Repres­sion: Nach­richten aus Transkarpatien

Straßenszene aus Ungvár 1913 (Nagyhid utca)

Am Dienstag, dem 1. Dezember, durch­suchten die ukrai­ni­schen Sicher­heits­dienste (SBU) das Haupt­quar­tier zweier unga­ri­scher Kultur­ver­bände in Ungvár (ukr. Usch­gorod, dt. Ungwar) und Beregs­zász (ukr. Bere­gowo, dt. Bergsaß) in Trans­kar­pa­tien, einer Region, die histo­risch zu Ungarn gehörte und in der heute noch 150.000 ethni­sche Ungarn leben. Den beiden Verbänden wurde vorge­worfen, sie würden beab­sich­tigen, „die terri­to­riale Einheit [der Ukraine] zu zerstören und eine Ände­rung der Grenze mit Gewalt durchzuführen“.

Auch unga­ri­sche Gemein­de­räte in der Gemeinde Szürte (ukr. Siurte) – ein Dorf mit 1.300 Einwoh­nern, 12 km von der unga­ri­schen Grenze entfernt – sollen beschul­digt worden sein, sie hätten bei der Einwei­hung des Stadt­rats im vergan­genen Oktober die unga­ri­sche Natio­nal­hymne gesungen.

Quelle: Visegrád Post

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