Polen ist dritt­größter Expor­teur nach Deutsch­land und hat die USA überholt

Schiffscontainer, die im Hafen von Gdańsk (Danzig) auf ihre Verladung warten · Quelle: portgdanski.pl

Der polni­sche Export bleibt einer der wich­tigsten Motoren für die wirt­schaft­liche Erho­lung und das BIP-Wachstum des Landes

Neue Daten nicht nur aus Polen, sondern auch aus dem Ausland zeigen ein weiterhin starkes Export­wachstum, das als Motor für die polni­sche Wirt­schaft dient. Nach Schät­zungen der Natio­nalen Handels­kammer beliefen sich die Exporte im März 2021 auf über 24 Milli­arden Euro, was einen Anstieg von 12,9 Prozent im Vergleich zum Februar und ein Wachstum von 25,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Gute Ergeb­nisse sind auch in den Daten des deut­schen Statis­tik­amtes zu sehen; laut deren Daten für März. Polen war der dritt­größte Expor­teur nach Deutsch­land, knapp hinter China und den Nieder­landen, während es die Verei­nigten Staaten überholte.

Zuvor zeigten die Daten für das Jahr 2020, dass Polen im allge­meinen Ranking der Länder, aus denen Deutsch­land die meisten Waren impor­tiert, hinter den USA auf dem vierten Platz lag. Doch in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 sind die US-Exporte nach Deutsch­land im Vergleich zu 2020 um 11 Prozent gesunken, während die polni­schen Exporte um 15 Prozent gestiegen sind, was beweist, dass sich Polens starke Posi­tion festigt.

Polen war der dritt­größte Expor­teur nach Deutsch­land, knapp hinter China und den Nieder­landen, während es die Verei­nigten Staaten überholte.

Die Coro­na­virus-Krise half den polni­schen Expor­teuren auf über­ra­schende Weise. Vor einem Jahr war der globale Handel aufgrund von Restrik­tionen einge­froren. Es wurden Fragen aufge­worfen, wie die Liefer­ketten nach der Pandemie neu gestaltet werden und welche Nationen und Unter­nehmen am meisten davon profi­tieren würden. Heute deuten viele Daten darauf hin, dass Polen einer der Nutz­nießer dieses Prozesses ist.

Zumin­dest glauben das die Ökonomen der Credit Agri­cole Bank. Sie stellten fest, dass es in den letzten Quar­talen zu einer geogra­fi­schen Neuaus­rich­tung des Produk­ti­ons­pro­zesses durch globale euro­päi­sche Unter­nehmen kam, um die Sicher­heit der Liefer­ketten zu erhöhen.

„Die Neuaus­rich­tung kommt den polni­schen Unter­nehmen zugute, die ihre Verkäufe an bestehende und neue Kunden erhöht haben, indem sie zum Beispiel teil­weise die Rolle von Kompo­nenten- und Mate­ri­al­lie­fe­ranten für in China ansäs­sige Unter­nehmen über­nommen haben“, so die Ökonomen.

Einer der Effekte dieses Prozesses wird in den stei­genden Exporten nach Deutsch­land gesehen. Die gute Situa­tion des polni­schen Exports nach der Pandemie schafft somit eine gute Ausgangs­po­si­tion für die Erho­lung der gesamten Wirtschaft.

Die Rezes­sion im Jahr 2020 wirkte sich nicht negativ auf den Export aus, denn dieser wuchs im Jahres­ver­gleich um 2,8 Prozent in polni­schen Zloty und betrug 237,5 Milli­arden Euro, während sich die Importe auf 225,5 Milli­arden Euro beliefen. Die Bilanz fiel sehr positiv aus, denn der Über­schuss betrug fast 12 Mrd. €. Einer der Faktoren, der die Auslands­ex­pan­sion polni­scher Unter­nehmen begüns­tigte, war zudem die Abschwä­chung des Wech­sel­kurses des polni­schen Zloty.

Quelle: Forsal.pl (Autor: Grze­gorz Osiecki)


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