Russia Today: Konten gekün­digt – Krieg gegen die Meinungs­frei­heit voll entbrannt!

Foto: Bundesarchiv / Wikimedia Deutschland

Von Pommes Leibo­witz *

Der Krieg gegen die Meinungs­frei­heit wird inzwi­schen auf allen Ebenen geführt, auch auf der kommer­zi­ellen. Nicht nur Twitter- und Youtube-Konten werden gelöscht, auch Bank­konten werden aufge­löst und Verträge gekündigt.

Aktuell wurden RT (Russia Today) die deut­schen Konten gekün­digt. Leider kein Einzel­fall. Die Liste der kommer­zi­ellen Diskri­mi­nie­rung ist mitt­ler­weile lang geworden. Mit dabei sind so bekannte Namen wie Donald Trump (Deut­sche Bank), die Desi­de­rius Erasmus-Stif­tung, der Autor Akif Pirinçci, der Vlogger Tim Kellner und – nomen est omen – die Verei­ni­gung der freien Medien. Das sind nur ein paar der bekann­teren Namen, also die Spitze des Eisbergs. Auf allen verfüg­baren Ebenen wird Druck auf Meinungs­gegner ausgeübt.

„Kauft nicht bei Juden“ ?

Die Paral­lelen zur Entwick­lung in Deutsch­land vor und nach 1933 sind ebenso frap­pie­rend wie erschre­ckend. Auch damals begann es nicht mit Verhaf­tungen, Folter und Mord, sondern mit Diskri­mi­nie­rung, Hetze und Zensur.

Auch damals wurde angeb­liche „Greu­el­hetze“ von Meinungs­geg­nern (aktuell als „Hass­rede“ bezeichnet) zum Anlass genommen, ständig neue Straf­tat­be­stände zu schaffen, die schließ­lich im soge­nannten „Heim­tück­e­ge­setz“ zusam­men­ge­fasst wurden, mit dem Kritik an der Regie­rung verhin­dert werden sollte. „Greu­el­hetze“ ist original Nazi-Ton, „Hass­rede“ original PC-Ton. Die Begriffe wandeln sich, die Inten­tionen und der dahin­ter­ste­hende Geist  bleiben.

Staat­liche Zensur und Hetze ebenso wie die Rechts­ver­fol­gung Anders­den­kender wurde als notwendig im Kampf gegen die angeb­liche „Hetze“ von Meinungs­geg­nern im In- und Ausland – u. a. einem imagi­nären Welt­ju­dentum – legi­ti­miert. Ähnlich­keiten zum Netz­durch­set­zungs­ge­setz (der „schüch­ternen“ Ankün­di­gung dessen, was noch kommen mag) sind aber selbst­ver­ständ­lich rein zufällig.

Die poli­ti­sche Enthem­mung schreitet mit immer größer werdenden Schritten voran. Und damals wie heute heult das große Kapital mit den Wölfen!

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei PHILOSOPHIA PERENNIS, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


*) Über den Autor:

Studium der Wirt­schafts­wis­sen­schaften, danach als Analyst im Marke­ting eines globalen Konzerns tätig gewesen. Inzwi­schen selb­ständig. Zeit­weise bei den Piraten und als Internet-Akti­vist unter­wegs, dabei diverse Kampa­gnen und poli­ti­sche Stra­te­gien entwi­ckelt. – „Pommes Leibo­witz“ ist eigent­lich eine Kunst­figur (inklu­sive der Kari­katur meines Konter­feis), die ich streng von meinem Berufs- und Privat­leben trenne und die dadurch Dinge zu sagen und zu hinter­fragen vermag, die heut­zu­tage die soziale Vernich­tung und allemal Hass­ex­zesse zur Folge haben können. Ich sehe mich dabei als Kolum­nisten in Wort und Bild (Photo­shop), der sich eher Fragen des Zeit­geistes als konkreten, aktu­ellen Ereig­nissen widmet.

pommes-leibowitz.com


4 Kommentare

  1. 1. Dank an Kommen­tator „Kami Katze“ für die histo­ri­sche Rich­tig­stel­lung! 2. Wer selber meint, konser­vativ zu sein und natio­nale Werte zu vertreten, sollte sich drin­gend mit der wahren Geschichte des zweiten Welt­krieges beschäf­tigen und nicht der Propa­ganda derer folgen, die uns das alles antun. Sonst gehören Sie, ob absicht­lich oder nicht, zu denen!

  2. Obiges Foto wurde m.W. Am 1. April 1933 gemacht. Das war ein Samstag, also Shabbat, an einem Shabbat darf ein gläu­biger Jude nicht arbeiten, er darf streng genommen noch nicht mal Licht anma­chen. Dieser Tag wurde absicht­lich gewählt, um den wirt­schaft­li­chen Schaden für jüdi­sche Geschäfte äußerst gering zu halten. Der Boykott dauerte einen halben Tag und vor den Geschäften waren unifor­mierte Wachen aufge­stellt, um Schäden zu verhindern.
    Auslöser für diese Aktion waren voran­ge­gan­gene massive Boykott­auf­rufe gegen deut­sche Geschäfte und Waren: KAUFT NICHT BEI DEUTSCHEN. Wer mit deut­schen Waren handelte, wurde als Hitle­rist diffa­miert, die Waren wurden vernichtet. Insbe­son­dere in England und Amerika. Daher wohl auch der Aufdruck auf den Plakaten DEUTSCHE WEHRT EUCH.

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