle: MPI


3 Kommentare

  1. Frag doch mal bitte nach den Kosten der DDR-Grenz­si­che­rung. Da waren im Westen etwa 500 km zu sichern. In Polen stehen im Osten circa 1000 km an. Wer bitte soll das denn bezahlen? 

    Im Übrigen entscheiden Unbe­kannte in Brüssel, wer, wann, wie oft und wie lange kommt.

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