Protest­de­mons­tra­tionen der isla­mi­schen Welt gegen Frankreich

Macron - Erdogan · Foto: VoxNews

Es ist nicht das Problem irgend­eines exal­tierten Extre­misten. Es ist viel­mehr ein demo­gra­phi­sches Problem, beru­hend auf der Präsenz von Millionen von Muslimen in Europa. Sie bilden eine Masse, die auf die Befehle feind­li­cher Regie­rungen reagiert und sich niemals inte­grieren wird.

Der Konflikt zwischen Frank­reich und der Türkei, ausge­löst durch die Kontro­verse um die Kari­ka­turen Moham­meds, wird in der musli­mi­schen Welt weiter verschärft und gefähr­lich ausge­weitet. Weit davon entfernt, die Kontro­verse nach der Abbe­ru­fung des Pariser Botschaf­ters in Ankara dämpfen zu wollen, kehrt der türki­sche Präsi­dent Recep Tayyip Erdogan in sein Amt zurück und bekräf­tigt, dass sein fran­zö­si­scher Amts­kol­lege Emma­nuel Macron sich „mentalen Unter­su­chungen“ unter­ziehen müsse. Während der paki­sta­ni­sche Premier­mi­nister Imran Khan ihm vorwirft, „Isla­mo­phobie zu fördern“, finden die ersten Protest­de­mons­tra­tionen auf paläs­ti­nen­si­schen Straßen statt.

Erdogan nahm keinerlei Rück­sicht auf die Bitte des Hohen Vertre­ters für Außen­po­litik der EU, Josep Borrell, der die von ihm am Samstag geäu­ßerten Äuße­rungen, in denen er zum ersten Mal Macrons mentales Gleich­ge­wicht in Frage stellte, als „inak­zep­tabel“ bezeich­nete und ihn auffor­derte, „diese gefähr­liche Spirale der Konfron­ta­tion zu stoppen“. Im Gegen­teil, der türki­sche Präsi­dent scheint mehr denn je darauf bedacht zu sein, das Niveau einer Kontro­verse aufrecht­zu­er­halten, in der die Vertei­di­gung des Islam der Bekräf­ti­gung der geopo­li­ti­schen Inter­essen Ankaras und der Auswei­tung seines Einflusses in der Region dien­lich zu sein scheint. Es ist kein Geheimnis, dass solche Inter­essen die Türkei in verschie­denen Szena­rien, begin­nend von Libyen über das östliche Mittel­meer bis nach Berg-Kara­bach, längst auf Kolli­si­ons­kurs mit Frank­reich gebracht haben.

Im Mittel­punkt der Ausein­an­der­set­zung stehen die Bemer­kungen, die Macron während der feier­li­chen Zere­monie zu Ehren von Samuel Paty machte, dem Lehrer, der von einem jungen tsche­tsche­ni­schen Einwan­derer getötet wurde, nachdem er während einer Lektion über Meinungs­frei­heit einige der von Charlie Hebdo veröf­fent­lichten Kari­ka­turen über Mohammed gezeigt hatte. „Wir werden die Kari­ka­turen nicht aufgeben, auch wenn andere einen Rück­zieher machen, denn in Frank­reich ist die Aufklä­rung nicht ausge­löscht“, sagte der fran­zö­si­sche Präsi­dent, der in diesen Tagen auch den „isla­mi­schen Sepa­ra­tismus“ ange­pran­gert und die Notwen­dig­keit einer „Struk­tu­rie­rung des Islam“ in Frank­reich bekräf­tigt hat. Die ersten Reak­tionen der Paläs­ti­nenser waren Demons­tra­tionen auf den Straßen von Tel Aviv, vor der Resi­denz des fran­zö­si­schen Botschaf­ters in Israel, und im Gaza-Streifen, wo Fotos von Macron verbrannt wurden. Die Hamas, die den Gaza-Streifen kontrol­liert, erklärte, dass „Belei­di­gungen gegen Reli­gionen und Propheten“ eine „Kultur des Hasses“ begüns­tigen. Ein formeller Protest kommt auch von der jorda­ni­schen Regie­rung, der zufolge die Veröf­fent­li­chung der Kari­ka­turen „bei zwei Milli­arden Muslimen Bitter­keit hervorruft“.

 

Quelle: VoxNews

 

1 Kommentar

  1. Europa sollte alle Produkte aus diesen Regionen (allem voran der Türkei mit ihrem größen­wahn­sin­nigen Sultan) boykot­tieren, ihnen möglichst nichts mehr liefern und vor allem in keinem dieser Länder mehr urlauben. Dann werden sie bald ein bisserl weniger goschert sein. Noch haben sie Öl als Einnah­me­quelle aber sobald Vieles auf E‑Mobilität umge­stellt ist und wenn man ihnen auch keine Firmen(anteile) für die Petro­dol­lars überlässt …

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