Polen über­holt Frank­reich im Handel mit Deutschland

Foto: Visegrád Post

Die wirt­schaft­liche Dynamik der Länder der Visegrád-Gruppe, deren größtes Mitglied Polen ist, beginnt Früchte zu tragen und spie­gelt sich ganz konkret in den Indi­ka­toren wider. Dies erklärte der Direktor des polni­schen Wirt­schafts­in­sti­tuts, Piotr Arak, in einem Inter­view, das am 16. Februar von der polni­schen konser­va­tiven Zeit­schrift Do Rzeczy veröf­fent­licht wurde, ohne jedoch darauf einzu­gehen, dass Polen gerade Frank­reich in Bezug auf seine Handels­be­zie­hungen mit Deutsch­land über­holt habe.

Histo­ri­sches Niveau der polni­schen Exporte

Der Ökonom erklärt, dass dies vor allem darauf zurück­zu­führen ist, dass Polen es geschafft hat, den Wert seiner Exporte im Jahr 2020 sowohl bei Waren als auch bei Dienst­leis­tungen zu stei­gern. Damit haben diese Exporte ihren höchsten histo­ri­schen Stand erreicht. In der Tat haben „polni­sche Produkte eine erhöhte Nach­frage auf dem euro­päi­schen Markt erfahren, sei es für Auto­teile, Maschinen, Heim­elek­tronik, Haus­halts­ge­räte oder Möbel“.

Außen­han­dels­über­schuss

Da Polen aber gleich­zeitig „viel weniger Waren impor­tiert hat als in den Vorjahren“, hat das Land an der Weichsel jetzt einen „Außen­han­dels­über­schuss“ von 54 Milli­arden Zloty (12 Milli­arden Euro), eine Situa­tion, die „immer öfter auftreten wird“, so Piotr Arak. All dies ist auch das Ergebnis einer guten Wirt­schafts­po­litik sowie insbe­son­dere der Schaf­fung eines polni­schen Entwick­lungs­fonds und von „Zuwen­dungen für Forschung und Entwick­lung […] für kleine und mitt­lere Unter­nehmen“. Piotr Arak hütet sich jedoch davor, allzu opti­mis­tisch zu sein: „Die Heraus­for­de­rung wird darin bestehen, neue Märkte zu finden […], weil die unmit­tel­bare Nach­bar­schaft für polni­sche Expor­teure in 5 bis 10 Jahren viel­leicht nicht mehr ausreicht.“

Quelle: Visegrád Post


4 Kommentare

  1. Ein „Außen­han­dels­über­schuss“ oder wie „Schland ‚Export­welt­meister‘ “ sind aber nur auf den ersten Blick positiv.

    Was heißt das denn eigent­lich? Es geht also um die Wert­schöp­fung die ein Staat – theo­re­tisch – erzielt, welche durch echten Mehr­wert – durch Arbeits- und Maschi­nen­kraft – erzeugt wurden.

    Dieser Über­schuss wird aber leider nicht in einem reellen Gegen­wert bezahlt, sondern verbleibt vorläufig nur in „Büchern“, als Forde­rung gegen­über anderen. Nicht „allzu wert­haltig“, gell? Eines ist jeden­falls sicher, nämlich dass die Erzeuger des Mehr­wertes davon nichts haben werden.

    Große Tötungs­in­sze­nie­rungen hatten wir bereits reich­lich und hier geschieht nun gerade das, was vielen leider nicht recht sein kann: Fried­li­cher Handel.

  2. In keinster Weise.….
    Frank­reich zeigt uns, wie erfolg­reich Inter­gra­tion gelingen kann. Döner, Falafel oder Dürüm Dürüm ersetzten Austern, Gänse­pas­tete, Frosch­schenkel und Schne­cken. Die Liste lässt sich groß­zügig erweitern.…..

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