Polen, Ungarn…Und bald auch Frank­reich? Mani­fest für ein Bündnis der Konser­va­tiven im Euro­päi­schen Parlament

VON David Engels und Krzy­sztof Tyszka-Drozdowski

Die größten konser­va­tiven Parteien in Europa haben gerade eine Eini­gung erzielt, die sich bald in einer poli­ti­schen Allianz im Euro­päi­schen Parla­ment mani­fes­tieren kann. Aber kann diese prin­zi­pi­elle Oppo­si­tion bis zu der grund­le­genden Reform gehen, die die euro­päi­schen Insti­tu­tionen so drin­gend brau­chen, fragen sich David Engels, Professor an der Freien Univer­sität Brüssel und am Instytut Zachodni in Poznań, und Krzy­sztof Tyszka-Drozdowski, Analyst in einer polni­schen Regie­rungs­be­hörde, die sich mit Indus­trie­po­litik befasst.

Die größten konser­va­tiven Parteien Europas haben endlich eine grund­sätz­liche Eini­gung über ihre Werte und ihre zukünf­tige Zusam­men­ar­beit erzielt – eine Eini­gung, die sich bald in einem poli­ti­schen Bündnis im Euro­päi­schen Parla­ment mani­fes­tieren kann. Zwar könnte dieses Bündnis zu einer der stärksten Grup­pie­rungen im Parla­ment werden, doch ange­sichts der derzei­tigen poli­ti­schen Konstel­la­tion besteht wenig Hoff­nung, dass der „Cordon sani­taire“ durch­bro­chen wird und der Weg von einer prin­zi­pi­ellen Oppo­si­tion zu einer grund­le­genden Reform führt, die die ausein­an­der­drif­tenden euro­päi­schen Insti­tu­tionen so drin­gend benötigen.

Sicher­lich zeigen Polen und Ungarn von Tag zu Tag, welche Erfolge eine patrio­ti­sche und konser­va­tive Regie­rung erzielen kann, aber der Druck, dem sie ausge­setzt sind, ist so groß, dass ihr Einfluss auf die Entwick­lung in Europa begrenzt bleibt. Ein Wahl­sieg des RN (oder der Bewe­gung von Éric Zemmour in Frank­reich) oder der beiden konser­va­tiven Parteien in Italien könnte hingegen wie eine Lawine wirken. Natür­lich werden der Deep State und die wohl­mei­nenden Eliten, genau wie einst in den USA nach der Wahl von Donald Trump, alles daran setzen, eine solche Regie­rung zu sabo­tieren, und vor allem in Frank­reich wird es schwierig sein, ohne parla­men­ta­ri­sche Mehr­heit eine Verän­de­rung herbei­zu­führen. Dennoch wäre die Erschüt­te­rung der globa­lis­ti­schen Ordnung beträcht­lich, vor allem, wenn sie sich eng mit den anderen konser­va­tiven Parteien und Regie­rungen in Europa abstimmen würde.

Im Falle Frank­reichs würde dies vor allem bedeuten, sich Polen zuzu­wenden – na ja, man wäre versucht zu sagen, denn das rela­tive Desin­ter­esse der konser­va­tiven Eliten an der derzei­tigen polni­schen Regie­rung ist ein wich­tiger takti­scher Fehler. Was könnten die Heraus­for­de­rungen und Perspek­tiven einer solchen poten­zi­ellen Zusam­men­ar­beit zwischen der polni­schen PiS und der patrio­ti­schen Rechten in Frank­reich sein, vor allem ange­sichts der derzei­tigen Doppe­lung der Präsi­dent­schafts­kan­di­daten der letz­teren und der ideo­lo­gi­schen Unsi­cher­heit, die sich dort gerade breit macht?
Interne Entwicklung

Lange Zeit waren die euro­päi­schen Konser­va­tiven so frak­tio­niert, dass es rele­vant wäre, sich zu fragen, ob der Begriff „konser­vativ“ selbst noch eine Bedeu­tung hat. Souve­rä­nismus gegen Okzi­den­ta­lismus, Russo­philie gegen Atlan­tismus, Chris­tentum gegen Laizismus, Libe­ra­lismus gegen Christ­lich-Sozialen – der Konser­va­tismus ist ein eigenes Universum mit internen Spal­tungen, die oftmals stärker ausge­prägt sind als die weit­ge­hend vorge­täuschten Spal­tungen zwischen der wohl­mei­nenden „Linken“ und der „Rechten“. Wird es möglich sein, diese histo­ri­schen Spal­tungen zu über­winden, die oftmals durch alte histo­ri­sche Ressen­ti­ments zwischen Frak­tionen, Parteien und Staaten verschärft werden? Ja, aber es gibt einen Preis zu zahlen: den Preis, eine Reihe von Ressen­ti­ments (und Hoff­nungen) zu begraben, um alle Energie auf die Punkte zu konzen­trieren, die für einen poli­ti­schen Sieg entschei­dend sind.

Polen ist ein hervor­ra­gendes Beispiel für diesen Ansatz, und die ideo­lo­gi­schen Entschei­dungen der derzei­tigen Regie­rung scheinen eine realis­ti­sche und prag­ma­ti­sche Inspi­ra­tion für andere konser­va­tive Parteien in Europa darstellen zu können.

„So hat sich Polen für den Euro­rea­lismus entschieden: Anstatt eine Auflö­sung der Euro­päi­schen Union anzu­streben (was nur zum Auftreten der alten poli­ti­schen Asym­me­trien in Europa führen würde und zudem bei den Bürgern höchst unpo­pulär wäre), setzt Polen lieber auf eine grund­le­gende Reform der Insti­tu­tionen und hält die Zusam­men­ar­beit in Berei­chen wie Vertei­di­gung, Migra­ti­ons­po­litik, Infra­struktur, Krimi­na­li­täts­be­kämp­fung, Forschung oder wirt­schaft­liche und recht­liche Harmo­ni­sie­rung für wesentlich.“

Im Bereich der Iden­tität betont Polen die Bedeu­tung des christ­li­chen Erbes und betrachtet den Laizismus, wie er in Frank­reich prak­ti­ziert wird, d. h. mit einem klar anti­christ­li­chen und isla­mo­philen Bias, als Sack­gasse: Nur die Vertei­di­gung einer starken natio­nalen Kultur, die in einer posi­tiven Haltung gegen­über den spiri­tu­ellen Werten der Vergan­gen­heit veran­kert ist, kann die aus der multi­kul­tu­ra­lis­ti­schen Doktrin resul­tie­rende Atomi­sie­rung verhin­dern. Im wirt­schaft­li­chen Bereich schließ­lich besteht Polen auf der Verpflich­tung des Staates, die Bürger vor den Auswüchsen des Ultra­li­be­ra­lismus zu schützen, und hat ein umfas­sendes Sozi­al­pro­gramm zum Schutz der Unter- und Mittel­schicht aufgelegt.

Hinzu kommt eine äußerst klare Haltung zu Migra­tion, LGBTQ-Ideo­logie, Abtrei­bung, Nata­lismus und Eutha­nasie; es wird schnell klar, dass die polni­sche Regie­rung bereits seit vielen Jahren eine Politik betreibt, die in vielen Punkten den Forde­rungen der fran­zö­si­schen Konser­va­tiven entspricht. Ein vertieftes Bündnis zwischen der stärksten fran­zö­si­schen Rechts­partei und der polni­schen Regie­rungs­partei könnte daher für beide Seiten höchst inter­es­sant sein, um einen starken Motor für das neue konser­va­tive Bündnis in Europa zu bilden.

Poli­ti­sches Gleich­ge­wicht in Europa

Auf den ersten Blick müsste die fran­zö­si­sche Rechte also alles mit den polni­schen Konser­va­tiven gemeinsam haben. Wir sind uns über die Miss­erfolge der Euro­päi­schen Union einig. Wir sind uns in der Frage der Einwan­de­rung einig. Wir sind uns einig, dass der Libe­ra­lismus, wie John Milbank es ausdrückt, ein anthro­po­lo­gi­scher Fehler ist, da die Gemein­schaft Vorrang vor den Wünschen des Einzelnen haben muss, die heute zum Abso­luten erhoben werden. Wir stimmen darin überein, dass sich der Einzelne durch die Gemein­schaft und nicht außer­halb von ihr voll entfalten kann, dass das Glück von der Verwur­ze­lung abhängt, während Entwur­ze­lung und Verleug­nung der Vergan­gen­heit es unter­graben. Doch trotz dieser Gemein­sam­keiten gibt es nicht nur einen Zank­apfel – Russ­land -, sondern einen zweiten: Deutschland.

Die Russ­land­frage ist offen­sicht­lich: Viele fran­zö­si­sche Intel­lek­tu­elle pflegen eine roman­ti­sche Vorstel­lung von Russ­land, die bis ins 19. Jahr­hun­dert zurück­reicht und durch den patrio­ti­schen Konser­va­tismus von Wladimir Putin genährt wird. Es stimmt zwar, dass dieser ideo­lo­gisch auf den ersten Blick eher mit einer tradi­tio­na­lis­ti­schen Welt­sicht über­ein­stimmt als die von der derzei­tigen US-Regie­rung verfolgte Politik, aber die Fran­zosen täten gut daran, nicht die Augen vor der dunklen Seite von Putins Regie­rung zu verschließen, deren Korrup­tion jedem Vergleich spottet, in der Dissi­denten nicht nur ihrer Twitter- und Face­book-Accounts, sondern auch ihrer Frei­heit beraubt werden, und die eine expan­sio­nis­ti­sche und hege­mo­niale Agenda verfolgt, die sich klar gegen die Unver­letz­lich­keit der Grenzen richtet, die für das euro­päi­sche Gleich­ge­wicht so grund­le­gend ist – und für das Über­leben von Staaten wie Polen, Weiß­russ­land, der Ukraine und dem Baltikum so über­le­bens­wichtig. Ein Kompro­miss zwischen dem polni­schen und dem fran­zö­si­schen Konser­va­tismus ist daher nur auf der Grund­lage einer Äqui­di­stanz zwischen Ost und West möglich.

Diese Äqui­di­stanz stößt auf den zweiten Zank­apfel: Deutsch­land. Es ist unbe­stritten, dass Deutsch­land (wieder) zur Hege­mo­ni­al­macht in Europa geworden ist. Nun ist der größte Verbün­dete Russ­lands in Europa nicht Frank­reich, sondern Deutsch­land. Nur ein Beispiel, das jüngste: Es war nicht Frank­reich, das Nord Stream II gebaut hat. Es stimmt, dass die Fran­zosen eine roman­ti­sche Vorstel­lung von Russ­land haben, aber die fran­zö­si­sche Elite lebt vor allem in einer Illu­sion über Deutsch­land. Das deutsch-fran­zö­si­sche Paar ist ein Ausdruck, der nur im Hexagon verwendet wird; die Deut­schen benutzen ihn nie.

So war es das Deutsch­land von Angela Merkel, das die Dublin-Verord­nung für Einwan­derer sprengte, als die Kanz­lerin, ohne jemanden zu fragen – und vor allem ohne die euro­päi­schen Völker zu berück­sich­tigen – die Welle von Einwan­de­rern ins Land holte, die Europa über­schwemmte; es war das Deutsch­land von Merkel, das die von Bruno Le Maire vorge­schla­gene euro­päi­sche Steuer auf digi­tale Giganten ablehnte, um eine Erhö­hung der Zölle auf deut­sche Autos zu verhin­dern ; es ist Deutsch­land, das eine Spar­po­litik durch­ge­setzt hat, die den Süden des Konti­nents nach­haltig ruiniert, um von einem unter­be­wer­teten (deut­schen) Euro profi­tieren und seine indus­tri­elle Hege­monie durch­setzen zu können; es ist Deutsch­land, das dabei ist, Europa durch Ursula von der Leyens Green Deal seine links-ökolo­gi­sche ideo­lo­gi­sche Agenda aufzu­zwingen, etc.

„Die deut­sche Hege­monie über Europa zeichnet sich dadurch aus, dass ein großer Teil der Deut­schen davon über­zeugt ist, von Europa ausge­beutet zu werden, und sogar den Austritt aus der EU befürwortet.“

Sie haben nicht Unrecht: All die poli­ti­sche und wirt­schaft­liche Macht, die die deut­sche Elite auf sich vereint, kommt nicht dem deut­schen Bürger zugute, dessen Medi­an­ver­mögen weit unter dem der meisten seiner Nach­barn liegt, sondern treibt eine wirt­schafts­po­li­ti­sche Maschi­nerie an, die weit von den Normal­sterb­li­chen entfernt ist. So wird der deut­sche Steu­er­zahler zur Finan­zie­rung der EU-Subven­tionen heran­ge­zogen, die größ­ten­teils an Staaten im Osten der EU gezahlt werden. Die dort erwirt­schaf­teten Über­schüsse fließen jedoch nicht nur größ­ten­teils nach Deutsch­land zurück, sondern berei­chern hier vor allem Banken, multi­na­tio­nale Konzerne und Holdings, die diese Gewinne außer­halb Europas in Sicher­heit bringen.

Daher ist es für die euro­päi­schen Konser­va­tiven höchste Zeit, diese Asym­me­trie anzu­er­kennen und zu versu­chen, sie zu lösen. Da in der gegen­wär­tigen poli­ti­schen Situa­tion eine frei­wil­lige Umstruk­tu­rie­rung der deut­schen Wirt­schaft ausge­schlossen scheint, täte Frank­reich gut daran, sich auf die ewige fran­zö­si­sche Tradi­tion zu besinnen, die vom Ancien Régime bis de Gaulle versucht hat, dafür zu sorgen, dass Europa niemals unter die Hege­monie einer einzigen Macht fällt. Frank­reich hatte den größten Einfluss auf die Ereig­nisse auf dem Konti­nent, als es Staaten um sich versam­melte, die frei bleiben wollten und nicht die Hege­monie eines anderen wollten. Heute muss diese Politik neu geschaffen werden. Frank­reich allein ist zu schwach, um über das Schicksal des Konti­nents zu entscheiden, ebenso wie die mittel­eu­ro­päi­sche Koali­tion. Ein Bündnis zwischen Paris und den kleinen und mitt­leren Nationen wird ein Europa der Vater­länder wieder­her­stellen, in dem Deutsch­land einen Platz finden kann, der dem Gleich­ge­wicht der Kräfte zuträg­li­cher und dem Steu­er­zahler gegen­über gerechter ist.

Wieder­erlan­gung der wirt­schaft­li­chen, digi­talen und ener­gie­po­li­ti­schen Souveränität

Die Idee der euro­päi­schen Souve­rä­nität gehört nicht Macron. Sie ist eine gaul­lis­ti­sche Idee, denn wir müssen in de Gaulle den wahren Vater des vereinten Europas sehen, mehr noch als in denje­nigen, die wir nach ameri­ka­ni­scher Manier als Grün­der­väter gefeiert haben. Heute sollten alle intel­li­genten euro­päi­schen Popu­listen und Konser­va­tiven Gaul­listen sein.

Europa wird erst dann eine unab­hän­gige geopo­li­ti­sche Macht werden, wenn es seine Souve­rä­nität im Ener­gie­be­reich, in der Indus­trie und im digi­talen Bereich wieder­erlangt. Diese Souve­rä­nität stößt jedoch auf ideo­lo­gi­sche Barrieren. Die Kern­energie, die das schnellste Mittel zur Dekar­bo­ni­sie­rung ist – wie die Erfah­rungen Frank­reichs oder Südko­reas gezeigt haben – weckt immer noch Ängste, die durch einen veral­teten grünen Radi­ka­lismus von vor 50 Jahren genährt werden. Fort­schritte im Bereich der Kern­energie werden durch eine ideo­lo­gi­sche Hysterie gebremst, die durch die Erklä­rungen der Regie­rung Merkel sank­tio­niert wird. Der New Green Deal muss auf Entwick­lung und Moder­ni­sie­rung ausge­richtet sein, nicht auf die Zerschla­gung der euro­päi­schen Indus­trie und die Senkung des Lebensstandards.

Wir müssen uns gegen eine Straf­öko­logie wehren, die uns nicht nur den euro­päi­schen Lebens­stil nehmen, sondern auch alle Entwick­lungs­kräfte ersti­cken will. Gleich­zeitig müssen wir uns bewusst machen, dass die post­in­dus­tri­elle Wirt­schaft ein Mythos ist und dass jeder, der an sie glaubt, sich selbst zur Schwäche verur­teilt. Deutsch­land hat nie daran geglaubt, es hat seine indus­tri­elle Basis bewahrt, und von ihr leitet sich seine wirt­schaft­liche Stärke ab, auch wenn diese zuneh­mend durch die Selbst­mord-Ideo­logie der Grünen und der Linken in Frage gestellt wird, die nicht nur das Ende Deutsch­lands selbst, sondern ganz Europas einläuten würde. Eine durch­dachte Reindus­tria­li­sie­rungs­po­litik auf konti­nen­taler Ebene, die mit einer breiten Zusam­men­ar­beit bei Groß­pro­jekten verbunden ist, ist eine Voraus­set­zung für die euro­päi­sche Souve­rä­nität. Um diese wieder­her­zu­stellen, müssen die euro­päi­schen Hersteller durch Anreize und verbind­liche Maßnahmen nach Europa zurück­ge­holt werden. Dabei geht es nicht nur um Wirt­schafts­wachstum, sondern auch um Sicher­heit. Während der China-Virus-Krise haben wir erlebt, was es bedeu­tete, die Liefer­ketten nach Asien zu verla­gern: keine Masken, keine wich­tigen Medi­ka­mente. Es stellte sich heraus, dass es in Europa nicht einmal eine einzige Fabrik für Paracet­amol gab.

Die Wieder­erlan­gung der digi­talen Souve­rä­nität wird nicht nur durch eine höhere Finan­zie­rung von FuE und die Schaf­fung eines euro­päi­schen Netz­werks für die Zusam­men­ar­beit in diesen Berei­chen erfolgen. Es muss ein vernünf­tiger Protek­tio­nismus vorge­schlagen werden, ohne den die euro­päi­schen Äqui­va­lente der GAFAMs nicht entstehen werden.

Parallel zum Protek­tio­nismus, der auf die Schaf­fung euro­päi­scher Digi­tal­riesen abzielt, muss die Situa­tion der euro­päi­schen Arbeit­nehmer über­dacht werden. Der Abwärts­druck auf die Löhne wird nicht aufhören, wenn wir die Einwan­de­rung nicht stoppen. Die euro­päi­schen Arbeit­nehmer sind unsere Prio­rität, deshalb soll die euro­päi­sche Präfe­renz einge­führt werden. Dieje­nigen, die in Europa geboren wurden, deren Väter unsere Zivi­li­sa­tion aufge­baut haben, haben das Recht, an seiner Zukunft zu arbeiten.

„Die Vorteile einer euro­päi­schen konser­va­tiven Allianz, die sich auf die Achse Paris-Warschau konzen­triert, scheinen also offen­sicht­lich zu sein, und es wäre zu wünschen, dass nicht nur konser­va­tive Poli­tiker, sondern auch konser­va­tive Intel­lek­tu­elle und Akade­miker ihre Kontakte vertiefen und einen bila­te­ralen Austausch initi­ieren, der in konkrete stra­te­gi­sche Projekte mündet. Wir sind davon über­zeugt, dass das polni­sche Modell als Inspi­ra­tion dienen könnte, um die internen Meinungs­ver­schie­den­heiten inner­halb der patrio­ti­schen Rechten in Frank­reich zu klären.“

Einer der drin­gendsten Punkte einer solchen Koope­ra­tion wäre die Vertie­fung der Zusam­men­ar­beit im medialen und akade­mi­schen Bereich, da auf beiden Seiten die Meinungen über die konser­va­tiven Nach­bar­partner nach wie vor stark von Vorur­teilen und Diffa­mie­rungen domi­niert werden, die von den eindeutig links orien­tierten Main­stream-Medien und den eben­falls vorein­ge­nom­menen akade­mi­schen „Experten“ verbreitet werden: Der Bürger kann die Wahr­heit über die Heraus­for­de­rungen und Akteure der zeit­ge­nös­si­schen Heraus­for­de­rungen nur dann einschätzen, wenn er über quali­tativ hoch­wer­tige und ideo­lo­gisch unver­zerrte Infor­ma­tionen verfügt.

Wir anderen euro­päi­schen Konser­va­tiven haben zu lange gewartet und zu viele Gele­gen­heiten verpasst. Wir alle wissen, dass wir die Heraus­for­de­rungen der multi­po­laren Welt nur dann bewäl­tigen können, wenn wir vereint sind. Wir können uns weder auf der Grund­lage ideo­lo­gi­scher Illu­sionen noch auf der Grund­lage falscher Berech­nungen zusam­men­schließen. Es wäre naiv zu glauben, dass uns nichts trennt. Es wäre jedoch ein großer Fehler, das Poten­zial dessen, was uns vereint, nicht zu erfassen.

Prof. Dr. David Engels ist Professor für Römi­sche Geschichte in Brüssel und forscht am Posener West-Institut .

 

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei VISEGRÁD POST, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

14 Kommentare

  1. Große klasse,
    Tag auch, kein gesabbel hilft.
    Was meinen denn die Schlauberger?
    Aach die Wahlen werden angepaßt, ja klar und deut­lich. Kurze Begrün­dung die selbst dem Blödsten auffallen muß:
    Gaanz plötz­lich so aus heiterem Himmel, haben die d Wähler eine fdp in den Himmel geschossen, genau so eine spd die noch mehr verstrickt in Korrup­tion ist als die cdu und dann die grünen bitte­schön wer soll das glauben?
    Dem d Idioten kann man auch den Weih­nachts­mann vorsetzen, schließ­lich ist der ja gewählt.
    Wann begreift ihr endlich warum man euch nicht die Stimmen auszählen läßt– nie.
    Aber ich hab tolle Kommen­tare geschrieben, ah bin ich n guter…………

  2. Frank­reich sehe ich nicht in diesem Bündnis, eine linke Mehr­heits­ge­sell­schaft, welche immer die falschen Leute in die Regie­rung wählt.

  3. Türkei schiebt jetzt ca. 100.000 Flücht­linge nach Syrien ab, warum können wir das auch nicht?
    Weil wir kolo­nia­li­siert und unter­drückt werden?
    Und wo kommt unsere herr­schende Wind­rich­tung in Europa her???
    Na, von wo denn?
    Es gibt Wesen, die die Hölle schon noch in ihren Leben verdienen, der Rest ist Gedankenfrei.

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  4. Ich weiß nicht, was Polen vor allem, und auch Ungarn, sich von einer soge­nannten „Allianz“ der konser­va­tiven Parteien gerade mit Frank­reich, das schon immer an Führungs- u. Größen­wahn gelitten hat und noch heute leidet, sich verspre­chen. Momentan und noch lang­fristig wird in der EU alles von Soros und WWF bestimmt.
    „Alli­anzen inner­halb von Alli­anzen“? Was soll das bringen? Polen strebt heim­lich auch nach einer „führenden Rolle in Osteuropa“.
    Zuerst soll Frank­reich sich von Macron und seiner Anhän­ger­schaft befreien, was aber äußerst schwierig sein wird, denn Macron ist der Zögling zweier mäch­tigen Gründer der NWO-Agenda.
    Die EU ist zurecht, als die Euro­pas­un­ter­gangs-Verein zu bezeichnen, aber das waren schon vom vorne herein die Ziele: Abschaf­fung der Staa­ten­sou­ve­rä­nität und der natio­nalen Iden­ti­täten und Schaf­fung eines regio­nalen Zweig des NWO. Nun sitzen alle EU-Länder in der Falle, aus der kaum ein Entkommen gibt, zumal sie sich immer tiefer und tiefer in der Falle poli­tisch und wirt­schaft­lich sich vergraben, anstatt zu versu­chen, ihre wirk­liche Frei­heit zu erlangen.
    Aber alle Regie­rungen sind gekauft oder erpresst und in den Händen der NWO-Archi­tekten, und die Bevöl­ke­rung jedes EU-Landes, die numme­risch zwar die Stärke hätte, das Unheil abzu­wenden, trägt weiterhin demütig das Symbol der Unter­wer­fung und hofft auf Wunder. Demzu­folge gewinnen die NWO-Archi­tekten wert­volle Zeit, ihren Plan bis 2030 zu voll­enden. Danach gibt es kein Zurück mehr.
    Das, was z.Z in Kanada gerade abläuft ist ein Test, für das, was danach als Programm nicht nur in Europa ange­wendet wird.

    uncutnews.ch/das-weltwirtschaftsforum-ist-maechtiger-als-die-europaeische-union/

    • Zemmour ist, wie sein Kritiker Jadot, ein Oppor­tu­nist, nichts anderes.

      Aber alle Poli­tiker sind doch Oppor­tu­nisten und werden, gerade heut­zu­tage, zu gekauften Mario­netten und Befehls­emp­fänger u. ‑ausus­führer der NWO-Cliqué, sobald sie den Präsi­den­ten­thron besteigen.
      Somit spielt die Farbe der Partei über­haupt keine Rolle, sie dient nur Augen­wi­scherei für die naiven Wähler. Gewinnen wird derje­nige, der treu die Agenda 2030 umsetzt und die Einfüh­rung der NWO tatkräftig untertützt.

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      • @Meine Meinung:
        Dem kann ich nur zustimmen.
        Nicht die Regie­rungen egal welcher „Farbe“ werden uns die Völker befreien. Das können wir nur selbst, indem wir endlich aufhören diesen Vorgaben (Maske, Spritze, „Klima“) hinter zu hecheln. Wider­stand eines großen Teils der Bevöl­ke­rungen würde dies zum Einsturz bringen.
        Die Demos nützen nichts. Das ist nur ein zuge­las­senes Ventil, über das Soros, Gates und Co lachen. Noch schlimmer ist die Demos erst anzu­melden, und sich dann noch an die „Maßnahmen“ halten bzw. am nächsten Tag wieder schön brav zu sein.
        Der Groß­teil der aktiven welt­weiten Führungen ist/war Global Leader for Tomorrow/Young Global Leader/Global Shaper.

  5. „Konser­vativ“ sind heute selbst die Grünen. Der Begriff ist ebenso zur Belie­big­keit verbrannt wie „liberal“.
    Statt mit bedeu­tungs­losen Wort­hülsen zu schmü­cken sollte man sich auf solide Werte und Frei­heit konzentrieren.

  6. Lange Zeit war das einzige Programm der Konser­va­tiven, an der Macht zu bleiben, um Entschei­dungen zugunsten der Meist­bie­tenden treffen zu können. Strauß und seine CSU waren nicht nur der Inbe­griff von Konser­va­ti­vismus, sondern auch von Korrup­tion, und auch heute noch besteht die mitt­lere Führungs­schicht der CSU, die den poli­ti­schen Kurs bestimmt, ganz wesent­lich aus Hand­werks­meis­tern, deren Haupt­an­liegen ist, öffent­liche Aufträge ohne Ausschrei­bung zu bekommen, und ähnli­chen Entenklemmern.
    Bakschisch statt Intel­lekt – das ist nicht das Klima, in dem Führungs­per­sön­lich­keiten hätten heran­reifen können, wie wir sie heute bräuchten. „Realis­tisch und doof“ reicht als Antwort auf das grüne Konzept „utopisch und irre“ nicht aus.

    • Sehe ich nicht so – mit Strauß gäbe es all diesen W.hnsinn nicht. – Als Strauß nach der massiven Verschul­dung Doit­sche­lands durch die SPDeee als Finanz­mi­nister über­nommen hatte, hat er schnellst­mög­lich mit Sach­ver­stand und Vernunft den Haus­halt wieder satt in die schwarzen Zahlen gebracht und diese M.ssenm.gration hätte es mit Strauß auch nicht gegeben – m. E..

      • Strauß hat gegen eine gewisse „Provi­sion“ die strau­chelnde DDR mit Milli­ar­den­kre­diten gestützt, sich an der Star­fighter-Affäre berei­chert usw.usf. – glauben Sie wirk­lich, er würde sich heute seine Zustim­mung zur Massen­mi­gra­tion nicht erkaufen lassen?

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        • Den schätze ich eher wie den öster­rei­chi­schen Kurzen ein: Bei der Zuwan­de­rung Gegen­wehr signa­li­sieren, und hintenrum die WEF-Global­phar­ma­rilla umso stärker unterstützen.

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