Red Bull Racing Werbe­spot: von Schloss zu Schloss in CZ & SK

Red Bull Formel 1 auf der Karlsbrücke in Prag · Foto: Red Bull Racing Honda/Twitter

Der mit inno­va­tiver Film­technik gedrehte Werbe­spot ist sieben Minuten lang

Das Team Red Bull Racing hat einen Werbe­spot mit dem Titel Castle to Castle veröf­fent­licht, in dem ein Formel-1-Auto durch ikoni­sche Orte in Tsche­chien und der Slowakei rast.

Obwohl es während der Dreh­ar­beiten im Zentrum von Prag einige Kritik gab, verstand das Unter­nehmen den Werbe­spot nicht nur als Instru­ment für seine Werbung, sondern auch als Förde­rung des tsche­chi­schen und slowa­ki­schen Kulturreichtums.

Im April dieses Jahres dröhnte der Motor des Formel-1-Autos von Red Bull im Zentrum von Prag. Damals machten ein Teil der Öffent­lich­keit und einige tsche­chi­sche Filme­ma­cher auf die mögliche Beschä­di­gung der histo­ri­schen Karls­brücke aufmerksam, vor allem aber auf die als umstritten ange­se­hene Entschei­dung, die Brücke für kommer­zi­elle Zwecke vermieten zu dürfen.

„Es war eine Stan­dard­an­frage, so wie bei einigen Filmen, wie Spiderman, Anthro­poid und anderen“, kommen­tierte der Stadtrat von Prag 1, Richard Bureš.

„Auch wenn der F1-Wagen über das histo­ri­sche Pflaster in der Nähe der Prager Burg fährt oder den Sand im Natur­schutz­ge­biet Lednice-Valtice (Eisgrub-Felds­berg) durch­wir­belt, haben die Filme­ma­cher keine Spuren hinter­lassen, sondern eine unaus­lösch­liche Hommage an das reiche Kultur­erbe der Tsche­chi­schen und Slowa­ki­schen Repu­blik“, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung des Unternehmens.

Das Ergebnis der unkon­ven­tio­nellen Dreh­ar­beiten kam in Form von mehr als sieben Minuten tsche­chisch-slowa­ki­scher Action an. Neben dem F1-Auto spielen auch attraktiv einge­fan­gene touris­ti­sche Schau­plätze in Tsche­chien und der Slowakei die Haupt­rolle des Spots. In einer Zeit, in der sich der Tourismus in beiden Ländern vom vernich­tenden Schlag der Coro­na­virus-Pandemie erholt, sehen einige den Spot zudem als poten­zi­ellen Segen für die Reisebranche.

Der F1-Wagen fährt zum Beispiel auch um die dreh­bare Statue von Franz Kafka von David Černý, die Prager Burg, die mähri­schen Wein­berge, das Gebiet Lednice-Valtice (Eisgrub-Felds­berg), aber auch Denk­mäler und Land­schaften in der Slowakei. Als Kulisse für die atem­be­rau­benden Aufnahmen dienten die Tatra oder das Zentrum von Bratis­lava (Press­burg).

Dort trifft F1-Pilot David Coult­hard, der Gewinner von drei­zehn F1-Grand-Prix, auf den tsche­chi­schen Kunst­flug­pi­loten Martin Šonka.

„Ein flie­gendes Flug­zeug nur ein paar Meter über dem Kopf zu haben, war eine außer­ge­wöhn­liche Gele­gen­heit, die man so nicht erleben wird“, sagt Coulthard.

„Es hat seine Tücken, und es ist wirk­lich nicht einfach“, fügt Šonka hinzu.

„In dem Moment, als wir direkt über­ein­ander waren, haben wir nicht viel vonein­ander gesehen. Wir konnten den anderen nur in der Peri­pherie sehen, weil wir beide eine einge­schränkte Sicht hatten“, sagt der tsche­chi­sche Kunst­flug­pilot und fügt hinzu, dass er während des Fluges nach vorne schauen musste, um die Höhe abschätzen zu können.

Wegen seines Helms und der Kopf­be­de­ckung konnte Coult­hard seinen Kopf nicht heben. Er konnte nur am Spiegel, der am Lenkrad befes­tigt war, den Abstand zwischen Auto und Flug­zeug vergleichen.

Quelle: Novinky.cz / Remix News


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