Slowe­nien: Öffent­li­cher Aufruf zur Wieder­ein­füh­rung der Bezeich­nung „vor und nach Jesus Christus“

Eines der symbo­lisch offen­sicht­lichsten Über­bleibsel des Kommu­nismus in Slowe­nien ist die Abschaf­fung der Zeit­mar­kie­rung „vor oder nach Jesus Christus“ und die allge­meine Förde­rung des Sprach­ge­brauchs „vor unserer Zeit­rech­nung oder nach unserer Zeitrechnung“.

Slowe­nien ist in dieser Hinsicht einzig­artig, das einzige Land in Europa und in der gesamten west­li­chen Zivi­li­sa­tion, denn in allen Ländern der west­li­chen Zivi­li­sa­tion (Frank­reich, Deutsch­land, Spanien, Italien, Groß­bri­tan­nien, USA, Öster­reich usw.) wird über­wie­gend die Formu­lie­rung „vor oder nach Jesus Christus“ verwendet. Unsere Nach­barn Kroa­tien und Ungarn, die eben­falls unter dem Kommu­nismus lebten, verwenden eben­falls die Formu­lie­rung „vor und nach Jesus Christus“. Andere Bezeich­nungen sind auf links­ra­di­kale und chris­to­pho­bi­sche Personen beschränkt.

Der Haupt­grund dafür, dass der Ausdruck „vor und nach Christus“ in der slowe­ni­schen Sprache, den Medien und im öffent­li­chen Raum immer noch verwendet wird, ist der Kommu­nismus, der die Erwäh­nung von Jesus Christus im öffent­li­chen Raum und im Bildungs­wesen zwangs­weise verbot. Entschei­dend war im Kommu­nismus auch, dass Kinder, Schüler und Studenten nicht wissen durften, wer Jesus Christus war, oder dass er in einem verzerrten Bild darge­stellt wurde, und dass wir histo­ri­sche Zeit­räume einteilen und die Jahre nach seinem Leben in der west­li­chen Zivi­li­sa­tion zählen. Wir Slowenen haben uns formell vom Kommu­nismus als einem unde­mo­kra­ti­schen und wirt­schaft­lich erfolg­losen System losge­sagt, und deshalb ist es von entschei­dender Bedeu­tung, dass tota­li­täre Phrasen, die auf Ausgren­zung, Leug­nung histo­ri­scher Tatsa­chen und Chris­to­phobie beruhen, aus der slowe­ni­schen Sprache entfernt werden. Wir schlagen vor, dass der Hinweis auf die Anzahl der Jahre (vor oder nach Jesus Christus) auf allen Ebenen des Sprach­ge­brauchs wieder einheit­lich einge­führt wird.

Wir bitten Sie daher, den folgenden Appell zu unterzeichnen:

Der Unter­zeichner:

1. fordere ich die Slowe­ni­sche Akademie der Wissen­schaften und Künste (SAZU) auf, die Formu­lie­rung „vor oder nach unserer Zeit­rech­nung“ in der slowe­ni­schen Recht­schrei­bung für unan­ge­messen zu erklären und nach dem Beispiel aller Nach­bar­länder die Formu­lie­rung „vor oder nach Jesus Christus“ zur Bezeich­nung histo­ri­scher Zeit­räume und Zeit­rech­nungen konse­quent wieder einzu­führen. Sie sollte auch die Formu­lie­rung „vor oder nach unserer Abrech­nung“ als inak­zep­ta­bles Beispiel für die ideo­lo­gi­sche Unter­wer­fung der slowe­ni­schen Sprache unter die kommu­nis­ti­sche Ideo­logie und die Leug­nung histo­ri­scher Tatsa­chen erklären.

2. fordere ich das Minis­te­rium für Bildung, Wissen­schaft und Sport und das Institut für Bildung auf, auf allen Ebenen des slowe­ni­schen Bildungs­sys­tems (Programme, Lehr­bü­cher, Lehr­pläne usw.) die Formu­lie­rung „vor oder nach unserer Zeit­rech­nung“ durch die Formu­lie­rung „vor oder nach Jesus Christus“ zu ersetzen.

3. fordere ich das Minis­te­rium für Bildung, Wissen­schaft und Sport auf, alle Lehrer und Erzieher (Kinder­gärten, Grund- und weiter­füh­rende Schulen, Univer­si­täten) anzu­weisen, so bald wie möglich die Verwen­dung der Formu­lie­rung „vor oder nach unserer Zeit­rech­nung“ einzu­stellen und sie konse­quent durch die Formu­lie­rung „vor oder nach Jesus Christus“ oder die Abkür­zung „BC“ zu ersetzen.

4. ich fordere, dass die Schüler das Wissen und das Recht haben, infor­miert zu werden und zu erfahren, warum wir in der west­li­chen Zivi­li­sa­tion die Jahre nach der Geburt von Jesus Christus zählen.

5. dafür zu sorgen, dass die Sank­tio­nie­rung (Herab­stu­fung von Noten), das Mobbing und die Stig­ma­ti­sie­rung derje­nigen Kinder, Schüler, Studenten und Schü­lerin, die den korrekten Ausdruck „vor oder nach Jesus Christus“ oder dessen Abkür­zung verwenden, unver­züg­lich einge­stellt wird.

6. fordere ich Radio und Fern­sehen Slowe­nien (RTVSLO) und alle slowe­ni­schen Medien auf, auf die kommu­nis­ti­sche und unwis­sen­schaft­liche Verwen­dung der Formu­lie­rung „vor oder nach unserer Zeit­rech­nung“ zu verzichten und sie konse­quent durch „vor oder nach Jesus Christus“ zu ersetzen.

Ich lade alle Eltern und Groß­el­tern ein, ihren Kindern oder Enkeln den Ausdruck „vor oder nach Jesus Christus“ zu erklären und sie zu ermu­tigen, ihn in der Schule in allen Fächern konse­quent zu verwenden.

8. fordere ich den Staats­prä­si­denten, den Premier­mi­nister, den Präsi­denten der Natio­nal­ver­samm­lung und den Präsi­denten des Natio­nal­rats auf, zu der oben genannten Initia­tive Stel­lung zu nehmen und öffent­lich auf die Verwen­dung der kommu­nis­ti­schen und unwis­sen­schaft­li­chen Formu­lie­rung „vor und nach unserer Abrech­nung“ zu verzichten, um ihre demo­kra­ti­schen Werte zu demonstrieren.

Projekt­träger:
Partei FÜR Slowe­nien – Eine Stimme für Kinder und Familien

Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

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