Slowe­nien unter dem Einfluss seiner kommu­nis­tisch-revan­chis­ti­schen Politiker

Die linke Opposition Sloweniens: Luka Mesec, Koordinator der Linkspartei, Alenka Bratusek, Vorsitzende der SAB, Tanja Fajon, Vorsitzende der SD, und Marjan Sarec, Vorsitzender der LMS · Foto: STA / Anže Malovrh

Von Peter Tase
 
Die Repu­blik Slowe­nien bereitet sich unter der Führung von Minis­ter­prä­si­dent Janez Janša mit einer attrak­tiven Geld­po­litik und guten wirt­schaft­li­chen Aussichten auf ihre am 1. Juli 2021 begin­nende EU-Rats­prä­si­dent­schaft vor.
 
Premier­mi­nister Janša, dessen Weit­blick es seinem Land ermög­licht hat, eine stabile Wirt­schafts­po­litik aufrecht­zu­er­halten und gleich­zeitig die Auswir­kungen der Covid-19-Pandemie deut­lich abzu­mil­dern, sagte, dass „Slowe­nien entschlossen ist, die Euro­päi­sche Union wider­stands­fä­higer zu machen, damit eine ähnliche Krise (die durch verschie­dene Faktoren verur­sacht werden kann) sicj für die Euro­päi­sche Union weniger kata­stro­phal auswirkt.“

Trotz den Vorbe­rei­tungen und dem effek­tiven Handeln von Premier­mi­nister Janez Janša im Bereich der natio­nalen öffent­li­chen Politik und der Umset­zung der Außen­po­litik ist Slowe­nien nach wie vor mit einer links-kommu­nis­ti­schen Propa­gan­da­ma­schine konfron­tiert, die von inlän­di­schen „Trollen“ orches­triert und von linken Jour­na­listen und neokom­mu­nis­ti­schen Oppo­si­ti­ons­par­teien ermu­tigt wird, die über gefälschte Social-Media-Accounts und böse Bots die Regie­rung ihres Landes verbal angreifen und belei­digen sowie im Ausland ein nega­tives Bild von Slowe­nien zeichnen. Linke Propa­gan­disten und „Jour­na­listen“ verbreiten in ganz Europa Desin­for­ma­tionen und fügen der slowe­ni­schen Nation im Rahmen der trans­at­lan­ti­schen Koope­ra­ti­ons­in­itia­tiven und der Nord­at­lan­tik­ver­trags­or­ga­ni­sa­tion irrepa­ra­blen Schaden zu.

Am Samstag, den 29. Mai 2021, nahmen Minis­ter­prä­si­dent Janez Janša und seine Frau Urška Bačovnik Janša auf Einla­dung des kroa­ti­schen Minis­ter­prä­si­denten Andrej Plenković an einer Feier zum kroa­ti­schen Natio­nal­fei­ertag teil. Die Regie­rung veröf­fent­lichte dieses Ereignis auf ihrem Face­book-Profil, und jeder kann die hass­erfüllten Kommen­tare der Fake-Profile unter dem Beitrag lesen. Sogar die Frau des Minis­ter­prä­si­denten  wurde persön­lich ange­griffen. Trotz aller Angriffe, die in den letzten sechs Monaten statt­ge­funden haben, und die beson­ders in den letzten Wochen sehr häufig waren, haben Face­book und Twitter die Belei­di­gungen und Spam-Aussagen von soge­nannten Kommu­nisten, die keinen einzigen Tag im Kommu­nismus verbracht haben, nicht entfernt. Selbst dieje­nigen slowe­ni­schen Kommu­nisten, die in Jugo­sla­wien aufge­wachsen sind, haben den Kommu­nismus nicht in seiner Gesamt­heit erlebt. Die brutalen kommu­nis­ti­schen Regime auf dem Balkan zerstörten viele Fami­lien und Gemein­schaften durch Klas­sen­kampf, Fünf­jahres-Wirt­schafts­pläne, poli­ti­sche Säube­rungen und Kollektivierung.

Als anschau­li­ches Beispiel wurde kürz­lich in einer Repor­tage aus Slowe­nien im Abend­pro­gramm des deut­schen Ersten Fern­se­hens, der ARD, die Realität vor Ort völlig verzerrt und falsch darge­stellt, und zwar von dem öster­rei­chi­schen Jour­na­listen namens Niko­laus Neumaier, der auch auf seinem Twitter-Account begeis­tert darüber schrieb.

Aufgrund der groben Unge­nau­ig­keiten, die sich in diesem TV-Beitrag wider­spie­geln, kommen­tierte Herr Franci Kindl­hofer, ein Wissen­schaftler für slowe­ni­sche Studien (Vize­prä­si­dent des Verbandes der poli­ti­schen Gefan­genen und anderer Opfer kommu­nis­ti­scher Gewalt) und Jour­na­list, die Sendung: „Sehr geehrter Herr Neumaier, ich fand viele Unge­nau­ig­keiten in Ihrem Beitrag über Slowe­nien. Ich weiß, dass es sehr schwierig ist, objektiv über Slowe­nien zu berichten, wenn der Reporter seine Geschichte zumin­dest seit 1941 nicht kennt, oder wenn er nur die kommu­nis­ti­sche Version der Geschichte kennt. Als Experte für die poli­ti­sche Situa­tion in Slowe­nien werde ich die Sache mit der unge­nauen Bericht­erstat­tung bei Ihrem Arbeit­geber in München anspre­chen müssen. Aber wenn Sie selbst mehr über Slowe­nien heraus­finden wollen, helfe ich Ihnen natür­lich gerne.“

Neumaiers Antwort an Franz Kindl­hofer muss all jene belei­digt haben, die unter dem Kommu­nismus auf dem Balkan enorm gelitten haben, wie der Albaner Lek Pervizi; belei­digt hat sie auch das Andenken und das Leid von mindes­tens 4 000 ermor­deten slowe­ni­schen Zivi­listen und über 25 000 Menschen, die nach dem Zweiten Welt­krieg unter kommu­nis­ti­scher Unter­drü­ckung in Jugo­sla­wien gelitten haben und ernied­rigt wurden.

Neumaier schreibt:
„Vielen Dank für Ihre E‑Mail. Ich weiß nicht, warum Sie mich kontak­tieren wollen, wenn Sie sich bereits entschieden haben, sich über meine Arbeit zu beschweren. Ich gehe davon aus, dass Sie mir nur Bescheid geben wollten. Ansonsten weiß ich nicht, was ich mit Begriffen wie „kommu­nis­tisch“ oder „nicht-kommu­nis­tisch“ anfangen soll. Für mich ist es einfach eine Frage der Pres­se­frei­heit und der euro­päi­schen Werte. Das gilt für mich unab­hängig von meiner Welt­an­schauung. Mit freund­li­chen Grüßen, Niko­laus Neumaier“

Es ist klar, dass Neumaier stark von den lokalen slowe­ni­schen Kommu­nisten beein­flusst wurde. Nicht alle west­li­chen Jour­na­listen der jüngeren Genera­tion sehen den Kommu­nismus als eine Diktatur. Kindl­hofer antwor­tete seinem eigenen Gewissen folgend:

„Sehr geehrter Herr Neumaier, vielen Dank für Ihre Antwort. Ich ziehe es vor, direkt mit Ihnen zu kommu­ni­zieren. Ihr letzter Satz hat mir das Problem der Kommu­ni­ka­tion mit deut­schen Jour­na­listen deut­li­cher gemacht. Sie bewerten den Kommu­nismus anders als z.B. den Natio­nal­so­zia­lismus. Kommu­nismus, wie er prak­ti­ziert wird, ist nicht nur eine Welt­an­schauung, sondern vor allem eine brutale Diktatur. In einigen Details ist er sogar schlimmer als Faschismus oder Nationalsozialismus.“

Die heutige Situa­tion in Slowe­nien ist stark mit dem Kommu­nismus verbunden. Die poli­ti­sche Oppo­si­tion setzt sich aus den einge­fleischten Nach­fol­gern des Kommu­nismus zusammen. Die Oppo­si­ti­ons­partei SD ist die direkte Nach­fol­gerin des Bundes der Kommu­nisten, d.h. der Kommu­nis­ti­schen Partei Jugo­sla­wiens. Ihre Abge­ord­neten sagen dies ganz offen. Die Vorsit­zende der Partei, Tanja Fajon, würdigt öffent­lich kommu­nis­ti­sche Verbre­cher wie Boris Kidrič, der einer der Haupt­ver­ant­wort­li­chen für die Morde während der kommu­nis­ti­schen Revo­lu­tion nach dem Krieg war. Nachdem West­eu­ropa 1945 von den beiden faschis­ti­schen Dikta­turen befreit worden war, errich­tete der Stalin-Revo­lu­tionär Josip Broz Tito in Jugo­sla­wien und damit auch in Slowe­nien eine kommu­nis­ti­sche Diktatur, die 45 Jahre lang andau­erte. In diesem Zusam­men­hang muss man sich eine sehr wich­tige Tatsache vor Augen halten: Die heute in Slowe­nien bestehenden öffent­lich-recht­li­chen Medien, wie DELO und insbe­son­dere RTVS, sind Über­bleibsel der alten Diktatur. Das jetzige Direk­to­rium war auch mit der kommu­nis­ti­schen UDBA (Uprava državne bezbednosti, Staats­si­cher­heits­dienst) verbunden. Die Denk­weise, dass die Ereig­nisse in Slowe­nien nichts mit dem Kommu­nismus zu tun haben, ist grund­le­gend falsch. In Slowe­nien gab es keine „Nürn­berger Prozesse“ zur Verur­tei­lung und Bestra­fung kommu­nis­ti­scher Verbre­cher. In vielen Fällen haben hingegen die heutigen slowe­ni­schen Kommu­nisten und ihre kommu­nis­ti­sche Propa­ganda euro­päi­sche Jour­na­listen als Mario­netten benutzt. Dies schürt zuneh­mend poli­ti­sche und zivile Unruhen in Slowe­nien und auf dem gesamten Balkan, während­dessen die Führer der Euro­päi­schen Union still mit verschränkten Armen dasitzen und nicht die Dring­lich­keits­ehen, dem Einfluss der kommu­nis­ti­schen Orga­ni­sa­tionen in Slowe­nien und in Europa entge­gen­zu­wirken. Tatsache ist, dass der Kommu­nismus eine ernst­hafte Bedro­hung für die Magna Carta der EU darstellt.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 wird Slowe­nien zum zweiten Mal die EU-Rats­prä­si­dent­schaft inne­haben, und Ljub­l­jana hofft auf Unter­stüt­zung, damit die kommu­nis­ti­schen Über­reste nicht mehr als ein Alptraum in den slowe­ni­schen Geschichts­bü­chern sein können. Die Regie­rung Janša hat bereits mit den Vorbe­rei­tungen für dieses sehr heraus­for­dernde Projekt begonnen und sorgt dafür, dass alle Sicherheits‑, tech­ni­schen und logis­ti­schen Anfor­de­rungen recht­zeitig erfüllt werden, um die Treffen in Slowe­nien zu orga­ni­sieren und Akti­vi­täten zur Förde­rung ihres schönen Heimat­landes Slowe­nien zu gestalten.

Quelle: Eurasia Review / Demo­kra­cija


2 Kommentare

  1. ein grosses bravo und dank an herrn kundl­hoffer, wennige bleiben heut­zu­tage bei der wahrheit.
    tatsäch­lich hat die EU alle tota­li­täre formen verur­teilt, aber nur nominell.
    und tatsäch­lich ist der alt/neu kommu­nismus an ganzen balkan, im verknüp­fung mit der versch. weltl. “ eliten clubs“ der “ huma­nisten“ – die wahre ursache für den würge­griffe, für die verskla­vung und enteig­nung dieser völker.
    die heutigen gesetze bassieren auf yu-gesetzen, die richter von oben bis unten, medien, öffenl. sektor, unis, ngos – alles bassiert auf kommu­nist. über­bleibsel, die haben sich die posten unter sich verteilt – bis zur hoch-politik. auf die einfache, frei denkende menschen wird drüber getretten.
    nun – leider, hat gerade solch tota­li­täres system schon ganz europa infiziert.

  2. Mit Schre­cken las ich diesen Artikel, der weitest­ge­hend auch die Bedin­gungen in Ungarn beschreibt. Anschei­nend setzt sich die kommu­nis­ti­sche Inter­na­tio­nale, über 30 Jahre nach ihrem formalen Schei­tern in Europa, prak­tisch weiter fort. Sie mag sich in Details in den einzelnen Ländern unter­scheiden, aber die Kommu­nisten haben ihre poli­ti­sche Macht, in das neue System hinüber­ge­rettet, mal in wirt­schaft­liche Macht, durch spon­tane Priva­ti­sie­rung, mal in die Justiz, als Richter, mal auf anderem Wege. Und dabei wurden sie vom achso­de­mo­kra­ti­schen und unkor­rum­pier­baren Westen unter­stützt. Janša in SLO, Orbán in H gehören nicht diesen jahr­zehn­te­alten Ost-West-Klün­gel­runden an und deswegen will die EU sie weg haben. Ich bin immer mehr der Über­zeu­gung, dass die Briten ein sinkendes Schiff verlassen haben, und dass die Ex-Ostblock­staaten nie hätten beitreten dürfen, sondern ein eigenes Bündnis hätten gründen sollen.

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