Serbiens Antwort auf Corona-Impf­terror gegen Tennis-Star Djokovic? Austra­li­sches Berg­bau­un­ter­nehmen verliert Großauftrag

Bekannt­lich ließ sich das Corona-Regime in Austra­lien nicht lumpen und veran­stal­tete eine tage­lange Farce rund um die Einreise des serbi­schen Tennis-Profis Novak Djokovic. Der Welt­rang­listen Erste wurde vor aller Welt­öf­fent­lich­keit bloß­ge­stellt und musste sich wie ein Krimi­neller behan­deln lassen, nur weil er impf­frei in das Land einge­reist ist. Von über­ge­wich­tigen Gesund­heits­po­li­ti­kern und Jour­na­listen musste er sich sogar den Vorwurf gefallen lassen, er sei eine „Gefahr für die natio­nale Gesund­heit“. Nun kam offenbar die Retour­kut­sche für das unwür­dige Verhalten Austra­liens von Seiten der Serben.
Berg­bau­kon­zern Rio Tinto beißt nun auf Granit
Noch im Jahr 2021 erklärte der austra­li­sche Berg­bau­kon­zern Rio Tinto, dass das geplante Lithium-Extrak­ti­ons­pro­jekt im serbi­schen Jadar-Tal eines der wich­tigsten „für die globale Ener­gie­wende“ sei.

Der Weg dorthin war etwas holprig, unter anderem durch eine enorm große Umwelt-Protest­be­we­gung, die massiven Wider­stand leis­tete und das Projekt zu Fall bringen wollte. Doch die Regie­rungs­ko­ali­tion unter Führung der Serbi­schen Fort­schritts­partei hatte sich bisher dagegen gewehrt, in dieser Frage ins Wanken zu geraten.

Unwür­diges Schau­spiel gegen Djokovic

Dann kam die Verun­glimp­fung der Nummer eins der Tennis­welt in Austra­lien. Djokovic war für kurze Zeit in einer Unter­kunft unter­ge­bracht, die norma­ler­weise Flücht­lingen vorbe­halten ist, die auf unbe­stimmte Zeit inhaf­tiert sind, und musste schließ­lich eine poli­tisch herbei­ge­führte und gewollte Nieder­lage vor dem austra­li­schen Bundes­ge­richtshof hinnehmen. Im Laufe der Ereig­nisse wurde sein Visum zweimal annul­liert, zunächst von einem Mitglied der austra­li­schen Grenz­po­lizei, dann von Einwan­de­rungs­mi­nister Alex Hawke. Der Lynchmob war begeis­tert, dass „Novaxx“ Djokovic, die große Bedro­hung für die geimpfte Unschuld Austra­liens, endlich auf dem Heim­flug war.

Die serbi­sche Regie­rung versuchte zu inter­ve­nieren. Präsi­dent Alek­sander Vučić appel­lierte an die Regie­rung Morrison, Djoko­vics Visum nicht zu annul­lieren; die Austra­lian Open waren das Lieb­lings­tur­nier des serbi­schen Tennis­spie­lers, das er schon mehr­fach gewonnen hatte.

Es kam zu einem diplo­ma­ti­schen Zwischen­fall, der eher ein Gemurmel als ein Bellen war. „Serbien wird sich im Einklang mit allen Normen des inter­na­tio­nalen öffent­li­chen Rechts für Novak Djokovic einsetzen“, versprach der serbi­sche Premier­mi­nister. Doch für eine austra­li­sche Regie­rung, die das Völker­recht sowie die allge­meinen Menschen­rechte mit Füßen tritt, war der Aufruf von geringer Bedeutung.

Wo Abraum­halden sind, wächst kein Gras: Serben protes­tieren gegen Rio Tinto

In Serbien erlebte Rio Tinto dann einen herben Schock. Die Regie­rung Vučić, die jahre­lang das Poten­zial des Jadar-Projekts gepriesen hatte, gab es plötz­lich auf. „Alle Entschei­dungen (im Zusam­men­hang mit dem Lithi­um­pro­jekt) und alle Lizenzen wurden für ungültig erklärt“, erklärte die serbi­sche Minis­ter­prä­si­dentin Ana Brnabić am 20. Januar in aller Deut­lich­keit. „Was das Projekt Jadar betrifft, so ist dies ein Ende.“

Branabić betonte etwas unauf­richtig, dass mit dieser Entschei­dung ledig­lich der Wille der Wähler aner­kannt werde. „Wir hören auf unsere Leute und es ist unsere Aufgabe, ihre Inter­essen zu schützen, auch wenn wir anderer Meinung sind.“

Das ist natür­lich für einen serbi­schen Poli­tiker dick aufge­tragen, wenn es von einer Regie­rung kommt, die der Rechen­schafts­pflicht der Indus­trie und der Trans­pa­renz von Inves­ti­tionen feind­lich gegen­über­steht. Dieselbe Regie­rung beschloss auch, mit den Infra­struk­tur­ar­beiten an der Jadarit-Mine zu beginnen, bevor eine Abbau­ge­neh­mi­gung erteilt wurde. Befür­worter wie Savo Mano­jl­ović von der Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tion Kreni-Promeni fragen sich, warum Rio Tinto gegen­über Euro­li­thium, das in der Umge­bung von Valjevo in West­ser­bien graben durfte, bevor­zugt wurde.

Zorana Miha­jl­ović, Serbiens Bergbau- und Ener­gie­mi­nis­terin, zog es vor, der Umwelt­be­we­gung die Schuld zu geben, auch wenn dieses Alibi ein wenig erzwungen wirkte. „Die Regie­rung hat gezeigt, dass sie den Dialog will … (und) die Versuche, die Ökologie für poli­ti­sche Zwecke zu nutzen, zeigen, dass sie (die grünen Gruppen) sich weder um das Leben der Menschen noch um die indus­tri­elle Entwick­lung kümmern.“

Massive Bürger­pro­teste zwangen Groß­kon­zern und Politik in die Knie

Rio Tinto sah sich mit einer beein­dru­ckenden Volks­miliz konfron­tiert, die mobi­li­siert wurde, um die Serben an die verhee­renden Auswir­kungen des geplanten Lithi­um­ab­baus zu erin­nern. Die Gruppe Ne damo Jadar (Wir lassen uns Jadar nicht wegnehmen) hat die Aufmerk­sam­keit ziel­si­cher auf die geheimen Verein­ba­rungen zwischen dem Berg­bau­un­ter­nehmen und Belgrad gelenkt. Zlatko Koka­nović, Vize­prä­si­dent der Gruppe, ist über­zeugt, dass die Mine „nicht nur eine der ältesten und wich­tigsten archäo­lo­gi­schen Stätten Serbiens bedroht, sondern auch mehrere geschützte Vogel­arten, Sumpf­schild­kröten und Feuer­sa­la­mander gefährdet, die ansonsten durch EU-Richt­li­nien geschützt wären.“

Ange­sichts der wenig schmei­chel­haften Umwelt­bi­lanz des anglo-austra­li­schen Unter­neh­mens wurden zahl­reiche Proteste orga­ni­siert und Peti­tionen gestartet, von denen eine bereits 292.571 Unter­schriften erhalten hat. Im vergan­genen Monat orga­ni­sierten die Akti­visten im ganzen Land Versamm­lungen und Märsche, einschließ­lich Straßenblockaden.

Auch Djokovic ist nicht immun gegen die wach­sende grüne Bewe­gung, und sei es nur, um ein paar Worte der Unter­stüt­zung zu sagen. In einem Insta­gram-Story-Post vom Dezember, der ein Bild von Anti-Bergbau-Protesten zeigt, erklärte er: „Saubere Luft, sauberes Wasser und saubere Lebens­mittel sind der Schlüssel zur Gesund­heit. Ohne sie ist jedes Wort über Gesund­heit überflüssig.“

Umwelt­schäden für die „grüne Revolution“

Die Antwort von Rio Tinto auf die Kritiker war die eines verfüh­re­ri­schen Gastes, der beein­dru­cken will: Wir haben Geschenke für die Gouver­neure, die Herr­scher und die Parla­men­ta­rier. Geben Sie uns die Erlaubnis zu graben, und wir werden Sie zum Neid Europas machen, zu grünen und umwelt­freund­li­chen Botschaf­tern der elek­tri­schen Batterie- und Autorevolution.

Die Euro­pean Battery Alli­ance, ein Zusam­men­schluss von Unter­nehmen der Liefer­kette für Elek­tro­fahr­zeuge, betont, dass das Jadar-Projekt „einen wich­tigen Teil der poten­zi­ellen euro­päi­schen Inlands­ver­sor­gung ausmachte“. Die Mine hätte „dazu beigetragen, das Wachstum eines entste­henden indus­tri­ellen Ökosys­tems für Batte­rien in Serbien zu unter­stützen und einen erheb­li­chen Beitrag zum jähr­li­chen BIP Serbiens zu leisten“. Die Gruppe ist sehr wähle­risch und zieht es vor, die heiklen Umwelt­aus­wir­kungen des Projekts zu ignorieren.

Der Berg­bau­gi­gant steht vor verschie­denen Optionen, von denen keine dem Vorstand zusagen würde. In einer Erklä­rung erklärte das Unter­nehmen, es prüfe „die Rechts­grund­lage dieser Entschei­dung und die Auswir­kungen auf unsere Akti­vi­täten und unsere Mitar­beiter in Serbien“. Es könnte schi­kanös versu­chen, Belgrad zu verklagen, ein Schritt, der den ohnehin schon ange­schla­genen Ruf des Unter­neh­mens nicht verbes­sern dürfte. „Es ist sehr unge­wöhn­lich, dass ein großes Berg­bau­un­ter­nehmen einen Staat verklagt“, meint Peter Leon von der Anwalts­kanzlei Herbert Smith Free­hills. „Eine Klage im Rahmen des bila­te­ralen Vertrages ist immer der letzte Ausweg, aber nicht der erste“.

Eine weitere Option für die Anleger inner­halb des Unter­neh­mens ist ein poli­ti­sches Glücks­spiel: die Hoff­nung, dass die Parla­ments­wahlen im April eine Schar von Bergbau-Befür­wor­tern hervor­bringen werden. Bis dahin wird die öffent­liche Abnei­gung gegen austra­li­sche Ange­le­gen­heiten nach­ge­lassen haben. Es ist jedoch unwahr­schein­lich, dass die serbi­sche Umwelt­be­we­gung ihre Kampagne aufgibt. Das Zeit­alter der Straf­frei­heit im Bergbau dürfte damit an sein (verdientes) Ende gekommen sein.




5 Kommentare

  1. AUF JEDEN FALL DIE RICHTIGE ANTWORT!
    FÜR ALLE LÄNDER MIT IMPFPFLICHT UND IMPFZWANG ZU EINER GEN-THERAPIE -
    DIE GLEICHE ANTWORT!

  2. Die Serben kann man beglück­wün­schen zu ihrer Entschei­dung, den Abbau von Lithium der britisch-austra­li­schen Gesell­schaft Rio Tinto zu verbieten. Hämisch kann man da den Austra­liern nur zurufen: „Selbst schuld, wer einen serbi­schen Natio­nal­helden demon­tiert, muss auch die Konse­quenzen tragen.“

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    • Ja, aber auf keinen Fall UsRael vergessen, das hat einen Namen „bond steel“!
      Es verwun­dert mich, daß man in Serbien den Schwanz­le­ckenden Aussis über­haupt ins Land rein­läßt. Ach ja ist die Uran­mu­ni­tion von den Amis schon abge­räumt? Wie, ach die haben noch gar nicht begonnen mit der Säuberung?

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