Russ­land heute: Der Blick von innen oder: eine kalte Dusche für leicht­gläu­bige deut­sche Patrioten

Militärparade am 9. Mai in Moskau – Screenshot: YouTube

Von Dr. phil. Svet­lana Pankratz, Histo­ri­kerin

Als Angela Merkel am 11. Januar auf Einla­dung des Präsi­denten Wladimir Putin nach Moskau flog, dachten manche naiver­weise, das könne was mit dem Auslaufen des Versailler Vertrags am 10. Januar 2020 zu tun haben.

Zum Beispiel stand auf der Internet-Seite watergate.-tv folgendes: „Die Gespräche in Moskau könnten für Deutsch­land und Europa inter­es­sant werden, sollten die Sieger­mächte ein Inter­esse daran haben, Deutsch­land nach über 100 Jahren wieder in einen souve­ränen Stand zu versetzen“.

Das Gleiche wieder­holte sich, als Anfang Februar eine Meldung darüber erschien, Putin wolle die Welt­mächte zu einem Treffen auf höchster Ebene nach Jalta einladen. Man begann wieder über eine Ände­rung der Nach­kriegs­ord­nung zu speku­lieren, wonach Deutsch­land und Europa neu orga­ni­siert werden könnte, sobald die Sieger­mächte das sich wünschten. Naive Träu­me­reien!

In Wirk­lich­keit wollte Putin die Konfe­renz zu einem ganz anderen Zweck einbe­rufen. Die Moskauer Deut­sche Zeitung gab am 03.02.2020 bekannt: „Russ­land nutzt den Jahrestag der Jalta-Konfe­renz, um an die Rolle der Sowjet­union bei der Befreiung Europas vom Faschismus zu erin­nern. Am 9. Mai will Kreml­chef Wladimir Putin den Sieg der Sowjet­union über Hitler in Moskau mit der größten Mili­tär­pa­rade der russi­schen Geschichte begehen – mit Staats- und Regie­rungs­chefs aus aller Welt.“

„Putin meint“, so die Zeitung weiter, dass „die Zeit reif dafür sei, ange­sichts der Viel­zahl inter­na­tio­naler Probleme die Welt­mächte erneut zu einem großen Gipfel an einem Tisch zu bringen,“ um zu erklären, dass Russ­land als „Groß­macht den Prozess hin zu einer multi­po­laren Welt aktiv mitge­stalten wolle. (Moskauer Deut­sche Zeitung, 03.02.2020).

Warum verbinden die deut­schen Patrioten so viele Hoff­nungen mit der Person Putin? Wahr­schein­lich weil sie ihn idea­li­sieren, für einen vorbild­li­chen Präsi­denten halten, der sich so richtig um das eigene Volk kümmern und im Gegen­satz zum links-libe­ralen Europa eine natio­nal­be­wusste Politik betreiben würde. Das glauben die deut­schen Patrioten offenbar gerne. Doch das ist es ein Irrtum, dem die Unkenntnis der russi­schen Realität zugrunde liegt.

Unsere Korre­spon­denten schreiben uns, dass die Kreml-Propa­ganda gezielt und absicht­lich das „gute“ Russ­land dem „schlechten“ Westen entge­gen­setzt. In Moskau werden Mili­tär­pa­raden abge­halten – in Europa „Schwu­len­pa­raden“. In der russi­schen Werbung sieht man euro­päi­sche Gesichter – in Deutsch­land sind sie eher die Ausnahme. In der Realität aber sieht man auf den Kinder­spiel­plätzen in Moskau sehr viele asia­tisch ausse­hende Kinder. Was den massen­haften Zustrom der Migranten aus Asien bis jetzt noch eini­ger­maßen im Rahmen gehalten hat war die andau­ernde wirt­schaft­liche Flaute im Lande, keines­wegs aber die natio­nale Politik des Kremls. Diese ist nämlich ebenso multi­kul­tu­rell wie im Westen, nur wird sie von patrio­ti­schen Phrasen erfolg­reich über­tönt.

Aber Patrio­tismus ist in Russ­land unter Putin Groß­macht­po­litik, gepaart mit Größen­wahn. Es ist ein Art der Agita­tion, die zur Selbst­täu­schung neigt. Es ist eine massive und kitschige, alle Lebens­be­reiche durch­drin­gende Über­be­to­nung des Landes als Welt­macht, wobei die Menschen im Lande selbst immer mehr in den Hinter­grund treten, verarmen, und in ihren Rechten einge­schränkt werden. Das Ganze wird von einer unauf­hör­li­chen Propa­ganda über mili­tä­ri­sche oder sons­tige Möglich­keiten verstärkt. So die Meinung der russi­schen Autoren-Publi­zisten.

Sie vergessen dabei aller­dings zu erwähnen, dass in Russ­land auch heute der Chau­vi­nismus gedeiht, dessen Wurzeln weit zurück in dem Pansla­wismus des 19. Jahr­hun­derts reichen. Vor der Revo­lu­tion gedieh er in der russi­schen „Intel­li­gen­zija“; nach der Revo­lu­tion wurde er durch den vermeint­li­chen Inter­na­tio­na­lismus getarnt; heute unter Putin wird er ganz offen kulti­viert und in alle Bevöl­ke­rungs­schichten getragen.

Das Wich­tigste aber, das die deut­schen Patrioten wissen sollten, ist der Umstand, dass der Nürn­berger Prozess für die Russen so etwas wie die Heilige Schrift für die Gläu­bigen ist. Alle Anschul­di­gungen, die im Prozess gegen das Dritte Reich erhoben wurden, sind gültig für alle Zeiten und dürfen nicht ange­zwei­felt werden. Jegliche Versuche, die Urteile zu revi­dieren oder zu verneinen, werden umge­hend unter­bunden, bis hin zur Anwen­dung von Straf­maß­nahmen. Auch die kollek­tive Schuld der Deut­schen darf nicht ange­zwei­felt werden.

Wie auch unter Stalin wird die Geschichte des Zweiten Welt­krieges, genau­ge­nommen die Zeit­spanne 1941–1945, die auf sowje­ti­sche Weise weiterhin „Der Große Vater­län­di­sche Krieg“ genannt wird, als Kampf des russi­schen Volkes gegen die deut­schen Okku­panten ausge­legt. So eine Sicht auf die Geschichte des 20. Jahr­hun­derts über­lappt völlig das anti­kom­mu­nis­ti­sche Motiv im Kampf Deutsch­lands und seiner Verbün­deten gegen das bolsche­wis­ti­sche UdSSR-Regime. Hitlers Ringen mit dem Marxismus bzw. Kommu­nismus im eigenen Land, also mit der von Stalin gelenkten Kommu­nis­ti­schen Inter­na­tio­nale, und dann mit dem kommu­nis­ti­schen Stalin-Regime selbst, wird ledig­lich als „Auslö­schung der minder­wer­tigen Rassen“ inter­pre­tiert.

Von der russi­schen Histo­rio­gra­phie wird die Tatsache völlig igno­riert, dass der Zweite Welt­krieg für den Groß­teil der Russen, sowie der Einwohner der natio­nalen Repu­bliken (die die Bolsche­wiken 1920–1923 annek­tiert und sowje­ti­siert haben) wie ein zweiter Bürger­krieg war. Und zwar deshalb ein zweiter Bürger­krieg, weil auf der Seite der deut­schen Wehr­macht in den Jahren von 1941 bis 1945 bis zu 1,5 Mio. sowje­ti­scher Bürger verschie­dener Natio­na­li­täten, Kampf­ver­bände aus sowje­ti­schen Kriegs­ge­fan­genen sowie Emigranten aus dem ehema­ligen Zaren­reich (Euro­päi­sche Frei­wil­lige) kämpften.

Gewiss wehren sich viele bedacht­same Menschen in Russ­land gegen die aggressiv-lügne­ri­sche Propa­ganda bei der Darle­gungs­weise der Prozesse, die im Zusam­men­hang mit der Entste­hung und dem Zusam­men­bruch des Dritten Reiches abliefen. In den 90er Jahren trat eine Reihe Autoren (Geschichts­for­scher, Jour­na­listen, Persön­lich­keiten des öffent­li­chen Lebens) in Erschei­nung, die sich sehr gewis­sen­haft mit dem Thema befassten. Das waren: O.J. Plenkow – Prof.Dr.phil. (Geschichte); Andrej Wasiltschenko – Dr.phil. (Geschichte), Histo­riker und öffent­li­cher Akti­vist; K.A. Salesski – Histo­riker und Jour­na­list; S.I. Werewkin – Schrift­steller; Kirill Alek­san­drow – Dr.phil. (Geschichte).

Ihre Stimmen aber wurden von einer gren­zen­losen Hetze gegen die Deut­schen über­tönt, die Legionen bezahlter Propa­gan­disten über die Fern­seh­an­stalten in die Köpfe der Zuschauer gebracht wurde und so sehr an die Kriegs­pro­pa­ganda längst vergan­gener Zeiten erin­nerte. Und diese Propa­ganda, die ganz in der sowje­ti­schen Tradi­tion stand, betreibt man heute unter dem Motto „russi­scher Patrio­tismus“.

2014 ließ Putin Denk­mäler zum Ange­denken an die Opfer der stali­nis­ti­schen Massen­ver­bre­chen errichten, worüber RT-Russia News auch welt­weit berich­tete. Damals verkün­dete Putin: „Niemand wird daran gehin­dert, seine Meinung auszu­drü­cken, niemand wird dafür verhaftet oder in ein Lager geschickt, wie es im Jahr 1937 zur Zeit des stali­nis­ti­schen Terrors war.“ (FAZ, 19.04.2014, S. 2)

Schon zwei Wochen danach „vergaß“ er sein Verspre­chen. Am 9. Mai 2014 – zum Tage des Sieges über das Deut­sche Reich – wurde der Artikel gegen die „Reha­bi­li­tie­rung des Nazismus“ in das Straf­ge­setz­buch aufge­nommen. Unter diesen Artikel kann jeder fallen, der irgend­eine Infor­ma­tion verbreitet, die für nicht lini­en­treu befunden wird. Der Schul­dige wird entweder mit einer Geld­zah­lung oder mit bis zu 3 Jahren Zwangs­ar­beit bzw. Frei­heits­entzug bestraft.

Hier nur ein Beispiel von vielen: Der Histo­riker Kyrill Alek­san­drow schrieb eine Disser­ta­tion zum Thema „Russi­sche Frei­heits­be­we­gung“. Seinen Forschungs­er­geb­nissen zufolge standen unter dem Wlassow-Kommando Ende April 1945 de jure etwa 120.000 Mann. Der Histo­riker kam zur Erkenntnis, dass die Wlassow-Bewe­gung ein sozialer Protest gegen den Stali­nismus war. Für diese wissen­schaft­liche Erkenntnis beschul­digte man ihn des Extre­mismus und der Geschichts­fäl­schung und ihm wurde der Doktor­titel entzogen!

Aber die Hexen­jagd auf die „Revi­sio­nisten“ beschränkt sich nicht nur auf russi­sches Terri­to­rium. Beispiel Prag, wo Anfang April – kurz vor dem Tag des Sieges – der Ober­bür­ger­meister in Abstim­mung mit den zustän­digen Poli­ti­kern die Entschei­dung traf, eine Statue des sowje­ti­schen Befehls­ha­bers Konew zu demon­tieren. Die Statue wurde zu Zeiten des kommu­nis­ti­schen Regimes aufge­stellt. Anstatt der Statue ließ man eine Gedenk­tafel mit Namen der in den Mai-Kämpfen 1945 in Prag gefal­lenen Wlassow-Soldaten aufhängen.

Die Besei­ti­gung der Konew-Statue wurde in Russ­land als Versuch ange­sehen, das Andenken an den Krieg zu zerstören und seine Ergeb­nisse umzu­schreiben. Gegen die Verant­wort­li­chen (in Prag) leitete das „Unter­su­chungs­ko­mitee der Russi­schen Föde­ra­tion“ Straf­ver­fahren „wegen öffent­li­cher Schän­dung von Symbolen des mili­tä­ri­schen Ruhms Russ­lands“ ein. Zudem sollen Straf­ver­fahren „gegen die Sympa­thi­santen der Russi­schen Befrei­ungs­armee“ einge­leitet werden, schrieb Dmitri Steschin, Sonder­kor­re­spon­dent der Zeitung KP.

Für Putin und seine Umge­bung ist die Sowjet­union der „Haupt­sieger“ im Zweiten Welt­krieg, und sie reagieren sehr empfind­lich darauf, wenn das im Westen nicht geson­dert erwähnt wird. Wie in einem Artikel von ZEIT ONLINE vom 10. Mai 2020 steht, ist Russ­land darüber empört, dass das Weiße Haus in Washington in Face­book nur Groß­bri­tan­nien und die USA als Sieger im Krieg benannt habe. Die Regie­rung in Moskau wolle deshalb „ein ernst­haftes Gespräch“ mit Washington suchen, hieß es aus dem Außen­mi­nis­te­rium. In Putins Russ­land will man, dass die Russen überall und immer als Befreier von der „faschis­ti­schen Pest“ gerühmt werden. Das verleiht ihnen in den eigenen Augen inter­na­tio­nales Gewicht. Auch deshalb tingeln in letzten Jahren die „Unsterb­li­chen Regi­ments“ durch die euro­päi­schen Länder und betreiben eine anti­deut­sche Propa­ganda, die seit jeher von stali­nis­ti­schen Propa­gan­disten betrieben wurde. Und die russi­schen Massen­me­dien sind voll Jubel darüber.

Im Putins Russ­land zählt Stalin als „Befreier Europas“. Die Verherr­li­chung „seines Sieges“ über Deutsch­land ist fast zur Staats­re­li­gion geworden und die Vereh­rung der im Kriege gefal­lenen Soldaten verwan­delte sich in einen Toten­kult. Dabei bleiben bis heute viele ihrer Gebeine auf den Schlacht­fel­dern liegen – nicht mal in Massen­grä­bern wurden sie bestattet.

Statt­dessen macht man lieber Demons­tra­tionen für „das heilige Gedenken an die Vertei­diger des Vater­landes“. Zum 75. Jahrestag des Sieges errich­tete man im Park Patriot die Domkirche „Aufer­ste­hung Christi“, die zukünf­tige Haupt­kirche der Streit­kräfte Russ­lands. Der Dom ist mit fünf­za­ckigen roten Sternen und sons­tigen Symbolen der Sowjet­macht ausge­schmückt, welche übri­gens 1918–1941 die Geist­li­chen der russi­schen Kirche massen­weise tötete oder inter­nierte.

Wie die russi­schen Medien berichten, sind die Kirchen­fenster aus Abbil­dungen der mili­tä­ri­schen Orden und Medaillen aus unter­schied­li­chen Zeiten der russi­schen Geschichte zusam­men­ge­setzt. Auf dem Areal des Kirchen­kom­plexes plant man eine Galerie als „Weg des Geden­kens“. Hier werden Angaben über mehr als 33 Millionen Soldaten aus dem Großen Vater­lands­krieg darge­stellt – erhal­tene Fotos und persön­liche Gegen­stände, Abzei­chen der Soldaten und Offi­ziere. Für die eisernen Treppen wurden angeb­lich Waffen der Wehr­macht verschmolzen – Pistolen, Gewehre und Kanonen.

Ja, in Russ­land versäumt man keine Gele­gen­heit die Deut­schen öffent­lich zu diffa­mieren. 2017 begann man im Militär-Frei­zeit­park Kubinka mit dem Bau eines „Mini-Reichs­tages“. Für die Urheber der Aktion soll das Projekt den „Sieg über den Nazismus“ symbo­li­sieren. Gemäß einer Aussage von Vertei­di­gungs­mi­nister Sergej Schoigu, wird der Nachbau dazu dienen, „ … dass unsere Junar­misten (Jungen und Mädchen aus der mili­tär­pa­trio­ti­schen Jugend­be­we­gung JUNARM, d. Autorin) nicht irgendwas Zufäl­liges erstürmen können, sondern ein konkretes Objekt“.

Als der deut­sche Außen­mi­nis­te­ri­ums­spre­cher Martin Schäfer sagte, Deutsch­land würde etwas Vergleich­bares zur „Erzie­hung und Ertüch­ti­gung der deut­schen Jugend nicht unbe­dingt bauen, und das gilt auch für die Art und Weise, wie das betrieben wird“, gab man ihm zu verstehen, gäbe es kein Deutsch­land, gäbe es auch keinen Krieg, und er sei gut beraten, sich still zu verhalten.

Bereits am 23. April 2017, ohne das Bauende abzu­warten, veran­stalte das Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium zusammen mit Hundert verschie­denen patrio­ti­schen Gesell­schaften und Vereinen für die Geschichte den Angriff auf Berlin und das Erstürmen des Reichs­tages. Die Aufgabe der Teil­nehmer war es „auf dem Reichs­tags-Gebäude die Flagge der Sowjet­union zu hissen“. Das Spek­takel wurde welt­weit propa­giert, damit man nicht nur die eigene Jugend patrio­tisch erziehe, sondern auch der ganzen Welt zeige, wer eigent­lich die „faschis­ti­sche Hydra“ vernichtet habe.

„Erwartet werden über 7000 Gäste“, – meldeten die Veran­stalter. Sie verspra­chen eine einzig­ar­tige Show – spek­ta­ku­läre Explo­sionen (von Pyro­tech­ni­kern aus „Mosfilm“ bewerk­stel­ligt), Säulen von Flammen, von Flammen erfasste Menschen, Kano­nen­donner, Moto­ren­ge­brüll von Panzern und Flug­zeugen, sensa­tio­nelle Stunts von profes­sio­nellen Darstel­lern. Das Ganze vor einem Hinter­grund mit Bauge­rüst und Baukränen. Die Über­tra­gung der Reichs­tags­er­stür­mung lief im Fern­sehen andert­halb Stunden lang. Die Frag­mente der Sendung kann man sich im youtube.com ansehen.

„Die Veran­stal­tung – mona­te­lang das Haupt­thema der wich­tigsten Medien – erwies sich in Wirk­lich­keit als eine ziem­lich pein­liche und armse­lige Insze­nie­rung. Reich­lich Dreck und Staub, Massen von gelang­weilten Statisten und schlecht gestellte Szenen. Viele Teil­nehmer verbrachten die meiste Zeit auf demselben Fleck – mit Herum­stehen oder Herum­sitzen. Der Höhe­punkt des Spek­ta­kels: Die Rotar­misten rannten über das offene Gelände zum „Reichs­tags­ge­bäude“. Auch der Nachbau vom Reichstag miss­glückte – so Ilja Warlamow im Artikel „Bei Ihnen klebt der Reichstag nicht mehr!“.

Zurzeit wird Russ­lands Verfas­sung um den Artikel zum „Schutz der histo­ri­schen Wahr­heit“ erwei­tert, beispiels­weise der „Wahr­heit“ über das Massaker von Katyn. Obwohl schon das inter­na­tio­nale Mili­tär­tri­bunal in Nürn­berg die sowje­ti­schen Versuche zurück­wies, das Katyn-Verbre­chen der Wehr­macht anzu­lasten, blieb und bleibt in UdSSR-Russ­land die NKWD-Lüge weiterhin als „unwi­der­leg­bare Tatsache“ bestehen.

Wir erin­nern uns – im November 2010 nahm die Staats­duma eine Erklä­rung „Über die Tragödie von Katyn und ihre Opfer“ an, in der klar und deut­lich zuge­geben wurde, dass „Das Verbre­chen von Katyn … auf direkte Anwei­sung von Stalin und anderen sowje­ti­schen leitenden Poli­ti­kern hin verübt wurde“. In seiner Entschei­dung stützte sich die Staats­duma auf ein Gutachten der Russi­schen Akademie der Wissen­schaften aus dem Jahre 1993, das auf den Beschluss der Haupt­mi­li­tär­staats­an­walt­schaft Russ­lands erfolgte.

Was war da los! Ein Enkel von Stalin reichte beim Gericht eine Klage ein, er verlangte, dass die Staats­duma die Erklä­rung zurück­zieht und er selbst 100 Mio. Rubel als Wieder­gut­ma­chung ausge­zahlt bekommt. Das Gleiche wurde auf der Inter­net­seite der Kommu­nis­ti­schen Partei gefor­dert. Es erschienen mehrere Publi­ka­tionen, in denen die Autoren eifrig den „Mythos“ wider­legten, der NKWD hätte die polni­schen Offi­ziere erschossen. In ihnen wurde behauptet, die „hoch­ge­heimen“ Doku­mente aus Polit­büro des ZK der KPdSU seien gefälscht worden und die Experten seien Lügner. Die Erklä­rung der Staats­duma wurde als „scho­ckie­rend“ und „hetze­risch“ beschimpft. Und viele Russen halten die Erklä­rung für einen „sitten­wid­rigen und prin­zi­pi­en­losen Akt der natio­nalen Demü­ti­gung“.

Die Erklä­rung wurde nicht zurück­ge­zogen. Dennoch vertei­digen auch heute noch Tausende Teil­nehmer verschie­dener Foren mit rasender Wut den Stali­nismus und bezeichnen schon allein die Frei­gabe der Doku­mente über die Massen­morde als Verrat.

Anders ist es auch nicht möglich, denn die Schul­bü­cher und das Internet sind voll mit Beispielen von irrealer Bruta­lität der deut­schen Soldaten im Krieg. Es erscheinen Bücher fürs breite Publikum, die der „Hitler­schen Vernich­tungs­po­litik“ in den okku­pierten Gebieten der UdSSR gewidmet sind. So der Direktor der Stif­tung „Histo­ri­sches Gedächtnis“, Mitar­beiter des Insti­tuts für Geschichte bei der Russi­schen Akademie der Wissen­schaften, Alex­ander Djukow. 2007 erschien sein Buch „Wofür kämpften die sowje­ti­schen Menschen“, 2014 wurde das Buch neu verlegt.

Darin beschreibt er ausführ­lich – mit Auszügen aus „Doku­menten und Erin­ne­rungen der Augen­zeugen“ – Verbre­chen der deut­schen Soldaten auf dem russi­schen Boden. Viele (wenn nicht sogar alle) Beispiele sind dem 1973 gedruckten Buch „Ende des Dritten Reichs“ von W.I. Tschuikow entnommen, der übri­gens für sowohl eigen­hän­dige als auch befeh­ligte Erschie­ßungen der eigenen Soldaten und Offi­ziere im Krieg bekannt ist. Die im genannten Buch beschrie­benen Verbre­chen sind so unglaub­lich mons­trös, dass sogar der erschüt­terte russi­sche Leser Zweifel bekommt. (gercenovec.livejournal.com/14685.html)

Aber Auszüge aus solchen Büchern verbreiten sich im Internet, mit beispiels­weise solchen grotesken Über­schriften (hier wort­wört­lich) «Zum Spaß schnitten sie Nase und Ohren ab und zerdrückten die Panzer mit Raupen: Die Haltung der Deut­schen gegen­über sowje­ti­schen Kriegs­ge­fan­genen».

Ferner wurden auf der Webseite «История.РФ» (histrf.ru/) Foto­ko­pien von Doku­menten des Zentralen Archives des Vertei­di­gungs­mi­nis­te­riums einge­stellt, die der „Befreiung“ Europas durch die Rote Armee gewidmet sind. „Es ermög­licht nicht nur den Wissen­schaft­lern und Sach­kun­digen, sondern auch den Geschichts­in­ter­es­sierten sowie den breiten Massen, diesen Stoff für die Verewi­gung der Helden­taten unserer Soldaten zu verwenden, die Europa Frieden gebracht und die Völker vor deren Vernich­tung gerettet haben“ – so steht es in der Erläu­te­rung.

Unter anderem gibt es dort Meldungen über die Befreiung der soge­nannten „Todes­lager“. Zum Beispiel, „Akt der Polit­ver­wal­tung der 1. Weiß­rus­si­schen Front über die Gräu­el­taten der deutsch-faschis­ti­schen Verbre­cher im KZ Sobibor – erstellt und unter­schrieben am 22. Juli 1944 von zwei Obersten, einem Major und zwei Kapi­tänen.

Sie schreiben, dass im KZ Sobibor, Woiwod­schaft Lublin, vom Juli 1942 bis Juni 1943 (also in 365 Tagen) die Deut­schen „auf dem Feuer“ um die 1 Million Menschen verschie­dener Natio­na­li­täten verbrannten. Jeden Tag 1.000 Menschen.“

Eine selt­same Arith­metik, bei der die Multi­pli­ka­tion von 365 mit 1.000 nicht 365.000, sondern 1 Million ergibt. Abge­sehen davon, dass es völlig unmög­lich wäre, jeden Tag 1.000 Leichen im Feuer zu verbrennen, auch nicht in einem Krema­to­rium.

Die propa­gan­dis­ti­sche Aggres­si­vität gegen­über dem deut­schen Volk, ange­fangen mit dem Verschweigen seines Beitrages zur Entwick­lung und Formung Russ­lands, bis hin zur Dämo­ni­sie­rung der Deut­schen im Zusam­men­hang mit dem Krieg 1941–1945, hat nie aufge­hört. Im Russ­land Putins wird sie noch flei­ßiger betrieben. Beson­ders in Zeiten um die Jubi­läen zu Kriegs­er­eig­nissen über­steigt die anti­deut­sche Propa­ganda-Hysterie alles auch nur Erdenk­liche.

Das Ergebnis ist, dass „unkri­ti­sche Menschen sich schnell aufregen und den Hass auf die ganze deut­sche Nation über­tragen. Leider sind es sehr viele. Die Propa­ganda in Russ­land, die den Sieg über die Deut­schen zum Haupt­thema macht, rechnet leider genau mit zahl­rei­chen solchen Leuten.“ – schreibt Dmitry Sawwin auf der Seite harbin.lv.

Russ­land­deut­sche mit abge­lehnten Anträgen auf die Aufnahme in Deutsch­land müssen in einer Atmo­sphäre des Hasses leben. Im Internet auf rd-zeitung.eu wurde ein Brief von Alex­ander Schulz, dessen Vater 1936 aus Ukraine nach Kasach­stan depor­tiert und 1942 erschossen wurde, veröf­fent­licht. Ende 90er siedelte er aus Kasach­stan nach Russ­land über.

5 Jahre lang wollte man nicht mal seinen Antrag auf die Einbür­ge­rung in Russ­land annehmen.

Er schreibt: „Und nun erleben wir in Russ­land die Zeit, in der man den Stali­nismus und die Repres­sionen lobt und rühmt, anstatt sie zu verur­teilen. Meine Familie hat wieder Angst, sich als Deut­sche auszu­geben und den Namen Schulz zu tragen. Mit einem deut­schen Namen bin ich in Russ­land „Faschist“. Fremde Leute zwingen meine Tochter, sich dafür zu entschul­digen, dass sie deutsch ist.

Das TV ergießt sich in Vorwürfe, wonach an allem Unglück in Russ­land der Krieg und die Deut­schen schuldig seien. Es werden Filme gedreht, in denen „Faschisten“ aus Flug­zeugen herab wehr­lose Kinder erschießen. Sogar die deut­sche Zuwen­dung an die noch lebenden russi­schen Kriegs­ve­te­ranen wird im TV als Gnaden­ge­schenk darge­stellt.

Schmerz­lich und belei­di­gend klingen die Aussagen: „Verrecke Fritz“, „Zu gütig war Stalin, ich hätte den Abschaum wie die Toll­hunde erschossen“. Die Drohung „wir können es wieder­holen“ hört man aus allen Rich­tungen. Wenn diese aufge­peitschten Leute zum Handeln über­gehen, kann sich meine Familie nicht retten“, – schreibt Alex­ander.

So ist die Situa­tion im heutigen Russ­land. Deshalb sollen sich die deut­schen Patrioten von ihren Illu­sionen (wie etwa der Befreiung Königs­bergs) trennen und in der Sache der Befreiung Deutsch­lands von den histo­ri­schen Lügen nicht auf Putin setzen. In der Vergan­gen­heit gingen Russ­lands (die UdSSR) Regie­rungen zweimal Bünd­nisse mit Feinden der Deut­schen ein. Heute ist sie eben­falls auf der Seite derje­nigen, die für die fort­wäh­rende Unter­drü­ckung und Verun­glimp­fung der Deut­schen sind.

Noch lebt die Hoff­nung auf ein geist­rei­ches fried­li­ches Russ­land. Hoff­nung darauf, dass es dort noch Menschen gibt, die für die Wahr­heit einstehen werden. Man muss sich aber noch gedulden, bis sich die Wahr­heit dort zum Allge­meingut etabliert.

 

Quelle: Die Russ­land­deut­schen Konser­va­tiven – info-​rdp@​gmx.​de

 

9 Kommentare

  1. „Auch die kollek­tive Schuld der Deut­schen darf nicht ange­zwei­felt werden.“

    Die Schul­digen sind längst verstorben. Die heutigen Deut­schen haben an den Ereig­nissen vor ihrer Geburt nicht teil­ge­nommen und tragen darum keine Schuld daran.
    Jedoch nehmen viele an den unse­ligen heutigen Ereig­nissen teil. Das kann eine neue Schuld begründen, denn wer an Verbre­chen teil­nimmt, ist schuldig.

    Alter­na­tiven sich von der verirrten Masse zu distan­zieren, gibt es. Beispiels­weise kann man ins Kloster gehen …
    … und Schilder malen mit der Botschaft:

    JESUS SAVES

  2. Tief enttäuscht von so viel Haß. Trotzdem bleibe ich dabei das unsere Völker Bluts­brüder sind.
    Schade das wir nie zusammen kommen, denn das was jetzt ansteht wird alle fressen.
    Der Krieg ange­sta­chelt von ein paar Super­rei­chen, welcher uns alle betreffen wird, wird tatsäch­lich alles verän­dern. Die über­stei­gerte Selbst­sicht wird vielen vergehen, ange­sichts dessen was sich sich seit Jahren ankün­digt. Links gegen Rechts gegen Mohs gegen Budhisten gegen Reich gegen Arm gegen gegen gegen, bereitet euch vor, für eure Lieben oder nur euch selbst, bereitet euch vor…

  3. Inter­es­santer Artikel, gerne gelesen. Aber ich sehe es doch etwas anders:
    Um es kurz zu fassen, ist das Land aus meiner Sicht eine Art Drecks­loch, aber mit viel Herz und guten Menschen. Die tatsäch­lich einzige Leis­tung in den letzten hunderten Jahren war der Sieg über Deutsch­land – und auf diese Opfer­be­reit­schaft seiner Vorfahren sollte und muss jeder Russe noch heute stolz sein, da wir damals nicht als Krieger oder Befreier oder Eroberer gekommen sind, sondern als Vernichter.

    Russ­land heute, dass ist der Versuch zu bestehen. Gegen den Sturm der Zeit. Ein Sturm, der mit Reagenz­glä­sern in UNO-Versamm­lungen oder durch insze­nierte Revo­lu­tionen ganze Regionen für Jahr­hun­derte in’s Chaos stürzt. Oder eben subtiler, wie in Deutsch­land, indem man para­sitär die komplette poli­ti­sche und mediale Kaste auf Selbst­ver­nich­tung program­miert.

    Deut­scher Patrio­tismus, das ist bereits Geschichte. Dieses Land, eigent­lich die ganze west­liche Zivi­li­sa­tion, wird erst aus Ruinen wieder aufer­stehen. Die Probleme unserer Zivi­li­sa­tion, sind die über­haupt noch zu lösen? Und wie – mit Gewehren?
    Putin ahnt oder weiß, was da kommen wird; was in Russ­land geschieht ist nichts anderes als die Vorbe­rei­tung auf’s Über­leben, wenn bei uns die Anar­chie ausbricht.

    Ich über­lege ernst­haft, mich nach Russ­land abzu­setzen, bevor es hier richtig losgeht. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, findet unsere Zivi­li­sa­tion gerade sein Ende – die Welt­ge­schichte hat sich entwi­ckelt, weil die Menschen mit Opti­mismus in die Zukunft blickten, mit der Hoff­nung auf eine bessere Zeit: Das ist in unserer Zivi­li­sa­tion komplett abhanden gekommen, ich fürchte mich vor dem was da in 10 oder 20 oder 50 Jahren hier sein wird.

    • Wir sind keines­wegs als Vernichter gekommen! Das ist auch eine Geschichts­lüge. Die Deut­schen haben nur deshalb Krieg mit der Sowjet­union geführt, weil die Sowjets schon aufmar­schiert waren und bereits kurz vor unserer Grenze standen!

  4. Hat leider gar nichts mit der Realität zu tun. Die Fakten sind aus dem Zusam­men­hang gerissen und ins Narrativ gepresst, denn diese Fakten richten sich gegen Nazis, nicht gegen deut­sche. Deut­sche an sich sind in Russ­land ziem­lich hoch ange­sehen. Diverse russ­land-deutsch­stäm­mige Poli­tiker, Wissen­schaftler oder Top-Manager liessen sich sonst nicht erklären. Zu keinem Zeit­punkt in meinem Leben in Russ­land hatte ich je ein Nach­teil ein deut­scher zu sein.

    Dieser Artikel würde nur unter der Voraus­set­zung stimmen, daß die Russen zwischen Deut­schen und Nazis nicht unter­scheiden. Was absolut nicht der Fall ist.

    • Wenn Ihre Version richtig wäre, würde das bedeuten, daß es heute böse Menschen im deut­schen Volk gibt, die Juden vergasen, fremde Völker vernichten, Länder über­fallen und die Welt­herr­schaft anstreben. Denn das ist das Bild, das sich die Menschen von einem „NAZI“ machen.
      Ich habe in meinem ganzen Leben keinen einzigen Menschen getroffen, der so denkt.
      Ich bezweifle sehr, daß Sie einen solchen präsen­tieren können.
      Wenn Putin gegen „NAZIS“ wettert, meint er also Deut­sche.

  5. Einen größeren Unsinn habe ich noch nicht gelesen. Und wer ist eigent­lich Dr. phil. Svet­lana Pankratz?? Ich bin über Jahre lange Zeit in Russ­land unter­wegs und habe eines in Russ­land noch NIE erlebt: Ressen­ti­ment gegen­über Deut­sche. Ganz im Gegen­teil: bei meiner Teil­nahme am ‚Unsterb­li­chen Regi­ment‘ werde ich immer wieder gefragt, warum wir der im 2. WK gefal­lenen deut­schen Soldaten nicht gedenken. Dieser Beitrag entspricht in keinster Weise den Tatsa­chen und ist wieder nur ein Versuch des ‚Russ­land­ba­shing‘. Aus welchen Gründen auch immer.

  6. Frau Histo­ri­kerin……

    Putin idea­li­sieren.…. nein tu ich nicht.
    Aber da ich ……seitdem ich 12 war, damals las ich noch den Spiegel, mir die Politik und Gesell­schaft erlese, weiss ich sehr genau darum …..was ab 1990 in Russ­land geschah.
    Gamals, als die ersten Fabriken einen Teil der „Betriebs­ewinne“ behalten durften und sich die Beleg­schaft eine Sauna baute.…. sich am Anfang einer neuen Konjunktur wähnte. Wie unge­heuer Naiv sie doch alle waren.… mit ihren Träumen und wie wenig sie vom Markt verstanden hatten.
    1 Jahr später ga es die Firmen nicht mehr, sie konnten gegen den Westen mit seiner unge­heuren Schlag­kraft nicht konkur­rieren.
    Und …….ich weiss auch was vorher passierte, ja ich kenne die Geschichte Russ­lands der letzten 500 Jahren eini­ger­massen.

    Und darum sage ich ………noch nie hatte man in Russ­land so viel Lebens­qua­lität wie heute. Denn gerade ab 1917 war sie beson­ders schlecht.
    Noch nie gab es so viel Rechts­si­cher­heit wie unter Putin.…. aber sie denken wir würden den Idea­li­sieren…… nun ja, das machen unsere Sozis mit Stalin, Lenin und Consorten, aber nicht wir mit Putin.
    1990 dachte man das Russ­land in den nächsten 50 Jahren nicht wieder aufer­stehen würde, uns auf ewig als armer Bruder zur Last falle.

    Ich habe mitver­folgt wie die Olig­ar­chen das Land plün­derten, wie die sich Gas und Ölvor­kommen einver­leibten und nicht mal Steuern dafür zahlten, wie Russ­land den IWV einlud um zu beraten wie man dagegen vorgehen könnte.

    Und ich mochte Putin nicht, war aber Gotten­froh das der EX-Geheim­dienst­mann es schaffte die Olig­ar­chen unter Kontrolle zu bringen und das Land zu stabi­li­sieren.

    Putin ist nicht das Wunsch­re­sultat der Bemü­hungen, aber er ist das beste was in 500 Jahren bislang zu haben war.

    Die Schweiz brauchte von 1191 bis 1849 um die Demo­kratie wie wir sie kennen, zu errichten.
    Geben wir Russ­land noch 100 Jahre dazu, das wäre sicher nicht zu gross­zügig.

    Russ­land ist ein so schönes Land……. seine Bewohner empfinde ich als sehr erfri­schend, freund­lich und so wenig poli­tisch korrekt das es mir gut tut.
    Und viele kämpfen ums über­leben und gerade darum sind die so normal geblieben.

  7. Sie warnen zurecht vor einer Idea­li­sie­rung Putins. Er arbeitet natür­lich nicht „für Deutsch­land“ und das deut­sche Volk, sondern für Russ­land und dessen Inter­essen. Und Putin hat auf diesem Weg sehr viel erreicht, wenn auch tw. mit frag­wür­digen Methoden.

    Aller­dings wäre ein Zusam­men­gehen Russ­lands und der Sied­lungs­ge­biete der Deut­schen sehr stark im gemein­samen Inter­esse. Die BRD-Poli­tiker kommen jedoch Russ­land dabei keines­wegs auch nur einen einzigen Schritt entgegen, sie folgen der Agenda des Barnett-Globa­lismus und „Neo“-Liberalismus der inter­na­tio­nalen Finan­zo­lig­ar­chie.
    Daher ist es umso wich­tiger, daß die volks­treue Oppo­si­tion in der BRD und Öster­reich Verbin­dung mit der volks­treuen Oppo­si­tion im russi­schen Volk pflegt.

    Ein kleiner Einwand gegen den Text:
    Der Rußland­feldzug wurde durchaus nicht aus anti­kom­mu­nis­ti­schen Motiven geführt, selbst­ver­ständ­lich auch nicht aus dem Grund, Slawen auszu­rotten und Deut­sche anzu­sie­deln.
    Der Grund war ein rein mili­tä­ri­scher. Stalin stellte die größte Offen­siv­armee an die Grenze und schickte sich an, Europa zu erobern.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here