So geht Wider­stand gegen Regime: Bürger-Revo­lu­tion in Kasachstan

In Kasach­stan über­schlagen sich derzeit die Ereig­nisse. Während das Regime von Präsi­dent Kassym-Schomart Tokajew Internet und Tele­fon­ver­bin­dungen in weiten Teilen des Landes sperren ließ, um die Nach­richten einer begin­nenden Revo­lu­tion aus dem zentral­asia­ti­schen Staat zu unter­drü­cken, gehen die Bürger zu Hunder­tau­senden auf die Straßen. Ursprung des Volks­auf­standes war die Erhö­hung von Gas- und Benzin­preisen um 50 Prozent. Doch das war nur die Initi­al­zün­dung für Massen­pro­teste gegen die auto­kra­ti­sche Regierung.

Bürger drängen Militär zurück, verhaften Soldaten

Wie Videos zeigen, begannen die Proteste in mehreren Städten um Südwesten Kasach­stans. Zehn­tau­sende Menschen strömten auf die Straßen und drängten Polizei sowie Mili­tär­ein­heiten zurück, die von Präsi­dent Tokajew entsandt wurden, um die Aufstände nieder­zu­schlagen. Aufgrund der Anzahl von Menschen ergaben sich die Soldaten relativ rasch und wurden von den Bürgern verhaftet.

Demons­tranten haben sogar Waffen­de­pots beschlag­nahmt und scharfe Muni­tion gegen Militär- und Sicher­heits­kräfte einge­setzt. Auch die Polizei wurde in vielen Fällen zurück­ge­drängt, woraufhin diverse Regie­rungs­ge­bäude von den Demons­tranten gestürmt wurden. In einigen Städten weigerten sich Sicher­heits­kräfte gegen die Demons­tranten vorzugehen.

Zudem kam es in den größeren Arbei­ter­städten des Landes zu spon­tanen Massenstreiks.

Regie­rung und Lang­zeit­herr­scher treten zurück

Die Regie­rung verlegte Anfangs erstes Militär in die Städte und rief die Demons­tranten auf, „den destruk­tiven Aufrufen“ nicht zu folgen. Die Regie­rung werde nicht fallen. Gebracht hat dies wenig. Die zunächst wenigen Einheiten der Polizei konnten selbst mit Spezi­al­technik kaum etwas gegen die aufge­brachten Menschen­massen ausrichten. Statuen fielen, Regie­rungs­ge­bäude wurden besetzt und öffent­liche Einrich­tungen blockiert. Das Land wurde quasi inner­halb von wenigen Stunden komplett lahmgelegt.

Schließ­lich sahen sich die Regie­rung unter Präsi­dent Tokajew und auch Lang­zeit­herr­scher Nursultan Nasar­bajew gezwungen, zurück­zu­treten. Nasar­bajew gab das Amt als Chef des mäch­tigen Sicher­heits­rates auf und floh unbe­stä­tigten Meldungen zufolge bereits ins Ausland.


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8 Kommentare

  1. Bürger-Revo­lu­tion ist es sicher­lich nicht. Alles andere aber keine Fried­li­chen Bürger. 20 Tsd. „Bürger“, die bis auf die Zähne bewaffnet sind und gegen Regu­läre Mili­tärs vorerst erfolg­reich vorge­gangen sind, haben ihre Ausbil­dung eindeutig bei der Truppe „Black Water“ genossen dürfen. Die Vorgänge in der Stadt Auma Ata ähneln spie­gel­bild­lich deren von Kiev. Diesmal wird Rußland aber nicht zulassen, daß eine „zweite Ukraine“ von den „west­li­chen Werte­ge­mein­schaften“ gebas­telt wird oder entsteht. Abge­sehen von der sicht­li­chen Einmi­schung der „auslän­di­schen Kräfte“ in das Geschehen in Kasach­stan, kann ich mir das Grinsen nicht verkneifen, als ich gestern gelesen habe, daß unsere Anna­lena vermit­teln will. Diese dämliche Tussi weißt nicht mal wo Kasach­stan liegt. Lächer­lich­keit kennt keine Grenzen, und wenn man sie fragen würde: welche Boden­schätze so inter­es­sant und unbe­nutzt in der kasa­chi­schen Steppe liegen? – hätte man sicher­lich eine Antwort gehört: Dino­sau­rier, Bären und Nashörner.

  2. „So geht Wider­stand“ – haha. Seid doch nicht so naiv !!!
    Das ist doch gelenkt, um einen Vorwand zu haben, den Kriegs­zu­stand ausrufen und alles im Chaos versinken lassen zu können.
    Und siehe da, Meldung von heute:
    Militär greift ein, mehrere Menschen erschossen, Putin schickt Truppen.
    Ihr wollt doch bitte nicht im Ernst, dass es hier genauso weit kommt?

  3. In Kasach­stan leben zu 70% Muslime. Wollen da die Koran-Muslime jetzt die vorletzte Koran­sure Sure 9 und da Vers 5 :“ Tötet die Ungläu­bigen, wo immer ihr sie findet… lauert ihnen aus jedem Hinter­halt auf!“ z. B. ausführen?

  4. Es ist der Geist unseres himm­li­schen Vaters, der die Menschen aufge­weckt und auf die Straße gebracht hat, deshalb sollte alles so unblutig wie möglich ablaufen, damit wir den Segen nicht verlieren.

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