Rechts­an­walt Tamás Gaudi-Nagy’s Seite von Face­book gesperrt

Facebook sieht sich einem Sturm der Kritik ausgesetzt, weil es Inhalte zensiert, die dem Unternehmen nicht gefallen

Von Gábor Hertelendy
 

Der Exeku­tiv­di­rektor des Natio­nalen Rechts­schutz­dienstes (NJSZ), Rechts­an­walt Tamás Gaudi-Nagy, erklärte gegen­über Magyar Nemzet:

- Am Sonntag postete ich in den sozialen Netz­werken meine eigene Foto­re­por­tage und die Berichte der unga­ri­schen Tages­zei­tung Magyar Nemzet und der unga­ri­schen Nach­rich­ten­agentur MTI, die am Vortag über die Demons­tra­tionen gegen Buda­pest Pride berichtet hatten.

Ein paar Stunden später sperrte Face­book meine Seite und machte sie unzu­gäng­lich, mit der Begrün­dung eines Verstoßes gegen die Gemein­schafts­prin­zi­pien, obwohl kein spezi­fi­scher Verstoß ange­geben wurde; es gab keinen solchen Verstoß

- Tamás Gaudi-Nagy gehörte zu denje­nigen, die auf der Andrássy-Allee eine vom Verein „Euro­pean Patriots Unite“ orga­ni­sierte Gegen­de­mons­tra­tion und eine Rede hielten, und danach eine weitere von den Brüdern Buda­házy orga­ni­sierte Gegen­de­mons­tra­tion auf dem Fővám-Platz.

Tamás Gaudi-Nagy fordert von Face­book hundert Millionen Forint, wenn sein soziales Netz­werk nicht wieder­her­ge­stellt wird · Foto: MTI / Tamás Kovács
Tamás Gaudi-Nagy fordert 100 Millionen Forint (ca. 280.000 Euro) Straf­scha­den­er­satz von Face­book, wenn seine Social-Networ­king-Seite nicht umge­hend wieder herge­stellt wird.

- Ich habe Face­book vier­und­zwanzig Stunden Zeit gegeben, um meine Seite wieder zu akti­vieren, da meine Beiträge keine Hass­rede enthielten und gegen keine Prin­zi­pien verstießen. Wenn dies nicht geschieht, werde ich eine Klage gegen den Betreiber des sozialen Netz­werks einrei­chen, um meine Seite wieder herzu­stellen und Scha­dens­er­satz in Höhe von 100 Millionen Forint (ca. 280.000 Euro) einzufordern

- erklärte der Anwalt und fügte hinzu, dass seine Social-Networ­king-Seite, die 20.000 Follower hat, seit 10 Jahren in Betrieb ist und unter den unga­ri­schen Rechts­or­ga­ni­sa­tionen und Persön­lich­keiten des öffent­li­chen Lebens als bedeu­tend gilt (zum Vergleich: die Soros-ähnliche Society for Funda­mental Rights hat 60.000 Follower, das unga­ri­sche Helsinki Committee 40.000).

Tamás Gaudi-Nagy wies auch darauf hin, dass Face­book nicht das erste Unter­nehmen ist, das bei der will­kür­li­chen Beur­tei­lung von Meinungen mit zwei­erlei Maß misst und Beiträge mit patrio­ti­schem Inhalt sowie Persön­lich­keiten des öffent­li­chen Lebens verfolgt, die sich für tradi­tio­nelle Werte einsetzen. Zuvor wurde die Social-Networ­king-Seite des Vorsit­zenden der Partei „Mi Hazánk“ („Unsere Heimat“), László Toro­czkai, mit 170.000 Follo­wern blockiert; Toro­czkai hat inzwi­schen einen Rechts­streit gegen Face­book in erster Instanz gewonnen.

Weil Tamás Gaudi-Nagy außerdem zwei sieben­bür­gi­sche unga­ri­sche Akti­visten, István Beke und Zoltán Szőcs, vertei­digte, die 2018 von einem rumä­ni­schen Gericht unschuldig wegen „Terro­rismus“ verur­teilt wurden, entfernte Face­book seinen Beitrag und blockierte ihn für 30 Tage.

Nach Ansicht des Anwalts werden in naher Zukunft immer mehr national enga­gierte Personen des öffent­li­chen Lebens damit konfron­tiert sein, da die Wahlen näher rücken, und es ist daher unver­meid­lich, dass Face­book zum Schutz der Meinungs­frei­heit in Ungarn gesetz­lich regu­liert wird.

Quelle: Magyar Nemzet

Vor sieben Jahren: Gaudi-Nagy, damals Abge­ord­neter der Jobbik, wirft die EU-Flagge als „Symbol des Kolo­nia­lismus“ aus dem Fenster des unga­ri­schen Parlaments


1 Kommentar

  1. Habe Sympa­thie für sein anliegen, muss aber gleich­zeitig drauf hinweisen das es andere Portale gibt welche nicht zensieren und sperren. Und Mann sollte gerade diese Portale unter­stützen damit Sie gegen die Monopol Giganten bestehen können. Das gleiche gilt auch für diese Seite. Ober­halb sind Twitter, Face­book und Whatsapp. Dies sollten boykot­tiert werden von alle selb­ständig denkende Menschen.

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