Südtirol: “Option” – Zeit­zeugen gesucht

Siegesdenkmal (Bozen) · Foto: Wolfgang Moroder / Wikimedia CC-by-sa 3.0

Bozen – Große Nach­frage im Zuge der Podcast-Reihe zur Option lässt Nach­fol­ge­pro­jekt entstehen. In Südtirol leben heute nur noch wenige Menschen, die die Opti­ons­zeit hautnah miter­lebt haben und darüber berichten können. Solche Erin­ne­rungen enthält die Podcast-Reihe zur Option, die von der neuen Kontakt­stelle für Auto­no­mie­fragen „Auto­nomy Expe­ri­ence“, den Verei­nigten Bühnen Bozen und dem Institut für Zeit­ge­schichte der Univer­sität Inns­bruck produ­ziert und in November vorge­stellt wurde.

Nach dem großen Inter­esse am Podcast, der auf Spotify und Apple Podcasts verfügbar ist, planen die Experten nun eine Bürger­for­schungs­in­itia­tive, mit der Inter­es­sierte die Forschung unter­stützen und einen Beitrag zur Südti­roler Erin­ne­rungs­kultur leisten können.

„Nachdem wir den Podcast vorge­stellt haben, haben sich zahl­reiche Menschen bei uns gemeldet und uns von Zeit­zeu­g­innen und Zeit­zeugen erzählt, die bereit sind, von ihren Erfah­rungen und Erin­ne­rungen zu berichten. So ist, in Zusam­men­ar­beit mit dem Institut für Zeit­ge­schichte der Univer­sität Inns­bruck und dem Amt für Film und Medien der Auto­nomen Provinz Bozen, die Idee für diese Initia­tive entstanden“, sagt Marc Röggla, Leiter von Auto­nomy Expe­ri­ence. „Wir suchen Inter­es­sierte, die die Erfah­rungen aus der Options‑, Kriegs- oder Nach­kriegs­zeit von Bekannten oder Verwandten in Eigen­regie aufzeichnen und so für die Nach­welt festhalten.“

Diese Inter­views sind ein wert­volles Vermächtnis, das vom Amt für Film und Medien aufbe­wahrt und der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht werden soll. Zudem sind die Aufzeich­nungen für Forsche­rinnen und Forscher wert­volle Quellen für zukünf­tige Projekte.

Die Teil­nahme an der Initia­tive ist einfach: Inter­es­sierte können sich für ein Erst­ge­spräche an Auto­nomy Expe­ri­ence wenden, wo sie auch wert­volle Tipps für die Aufzeich­nungen erhalten (E‑Mail: info@​autonomyexperience.​org, Tel. 0471 055771). Für die Inter­views reicht ein Mobil­te­lefon, bei Bedarf stellt das Amt für Film und Medien profes­sio­nelle Aufnah­me­ge­räte zur Verfügung.

Quelle: Südtirol Nach­richten / bba

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