Sergej Lawrow: “Europa hat seine Unab­hän­gig­keit verloren, um US-Inter­essen zu dienen!“

Der russische Außenminister Sergej Lawrow am 18. Januar 2023 in Moskau

Der russi­sche Außen­mi­nister Sergej Lawrow zieht am 18. Januar 2023 in Moskau die diplo­ma­ti­sche Bilanz des Jahres 2022

 

Liebe Kolle­ginnen und Kollegen!

Tradi­tio­nell treffen wir uns zu Beginn des neuen Jahres, um über die Ergeb­nisse und Ereig­nisse des vergan­genen Jahres zu spre­chen. Es war ein sehr schwie­riges Jahr und in gewisser Weise ein einzig­ar­tiges Jahr. Tief­grei­fende Trends der Geopo­litik und inter­na­tio­nalen Bestre­bungen führender Staaten, die sich über Jahr­zehnte entwi­ckelten, sind schließ­lich zutage getreten.

West­liche Kollegen versu­chen die Ukraine und mit allem herum zu einem medialen, poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Groß­ereignis hoch­zu­sti­li­sieren und zugleich die Russi­sche Föde­ra­tion wegen der vermeint­li­chen „Aggres­sion“ gegen die Ukraine für sämt­liche wirt­schaft­li­chen Probleme der Welt haftbar zu machen. Ich werde mich nicht damit aufhalten, diese Behaup­tungen zu wider­legen: Statis­tiken, einschließ­lich derje­nigen der Welt­bank, des Inter­na­tio­nalen Währungs­fonds, der Ernäh­rungs- und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tion Vereinten Nationen (FAO) und anderer inter­na­tio­naler Orga­ni­sa­tionen belegen deut­lich, dass sich die Krise schon lange vor dem Beginn der mili­tä­ri­schen Sonder­ope­ra­tion zusam­men­ge­braut hat. Der russi­sche Präsi­dent Wladimir Putin hat wieder­holt auf Sach­ver­halte verwiesen, die zeigen, dass die nega­tiven Phäno­mene der Welt­wirt­schaft in erster Linie auf die egois­ti­sche Haltung der Verei­nigten Staaten und ihrer Verbün­deten zurück­zu­führen sind.

Der hybride Krieg gegen die Russi­sche Föderation

Was heute in der Ukraine geschieht, ist das Ergebnis jahre­langer Vorbe­rei­tungen der Verei­nigten Staaten und ihrer Satel­liten, um einen globalen hybriden Krieg gegen die Russi­sche Föde­ra­tion zu entfa­chen. Niemand verheim­licht dies. Wie Sie bei unvor­ein­ge­nom­menen west­li­chen Persön­lich­keiten, darunter Poli­tik­wis­sen­schaft­lern, Gelehrten und Poli­ti­kern nach­lesen können, wird das jedem deut­lich. Erst neulich erschien ein Artikel von Professor J. Bremmer von der Columbia Univer­sity, der schrieb: „Wir befinden uns nicht in einem ‚kalten Krieg‘ mit Russ­land. Wir befinden uns in einem ‚heißen Krieg‚ mit Russ­land. Die NATO kämpft direkt gegen die Russen. Wir kämpfen über die Ukraine gegen sie“. Ein recht offenes Einge­ständnis: Das Ergebnis liegt offen zutage. Es scheint befremd­lich, dass Menschen versu­chen dies anzu­fechten. Der kroa­ti­sche Präsi­dent Z. Mila­novic sagte erst kürz­lich offen und ehrlich, dass dies ein Krieg der NATO sei. Vor einigen Wochen schrieb H. Kissinger,  bevor er in seinem letzten Artikel die Aufnahme der Ukraine in die NATO forderte, dass es sich bei den Ereig­nissen in der Ukraine um einen Zusam­men­stoß und Konkur­renz­kampf zweier Atom­mächte um die Kontrolle über dieses Gebiet handele. Es wird sehr klar, worüber wir hier sprechen.

Unsere west­li­chen Partner täuschen sich, wenn sie dies leugnen, doch mit „Schaum vor dem Mund“ zu beweisen versu­chen, dass sie sich nicht im Krieg mit Russ­land befänden, viel­mehr vorgeben der Ukraine nur helfen zu wollen, um mit der „Aggres­sion“ fertig zu werden und ihre terri­to­riale Inte­grität herzu­stellen. Der Umfang der Unter­stüt­zung macht deut­lich, dass der Westen sehr viel auf seinen Krieg gegen Russ­land gesetzt hat. Das kann man nachvollziehen.

Das west­liche Globa­li­sie­rungs­mo­dell kann künftig jeden treffen

Die Ereig­nisse rund um die Ukraine machen den latenten Wunsch der USA deut­lich, ihrer Posi­tion in der Welt nicht mehr mit legi­timen Mitteln nach­zu­gehen, sondern ille­gi­time Methoden zu ergreifen, um ihre Vorherr­schaft zu sichern. Dazu ist ihnen alles recht: Die vom Westen unter der Führung der USA geschaf­fenen und als unan­tastbar geltenden Mecha­nismen – weit über die Ukraine hinaus – werden zerstört. Der freie Markt, der faire Wett­be­werb, das freie Unter­neh­mertum, die Unver­letz­lich­keit des Eigen­tums, die Unschulds­ver­mu­tung – alles, worauf das west­liche Modell der Globa­li­sie­rung aufge­baute – ist über Nacht obsolet geworden. Sank­tionen gegen Russ­land und andere „uner­wünschte“ Länder werden im Wider­spruch zu diesen Postu­laten und Mecha­nismen verhängt. Es ist klar, dass solche Methoden morgen oder über­morgen gegen jeden anderen Staat, der sich auf die eine oder andere Weise nicht mehr bedin­gungslos ameri­ka­ni­schen Instruk­tionen unter­wirft, ange­wandt werden können.

Die ‚Goldene Milli­arde‘ und der ‚Dschungel‘

Die Euro­päi­sche Union hat sich dem ameri­ka­ni­schen Diktat voll­ständig unter­worfen. Es erüb­rigt sich darüber viele Worte zu verlieren. Die Unter­zeich­nung der Gemein­samen Dekla­ra­tion [Joint Decla­ra­tion] durch NATO und EU zur Zusam­men­ar­beit am 10. Januar dieses Jahres war die Krönung eines Prozesses, der sich über mehrere Jahre ange­bahnt hatte. Darin heißt es ausdrück­lich, dass das Bündnis und die EU die Aufgabe verfolgen, alle poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und mili­tä­ri­schen Mittel im Inter­esse der „goldenen Milli­arde“ einzu­setzen. Sie sagt dies ausdrück­lich – im Inter­esse der einen Milli­arde an Bürgern der NATO und EU. Der Rest ist nach den Worten des Hohen Vertre­ters der EU für Außen- und Sicher­heits­po­litik, José Borrell, ein „Dschungel“, der nur die Entwick­lung des „blühenden Gartens“ verhin­dere. Deshalb soll dieser [Dschungel] neu forma­tiert, an ihre Bedürf­nisse [der Goldenen Milli­arde] ange­passt, in eine neue Art von Kolonie verwan­delt, um mit neuen Methoden rück­sichtslos abge­schöpft zu werden. Die Mittel sind bekannt: Dämo­ni­sie­rung, Erpres­sung, Sank­tionen, Andro­hung von Gewalt und vieles mehr. Viel­mehr wird der Westen heute dadurch verhal­tens­auf­fällig, dass er die tradi­tio­nellen Bindungen der histo­ri­schen Partner in verschie­denen Regionen zerstört, sie zersplit­tert und desta­bi­li­siert. Wir können dies auf dem Balkan und im post­so­wje­ti­schen Raum beob­achten, insbe­son­dere wenn immer wir die Aktionen der Verei­nigten Staaten, ihrer „Klienten“ und „Partner“ in Zentral­asien und im Trans­kau­kasus analysieren.

Der Aufbau eines Nazi-Staates wurde voll in Gang gesetzt

Alles, was rund um die Ukraine geschieht, ist schon seit langem im Gange. Im Jahr 2004 gab es den ersten Maidan. Das war das erste Mal, dass euro­päi­sche Beamte sagten, dass sich die Ukraine zu entscheiden hätte, ob sie sich dem Westen oder Russ­land anschließen wolle. Seitdem wird dieses „Entweder-Oder“ der west­li­chen Politik gegen­über der Region konse­quent fort­ge­setzt. Dieje­nigen, die sich für das falsche „Oder“ entscheiden und davon ausgingen, dass ihre histo­ri­schen Bindungen, verwandt­schaft­li­chen Bezie­hungen, Tradi­tionen und ihr reli­giöser Glaube sie an die Russi­sche Föde­ra­tion binde (obwohl sie in der Ukraine leben), wurden zunächst mehr oder weniger sanft, doch schließ­lich rück­sichtslos „nieder­ge­macht“ sowie vom poli­ti­schen Leben ausge­schlossen und straf­recht­lich verfolgt. Dazu gehörten die Ermor­dung wider­spens­tiger Jour­na­listen und Poli­tiker sowie die Schlie­ßung von Medien, die nicht den „offi­zi­ellen“ Stand­punkt vertreten. Der Aufbau eines Polizei – und Nazi-Staates wurde voll in Gang gesetzt. Dieser Prozess wurde nunmehr mit „Segen“ des Westens voll­endet. Die Alter­na­tive „entweder mit dem Westen oder mit Russ­land“ war notwendig geworden, um dieje­nigen zu iden­ti­fi­zieren, die nicht für den Westen, sondern gegen ihn waren. Und sie wurden direkt bestraft.

Europa hat seine Unab­hän­gig­keit verloren

Um auf die [Gemein­same] Dekla­ra­tion der NATO und der EU zurück­zu­kommen. Sie stellt ein inter­es­santes Doku­ment dar: Beide Struk­turen wurden zur „Allianz der Demo­kra­tien gegen Auto­kra­tien im globalen Wett­be­werb“ erklärt. Der Welt wird eine bewusst konfron­ta­tive Agenda vorge­spielt. Zugleich hat Europa seine Unab­hän­gig­keit verloren. Die Gemein­same Dekla­ra­tion ordnet die Euro­päer ausdrück­lich dem Nord­at­lan­ti­schen Bündnis unter. Es enthält Verpflich­tung [der EU-Staaten], den ameri­ka­ni­schen Inter­essen zur geopo­li­ti­schen Eindäm­mung Russ­lands und Chinas zu dienen. Das erklärte Ziel – es ist allseits bekannt, doch nur einmal mehr doku­men­tiert –  ist das Errei­chen der globalen Vorherr­schaft einer von Ameri­ka­nern ange­führten Allianz.

Die Bezie­hungen zu China zusätz­lich erschweren

Die NATO wird nicht darauf beschränkt, das Leben auf dem euro­päi­schen Konti­nent zu orga­ni­sieren. Die globale Verant­wor­tung des Mili­tär­blocks wird seit dem Madrider Gipfel im Juni 2022 insbe­son­dere auf den asia­tisch-pazi­fi­schen Raum ausge­dehnt, den die NATO-Mitglieder als Indo-Pazifik bezeichnen. Es ist klar, dass hier versucht wird, mit Indien zu flirten und die Bezie­hungen zu China zusätz­lich zu erschweren. Das Mantra von der Unteil­bar­keit der Sicher­heit des euro-atlan­ti­schen – und indo-pazi­fi­schen Raums wird vorge­tragen. Es war nur ein Wort­spiel, denn seit den 1990er Jahren haben sich OSZE und der NATO-Russ­land-Rat auf den Grund­satz der Unteil­bar­keit ihrer Sicher­heit einge­schworen. Es bedeu­tete gleiche Sicher­heit für jeden Staat und die Verpflich­tung, die eigene Sicher­heit nicht auf Kosten anderer auszu­weiten. Jetzt wurde der Begriff aus dem Kontext gerissen und hat eine neue Bedeu­tung erhalten: Die Unteil­bar­keit der Inter­essen von NATO mitsamt dem indo­pa­zi­fi­schen Raum – der Unter­schied ist beachtlich!

‚Indo-pazi­fi­scher‘ Raum wird auf eine Block­struktur reduziert

Die „indo-pazi­fi­sche Region“, wie sie im Westen genannt wird, soll eine Block­ar­chi­tektur gegen Russ­land und China bilden. Zu diesem Zweck werden Mecha­nismen und Formate der Zusam­men­ar­beit, die jahr­zehn­te­lang im Rahmen von ASEAN auf der Grund­lage von Gleich­be­rech­ti­gung, Konsens­suche und Inter­es­sen­aus­gleich geschaffen wurden, syste­ma­tisch zerstört, obwohl man vorzieht dies zu verschweigen. Statt­dessen werden Mili­tär­blöcke geschmiedet. Das anschau­lichste Beispiel bildet AUKUS. Es handelt sich um einen angel­säch­si­schen Block in Asien zu dem die Verei­nigten Staaten, Groß­bri­tan­nien und Austra­lien zählen. Japan wird aktiv in die Sache hinein­ge­zogen. Der jüngste Besuch von Premier­mi­nister F. Kishida in Washington hat diesen Kurs bestä­tigt. Japan befindet sich einmal mehr auf dem Weg der Mili­ta­ri­sie­rung. Soweit wir verstehen, sollen die Artikel der [japa­ni­schen] Verfas­sung, die dies noch verhin­dern, geän­dert werden. Der Prozess ist in Gang gesetzt.

Eine Politik der Diktate durch Washington

Ich werde nicht im Detail darauf eingehen, was der Westen in anderen geopo­li­ti­schen Berei­chen anstellt. Wir sehen heute die Posi­tion der USA und des Westens als Haupt­pro­blem, das nach allen Gesichts­punkten der Betrach­tung die Schwie­rig­keiten erzeugt. Kurz gesagt hat Washing­tons Politik der Diktate in inter­na­tio­nalen Ange­le­gen­heiten im wahrsten Sinne des Wortes zu folgenden Erschei­nungen geführt: Die Ameri­kaner dürfen tun und lassen, was sie wollen und wie sie es wollen – sogar auf der anderen Seite des Globus. Sie nehmen sich heraus, was immer sie für notwendig halten. Doch, niemand sonst darf etwas ohne die Zustim­mung der USA unter­nehmen, auch nicht in Reak­tion auf direkte Sicher­heits­be­dro­hungen, welche von den Verei­nigten Staaten selbst an den Grenzen anderer Länder entstanden sind.

Das Ziel des Westens: Die Endlö­sung der russi­schen Frage

So wie Napo­leon prak­tisch ganz Europa gegen das Russi­sche Reich mobi­li­sierte, so wie Hitler die meisten euro­päi­schen Länder verein­nahmte und „unter Waffen“ stellte, um sie gegen die Sowjet­union loszu­lassen, so haben die USA jetzt eine Koali­tion mit prak­tisch allen Euro­päern gebildet, die Mitglieder von NATO und EU sind. Mit Hilfe der USA führen sie über die Ukraine einen Stell­ver­treter-Krieg gegen unser Land mit immer dem glei­chen Ziel: Die Endlö­sung der “russi­schen Frage“. Hitler wollte noch die Endlö­sung der „Juden­frage“.

Russ­land soll stra­te­gisch besiegt werden

Jetzt sagen west­liche Poli­tiker – nicht nur aus dem Baltikum, Polen, sondern auch aus „zurech­nungs­fä­higen“ Ländern, dass Russ­land stra­te­gisch besiegt werden muss. In einigen Veröf­fent­li­chungen disku­tieren Poli­tik­wis­sen­schaftler aktiv über die Notwen­dig­keit der Entko­lo­ni­sie­rung Russ­lands. Sie sagen, unser Land sei wieder einmal zu groß und stehe „im Weg“. Erst neulich habe ich einen Artikel im „The Tele­graph“ lesen müssen, in dem die Befreiung Abcha­siens, Südos­se­tiens und Trans­nis­triens gefor­dert wird und Kare­lien, Königs­berg und die Kurilen Verhand­lungen über­lassen werden sollen. Es ist klar, dass es sich um eine Boule­vard­zei­tung handelt. Doch, wir sind gezwungen die Boule­vard­presse zu lesen, weil manchmal solche Nach­richten sich dort auf den Titel­seiten wiederfinden.

Nicht alle sind zu den neuen Konfe­renzen eingeladen

Es gibt viele ähnliche Aussagen, auch bei uns seitens alter­na­tiver Oppo­si­tion. Keiner der west­li­chen Poli­tiker bestreitet dies. Zusätz­lich zum Projekt der Euro­päi­schen Poli­ti­schen Gemein­schaft des fran­zö­si­schen Präsi­denten Macron, welche ausdrück­lich ein Format vertritt, bei dem alle Euro­päer einge­laden sind – außer Russ­land und Weiß­russ­land [natür­lich] – hat Macron eine neue Idee: Die Einbe­ru­fung einer Konfe­renz euro­päi­scher Staaten. Er schlug vor, Mitglieder der Euro­päi­schen Union, Länder der Östli­chen Part­ner­schaft mit Geor­gien, Arme­nien, Aser­bai­dschan, Molda­wien und die Ukraine einzu­laden. Ich bezweifle, dass die Weiß­russen einge­laden werden sollen. Aber es heißt, dass neben Teil­neh­mern aus den Staaten der EU und denen der Östli­chen Part­ner­schaft plus – ich möchte Sie darauf beson­ders aufmerksam machen – Emigranten aus Russ­land, die im Ausland aktiv poli­tisch tätig wären und daher will­kommen wären. Es ist vorge­sehen, nicht in Emma­nuel Macrons Präsen­ta­tion, aber gemäß nach­fol­genden Kommen­taren, dass bestimmte Regionen Russ­lands, die „bestrebt sind, mit Europa in Verbin­dung zu bleiben“, zur Konfe­renz der euro­päi­schen Staaten einge­laden werden sollen. Ich denke, es ist klar, über was sie hier spre­chen. Die Situa­tion ist keines­wegs schwarz-weiß, wie west­liche Kollegen versu­chen sie darzu­stellen, sondern es spie­gelt einen Kurs in Rich­tung globaler Vorherr­schaft und der bedin­gungs­losen Unter­wer­fung von allem und jedem unter Andro­hung von „Strafe“ wider.

Der Westen versucht die russi­sche Wirt­schaft zu strangulieren

Keiner der west­li­chen Poli­tiker spricht über etwas anderes als Sank­tionen. Kürz­lich drohte Ursula von der Leyen in Davos Russ­land und Weiß­russ­land einmal mehr mit neuen Sank­tionen. Sie geben dabei vor zu wissen, was es bedarf, um die russi­sche Wirt­schaft zu „stran­gu­lieren“ und einer jahr­zehn­te­langen Rezes­sion auszu­setzen. Das ist es, worüber es sich dreht. Man könnte sagen, dass die Masken fallen gelassen wurden. Seit Jahren werden im UN-Sicher­heitsrat Sank­tionen gegen gewisse Länder disku­tiert, die gegen das Völker­recht und ihre Verpflich­tungen verstießen. Jedes Mal beteu­erten west­liche Vertreter, die bestimmte Maßnahmen verhängten, dass es sich nicht um Sank­tionen handle, die Völker bzw. die Bevöl­ke­rung abstrafen sollen, sondern nur „gegen die Regime“ gerichtet wären. Wo bleiben diese Ermah­nungen jetzt?

Sank­tionen sollen eine Revo­lu­tion in Russ­land auslösen

Die Sank­tionen gegen Russ­land werden offen als Mittel dekla­riert, um das Volk zu einer „Revo­lu­tion“ gegen die derzei­tige Führung unseres Landes aufzu­sta­cheln. Niemand achtet hier mehr auf Anstand oder beschäf­tigt sich damit. Gleich­wohl ist diese Reak­tion der fieber­hafte Versuch, mit allen Mitteln – auf Biegen und Brechen – die Vorherr­schaft der USA und des übrigen Westens, den Washington schon voll­ständig verein­nahmt hat, herzu­stellen. Man kommt zum Schluss, dass der Westen histo­risch gesehen gegen den objek­tiven Lauf der Dinge angeht, um alles zu versu­chen die Entste­hung einer multi­po­laren Welt­ord­nung zu verhin­dern. Dies geschieht nicht durch die Entschei­dung einiger „Büros am Potomac River“ [Washington D.C.] oder in einer anderen Haupt­stadt, sondern auf beson­dere Weise.

Formen der Zusam­men­ar­beit gegen neoko­lo­niale Methoden

Viele Länder entwi­ckeln sich wirt­schaft­lich: Sehen Sie sich China und Indien – unsere stra­te­gi­schen Partner – die Türkei, Brasi­lien, Argen­ti­nien, Ägypten und viele Länder des afri­ka­ni­schen Konti­nents an. Ange­sichts der enormen Reserven an natür­li­chen Ressourcen ist das Entwick­lungs­po­ten­zial dort enorm. Neue Zentren des Wirt­schafts­wachs­tums nehmen Gestalt an. Der Westen versucht, dies zu verhin­dern: Unter anderem mit Speku­la­tion auf Mecha­nismen, die im Rahmen der Globa­li­sie­rung von Westen geschaffen wurden, um west­li­chen Inter­essen zu dienen. Hier spielt der Dollar als Reser­ve­wäh­rung eine gewich­tige Rolle. Deshalb versu­chen wir mit unseren Kontakten inner­halb der SOZ [Shanghai Orga­ni­sa­tion für Zusam­men­ar­beit], BRICS, GUS [Gemein­schaft Unab­hän­giger Staaten], der EAEU [Eura­si­sche Wirt­schafts­union], sowie in Zusam­men­ar­beit mit anderen Verbänden Asiens, Afrikas und Latein­ame­rikas auf jede Weise neue Formen der Zusam­men­ar­beit aufzu­bauen, um nicht vom Westen und seinen (inzwi­schen eindeutig) neoko­lo­nialen Methoden abhängig zu bleiben. Der russi­sche Präsi­dent Wladimir Putin hat es offen und deut­lich gesagt: Methoden werden speziell einge­setzt, um den Rest der Welt unter neuen Bedin­gungen auszu­plün­dern. Zusammen mit verläss­li­chen Part­nern und mit uns befreun­deten Staaten bauen wir solche Formen der Zusam­men­ar­beit auf, die uns zugu­te­kommen werden. Sie lassen sich nicht mehr von jenen Kräften kontrol­lieren, welche die ganze Welt unter­jo­chen wollen.

Es gilt eine multi­po­lare Welt aufzubauen

So lautet meine Bilanz über das abge­lau­fene Jahr. Ein wich­tiger Punkt ist, dass die Prozesse, die wir in diesem Jahr erlebt haben, nicht erst gestern einsetzten, sondern schon vor vielen Jahren. Sie werden fort­ge­setzt. Es wird Zeit brau­chen, um eine multi­po­lare Welt mit den notwen­digen Bezie­hungen zu schaffen, damit sich Demo­kratie, Gerech­tig­keit und Achtung vor den Grund­sätzen der UN-Charta und der souve­ränen Gleich­heit aller Staaten in der Welt werden durch­setzen können. Die UN-Charta ist eine gute Grund­lage. Als sie ange­nommen wurde, war sie ein revo­lu­tio­näres Doku­ment. Leider wurden all die rich­tigen Prin­zi­pien vom Westen perver­tiert. Der Grund­satz von der souve­ränen Gleich­heit der Staaten, Nicht­ein­mi­schung in innere Ange­le­gen­heiten und fried­li­chen Beile­gung von Strei­tig­keiten wurde nicht beachtet. Seit der Grün­dung der UNO haben die Verei­nigten Staaten ihre mili­tä­ri­schen Streit­kräfte viele hundert Mal im Ausland einge­setzt. In den meisten Fällen war es ein ekla­tanter Verstoß gegen die Charta der UN-Organisation.

Der Prozess der Schaf­fung einer multi­po­laren Welt­ord­nung wird lang­wierig sein. Es wird eine bestimmte histo­ri­sche Epoche in Anspruch nehmen. Wir befinden uns mitten in diesem Prozess. Manchmal sehen die direkten Teil­nehmer von Entwick­lungen dieser Größen­ord­nung nicht alles auf einen Blick, so dass der stän­dige Kontakt unter­ein­ander, der Austausch von Einschät­zungen und Eindrü­cken für uns sehr wert­voll ist. Das gilt nicht nur für unsere Partner im Ausland, sondern auch für unsere Kollegen von den Medien. Ihre Beob­ach­tungen und die Fragen, die Sie stellen möchten, sind für uns nützlich.

Die Fort­set­zung mit den Fragen der Medi­en­ver­treter folgt

Über­set­zung aus dem Russi­schen UNSER MITTELEUROPA

Bitte unter­stützen Sie unseren Kampf für Frei­heit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Bank­über­wei­sung) ab € 10.- erhalten Sie als Danke­schön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ porto­frei und gratis! Details hier.


32 Kommentare

    • im Werte-Westen ist man das nicht mehr gewohnt, dass Poli­tiker Format haben und ihr Hand­werk tatsä­chich erlernt haben und daher ihre Ämter auch für längere Zeit behalten und ausüen können.….

      24
      3
    • Ja – ich gehe mal davon aus, dass das gesamte m. E. grön­röte l.nke Gesöcks nichtmal auf einen Bruch­teil der Intel­li­genz von Läwröw wie auch P.tin und ihre anderen nächsten Bera­te­rInnen kommen – von Weis­heit erst garnicht zu reden, die Läwrös, P.tin und Co. dazu noch m. E. zu eigen ist. – Warum sollen die gute beste Leute austau­schen, die sich bewährt haben, bewähren und eine solide Grund­lage für die Menschen in ihrem Land schaffen, erhalten und für Ihr Land und Ihre Lands­leute eintreten?

      Wo findet man hier noch solche wahr­haften Menschen in Führungs­po­si­tionen? – Was hier der Bev.lkerung zuge­mutet wird, scheint unter Hempel’s Sofa heraus­ge­kehrt worden zu sein.

      Meines Erach­tens.

      14
      3
    • Und hier mal ein Beispiel für unsere soge­nannten „Sozi­al­sys­teme“!
      Ich war 40 Jahre lang selbst­stän­diger Masseur. War in der Berufs­ge­nos­sen­schaft Zwangs­ver­si­chert für 50.000 Euro bei Unfall oder Berufs­krank­heit. 2010 bekam ich ein Handekszem und somit war ich Berufs­un­fähig. 10 Jahre lang Kampf mit den Büro­kraten der BG und dann eine Rente von 650 Euro.
      Hätte ich nie etwas getan, gäbe es wesent­lich mehr. Diese Kassen sind nicht für die arbei­tenden Menschen gemacht., Hier wird Geld in großen Stil veruntreut!

      20
      2
    • Diese aufge­regte Show­ein­lage ist deswegen so inter­es­sant, weil die Leopard-Panzer erst „instand gesetzt“ werden müssen, sprich komplett ausein­an­der­ge­baut, wieder zusam­men­ge­setzt und neu lakiert, was laut Chef vom Panzer­dienst bis Anfang nächsten Jahres dauert und für den armen Rüstungs­kon­zern auch nicht vorfi­nan­zierbar ist:

      „Die Ukraine wünscht sich auch drin­gend Leopard-Kampf­panzer. Wie viele können Sie davon liefern?

      Papperger: „Vom Leopard 2 verfügen wir noch über 22 Fahr­zeuge, die wir einsatz­be­reit machen und an die Ukraine liefern könnten. Vom Leopard 1 haben wir noch rund 88 Fahr­zeuge. Doch diese Panzer können wir nicht ohne Auftrag instand setzen, da die Kosten bei mehreren Hundert Millionen Euro liegen. Das kann Rhein­me­tall nicht vorfinanzieren.“

      Wie lange würde die I­nstandsetzung der Leopard-Panzer dauern?

      Papperger: „Ein knappes Jahr. Die Fahr­zeuge werden nicht nur neu ­lackiert, sondern müssen für einen Kriegs­ein­satz umge­baut werden. Sie werden komplett ausein­an­der­ge­nommen und dann wieder neu aufge­baut. Das heißt: Selbst wenn morgen die Entschei­dung fällt, dass wir unsere Leopard-Panzer nach Kiew schi­cken dürfen, dauert die Liefe­rung bis Anfang nächsten Jahres.“ (Quelle: BILD)

      „Äuße­rungen von Rhein­me­tall-Chef Armin Papperger sorgen für Verwir­rung. Im April vergan­genen Jahres sagte er, dass binnen sechs Wochen Leopard 1 für die Ukraine bereit­stünden, also das Vorgän­ger­mo­dell des aktu­ellen Leopard 2.

      Jüngst erklärte Papperger in einem Inter­view mit „Bild am Sonntag“, erst im nächsten Jahr könnten aufbe­rei­tete Leopard 2 gelie­fert werden. Jetzt berichtet die „Frank­furter Allge­meine Zeitung“, dass in diesem Jahr doch bis zu 15 Leopard 2 vom Hof rollen könnten. Vom älteren Modell Leopard 1 kann Rhein­me­tall 20 Stück inner­halb dieses Jahres anbieten, berichtet das „Handels­blatt“. 80 weitere inner­halb von 20 Monaten.“ (Quelle: Welt)

      Wenn dieser Auftrag raus­geht, kann man die Kriegs­dauer schon jetzt um mind. ein Jahr verlän­gern oder aber der deut­sche Steu­er­zahler springt für den armen Rüstungs­kon­zern zur sofor­tigen Vorfi­nan­zie­rung ein. Darum wird es dem Rüstungs­lob­by­isten, der eine „schnelle Entschei­dung“ fordert und dem Panzer­chef vom Dienst, der bezüg­lich der Liefer­dauer so dermaßen rumeiert, wohl wirk­lich gehen.

      11
      2
  1. Die €U ist nicht Europa !!!
    Die €U aber war noch NIE unab­hängig, sondern ist mitsamt ihren Vorläu­fern über­haupt nur geschaffen worden, um bestehende Abhän­gig­keiten zu ZEMENTIEREN !!!
    Was meint Lawrow mit „Nazi-Staat“ ?!
    Wenn er damit NEONAZIs meint, dann hat er Recht, denn die Neonazis sind Erfül­lungs­ge­hilfen des Systemes der etablierten Olig­ar­chen der „globaben Elite“! Genau von diesem Schlage ist das „Rgt. Asow“!
    Sollte er damit aller­dings echte Natio­nal­so­zia­listen meinen, dann sollte er erst einmal über­prüfen, ob Josef Stalin viel­leich eben­falls ein Partei­buch der NSDAP hatte!

    17
    3
  2. Leider hat er in allen Punkten ins Schwarze getroffen, der gute Sergej Lawrow.

    Traurig, traurig, aber so sieht es aus:
    Die USA haben in Europa nur ein Bestreben: Russ­land und West­eu­ropa zu spalten. Das ist nicht erst heute so, sondern schon seit über hundert Jahren. Friede mit Russ­land, eine Koope­ra­tion oder gar eine Koope­ra­tion Russ­lands mit der EU würde die USA als Welt­po­lizei und globale Wirt­schafts­macht entthronen. Ein von Putin in zwei Reden (vor der Münchner Sicher­heits­kon­fe­renz und im Bundestag, ja das gab es mal) ange­bo­tene Wirt­schafts­zone von Wladi­wostok bis Lissabon ist für die USA eine Horror­vor­stel­lung, die es mit allen Mitteln, wirk­lich mit allen Mitteln, zu verhin­dern gilt. Um dies zu gewähr­leisten, werden sie auch nicht davor zurück­schre­cken, den Stell­ver­tre­ter­krieg in der Ukraine auf ganz West­eu­ropa auszu­dehnen. De facto befindet sich die NAhTOd-Kriegs­ma­schine ja bereits mitten im Krieg gegen Russ­land. An all dem trägt natür­lich Russ­land die Schuld. Wer sonst, «wir» sind ja die Guten.

    35
    2
  3. Europa hat seine Unab­hän­gig­keit 1939–1945 verloren. Die einen haben sich frei­willig unter­worfen, weil sie unbe­dingt Deutsch­land vernichten wollten, koste es sie selbst was es will, die anderen wurden zusam­men­ge­schossen, bis es keine Gegen­wehr mehr gab. Dabei geriet die Hälfte von Europa unter die Kontrolle der Sowjets, die andere unter die der USA, welche 1990 den ganzen Laden übernahmen. 

    Aber das wird Lawrow ihnen garan­tiert nicht sagen.

    20
    8
    • Es gab in Russ­land einen Poli­tiker und Säufer mit dem Namen Boris Jelzin, der hat mittels skru­pel­loser Olig­ar­chen und durch west­liche Heuschre­cken­men­ta­lität Russ­land beinahe an den Wert­los­westen verhö­kert. Die Partie mit Putin an der Spitze hat dem einen Riegel vorge­schoben, die abtrün­nigen Olig­ar­chen entmachtet, die Heuschre­cken aus dem Westen Schritt für Schritt aus dem Land getrieben und er hat damit sein Land stabilisiert.

      Der Wert­los­westen, allen voran die USA, waren natür­lich stock­sauer und dazu kam noch das Schreck­ge­spenst: Was ist, wenn die West­eu­ro­päer und Russ­land koope­rieren? Die Trans­at­lan­tiker wären als Welt­macht im Orcus begraben und zusätz­lich wollten sie Rache für die Unver­schämt­heit Putins, dass er sein Land schützen will.

      Die Unab­hän­gig­keit hat Europa mit seinem „Frie­dens­pro­jekt EU“ verloren. Es ist ein Werk­zeug der trans­at­lan­ti­schen – ahem – Freunde. Und Deutsch­land? Deutsch­land ist seit 1945 eine US-Kolonie und ein treuer Vasall. Es gab einmal Bestre­bungen, Deut­scheland aus den Klauen der USA zu befreien, aber es blieb bei den Versu­chen. Inzwi­schen ist Deutsch­land mit seinen Polit­dar­stel­lern der ameri­ka­ni­sche Sarg­nagel für Europa!

      35
      2
      • Gorbi, war auch nicht zu trauen, der hat fuer die Globa­listen gear­beitet, war uebri­gens ueber viele Jahre in
        SanFran­sico behei­matet. Sonderbar nicht wahr?

        8
        2
        • Der Gorbat­schow wird auch nur im Wert­los­westen auf ein Podest gehoben, weil er den west­li­chen Heuschre­cken die Abwick­lung Russ­lands in Aussicht gestellt hat und der BRD ermög­licht hat, sich die DDR unter den Nagel zu reißen. In Russ­land sieht man diesen verkappten West­agenten weitaus diffe­ren­zierter und ohne rosa­rote Brille.

          11
          2
          • Es war genau umge­kehrt – die ehema­lige DeDeäR hat sich die BeäRDe unter den Nagel gerissen – um aus Gesamt­teut­scheland eine örwäll­sche kömmü­nis­tisch-sözi­alüs­ti­sche Düktatür zu machen.

            Meines Erach­tens.

            5
            3
      • @scipio
        sie haben ja mit jedem wort recht,
        nur…eine deppeunion wie diese
        verdient eben genau solch gequirrlte dünnscheisse

        man kann dem ami ja alles anheften,
        nur…für diese(unsere)gotterbärmliche dähhhm­lich­keit sind immer noch wir,
        also das volk selbst…verantwortlich

        8
        3
      • Das jüdisch amerikanische/englische Kapital werden es Putin nie verzeihen, das er da einen Riegel vor die Ausbeu­tung Russ­lands gesetzt hat!

        12
        2
    • Die Unab­hän­gig­keit Europas ging schon im Ersten Welt­krieg verloren. „Wir haben beide (Frank­reich und Deutsch­land) den Krieg verloren“, sagte ca. 1925 Aris­tide Briand zu Gustav Stre­se­mann. Frank­reich hatte hohe Kriegs­schulden in GB und USA, weshalb es die Weimarer Repu­blik sozu­sagen mit Repa­ra­tionen erpressen musste, die wiederum mit US-GB-Krediten finan­ziert wurden. Die Zinsen flossen also doppelt, d.h. von F und von D, nach GB und USA.

      17
      2
  4. Herr Lawrow, jeder noch normale Mensch, braucht sich nur einmal 5 Minuten einer Rede von einem etablierten Poli­tiker anhören. Dann weiss man , das diese Poli­tiker nur Lügen verbreiten. Aber das tun sie schon seit 1945 und das Volk hat es noch nicht mitbekommen!

    31
    2
    • Warte nur einmal ab, wenn Putin die STASI Akten einmal offen­legen würde!
      Da stehen garan­tiert die Schwei­ne­reien der west­li­chen Poli­tiker mit denen der DDR drin.
      Und wo ist das SED Vermögen geblieben???

      7
      2
  5. „Die Poli­tiker hören nicht mehr auf Sozio­logen“. Sagte Univ. Prof. Dr HP Euler bereits 2017 in der JKU Linz. Damit wurden offen­sicht­liche latente Konflikte unter dem Teppich gekehrt bis diese mani­fest werden.
    Im Artikel: „Was heute in der Ukraine geschieht, ist das Ergebnis jahre­langer Vorbe­rei­tungen der Verei­nigten Staaten und ihrer Satelliten“.
    Danke für die Über­set­zung aus dem Russi­schen durch UNSER MITTELEUROPA

    Die Regie­rungs­chefin Neusee­lands Frau Jacinda Ardern wurde welt­weit für Profes­sio­na­lität und Kommu­ni­ka­tion gelobt. Nun gibt sie auf. Es waren eindrück­liche Worte, die sie bei ihrer über­ra­schenden Rück­tritts­rede wählte: Eine der Wirkungen zuneh­mender gesell­schaft­li­cher Entropie ?

    18
    2
  6. Herr Lawrow erklärt nicht, wie es zu dieser Verein­nah­mung von Europa durch die USA gekommen ist, denn die Wurzeln liegen im 2. WK, als sich die UdSSR auf die Seite der Alli­ierten geschlagen hat, um mit ihnen1945 Europa zu teilen, was auch geschehen ist. Sie konnten seit 1990 ihre Einfluß­sphäre nicht mehr verwalten und zogen ab und sich zurück. In diese Macht­leere stießen die Amis mit ihrer NATO und ihren globalen Konzernen, die unter Jelzin versuchten, die Reste der UdSSR zu plün­dern. Das verhin­derte der KGB mit Putin 1999. Die DDR und BRD fügte man 1990 zusammen, ohne die uns 1945 ange­tane Unge­rech­tig­keit gutzum­chen oder eine Diskus­sion zuzu­lassen. Ausrede: EU. Daß aber die BRD alles zu finan­zieren hat und uns Deut­schen weiteres Unrecht angetan wird, verschweigt auch Herr Lawrow.
    Ein Lügen­ge­bilde wird mit neuen Lügen zuge­kleis­tert. Rußland steht auch nicht im luft­leeren Raum. Nun ja, auch die Polen scheinen mit der Nach­kriegs­lö­sung nicht recht einver­standen zu sein, wenn ich auch ihre Groß­manns­sucht nicht verstehe, aber die hatten sie schon immer.
    Ohne Wahr­heit und Aufar­bei­tung kann alles nichts werden, Herr Lawrow.

    16
    8
    • was wollen sie noch von herrn lawrow hören? er hat schon genug gesagt, auch auf konto deutsch­lands und auf konto europas und auf konto usa/nato, alles was jeder mit hirn sehen kann. er ist noch einziger diplo­mate auf dem konti­nent, der westen hat längst vergesen, was diplo­ma­thie ist, lauter autisten und kriegstreiber.
      was deut­sche ungute geschichte betrifft, hat deutsch­land schon per wieder­hollten dekrett ein verbot, eigene geschichte ( die wahr­heit), zu schreiben, bzw zu verarbeiten.
      und das ist kein schuld der russen, die wollten immer mit europa zusammen arbeiten.

      16
      2
      • @ Maja Wir haben keine „ungute Geschichte“. Die 12 Jahre werden verzerrt wieder­ge­geben, weil sie gegen dieselben Übel­täter gerichtet waren wie heute. Rußlands Putin ist beim Hetzen ganz vorn dabei, wenn es gegen „Nazi„deutschland geht.
        Komisch, daßdie Russen seit 1917 immer an der Seite der Amis zu finden sind. Haben sie denselben Herren?

        4
        6
    • und P.tin und die anderen Weisen in ihrem Stab und auch Teut­scheland vor diesen m. E. SAT-ANNUIT-VSA und ihren Vasällen.

      Meines Erach­tens.

      1
      1

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein