Ocean Viking und SeaWatch dürfen mit über 800 Migranten in Sizi­lien anlegen

Bildquelle: LesObs

Die beiden Schiffe hatten einen drin­genden Appell veröf­fent­licht und um einen sicheren Hafen gebeten, um Hunderte von Migranten, deren Gesund­heits­zu­stand sich verschlech­terte, an Land zu bringen.

Mehr als 250 Migranten gingen bereits am Samstag in Sizi­lien von Bord des Schiffes SeaWatch, während die Ocean Viking mit 550 Menschen an Bord die Erlaubnis erhielt, dort anzu­legen, teilten die NGOs mit, die sie gechar­tert hatten.

In einem drin­genden Appell baten die beiden Schiffe um einen sicheren Hafen, um die Hunderte von Migranten an Bord aussteigen zu lassen, da sich ihr Gesund­heits­zu­stand verschlech­tert habe.

„Die SeaWatch3 hat heute Morgen im Hafen von Trapani (Sizi­lien) ange­legt. Wir sind froh, endlich einen sicheren Hafen zu haben“, teilte die deut­sche Rettungs­or­ga­ni­sa­tion Sea Watch Inter­na­tional in einem Tweet mit und fügte hinzu, dass 257 Menschen an Land gebracht wurden.

Am Donnerstag hatte die NGO von einer „kriti­schen“ Situa­tion berichtet, da bei vielen Menschen an Bord, von denen einige bereits seit einer Woche auf See waren, Symptome der Dehy­drie­rung aufge­treten waren, während die Besat­zung nicht genü­gend Medi­ka­mente hatte.

118 Minder­jäh­rige an Bord der Ocean Viking

Video: Passa­giere der Ocean Viking landen in Sizilien

Die Besat­zung der Ocean Viking, die von der fran­zö­si­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­tion SOS Médi­ter­ranée gechar­tert wurde, teilte der Nach­rich­ten­agentur AFP mit, dass sie die Erlaubnis erhalten habe, ihre 549 Passa­giere am Sonntag im sizi­lia­ni­schen Hafen Pozzallo von Bord zu nehmen.

Die Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tion hatte zuvor erklärt, der Besat­zung seien die Medi­ka­mente ausge­gangen, während die Migranten an Dehy­drie­rung und Haut­in­fek­tionen litten.

„Wir brau­chen einen sicheren Ort, an dem wir sie so schnell wie möglich aussteigen lassen können“, sagte die NGO-Spre­cherin und Besat­zungs­mit­glied Julia Scha­er­fer­meyer und wies darauf hin, dass 118 Minder­jäh­rige, darunter 13 Kinder unter 12 Jahren, unter den Passa­gieren seien.

Das Schiff hatte am vergan­genen Wochen­ende 555 Menschen auf Hoher See aufgenommen.

Nega­tive Antwort Maltas

Malta antwor­tete der NGO abschlägig, während Libyen und Tune­sien auf das Ersu­chen um einen sicheren Hafen über­haupt nicht eingingen.

Julia Scha­er­fer­meyer forderte die EU auf, bei der Einrich­tung eines „bere­chen­baren Ausschif­fungs­me­cha­nismus“ zu helfen. Nach jeder Rettung müssen die NGOs, manchmal mehrere Tage lang auf Hoher See unter­wegs, darauf warten, dass die Seebe­hörden einen „sicheren Hafen“ zuweisen, bevor ihre Passa­giere von Bord gehen können.

Nach Angaben der Inter­na­tio­nalen Orga­ni­sa­tion für Migra­tion (IOM) steigen in diesem Jahr die Zahl der im zentralen Mittel­meer aufge­grif­fenen Migranten. In der ersten Jahres­hälfte 2021 starben mindes­tens 1.113 Menschen bei dem Versuch, Europa zu errei­chen, im Mittelmeer.

Quelle: Les Obser­va­teurs


5 Kommentare

  1. Wer rettet dann das schon jetzt ange­schla­gene und kurz vor der Havarie stehende Schiff „Europa“!!!
    Da laufen doch andere Sachen, das kann mir/uns doch Keiner erzählen, dass die Italiener so blöd sind und immer wieder auf die linken Sprüche herein­fallen. Wenn ich schon lese, auf den Schiffen der Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen waren zu wenig Medi­ka­mente, es geht um die gefähr­liche Krank­heit „Dehy­drie­rung“ bei der in den meisten Fällen ein ordent­li­cher Schluck Wasser hilft. Wenn dann wirk­lich schwe­rere Dinge auftreten weiß man doch schon aus den Erfah­rungen der letzten Jahre dass man das „Rich­tige “ bunkern muss. Lasst endlich die Küsten­staaten wir Grie­chen­land bis England mit ihrer Marine vor den Abrei­se­küsten patrouil­lieren und jedes Schlep­per­boot gleich im seichten Wasser versenken, damit wäre alleine die Gefahr, dass die Leute auf hoher See ersaufen schon mal aus geschaltet. Vor allem aber lasst endlich das Inter­na­tio­nale Seerecht zur Anwen­dung kommen!!!!!!!!!!!!!!!!

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  2. Bravo – Bevor uns die frei­lau­fenden Gold­stücke ausgehen wenn immer mehr von denen im Häfen sitzen weil’s jemanden abge­kra­gelt haben.

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