Pro-Abtrei­bungs­be­richt: Drohende Abstim­mung im Euro­päi­schen Parlament

Bild: ECLJ

Am kommenden Mitt­woch sollen die Euro­pa­ab­ge­ord­neten während der Plenar­sit­zung des Euro­päi­schen Parla­ments in Brüssel über den Matić-Bericht und den dazu­ge­hö­rigen Entschlie­ßungs­an­trag abstimmen.

Dieser Bericht ist ein veri­ta­bler Wunsch­zettel von Planned Paren­t­hood. Er zielt darauf ab, Abtrei­bung zu einem von der Euro­päi­schen Union garan­tierten Recht zu machen, die Verwei­ge­rung aus Gewis­sens­gründen für Ange­hö­rige der Gesund­heits­be­rufe, die gegen Abtrei­bung sind, zu verbieten und eine obli­ga­to­ri­sche Sexu­al­erzie­hung für Kinder auch für nicht einwil­li­gende Eltern vorzuschreiben.

Das Euro­päi­sche Zentrum für Recht und Gerech­tig­keit (Euro­pean Centre for Law & Justice, ECLJ) hat mehrere Monate lang gegen diesen Bericht mobi­li­siert, um die Aufmerk­sam­keit der Mitglieder des Euro­päi­schen Parla­ments und anderer Pro-Life-Orga­ni­sa­tionen in ganz Europa zu erregen.

Es sind ermu­ti­gende Initia­tiven entstanden, insbe­son­dere ein Alter­na­tiv­an­trag zum Matić-Bericht, der die Öffent­lich­keit an die mangelnde Kompe­tenz der Euro­päi­schen Union in Gesund­heits­fragen erin­nert. Wie im Jahr 2013 könnte ein solcher Alter­na­tiv­an­trag erneut ange­nommen werden, um den Matić-Bericht niederzustimmen.

In der Slowakei hat das Parla­ment eine Entschlie­ßung ange­nommen, die den Entschlie­ßungs­an­trag von Herrn Matić mit der Begrün­dung verur­teilt, dass er die Zustän­dig­keit der Euro­päi­schen Union über­schreitet. Das ist ein schönes Signal, das diese slowa­ki­schen Abge­ord­neten an ihre euro­päi­schen Kollegen gesendet haben.

Die Abstim­mung über den Matić-Entschlie­ßungs­an­trag beginnt am Mitt­woch­nach­mittag, 23. Juni. Es ist noch Zeit zu handeln. Wir ermu­tigen insbe­son­dere Ange­hö­rige der Gesund­heits­be­rufe, eine kurze E‑Mail an einen oder mehrere Euro­pa­ab­ge­ord­nete zu schreiben, um ihnen ihre Über­zeu­gungen und die Bedeu­tung der Verwei­ge­rung aus Gewis­sens­gründen mitzu­teilen und sie aufzu­for­dern, diesen pro-Abtrei­bungs-Entschlie­ßungs­an­trag abzulehnen.

Nach unseren Infor­ma­tionen wird erwartet, dass die Abge­ord­neten der EKR- und I&D‑Fraktion über­wie­gend gegen den Antrag stimmen werden.

Es sind hingegen die EVP-Abge­ord­neten, die sich am zaghaf­testen gegen­über den Anord­nungen der Abtrei­bungs­be­für­worter verhalten. Hier sind die E‑Mail-Adressen des Präsi­denten und der Vize-Präsi­denten dieser Fraktion:

Manfred Weber, EVP-Präsi­dent : manfred.​weber@​europarl.​europa.​eu
Arnaud DANJEAN, arnaud.​danjean@​europarl.​europa.​eu
Esteban GONZÁLEZ PONS, esteban.​gonzalezpons@​europarl.​europa.​eu
Andrey KOVATCHEV, andrey.​kovatchev@​europarl.​europa.​eu
Vangelis MEIMARAKIS, evangelos.​meimarakis@​europarl.​europa.​eu
Jan OLBRYCHT, jan.​olbrycht@​europarl.​europa.​eu
Paulo RANGEL, paulo.​rangel@​europarl.​europa.​eu
Sieg­fried MUREŞAN, siegfried.​muresan@​europarl.​europa.​eu

Sie können mit ihnen Auszüge aus diesem Artikel teilen, den wir empfehlen:
Warum Abtrei­bung kein Menschen­recht ist (Englisch)

Wir ermu­tigen Sie auch, unsere Peti­tion zu unter­schreiben und zu teilen:
Für den Schutz jedes mensch­li­chen Lebens (Englisch)

Danke für Ihren Einsatz für das Leben!

Das Euro­päi­sche Zentrum für Recht und Gerech­tig­keit ist eine inter­na­tio­nale, nicht­staat­liche Orga­ni­sa­tion, die 1998 gegründet wurde und sich für die Förde­rung und den Schutz der Menschen­rechte in Europa und welt­weit einsetzt.

Quelle: ECLJ <secretariat@​eclj.​org>


2 Kommentare

  1. Was mir meine abtrei­bungs­wil­ligen Mitmen­schen still­schwei­gend signalisieren:

    Meine abtrei­bungs­wil­ligen Mitmen­schen sagen mir, daß ihre biolo­gi­sche Lebensuhr abge­laufen ist. Zumin­dest empfinden sie das so! Und ich werde es mit großer Bitternis akzeptieren! 

    Meine abtrei­bungs­un­wil­ligen Mitmen­schen sagen mir, daß ihre biolo­gi­sche Lebensuhr noch lange nicht abge­laufen ist. Und ich nehme es voller Freude zur Kenntnis und suche ihre Nähe.

    Abtrei­bung ist so alt wie die Mensch­heit und wird wohl erst zusammen mit den letzten Menschen verschwinden. 

    Wenn ich mir meine abtrei­bungs­wil­ligen Mitmen­schen genau ansehe, dann muß ich sagen: „Ein Verlust ist es nicht, wenn diese Lebens­li­nien entspannt verschwinden!“

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