Polonia Castel­lanos: „Die spani­sche Regie­rung arbeitet aktiv an der Verfol­gung von Christen mit“

Von Javier Navascués
 

Wir haben erneut Kontakt mit Polonia Castel­lanos, der Vorsit­zenden der Orga­ni­sa­tion „Christ­liche Anwälte“, aufge­nommen, die uns über die neuesten Entwick­lungen dieser Orga­ni­sa­tion infor­miert, die sich in den letzten Jahren mutig und wirksam für die Rechte der Christen einge­setzt hat. Der Preis dafür ist Verfol­gung, aber sie bleiben stand­haft und über­zeugt in ihrem Tun und lassen sich nicht entmutigen.

Die Arbeit der Christ­li­chen Anwälte hört nicht auf, und dies umso mehr in einer Zeit, in der die Chris­ten­ver­fol­gung in Spanien zunimmt. Kann dies auf die Unter­las­sung, wenn nicht gar auf die Kolla­bo­ra­tion, der Regie­rung zurück­zu­führen sein?

Die spani­sche Regie­rung unter­lässt es nicht, sondern arbeitet aktiv an der Verfol­gung von Christen mit. Viele Menschen mögen es nicht erkennen, weil es sich (noch) nicht um eine blutige Verfol­gung handelt, aber es ist eine uner­bitt­liche Verfol­gung, die von Tag zu Tag zunimmt, und wir müssen ihr Einhalt gebieten, oder wenn wir es erkennen wollen, wird es bereits zu spät sein.

Einer der Fälle, die kürz­lich ange­pran­gert wurden, ist der Abriss einer kleinen Einsie­delei in Valencia durch Compromís. Außerdem wurde damit dem Märty­rertod und der Enthaup­tung eines Pries­ters gedacht.

Das heißt, ein Priester, dem der Kopf abge­schlagen wurde, nur weil er katho­lisch war, mit dem sie Fußball gespielt und ihn dann im Mist vergraben haben, und jetzt wollen sie die Geschichte auslö­schen, weil die Henker sich als Opfer ausgeben wollen.

Sie gehen auch ener­gisch gegen das blas­phe­mi­sche Cover der Sängerin Zahara vor.

Es ist merk­würdig, dass Katho­liken unge­straft ange­griffen werden können, während einige Gruppen über­mäßig geschützt werden, selbst wenn ihre „Angriffe“ Lügen sind.

Wenn dieses Mädchen eine „Hure“ ist oder sich so nennen will, dann soll sie das tun, aber warum muss sie sich wie eine Jung­frau kleiden? Solche grund­losen Angriffe werden nicht auf andere Gruppen gerichtet.…

Dieses arme Mädchen hat nicht die geringste Bega­bung und will berühmt werden, indem sie Christen angreift, weil es sehr gut möglich ist, dass sie keine Konse­quenzen zu befürchten hat, das kann nicht sein und die Katho­liken sollten das nicht tole­rieren, das Gesetz ist für alle gleich, und wenn die Christen unge­schützt bleiben, wird die Zeit kommen, in der wir uns „selbst schützen“ müssen, und auch das ist gefährlich.

Sie pran­gern auch weiterhin die Ernen­nung von Dolores Delgado zur Gene­ral­staats­an­wältin an, die eindeutig illegal ist, da sie poli­tisch mit der sozia­lis­ti­schen Partei (PSOE) verbunden ist.

Meiner Meinung nach verliert Spanien immer mehr an Demo­kratie, wenn der Gene­ral­staats­an­walt ein ehema­liger Minister ist, wenn die Regie­rung die Justiz über­nehmen will, dann ist klar, dass die Regie­rung versucht, die gesamte Macht zu mono­po­li­sieren, die Exeku­tive, die Legis­la­tive und die Judi­ka­tive, und das ist der Rahmen für die Errich­tung einer Diktatur.

Der Fall von Frau Delgado ist ein sehr schwer­wie­gender Rechts­bruch, und es ist klar, dass die Regie­rung das Recht brechen kann, ohne dass dies Konse­quenzen hat.

Warum ist es wichtig, sich gegen diese Schand­taten zu wehren?

Wenn wir heute da sind, wo wir sind, dann gerade deshalb, weil wir geschwiegen haben, weil wir uns haben angreifen, belei­digen, verun­glimpfen und für alles verant­wort­lich machen lassen (es gibt viele Ähnlich­keiten zwischen Nero und dem heutigen Präsidenten).

Und in der Tat halten wir Christen die andere Wange hin, aber das heißt für mich nicht, dass wir dumm sind und uns schlagen lassen, sondern unsere andere Wange heißt nicht, dass wir aufgeben, sondern dass wir verlangen, dass sie uns nicht angreifen, dass sie unsere Symbole nicht im Stil der Taliban zerstören, … und wenn sie es doch tun, dass das Gesetz einge­halten wird, so wie es auch wäre, wenn andere belei­digt oder ange­griffen werden. Wir tun es mit dem Gesetz in der Hand.

Werden Sie weiterhin unter Druck gesetzt und bedroht?

Jeden Tag hat man mir mit dem Tod gedroht, aber die Rich­terin (eine Frau) hat es aufge­schoben. Ich nehme an, wenn ich nicht katho­lisch und hete­ro­se­xuell gewesen wäre, hätte man die verant­wort­liche Person verur­teilt. Wir sind auch mehr­mals ange­griffen worden, aber wenn wir Christus nach­folgen, müssen wir wissen, was auf uns zukommt, und ich gestehe, dass wir unge­heuer stolz sind, denn wenn wir von einigen Leuten belei­digt und verfolgt werden, bedeutet das, dass es uns gut geht, sonst würde ich mir Sorgen machen.

Welche anderen Fronten haben Sie noch offen?

Hunderte von ihnen, wir sind sehr hart­nä­ckige Kämpfer und geben nicht auf, weil wir über­zeugt sind, dass sich am Ende die Wahr­heit durch­setzt und die Wahr­heit uns frei macht. Und jeder, der das Leben (von der Empfängnis bis zu seinem natür­li­chen Ende), die Reli­gi­ons­frei­heit und die Familie angreift, weiß, dass er es mit uns zu tun bekommen wird, und wir sind sehr hartnäckig.

Wie kann man mit Ihnen zusammenarbeiten?

In vielerlei Hinsicht ist das Gebet von grund­le­gender Bedeu­tung. Aber auch finan­zi­elle Hilfe wird benö­tigt, denn wir erhalten keinerlei Beihilfen oder Subven­tionen, so dass wir völlig unab­hängig sein können. Bitte teilen Sie uns auch Fälle mit, in denen man ein Kreuz zerstören will oder wo es Unre­gel­mä­ßig­keiten des Verbre­chens der Abtrei­bung gibt…

Jede Hilfe ist will­kommen, erst recht in diesen unru­higen Zeiten.

Wir alle haben ein Kind oder ein Enkel­kind, das man in der Schule indok­tri­nieren will, oder eine Nichte, die man zur Abtrei­bung zwingen will, oder einen Eltern­teil oder einen Groß­el­tern­teil, den man durch Eutha­nasie liqui­dieren will, um bei der Rente zu sparen… Die Christ­li­chen Anwälte werden Ihnen immer zur Verfü­gung stehen, denn wie der heilige Augus­tinus sagte, müssen wir beten, als ob alles von Gott abhinge, und kämpfen, als ob alles von uns abhinge.

Javier Navascués
Stell­ver­tre­tender Direktor von El Correo de España. Radio- und Fern­seh­mo­de­ra­torin, Spre­cher und Dreh­buch­autor. Derzeit hat er einen Blog im renom­mierten Portal Info­Ca­tó­lica und nimmt gele­gent­lich an den Sendungen Soma­temps, Ahora Infor­mación, Español Digital und Radio Recon­quista in Dallas, Texas, teil. Er arbeitet mit der Inter­na­tio­nalen Verei­ni­gung Johannes Paul II. zusammen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei EL CORREO DE ESPAÑA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


1 Kommentar

  1. „Die spani­sche Regie­rung arbeitet aktiv an der Verfol­gung von Christen mit“

    Wenn man sowas liest, kommt einem in den sinn, von Idi*ten umgeben zu sein. Wenn man dann genauer hinsieht, merkt man, dass es auch so ist. Am besten ist, man macht sich über die Parolen der heutigen Zeit keine Gedanken und statt­dessen einen großen Bogen drum. a) ist alles nur gelogen und b) sind diese Parolen nur das, was sie zu sein scheinen: Hirn­lose Parolen, über die gespro­chen werden soll.

    Im Hinter­grund des Bühnen­stücks läuft ganz was anderes ab .…

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