Schweden stimmt mit Däne­mark überein, dass Teile Syriens nun sicher genug sind, um Asyl­su­chende abzulehnen

Kinder durchqueren eine Öffnung in einem Zaun im Lager al-Hol, das etwa 60.000 Flüchtlinge beherbergt, darunter Familien und Anhänger der Gruppe "Islamischer Staat", viele von ihnen ausländische Staatsangehörige, in der Provinz Hasakeh, Syrien · Fotoquelle: Remix News

Schweden gewährt nicht mehr auto­ma­tisch denje­nigen Asyl, die aus einer der sieben syri­schen Provinzen kommen, in denen sich die Situa­tion verbes­sert hat

Die Sicher­heit in weiten Teilen Syriens hat sich verbes­sert und das wird Auswir­kungen auf Schwe­dens Einwan­de­rungs­system haben. Zu diesem Schluss kommt die schwe­di­sche Migra­ti­ons­agentur in einem Bericht über Syrien vom Februar 2021.

Die schwe­di­sche Migra­ti­ons­agentur ist Schwe­dens Gegen­stück zur däni­schen Einwan­de­rungs­be­hörde. Die Behörde gewährt Asyl und prüft, ob Menschen Anspruch auf Schutz haben.

„Die schwe­di­sche Migra­ti­ons­be­hörde scheint genau die gleiche Einschät­zung der allge­meinen Bedin­gungen in bestimmten Teilen Syriens zu haben wie Däne­mark“, sagte Louise Halle­skov, außer­or­dent­liche Profes­sorin für EU und Menschen­rechte an der Univer­sität Aarhus, gegen­über Jyllands-Posten.

Bereits im März hatte die däni­sche Regie­rung die Entschei­dung getroffen, dass Syrien für syri­sche Migranten sicher ist, und infol­ge­dessen gewährt Däne­mark syri­schen Flücht­lingen kein Asyl mehr.

Schwe­dens neue Haltung zu syri­schen Flücht­lingen kam zustande, weil mehrere däni­sche Berichte in etwa zu demselben Schluss gekommen sind. Die däni­schen Berichte – die unter anderem die Grund­lage dafür bildeten, dass mehr Syrern die däni­sche Aufent­halts­ge­neh­mi­gung entzogen wurde – sind stark kriti­siert worden.

Däne­mark stehe mit seiner Einschät­zung, dass sich die Sicher­heits­lage verbes­sert habe, alleine da, haben mehrere Poli­tiker behauptet. Zudem haben sich Quellen, die in den däni­schen Berichten genannt wurden, scharf von den Schluss­fol­ge­rungen distanziert.

Anders als Däne­mark führt Schweden Syrer, die eine Aufent­halts­er­laubnis im Land erhalten haben, nicht aktiv zurück. Aller­dings gewähren die Schweden nicht mehr auto­ma­tisch Asyl für dieje­nigen, die aus einer der sieben syri­schen Provinzen stammen, in denen die Situa­tion als besser einge­schätzt wird.

Quelle: Remix News


1 Kommentar

  1. Viel zulange hat man den Ansatz der sich wieder abzeich­nenden Norma­lität in den Gebieten des nahen Ostens vernach­läs­sigt, will heißen auf Teufel komm raus Asyl Bescheide geneh­migt. Als Danke­schön ist die Krimi­na­lität von Migranten in den Aufnah­me­län­dern signi­fi­kant gestiegen was man aber offi­ziell bestreitet. Mani­pu­lierte zahlen sollen die Einhei­mi­schen Bevöl­ke­rungen ruhig stellen damit nicht­ehe­liche Migra­tion möglich wird.

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