Oskar Lafon­taine: „Öffnet Nord Stream 2!“

Oskar Lafontaine | flickr/(CC BY-SA 2.0)

Von OSKAR LAFONTAINE | Ich kann das Gejam­mere von Stein­meier, Scholz und anderen über die sozialen Verwer­fungen, die entstehen werden, wenn der Gaspreis sich verdrei­facht, nicht mehr hören. Wenn man nur von Staaten wie den USA, Saudi-Arabien oder Katar und Russ­land, denen man völker­rechts­wid­rige Kriege vorwirft, Energie beziehen kann, dann sollte man den Liefe­ranten bevor­zugen, der die beste und güns­tigste Ware hat. Das ist Russ­land. Es wird zudem immer deut­li­cher, dass die deut­sche Wirt­schaft auch bei vielen anderen notwen­digen Rohstoffen und Ersatz­teilen eng mit Russ­land verflochten ist.

Man kann es nicht oft genug wieder­holen: Wenn man wegen Menschen­rechts­ver­let­zungen die Verbin­dungen zu einem Land abbricht, dann darf man mit den USA, die für die meisten Menschen­rechts­ver­let­zungen in der Welt verant­wort­lich sind, keinen Handel treiben.

Es war doch wirk­lich pein­lich, mit anzu­sehen, wie Biden auf der Pres­se­kon­fe­renz mit Scholz in Washington diesem über­deut­lich machte, wer bestimmt, ob die Ostseepipe­line Nord Stream 2 in Betrieb genommen wird oder nicht.

Wann wird es einen Bundes­kanzler geben, der den Mut hat, Washington zu sagen, bis hierhin und nicht weiter. Woher kommt diese deut­sche Sucht, sich zu unter­werfen, wenn man sieht, wie sich deut­sche Jour­na­listen und Poli­tiker gegen­über Washington verhalten?

Wenn man an die eigene Bevöl­ke­rung denkt, gibt es nur eine Lösung: Öffnet Nord Stream 2, um das Schlimmste zu verhin­dern. De Gaulle wusste noch, Staaten haben keine Freunde, sondern Inter­essen. So wie die Amis seit 100 Jahren versu­chen, das Zusam­men­gehen deut­scher Technik mit russi­schen Rohstoffen zu verhin­dern (George Friedman), so sollte die Bundes­re­gie­rung endlich einsehen, dass die Sank­tionen nicht Russ­land und den USA schaden, sondern in erster Linie Deutsch­land und Europa.

Bundes­re­gie­rung und deut­sche Medien können nicht länger leugnen, was ihnen der renom­mierte US-Ökonom Jeffrey Sachs kürz­lich wieder ins Stamm­buch geschrieben hat:

„Der Krieg in der Ukraine ist der Höhe­punkt eines 30-jährigen Projekts der ameri­ka­ni­schen neokon­ser­va­tiven Bewe­gung (Neocons). In der Regie­rung Biden sitzen dieselben Neokon­ser­va­tiven, die sich für die Kriege der USA in Serbien (1999), Afgha­ni­stan (2001), Irak (2003), Syrien (2011) und Libyen (2011) stark­ge­macht und die den Einmarsch Russ­lands in die Ukraine erst provo­ziert haben.“

Wenn man einen großen Fehler gemacht hat, muss man den Mut haben, ihn zu korri­gieren. Keine Bundes­re­gie­rung hat das Recht, Millionen Deut­sche ärmer zu machen und die deut­sche Wirt­schaft zu ruinieren.

Dieser Beitrag erschien erst­mals auf der face­book-Seite von Oskar Lafontaine.



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18 Kommentare

  1. Ross und Reiter benannt, wir bekommen Archipel ‑Gulag ‑Wirt­schaft, nur um der ideo­lo­gi­schen Rein­heit Willen ‑vorge­scho­bener Grund!
    Tatsaech­lich gemeint great reset oeko­nomie im rasenden Galopp verordnet!
    Stoppbar aber niemals fried­lich mit den Mitteln des GG, das verriet der kluge Lafon­taine nicht!
    Alf v.Eller Hortobagy
    unabh.Politikberater
    und
    Jurist

  2. Ideo­logie fuellt nicht den Magen, das werden auch die nuetz­li­chen Idioten aus dem Volk noch merken. Die Poli­tiker und die gekaufte Presse haben ausge­sorgt, fuer immer. Aber aufwa­chen ist wohl nicht drin. Der Winter kommt bald in Deutsch­land, wenigs­tens haben wir es in Grie­chen­land in dieser Sache besser.

  3. Solange es Geld gibt, so lange wird es käuf­liche Politik geben. Nach der Geld­pe­riode funk­tio­niert dies auch mit Bananen.

  4. Lafon­taines öffent­li­cher Kommentar zu dieser Sache war wichtig, weil viele wegen des künst­lich und mit voller Absicht erzeugten Chaos‘ auf Basis von Desin­for­ma­tion und übelster Angst­ma­cherei die Orien­tie­rung verloren haben. Dadurch wird auch dem verwirr­testen Otto Normalo sonnen­klar, dass Habeck und Co. poli­ti­sche Falsch­spieler und Betrüger sind, die in Wirk­lich­keit einer ganz anderen Agenda folgen.als sie vorgeben. Das ist die Agenda der „Fridays for Future“-Dummies und ihrer Remote-Controler im Hinter­grund. Diese wollen die Zivi­li­sa­tion abschaffen um auf diese Weise die wirt­schaft­liche Lebens­grund­lage von Milli­arden von Menschen zu zerstören. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht „by wepo­nizing ever­ything“ offen und im Verbor­genen auf allen Ebenen gegen weit­ge­hend ahnungs­lose Völker, Stämme, Gruppen, Fami­lien und Indi­vi­duen. Die dazu vorbe­rei­tenden Wühl­ar­beiten laufen seit langer Zeit über Genera­tionen. Die Draht­zieher geben sich äußer­lich als Phil­an­tropen, in Wirk­lich­keit ist es eine relativ kleine, mega­reiche, menschen­ver­ach­tende Gruppe von Psycho­pa­then. Es sind durch die Bank extrem egoma­nisch veran­lagte Sata­nisten, die der Ansicht sind die 10 Gebote Moses‘ auf den Kopf stellen zu können. Sie arbeiten mit Hilfe sog. Think­tanks, kaufen daraus destruk­tive Exper­tise von soge­nannten Experten. Sie suchen nicht nach konstruk­tiven Lösungen, die es zuhauf gibt, sondern sie wollen kaputt machen um jeden Preis, um möglichst vielen Menschen das Über­leben zu erschweren bis unmög­lich zu machen.

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  5. Gratu­liere LaFon­taine und seiner Gattin zu deren klaren und wahren Aussagen. Die geistig behin­derten Polit­kas­perl in ganz Europa wissen sehr wohl, wie es mit der Energie funk­tio­nieren könnte, aber weil die Voll der Lügen und der Windel-Pepi selbst verdienen wollen, muß Europa büßen. Beson­ders blöd treten die Grünen dies- und jenseits des Inns auf, aber das über­rascht wohl niemand, blöder und terro­ris­ti­scher als Grün­po­li­tiker ist wohl niemand auf dieser Welt. Wenn etwas „nur in die Luft schießt“ und wenn etwas nicht besoffen macht, ist es ganz sicher nicht das, was alle Menschen glauben

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    • @FotosmitF.

      Die sind nicht blöd. Die tun das, was sie tun bewusst um uns zu schaden. Aber die Bundes­deppen sind so blöd, dass sie diese Parteien wie gehabt wählen.

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  6. Anna Wolf, Bran­chen-Expertin am ifo-Institut, merkte an, dass sich die aktu­elle Versor­gung der Firmen der Chemie­branche mit Vorpro­dukten kaum entspannt habe. In der aktu­ellen Umfrage des Insti­tuts meldeten 57,5 Prozent der Unter­nehmen einen Mangel, nach 58,7 Prozent im Mai. unter dem Strich ist nach wie vor extrem teure Mangel­wirt­schaft an der Tages­ord­nung. Das scheint zur neuen Norma­lität zu werden. Die Unsi­cher­heit über ein mögli­ches Ende aller Gaslie­fe­rungen aus Russ­land schwebt wie ein Damo­kles-Schwert über der ganzen deut­schen Volks­wirt­schaft Dann hoffen wir doch einfach auf das verspro­chene grüne Wirtschaftwunder !!!

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  7. Die fern­ge­steu­erte SED im Jahre 2022 steckt zu tief im Enddarm des Herrn Gates bzw. Schwab fest, da kann man nichts machen:(

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  8. Also nicht das ich jetzt Herrn Lafon­taine zu nahe treten möchte,
    aber er hat sich doch bereits aus der Politik verab­schiedet, oder?
    Da kann er zwar Reden schwingen, die aber leider nichts bis
    garnichts bewirken werden.

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    • Er hat m. E. voll­kommen recht. – Er hatte auch recht damals bei der sog. Wieder­ver­ei­ni­gung und hat ‑wenn ich mich recht erin­nere- in seinem Buch damals die Hinter­männer dessen benannt. – Er wurde dafür dann damals zum Rück­tritt genö­tigt. – Wenn ich mich richtig erin­nere, gehörte auch noch Engholm damals zu den Vernünf­tigen und trat dann irgend­wann auch zurück. 

      Auch wenn Lafon­taine nicht mehr in der Politik ist, seine Frau ist es noch und da genug a. D. – Leute aus allen mögli­chen Berei­chen ihre Ansichten preis­geben, kann er das auch tun – recht hat er jeden­falls m. E.. 

      Es hat nur damals niemand auf ihn gehört und ob jetzt jemand auf ihn hört ist die Frage – er bräuchte hoch­ge­wich­tige mutige Unter­stüt­zung von sehr vielen, die Einfluss hätten oder haben.

      Meines Erach­tens.

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        • @Geschlecht: Bärbock. Beson­dere Kenn­zei­chen: Deppert..

          Er könnte vermut­lich auch nix ändern, wäre er noch in der Pölitik. – Dennoch schadet es wohl nix, wenn er öffent­lich mahnt und viel­leicht dadurch einige Leute noch zur Besin­nung bringen kann. 

          Meines Erach­tens.

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