Slowe­nien: Eine der schnellst wach­sende Volks­wirt­schaft in Europa und hohe Beschäftigungsquote

Prime Minister Janez Janša (Photo: KPV)

Premier­mi­nister Janša: Slowe­nien hat eine der am schnellsten wach­senden Volks­wirt­schaften in Europa und die höchste Beschäf­ti­gungs­quote in der Geschichte des unab­hän­gigen Slowenien
 

Gestern sprach Premier­mi­nister Janez Janša auf der Konfe­renz „Tran­si­tion with Ambi­tion“ per Video­link. Die Veran­stal­tung wurde vom Minis­te­rium für wirt­schaft­liche Entwick­lung und Tech­no­logie, dem Außen­mi­nis­te­rium, SPIRIT Slovenia, der Public Agency und der Indus­trie- und Handels­kammer Slowe­niens organisiert.

Die gest­rige Veran­stal­tung vereinte die vierte natio­nale Konfe­renz über die Inter­na­tio­na­li­sie­rung der slowe­ni­schen Wirt­schaft und die dritte Konfe­renz über die Indus­trie der Zukunft, um einige der zahl­rei­chen Heraus­for­de­rungen anzu­spre­chen, die die Struk­turen und Inhalte der natio­nalen Volks­wirt­schaften erschüt­tern und die inter­na­tio­nalen Wirt­schafts­ströme radikal verän­dern. Während die slowe­ni­sche Wirt­schaft auf die neue Realität reagiert, indem sie Trends folgt und diese durch inno­va­tive Durch­brüche gestaltet, entwirft das slowe­ni­sche Unterstützungs-„Ökosystem“ auch eine Inter­na­tio­na­li­sie­rungs- und Indus­trie­ent­wick­lungs­agenda, um die EU-Leit­li­nien für eine effek­tive Unter­stüt­zung der Wirt­schaft aufzu­greifen und zu übernehmen.

Die Realität für Unter­nehmen, die in dieser „neuen Welt“ ihre bestehenden Kunden zufrie­den­stellen und neue Kunden gewinnen müssen, besteht darin, die Notwen­dig­keiten und Heraus­for­de­rungen der Digi­ta­li­sie­rung, der Richt­li­nien zum Schutz der Umwelt und der Gesund­heit, der Flüs­sig­keit der Trans­port­wege, der Verfüg­bar­keit von Rohstoffen und Kompo­nenten sowie des unlau­teren Wett­be­werbs zu meistern.

„Der Titel der Konfe­renz ‚Tran­si­tion with Ambi­tion‘ sagt mehr als tausend Worte. Die Unter­neh­mungs­lust und der Erfolg des Einzelnen, der Unter­nehmen und nicht zuletzt der Nation sind von dem Ehrgeiz geprägt, sich immer weiter zu verbes­sern. Diese Eigen­schaft ist in Krisen­zeiten, wie sie die aktu­elle Pandemie zwei­fellos darstellt, beson­ders wichtig“, sagte der Premier­mi­nister in seiner Eröff­nungs­rede. Er betonte, dass dieses Jahr für niemanden einfach gewesen sei. „Dennoch hoffe ich, dass die durch das Virus ausge­löste Krise auch eine Chance ist, unsere Einstel­lung zu ändern. Ich denke, dass die Epidemie ein neues Vertrauen in unsere eigenen Fähig­keiten und Stärken hervor­ge­bracht hat und dass wir, so seltsam es klingen mag, die Krise als Heraus­for­de­rung ange­nommen haben“, sagte der Premierminister.

„Die Wirt­schafts­in­di­ka­toren in Slowe­nien zeigen, dass die Regie­rung die nega­tiven Auswir­kungen der Epidemie auf die Wirt­schaft durch die Verab­schie­dung der Anti-Corona-Geset­zes­pa­kete erfolg­reich und wirksam abge­mil­dert hat. Durch die Anti-Corona-Maßnahmen haben wir Unter­neh­mern und Unter­nehmen Entlas­tungen in Höhe von rund 2,15 Milli­arden Euro gewährt. In dieser Entlas­tung sind die Beihilfen in Form von Reise­gut­scheinen nicht enthalten. Der Gesamt­wert der Touris­ten­gut­scheine belief sich im vergan­genen Jahr auf rund 357 Millionen Euro und in diesem Jahr auf knapp 200 Millionen Euro“, betonte der Premierminister.

Er fügte hinzu, dass der größte Teil der Regie­rungs­ar­beit in diesem Jahr immer noch im Zusam­men­hang mit Maßnahmen zum Schutz der mensch­li­chen Gesund­heit aufgrund der Epidemie stehe, aber das Entbü­ro­kra­ti­sie­rungs­ge­setz liege der Natio­nal­ver­samm­lung vor, was der erste Schritt zum Abbau von Büro­kratie für Unter­nehmen und Bürger glei­cher­maßen sei.

„Die Natio­nal­ver­samm­lung berät bereits über den Geset­zes­vor­schlag, und ein zweites Maßnah­men­paket ist in Vorbe­rei­tung. Die Natio­nal­ver­samm­lung berät auch über vorge­schla­gene Steu­er­än­de­rungen, die höhere Löhne und Gehälter gewähr­leisten, ohne die Kosten für die Unter­nehmen zu erhöhen. Die Regie­rung ergreift auch Maßnahmen, um struk­tu­relle Probleme in der Wirt­schaft anzu­gehen, wie den Mangel an quali­fi­zierten tech­ni­schen Arbeits­kräften, und Maßnahmen, um die nega­tiven Auswir­kungen der Epidemie abzu­mil­dern, wie den Anstieg der Energie- und Rohstoff­preise auf dem Welt­markt. Diese Maßnahmen sind nicht nur für morgen gedacht. Sie werden auch in fünf oder zehn Jahren und für künf­tige Genera­tionen wichtig sein“, sagte der Premierminister.

„Neben der Tatsache, dass die Slowenen sprich­wört­lich fleißig sind, ist all dies sicher­lich der Grund dafür, dass Slowe­nien heute eine der am schnellsten wach­senden Volks­wirt­schaften in Europa und die höchste Beschäf­ti­gungs­quote in der Geschichte des unab­hän­gigen Slowe­niens hat. Auch die Wirt­schafts­pro­gnosen für die Zukunft sind viel­ver­spre­chend“, sagte der Premier­mi­nister und fügte hinzu, dass das Ziel Slowe­niens klar sei und auch der Weg dorthin. „Die Zukunft Slowe­niens ist grün und digital; oder besser gesagt, noch grüner und digi­taler. Die Entwick­lung Slowe­niens wird inte­griert, einheit­lich und intel­li­gent sein. Wir werden die neuen Tech­no­lo­gien in vollem Umfang nutzen und alle Talente und Kennt­nisse, über die wir als Nation verfügen, voll ausschöpfen. Wir werden keine Expe­ri­mente in unbe­kannte Rich­tungen wagen, die mehr Schaden als Nutzen bringen könnten. Die Türen werden weit offen stehen, um über den Teller­rand hinaus­zu­schauen“, sagte der Premier­mi­nister. Nach Ansicht des Premier­mi­nis­ters wird ein krea­tives Umfeld sicher­lich dazu führen, dass junge Menschen eher im Inland als im Ausland nach Arbeits­mög­lich­keiten suchen. „Dies ist zwei­fellos die wirk­samste fami­li­en­po­li­ti­sche Maßnahme und ein konkreter Schritt zur Umkeh­rung des nega­tiven demo­gra­fi­schen Trends“, sagte der Ministerpräsident.

Premier­mi­nister Janša schloss mit den Worten: „Ich wünsche Ihnen eine erfolg­reiche Konfe­renz, die neue grüne, krea­tive und intel­li­gente wirt­schaft­liche Lösungen sowie Lösungen für die Entwick­lung bringen wird. Zum Jahres­ende wünsche ich Ihnen und Ihren Fami­lien eine geseg­nete und fried­liche Weih­nachts­zeit, eine stolze Feier des Unab­hän­gig­keits- und Einheits­tages und möge das Jahr 2022 Ihnen gute Gesund­heit und unter­neh­me­ri­schen Mut bringen. Oder mit den Worten von John Sculley: Die Zukunft gehört denen, die Möglich­keiten sehen, bevor sie offen­sicht­lich werden“.
Quelle: gov.si

Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION



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