Spanien: Sozia­lis­ti­sche Partei will Abtrei­bungs­gegner kriminalisieren

Auch wenn die spani­sche PSOE-Regie­rung de öfteren irgend­eine Grenze ins Reich der Igno­ranz über­schreitet, ist es schwierig, sich an diese Routine zu gewöhnen, ohne scho­ckiert zu sein. Der neueste Vorschlag dieser Regie­rung ist es, Gefäng­nis­strafen für Abtrei­bungs­gegner vorzu­schlagen, die versu­chen, Frauen, die ihre Schwan­ger­schaft beenden wollen, Infor­ma­tionen über verfüg­bare Alter­na­tiven anzubieten.

Unnötig zu sagen, dass das, was es hier nicht um Maßnahmen gegen Abtrei­bungs­gegner handelt, die eine Frau belei­digen oder bedrohen, geschweige denn Gewalt gegen sie anwenden. Es geht auch nicht um Streik­posten, Boykott oder andere Aktionen. Die bloße Tatsache, ein Infor­ma­ti­ons­blatt wie das hier abge­bil­dete zu verteilen, könnte bereits zu einem Verbre­chen werden, das mit Gefängnis bestraft wird.

Um ein Beispiel zu nennen: Die Frei­wil­ligen der Rettungs­schule Johannes Paul II. behaupten, 2.900 Abtrei­bungen von Kindern verhin­dert zu haben. Den Vorschlägen der PSOE zufolge hätten diese 2.900 Kinder sterben müssen, da es nicht mehr erlaubt sein soll, ihr Leben an der Tür von Abtrei­bungs­kli­niken zu retten. Und dass die Abtrei­bungs­gegner, die vor die Tür der Abtrei­bungs­kli­niken Aufstel­lung beziehen, ins Gefängnis gehen sollen.

Erst vor kurzem inter­viewte der lokale Fern­seh­sender 13 TV Michelle Ortiz, eines der sicht­barsten Gesichter dieser Realität von Frauen, die an der Tür einer Abtrei­bungs­klinik ange­spro­chen wurden und sich, als ihnen eine Alter­na­tive ange­boten wird, dafür entscheiden haben, ihr Kind leben zu lassen. Michelles 7 Jahre alte Tochter wäre aufgrund des neuen PSOE-Gesetzes tot.

In Wirk­lich­keit ist es ein Skandal, wenn man bedenkt, dass es Frauen gibt, die in eine Abtrei­bungs­klinik kommen, ohne sich über mögliche Hilfen und Alter­na­tiven zu infor­mieren, Alter­na­tiven und Hilfen, wenn sie darüber infor­miert gewesen wären, sie veran­lasst hätten, sich nicht zur Abtrei­bung zu entscheiden.

Mehr als 30.000 Frauen wandten sich 2019 an die Stif­tung Red Madre und suchten Hilfe, um ihre Kinder zu bekommen, anstatt sie abzu­treiben. Solche Grup­pie­rungen haben alleine das Ziel, Frauen zu helfen, die vor einer Abtrei­bungs­ent­schei­dung stehen.

Dass eine Frau sich für eine Abtrei­bung entscheidet, ist offenbar kein Problem. Dass sie sich entscheidet, ihr Kind zu bekommen, scheint hingegen ein Problem zu sein. Spanien ist eines der Länder, das schwan­geren Frauen am wenigsten Hilfe bietet. Und sicher­lich eines der Länder, in denen Frauen nicht die geringste Hilfe vom Staat erhalten, wenn sie sich gegen eine Abtrei­bung entscheiden. Die Entschei­dung für eine Abtrei­bung ist hingegen in vielen Fällen nur die Folge davon, dass man die mögli­chen Alter­na­tiven und die Hilfen, die einer Frau zustehen können, gar nicht kennt, sei es durch die öffent­liche Diskus­sion oder durch bera­tende Vereine und private Stif­tungen. Eine Frau, die abtreibt, ist eine Frau, die falsch infor­miert ist, bevor sie schwanger wird, und die falsch infor­miert ist, nachdem sie schwanger geworden ist. In jedem Fall kann eine Abtrei­bung nicht das Ergebnis davon sein, dass eine Frau keine Alter­na­tive hat oder nicht von ihr weiß, weil die öffent­li­chen und staat­li­chen Bemü­hungen sich nur darauf konzen­trieren, ihr zu einer Abtrei­bung zu verhelfen, anstatt ihr eine Alter­na­tive anzubieten.

Der Gipfel des Wahn­sinns ist es jedoch, dieje­nigen ins Gefängnis stecken zu wollen, die versu­chen, Frauen über diese Alter­na­tiven zu infor­mieren. In einer gesunden Gesell­schaft würden Menschen nicht elimi­niert werden, weil sie unge­wollt sind. Aber selbst in einer Gesell­schaft, die der Abtrei­bung offen gegen­über­steht, sollten die öffent­li­chen Bemü­hungen, eine Abtrei­bung zu vermeiden, sowohl in wirt­schaft­li­cher Hinsicht als auch in Bezug auf die Infor­ma­tion, 100-mal größer sein als dieje­nigen, die sich dafür einsetzen, eine Abtrei­bung zu ermög­li­chen. Es scheint, dass in Spanien jetzt das Gegen­teil der Fall ist. Was wird der nächste Schritt dieser total radi­ka­li­sierten PSOE sein und wo ist die Linke, wenn es darum geht, dabei zu helfen zu leben, anstatt zu helfen zu töten? Im Jahr 2019 gab es in Spanien 99.149 Abtrei­bungen, sodass man meinen könnte, dies sei der gesetz­lich gewollte „Normal­fall“…

Quielle: España Confi­den­cial


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